Energieplanung

Diskutiere Energieplanung im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo! Parallel zum Thema "Baupreise" will ich mich nochmal auf das Thema Energieplanung konzentrieren, damit wir die für uns sinnvollste Heizung...

  1. Villariva

    Villariva

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    Hallo!

    Parallel zum Thema "Baupreise" will ich mich nochmal auf das Thema Energieplanung konzentrieren, damit wir die für uns sinnvollste Heizung finden können.

    Falls ich Abkürzugen oder Begrifflichkeiten durchinander bringe, bitte ich um Korrektur.

    Wie bereits in meinem "Baupreise" Thread beschrieben, wurde uns zunächst ein Wärme-Luft-Pumpe (WLP) als Energierückgewinnungssystem empfohlen.
    Das ganze ist dann auch mit einer kontrolliertem Wohnraum System ausgestattet (KWL).
    Klingt erstmal alles plausibel, aber ob es sich für uns lohnt, ist halt die Frage.

    Hier kurz unsere Eckdaten (Ich hoffe ich führe alles wichtige dabei auf):
    - Massivhaus, verputzt mit Mineralwolle Dämmung ca. 130-140 m2
    - Bisher sprachen wir über ein 3 Ltr. Haus und KfW70 Standard
    - 3 Personen (2 Erwachsene + 1 Kind), weiterer Nachwuchs ist nicht geplant
    - EG sowie BAD im OG sollten mit Fussbodenheizung ausgesattte werden
    - Eventuelle Überlegungen bzgl. Erdwärme-Kollektor oder Solaranlage sind nicht im Budget

    Wie stelle ich jetzt meinen Energieplan genau auf bzw. wie kann ich ermitteln, ob sich zB eher eine Gasheizung lohnt?

    Berücksichtige ich zB heutige Verhältnisse / Kosten in unserer Wohnung, obwohl diese ja sicherlich nicht vergleichbar sind?

    MfG Villariva
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Man beginnt zuerst einmal mit einer Heizlastermittlung nach EN12831. Damit steht dann fest welche Leistung der Wärmeerzeuger haben muss und wie sich diese auf die einzelnen Räume aufteilt. Dazu müssen Deine Anforderungen bekannt sein (beispielsweise die gewünschten Raumtemperaturen).
    Bitte die Heizlastermittlung nicht mit EnEV Nachweis verwechseln.

    Dann spielt auch die WW Erzeugung eine Rolle.

    Sind alle Randbedingungen bekannt, dann kann man die verschiedenen Systeme miteinander vergleichen. Dazu die Investitionskosten auflisten und danach die zu erwartenden Verbrauchskosten. So ein Vergleich ist nicht ganz einfach, denn gerade die zukünftigen Verbrauchskosten lassen sich nur schwer abschätzen.

    Irgendwann hat man dann eine Tabelle mit mehreren Spalten und rechts unten stehen ein paar "Zahlen". :D

    Lese mal ein bischen im Forum. Solche und ähnliche Themen wurden schon oft besprochen. Da finden sich einige Infos.

    Gruß
    Ralf
     
  4. Villariva

    Villariva

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    Hallo R.B.

    ich habe mal etwas gegoogled, weil ich hier im Forum nicht wirklich schlauer geworden bin. Wenn ich das richtig verstehe, muss ich aber für eine halbwegs genaue Bewertung bereits die Räumlichkeiten kennen (Sprich deren Maße etc.).

    Diese Daten liegen uns noch garnicht konkret vor, da wir soweit noch nicht im Detail mit den Bauunternhemen sind.

    MfG
     
  5. #4 wasweissich, 13. August 2010
    wasweissich

    wasweissich Gast

    dann hast du nicht richtig gesucht ....

    ich sehe das so

    bei diesem planungsansatz (wir nehmen heizung xyz und bauen ein drei liter haus drumherum) wirds wahrscheinlich ähnlich enden wie mit meinem drei-liter-auto .

    der verbrauch war angemessen für einen drei-liter-motor mit reichlich über 200ps .......
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Dann kläre zuerst die Grundlagen. Es ist völlig sinnfrei eine Heizung zu "planen" so lange noch nicht klar ist was für ein Haus beheizt werden soll.

    Du kannst Dich zwar allgemein über die verschiedenen Heizungssysteme informieren, aber tiefer in die Materie einsteigen und Preise ermitteln, funktioniert nicht.

