EnEV 2016

Diskutiere EnEV 2016 im EnEV 2002 / 2004 / 2007 / 2009 Forum im Bereich Bauphysik; Hallo liebe Expertengemeinde! :winken Da es mit unserem Bauvorhaben im Jahr 2015 leider noch nicht funktioniert hat, beginnen wir nun...

  1. #1 WirBauen2015, 6. November 2016
    WirBauen2015

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    Hallo liebe Expertengemeinde! :winken

    Da es mit unserem Bauvorhaben im Jahr 2015 leider noch nicht funktioniert hat, beginnen wir nun voraussichtlich im Februar 2017. Baugenehmigung liegt seit 1 Monat vor. Demnach gelten für uns die Bestimmungen der neuen EnEV.

    Bisher sind wir davon ausgegangen, dass es ausreichend ist, eine Gaszentralheizung in Verbindung mit Solarthermie zu verbauen, um den Anforderungen der EnEV genüge zu tun. Unser Architekt sagt jedoch, dass dies wohl nicht ausreichend sein wird und wir uns mit dem Gedanken einer Wärmepumpe o. Ä. anfreunden müssten. Der Gedanke gefällt uns nicht und nun fragen wir uns, ob es eventuell doch noch eine andere Möglichkeit gibt? Hat schon jemand nach den Vorgaben der neuen EnEV sein Bauvorhaben umgesetzt oder geplant und dabei immer noch auf eine Gasheizung setzen können? Wenn ja, unter welchen Umständen?

    Kurze Eckdaten zum Bauvorhaben:
    Einfamilienhaus, ca. 140 m² Wohnfläche, voll unterkellert, Mauerwerk aus Poroton, Fassade als Wärmedämmverbundsystem.

    Uns ist klar, dass niemand eine Berechnung für uns vornehmen kann. Es geht lediglich darum, dass wir in Erfahrung bringen möchten, ob eine Chance besteht, mit geringem Aufwand die Installation einer Wärmepumpe o. Ä. zu umgehen.

    Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit! :28:
     
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  3. msfox30

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    Meines Wissens, gilt die EnEV zum Zeitpunkt des Einreichens des Bauantrages. Zumindest war es bei uns so. Wir mussten noch im Dez. 2015 einreichen, damit die alte EnEV gilt. Und wenn die Baugenehmigung vorliegt und noch nicht abgelaufen ist (bei einem Monat nicht), so hat das Bauordnungsamt den Werten gemäß der gültigen EnEV doch schon zugestimmt.
     
  4. jodler2014

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    Den Wärmeschutznachweis kann man ja noch nachreichen.....:shades

    Natürlich kann man auch trotz der neuen Novelle ,mit einer GBWT ein " Energiesparhaus" bauen.

    Grundsätzlich gilt immer noch ,daß bei Fertighäusern ( HRB usw. ) eine geringere Außenwandstärke den gleichen Dämmwert erreicht ,als ein Massivhaus aus echten Steinen.

    Aufgabe des Architekten ist es :
    Was muss ich tun ,dass die Hütte mit einer Gasheizung den gesetzlichen Anforderungen entspricht.

    Und ja ,es ist möglich!
    Weil (fast ) Alle die nach der alten Fassung ein KFW 70 Haus gebaut haben ,schon damals ein Haus entsprechend der neuen Novelle gebaut haben..

    Hoffentlich !
     
  5. #4 WirBauen2015, 7. November 2016
    WirBauen2015

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    Danke für die Antworten.

    Ich habe mich aber wohl missverständlich ausgedrückt. Wir realisieren nun ein anderes Bauvorhaben, als es in 2015 geplant war. Der Bauantrag wurde also erst jetzt in 2016 eingereicht und genehmigt. Das macht dann sicher einen Unterschied, oder?
     
  6. Andybaut

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    ja macht einen Unterschied.
    Entscheidend ist das Einreichedatum.

    Klar kriegt man das hin mit einer Gastherme. Aber muss man halt rechnen und evtl. mehr dämmen.
    Das kann man mit euren Angaben auch nicht erkennen. Kommt auf die U-Werte der Wände an. Ob eure Porotonwand einen guten oder schlechten Wert hat
    erkennt man hier nicht.

    Mit der Wärmepumpe werdet ihr halt weniger Dämmung in den Wänden brauchen, da eine Wärmepumpe energetisch sinnvoller erachtet wird
    wie eine Gastherme mit Brennwerttechnik.

