Energieausweis mal kurz erklärt

Diskutiere Energieausweis mal kurz erklärt im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo, kann ich durch meinen Energiepass bzw. aus den Werten aus diesem auf den benötigten Energiebedarf schließen oder ist das alles nur...

  1. Aditman

    Aditman

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    Hallo,

    kann ich durch meinen Energiepass bzw. aus den Werten aus diesem auf den benötigten Energiebedarf schließen oder ist das alles nur Theorie?

    ENEV_Seite_1.jpg ENEV_Seite_2.jpg

    Welche Fläche muss ich mit dem Wert Qp aus dem Pass multiplizieren um den Jahresverbrauch zu erhalten?
    Ist in dem Qp-Wert normalerweise die Anlagenaufwandszahl integriert? Wenn ja, woran sehe ich das?
    Woher weiß mein Energieberater die JAZ (Jahresarbeitszahl) meiner Wärmepumpe?

    Der Endenergiebedarf bei mir ist doch nur geringer als der Primärenergiebedarf, weil da die Photovoltaik mit beigerechnet wird oder?

    Danke
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Nein, aus dem Energieausweis kann man nur Vermutungen anstellen und den Heizenergiebedarf grob abschätzen. Beispielsweise indem man mit H´T und der Fläche der Hülle, sowie den klimatischen Umgebungsbedingungen eine Heizlast schätzt, und daraus dann auf den zu erwartenden Heizenergiebedarf schließt.

    Der Energieausweis dient primär statistischen Zwecken und ist für eine Heizlastermittlung oder die Ermittlung des realen Heizenergiebedarfs nicht geeignet.

    Gruß
    Ralf
     
  4. Julius

    Julius

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    Nein.
    Sondern weil die Stromerzeugung und -Verteilung arg verlustbehaftet ist.
     
  5. Aditman

    Aditman

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    Okay.....komischerweise passte das bei mir fast ganz genau....
    Hab einfach 239m2 Gebäudenutzungsfläche An mal der 11Kwh/(m2.a) Qp genommen und kam auf 2629KwH/a und mein wirklicher Jahresverbrauch 2011/2012 war lt. Zähler 2655Kwh/a.
    Wollte also einfach nur wissen, ob da alles so richtig sein kann? Das das ganz genau nicht berechenbar ist war mir klar......aber ein Anhaltswert stellt dieser doch dar oder?
     
  6. H.PF

    H.PF

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    Nein, das ist Zufall...

    Es wird alles standardisiert auf das Norm-Musterhaus und Norm-Musterklima. Wenn dein Haus da zufällig reinpasst von Aussehen und Lage hast du einfach Glück gehabt...
     
  7. ultra79

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    Wow - was hast du denn für ein Haus gebaut das du quasi keine Energie für WW benötigst? Und auch keine Hilfsenergie? Klingt beeindruckend!
     
  8. mastehr

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    Die Werte halte ich bei einem 239 m²-Haus für sensationell. Ich liege mit 164 m² schon bei mehr als dem vierfachen, obwohl ich noch nicht mal ein ganzes Jahr darin wohne.
     
  9. VanTide

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    @masther, bei dem 4 fachen? Wie kommt das ? Hast du auch eine Luft Luft Wärmepumpe? Bei 10.000 kWh muss da was,mir der Einstellung falsch sein du zahlst da ja richtig Asche an den Energieversorger,
     
  10. mastehr

    mastehr

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    Nein, ich habe eine Gasheizung. Deshalb kostet die kWh auch "nur" knapp 6 Cent.

    Hat Aditman denn eine Wärmepumpe? Dann bezieht sich seine Verbrauchsangabe aber nicht auf Primärenergie.
     
  11. R.B.

    R.B.

