Energieverlust bei Kessel auf 80 Grad?

Diskutiere Energieverlust bei Kessel auf 80 Grad? im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, letztes Wochenende bei meinen Eltern, ich hole ein Werkzeug aus dem Keller, wundere mich, daß der NT-Ölkessel auf 80 Grad vor sich...

  1. Eumeltier

    Eumeltier

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    Hallo,

    letztes Wochenende bei meinen Eltern, ich hole ein Werkzeug aus dem Keller, wundere mich, daß der NT-Ölkessel auf 80 Grad vor sich hinbollert.

    Folgende Situation: Früher war da ein alter Hochtemperatur-Kessel mit nachgeschaltetem 4-Wege-Mischer witterungsgeführt.
    Der wurde vor ca. 20 Jahren durch einen NT-Kessel ersetzt, die Mischerkonstruktion ist geblieben.

    Somit gibts auch zwei Außentemperaturfühler, für den Kessel und für die Mischersteuerung.


    Der Mischer schien auch ordentlich zu regeln, Vorlauftemperatur 40 Grad. Nur der Kessel läuft auf 80 Grad - warum?
    Ich guck nach, Kessel steht auf Handbetrieb. Aha.

    Ich finde einen Zettel vom Sommer vom Heizungsmonteur, da steht drauf, Kessel Übertemperatur, deshalb Kessel jetzt entriegelt betrieben - was auch immer das bedeuten soll.

    Meine Eltern haben davon keine Ahnung, da das Problem auftrat, als sie im Urlaub waren. Angeblich war zuwenig Wasser drin...
    Beauftragt hat den Heizungsmonteur mein Bruder, dieser war natürlich nicht greifbar, um mir zu erzählen, was denn los war.

    Aber aufgrund dieser Situation wollte ich den Kessel nicht auf normalen Betrieb wieder umstellen, nachher fällt der dann wieder aus...?


    Wie groß ist denn der Verlust, wenn der Kessel nun Tag und Nacht auf 80 Grad rödelt - abgesehen davon, daß der Kessel natürlich den ungedämmten Kellerraum mit Luftöffnung im Fenster vor sich hinheizt...

    Gruß,
    Martin
     
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  3. R.B.

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    Das frage ich mich auch. Hier sollte derjenige kontaktiert werden, der das gemacht hat.

    Ein Kessel der im eigenen Saft schmort, ist nicht gerade der Brüller. Da sind die paar Prozent zusätzliche Verluste durch die höhere Kesseltemperatur noch das geringste Problem. Es gibt zwar weitere Sicherheitseinrichtungen (STB), aber wenn die auslösen kann jedes Mal der Fachmann anrücken.

    Es sollte also umgehend geklärt werden, was hier wie gemacht wurde, und ob damit noch zumindest eine zulässige Betriebsweise des Kessels möglich ist.

    Gruß
    Ralf
     
  4. Eumeltier

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    Naja, der Kessel hat bei Handbetrieb auch ein Temperaturwähler, dieser stand auf 75 Grad, von daher nehme ich mal an, daß zumindest das noch funktioniert (90 Grad wären auch einstellbar gewesen).

    Mit der Kommunikation ist das bißchen schwierig, Eltern beide fast 80, von sowas haben sie keine Ahnung.
    Bruder der noch mit im Haus wohnt, hat davon auch keine Ahnung und keine Zeit und ist fast nie da.

    Und ich bin 150km weit weg.

    Mal gucken ob ich noch was rausfinden kann.

    Gruß,
    Martin
     
  5. R.B.

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    Dann kann man evtl. den Kesselthermostat heranziehen und somit die Temperatur reduzieren. Wenn der Mischer aktuell auf 40°C mischen soll, dann braucht man dem keine 80°C anliefern.

    Aber wie gesagt, man müsste halt zuerst einmal wissen, was da wirklich gemacht wurde.

    Gruß
    Ralf
     
  6. Eumeltier

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    Ja aber meinen Eltern bring ich auch nicht bei, daß die regelmäßig in den Keller laufen und am Temperatur-Rad drehen.
    Wenns dann minus 15 Grad wird, frieren ihnen die Finger ab im Haus....

    Was passiert denn dem Kessel wenn der immer auf 80 Grad läuft?

    Mal gucken, nächstes WE sehe ich wohl meinen Bruder, mal sehen ob der noch weiß, was war...

    Gruß,
    Martin
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Vermutlich passiert da nichts. Ich weiß ja nicht, was da außer Betrieb gesetzt wurde.

    Das glaube ich kaum. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Heizflächen auf eine so hohe Temperatur ausgelegt sind.

    Wurde nur die AT-Führung (Heizkurve) deaktiviert, dann geht das auf Kosten der Effizienz. Passieren kann sonst nichts. Deswegen muss man aber noch lange nicht den Kessel auf 80°C fahren.

    Gruß
    Ralf
     
  8. Eumeltier

    Eumeltier

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    Wenn ich das wüßte... zumindest im ältesten Teil des Hauses sind teilweise noch Heizkörper und -rohre aus Schwerkraftzeiten vorhanden (zumindest nehme ich dies an aufgrund der extremen Dicke der Heizungsrohre). Vor Urzeiten hatten die Eltern einen Kohle-Zentralheizungskessel in der Küche.

    Außerdem sind meine Eltern (zumindest meine Mutter) Frostköddel und brauchen im Wohnzimmer 24 Grad...

    Demzufolge jammern sie auch jedes Jahr über den Ölverbrauch (40kW-Kessel, 300qm Wohnfläche - wenn auch nicht alles immer voll beheizt).

    Aber eine Modernisierung wird sich wohl nicht mehr rechnen über die noch zu erwartende Lebenszeit.

    Gruß,
    Martin
     
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  10. R.B.

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    Das kann ich nachvollziehen, aber das Problem steckt im Haus und Nutzerverhalten. Die Heizung selbst trägt nur einen kleinen Anteil bei.

    Gruß
    Ralf
     
  11. #9 Achim Kaiser, 2. November 2011
    Achim Kaiser

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    Na die Bereitschaftsverluste steigen schon kräftig an ....
    Datenblatt des Kesselherstelles hilft da weiter.

    Das summiert sich über die Zeit ganz nett.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
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