    Warum wollt ihr den keine Wärmepumpe?
     
  7. jodler2014

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    War das etwa der 1.April ?:bef1021::yikes
     
  8. jodler2014

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  9. Gast34826

    Gast34826 Gast

    Auf keinen Fall sollten Sie nach EnEv bauen. Immer weit besser, z.b. kfw55.
    Sie bauen damit zukunftsicher und erhalten Kfw-förderung 100.000 zu Zins 0.75% für 20 Jahre Bindung.
    Besser und günstiger können Sie nicht bauen.
    Sagen Sie ade zu Porenziegeln. Diese genügen nicht bei normaler Dicke.
    Eine WP ist wenig sinnvoll, eine mech. Lüftung dagegen sehr.
    Damit genügt meist auch Brennwert.
     
  10. #9 Onkel Dagobert, 9. November 2016
    Onkel Dagobert

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    Soso, eine Wärmepumpe ist wenig sinnvoll.

    Ich finde es etwas vermessen diese Behauptung so pauschal aufzustellen.
    Ich kann mir durchaus vorstellen dass es bei den aktuellen Energiepreisen nicht wirtschaftlich ist ein Wärmepumpe einzubauen im Vergleich zu einer Brennwerttherme, aber für mich spielen da noch andere Faktoren eine Rolle:

    1. Die Entwicklung der Energiepreise ist schwer vorherzusagen. Wenn der Gaspreis nur moderat steigt ist ein GBT im Moment warscheinlich die günstigste Variante. Wenn die Energiepreise aber in Zukunft durch die Decke gehen, was durchaus sein kann, dann kann das ganz anders aussehen.
    2. Wenn das Dach für Photvoltaik geeignet ist kann man mit einer Wärmepumpe mehr Strom selbst verbrauchen, wodurch das ganze Konstrukt auch wirtschaftlich werden kann (ich sage bewußt kann, weil ich dazu nichts konkretes beitragen kann)
    3. Komfort: Kühlfunktion der Wärmepumpe. Allein dies war für mich ein Grund eine Wärmepumpe einzubauen.
    4. "Grüner Gedanke". OK muß jeder für sich selbst entscheiden wie viel das Wert ist

    Zusammenfassend wollte ich eigentlich nur sagen dass pauschale Aussagen zu dem Thema wenig zielführend sind.

    und zum Thema Poroton, oder wie Dachmann schreibt "Porenziegel": Der TE schreibt: Porotonziegel + WDVS. Mit dieser Kombi ist jeder gewünschte Dämmwert zu erreichen, und man braucht dazu nicht ade zu sagen. Ob man dieses Kunststoffzeugs an der Wand haben will ist ein ganz anderes Thema.
     
  11. Gast34826

    Gast34826 Gast

    Onkel Dagobert, meine Zustimmung zur WP bei Eigenproduktion des Stroms, nicht jedoch bei Netzbetrieb.
    Fraglich ist allerdings, ob der Energieeintrag im Winter genügt und was mit dem unnützen Überschuss im Sommer passiert.

    Ist dazu eine solche Kombination sinnvoll und wirtscaftlich- ich sage: NEIN.
    Zum Porenziegel: Bei sowieso sinnvollem WDVS ist ein porosierter Zieglel Unsinn.
    Richtig ist die Kombination schwerer Steine(HLZ oder K S) mit zusätzlich WDVS. Das kann, muss aber nicht "Kunststoffzeug" sein.
    Übrigens: Ein solchermassen optimal gedämmtes Haus braucht auch keine WP zur Kühlung, sondern einfach beschattete Fenster.
    Auch so wird energetische Effizienz erzielt.

    Zunächst also muss eine hervorragende Dämmung und Bauweise realisiert werden bevor die dann noch notwendige Technik geplant wird.
     
  12. #11 Onkel Dagobert, 9. November 2016
    Onkel Dagobert

    Onkel Dagobert

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    Dachmann, Ihren Ausführungen stimme ich im Prinzip zu, nur die Kühlfunktion ist so eine Sache. Natürlich benötigt man beschattete Fenster. Dies setzt natürlich eine konsequente Nutzung der Beschattung vorraus (sofern es sich um Rolläden o.ä. handelt, und nicht um festverbaute Verschattung). Und nach einer gewissen Zeit wird auch ein sehr gut gedämmtes Haus warm. Daher ist für mich persönlich die Kühlfunktion schon wichtig. Aber alles ist relativ, und abhängig vom Nutzerverhalten.
     