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    Nein, das ist Zufall. Die 2.655kWh/a sind auch nur die el. Energiemenge die aufgenommen wurde, und die sagen nichts über den tatsächlichen Energiebedarf des Gebäudes aus. Je nach JAZ Deiner LWP lag der tatsächliche Energiebedarf irgendwo zwischen 7.000kWh und 9.000kWh. Hättest Du eine andere WP, dann könnte es sein, dass der tatsächliche Energiebedarf auch über 10.000kWh liegt.

    Wichtig wäre daher ein Wärmemengenzähler der die tatsächliche Energie aufzeichnet die von der WP geliefert wurde. Ein weiterer Punkt wäre die WW-Erzeugung, die wohl in den 2.655kWh/a enthalten ist.

    Gruß
    Ralf
     
  12. #11 Aditman, 19. März 2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. März 2013
    Aditman

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    Moin,

    ja ich habe eine Lüftwärmepumpe und die 2655KWh/a entsprechen auch meiner verbrauchten Primärenergie (bei mir ist das halt Strom).
    Sogar für Heizung und WW. Und ich erreiche diese Werte mit einer recht einfachen LWP, über die so viele ja schimpfen von der Firma isdochegal. Hab mich halt nur mal ein wenig mit der Steuerung auseinandergesetzt nachdem ich gemerkt habe, dass mein Installateur in diesem Bereich nicht gerade mit Gold glänzt. Der setzt halt seine Prioritäten anders!

    Wenn ich jetzt noch meine PV mit ins Spiel bringe bemerkt man gleich, dass ich in meinem ganzen Leben niemals weiters Geld für eine warme Hütte (ich sprechen von ca. 22,5°C im WZ, denn meine Frau guck schon schief, wenn es 21°C sind) und warmes Wasser ausgeben werde.

    Okay mit dem fehlenden WMZ das hat mich auch schon geärgert aber eigentlich sind das Werte die ich nicht zwingend wissen muss.....
    Denn mit den Verbrauchswerten liege ich weit unter denen, die ein ähnliches massives Haus gebaut haben ;)

    LG
    Adit
     
  13. R.B.

    R.B.

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    Vorsicht mit dem Begriff Primärenergie, der ist nicht gleichzusetzen mit dem Stromverbrauch.

    Deine Rechnung mit der PV ginge nur dann auf, wenn damit die WP versorgt würde. Ansonsten gibt´s nur die Einspeisevergütung und die steigenden Strompreise im WP-Tarif.

    Eine Aussage ob Deine Anlage gut läuft ist ohne WMZ nicht möglich.

    Gibt´s noch weitere Wärmeerzeuger im Haus? (Kaminofen o.ä.)

    Gruß
    Ralf
     
  14. Julius

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    Nein!
    Da Deine Heizung elektrisch betrieben wird, ist die Primärenergie das, was im Kraftwerkan Brennstoff aufgewendet werden muß, um Dir jährlich besagte 2655kWh zur Verfügung zu stellen.
    Also in D grob gesagt das Dreifache, demnach ca. 7000kWh (mit dem "gutmenschengewillkürten" Faktor 2,6 der aktuellen EnEV).

    Aber was erzähle ich das einem betrieblich bewirteten Elektromeister...
     
  15. Aditman

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    Ja okay........dann nenne ich es Endenergie! Denn es ist der Energieinhalt eines Energieträgers vor Ort bevor er verbrannt oder genutzt wird und im Endeffekt der Wert, den alle zu zahlen haben. Bei mir, wie gesagt Strom, welcher durch meinen Zähler fließt.

    Für mich ist Strom hier im Haus die Primärenergie in KWh und die Sekundärenergie (Nutzenergie) ein warmes Haus und warmes Wasser ;)

    LG
     
  16. Julius

    Julius

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    Nunja, abgesehen davon, daß es die Kommunikation nicht gerade erleichtert, wenn sie jeder eigene Bedeutungen zu stehenden Begriffen zulegt:

    Wo ist der Vorteil, wenn Du nur ein Drittel der "kWh" einkaufen mußt (gegenüber z.B. einem, der mit Gas heizt), aber die kWh gut das Dreifache kostet (und eine etwa um dieses Maß höhere Umweltbelastung bedingt)...?
     