    Was man anhand der von Dir genannten Daten schon einmal sagen kann, die Heizlast wird gering ausfallen. Ich tippe mal auf irgendwas zwischen 5 und 10kW. Sollte wirklich ein "3 Liter Haus" gebaut werden, dann liegt die Heizlast vermutlich noch darunter. Bei einem schöngerechneten KfW70 wohl eher am oberen Limit des von mir genannten Bereichs.

    Man kann für eine erste Abschätzung auch über die Hülle des Gebäudes rechnen. Dann brauchst Du nur die äußeren Abmessungen sowie die verwendeten Materialien (Wand-/Dachaufbau). Das ergibt schon einmal einen ganz brauchbaren Wert für den Wärmeerzeuger.

    Es geht letztendlich nicht darum ob der Wärmeerzeuger 100W mehr oder weniger haben muss, das spielt in der Praxis keine Geige. Aber bei einem Spielraum von <5kW bis etwa 10kW ist die Toleranz zu groß. Da reden wir im Fall von einer WP schnell mal von einigen Tausend Euro Unterschied.

    Bei Gas sieht es etwas anders aus, weil es sowieso kaum Thermen gibt die unter 10kW Leistung liegen. Bei Öl ebenso. Bei Holz wird zwar der Wärmeerzeuger stärker dimensioniert, aber die Heizlast ist für die Pufferauslegung wichtig (Stichwort: wie oft am Tag muss man den Ofen schüren).

    Gruß
    Ralf
     
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  8. #6 ErikVonDerIEU, 20. August 2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. August 2010
    ErikVonDerIEU

    ErikVonDerIEU Gast

    Hallo Villariva,

    Bauunternehmen habt Ihr ja anscheinend gefunden. Was ist bei denen im Leistungspaket drin, machen die für euch auch die Planung, dann müsst Ihr die hinsichtlich des Energiekonzepts auch in die Pflicht nehmen. Abgesehen von dem bedarf, den Ihr aufgrund der Immobilie auslöst (Heizung + Warmwasser), setzt sich das Konzept immer aus eine Bauphysikalischen Komponente (Dämmung, Bauteile) und der Gebäudetechnik (Heizung + Warmwasserbereitung) zusammen. Daher müsst Ihr, wie R.B. beschrieben hat wissen was Ihr bekommt  Baubeschreibung?
    Ein guter Ansatz kann auch der bisherige Verbrauch sein, gerade beim Warmwasser, der Bedarf wird sicherlich in Zukunft ähnlich sein. Bei der notwendigen Heizenergie sieht es schon anders aus, hier kommt es darauf an, welchen energetischen Standard Eure derzeitige Wohnung oder Haus hat.
    Wie Ralf richtig bemerkt hat, kann eine LWP (Luft-Wasser-Wärme-Pumpe) schnell teuer werden ( in Abhängigkeit von der erforderlichen Leistung) und ist grundsätzlich teurer als eine Gasheizung (Relation etwa 10 zu 4). Wenn Ihr gedanklich eine LWP in betracht gezogen habt, wäre bei einer Gasheizung noch eine Solarunterstützung (Warmwasser – Heizung) evtl. drin.
    Schlussendlich ist aber ein Energiekonzept erforderlich, das nur ein Fachmann erstellen kann. Infos gibt es im Netz ja genug z.B. bei +++++++++++++++++++ um nur einige zu nennen.
     
  9. R.B.

    R.B.

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    Dem möchte ich aber widersprechen, denn so einfach darf man es sich auch nicht machen.

    Welche Variante teurer ist, sollte man schon detailliert rechnen. Die Gastherme an sich ist zwar meist günstiger als eine LWP, aber Gasanschluß, Schornstein (LAS), das alles gibt´s nicht umsonst.
    Dann stellt sich noch die Frage mit welchen laufenden Kosten zu rechnen ist. Da kostet der Gasanschluß Grundgebühren wie auch der Stromanschluß. Es kommt aber bei Gas die Überprüfung durch den Schornsteinfeger hinzu, und eine Gastherme ist schon etwas wartungsintensiver als eine LWP.

    Wer noch pokern will, spekuliert nun welche Kosten Gas im Vergleich zu Strom in Zukunft verursachen wird.

    Gruß
    Ralf
     
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