  17. Aditman

    Aditman

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    Sehe ich vollkommen ein.......Schande über mein Haupt!
    Was hat jetzt bitte Vor- oder Nachteil mit dem zu tun, was ich einfach am Anfang nur mal wissen wollte?

    Und ich persönlich glaube nicht, dass Gas umweltfreundlicher ist als ein gesunder Strommix!
    Auch das, ist nur meine persönliche Meinung. Für mich, als Elektriker ist die Kombination aus LWP und PV einfach ideal.

    LG
     
  18. mastehr

    mastehr

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    Je nachdem, wer die Zahlen würfelt, ist der Primärenergieaufwand ungefähr gleich. Wenn in einem Kohlekraftwerk Kohle verheizt wird, um damit Deine Wärmepumpe zu betreiben, muss diese schon eine sehr gute Arbeitszahl haben, denn es wird nur ein Drittel der Kohle-Energie in Strom umgewandelt, von dem auch noch ein nicht unerheblicher Teil auf dem Weg zu Dir verschwindet.

    Schade ist nur, dass Deine PV in dem Augenblick, in dem die LWP den meisten Strom braucht, gar nichts oder nicht ausreichend Leistung bringt. Wenn Strom effektiv speicherbar wäre, hätten wir viele Probleme gelöst.
     
  19. VanTide

    VanTide

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    Naja wenn aber doch die PV Anlage sagen wir mal 4000kwh erzeugt und eine einspeiseverguetung von 17 Cent bringt und der Stromverbrauch der Pumpe 3000 kWh ist fuer 25 Cent dann geht doch die Rechnung ungefähr auf. Wenn nun noch bald entsprechende Speicher kommen, dann wird das ganze richtig interessant.
    Daher finde ich eine Wärmepumpe in Verbindung mit einer PV Anlage und einem Kamin mit Holz im Wohnzimmer die klasse Lösung. Das sollte doch richtig sparsam sein oder?
     
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  21. #19 Alfons Fischer, 20. März 2013
    Alfons Fischer

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    Eine Wärmepumpe ist nicht "per se" sparsam. Ein weit verbreiteter Irrglaube, selbst unter Heizungsbauern.

    Eine Wärmepumpe ist erst dann sparsam(er), wenn alle Randbedingungen passen. Ich habe schon sehr lange Gesichter gesehen, wo deutlich fünfstellige Beträge für eine neue "Wärmepumpenheizung" ausgegeben wurden und danach die Heizkosten nicht geringer, sondern höher waren!
     
  22. R.B.

    R.B.

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    Na ja, die Anlage mit 4kW muss auch erst einmal bezahlt werden, die gibt´s ja nicht gratis. Die Einspeisevergütung wird Gott sei Dank langsam auf ein vernünftiges Niveau herunter gefahren. Bis Jahresende gibt es wohl eher nur 12Ct./kWh.

    PV in Verbindung mit einer WP ist sinnfrei so lange keine Möglichkeit besteht die erzeugte Energie längerfristig in Akkus zu speichern. Man sollte einmal daran denken, dass man nicht einfach Erträge und Stromverbrauch der WP gegenüberstellen kann, sondern schauen muss, wann die PV Anlage was liefert. Dabei geht es nicht nur um Erträge sondern auch um Leistung. An bewölkten Tagen liefert sie ja nicht nur keine nennenswerten Erträge, sondern auch nicht die Leistung um ein E-Gerät wie eine WP betreiben zu können.

    Die Rechnung mit der Einspeisung funktioniert nur deshalb, weil man willenlos einspeisen kann, egal was die Anlage gerade produziert. Hauptsache es reicht damit der Wechselrichter startet.

    Gruß
    Ralf
     
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Energieausweis mal kurz erklärt

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