  13. Gast34826

    Gast34826 Gast

    Ich hatte hier lediglich die Absicht, dem TE einen zukunftsicheren Baustandard (KfW 55)mit hochwertig gedämmter Hülle zu empfehlen.
    Das wäre eigentlich die Aufgabe des Architekten, der dem Bauherrn die Zukunft plant.

    Die Bauteile Dach und Wand bleiben für mind 50 Jahre unverändert wertvoll während aufwändige Technik und WP in dieser Zeit teuer gewartet und oft mehrfach erneuert werden muss.

    So ist die heute teure Haustechnik oft Schrott noch vor Ende der Erstfinanzierung - von den Betriebskosten bis dahin zu schweigen.
     
  14. jodler2014

    jodler2014

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    @Dachmann

    glaubst Du eigentlich das eine Unterspannbahn 50 Jahre lang hält ?
    Oder eine Hinterlüftung ,Dampfbremse , Dampfsperre ?
     
  15. jodler2014

    jodler2014

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    ....


    Wer möchte noch die Welt retten ?!
     
  16. Gast34826

    Gast34826 Gast

    @Jodler,
    Wer bis zum 40 Lebensjahr nicht die Welt verbessern möchte, ist ein schlechter Mensch.

    Wer die Welt nach dem 40.
    Lebensjahr noch immer verbessern möchte ist ein Dummkopf.

    Ich bin lieber jung als ein Dummkopf.
     
  17. Corinna72

    Corinna72

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    Du beisst Dir mit Deiner Argumentation aber gewaltig in den Hintern hier.
    Niemals hält ein WDVS wartungsfrei so lange wie eine gemauerte Fassade, alleine schon mechanisch nicht.
    Und ich kenne auch kein Dach das 50 Jahre lang und insbesondere ungewartet "unverändert wertvoll" bleibt.
     
  18. Gast34826

    Gast34826 Gast

    @Corinna, ich lade Dich zum Besuch meines Hauses ein.
    Bj 1985, 35 Jahre.
    KS 24 cm miit 12 cm WDVS.
    Erster Fassadenanstrich ( wegen neuer Farbe- nicht techn. notwendig) war 2015 nach 34 Jahren.

    Das Dach ist ebenso alt und unverändert, jedoch nach Sturmschaden (Lothar) mit neuen Dachsteinen.
    Alles, Dach und Wand sind in absolut perfektem Zustand.

    Ich kann kein Ende erahnen, nicht in meinem Leben.

    Meine Adresse erhalten Sie gerne.
     
  19. Gast34826

    Gast34826 Gast

    @Corinna, all:
    Ein Haus braucht Wartung vom Fassadenanstrich bis zur Rasenpflege und neuen Gardinen.

    Unsinn ist der extreme Aufwand für teure Elektroniik und Technik mit hohen Betriebskosten, Verschleiss und nur kurzer Nutzung bei rasendem Technologiewandel.

    Eine WP oder Klimaanlage muss mehrfach ersetzt werden innerhalb normaler Nutzungszeit von Dach und Wand.
     
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  21. Zellstoff

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    na dann hoffen wir mal für Dich, dass das noch lange so bleibt. Denn aktuell ist die Entsorgung von WDVS nicht nur teuer, sondern für EPS gar nicht möglich, weil die Verwertungsanlagen das Zeug nicht annehmen, HBCD sei Dank.
    Ich könnte Dir zudem aus meinem Alltag etliche WDVS Häuser zeigen, die nach 10a Jahren zumindest renovierungsbedürftig (=kleine Ausbesserung & streichen) sind. Vor allem Veralgung durch Unterkühlung, Rissbildung sowohl durch falsche Verarbeitung als auch durch thermische und physikalische Beanspruchung...die "Spechtfälle" lassen wir mal genauso weg, wie die Schäden durch anfahren/anstossen oder Montage von Markisen etc...:winken
     
  22. Gast34826

    Gast34826 Gast

    @Cellstoff, das ist nun aber unfair.
    Bauschäden wegen Pfusch sind nun gerade in diesem Forum bei unzähligen Häusern ohne WDVS das beherrschende Thema.

    Die "Entsorgung" von PS ist nicht ein Problem des Stoffes, sondern der Behörden, die wohl entsprechende Filter verpennt haben.

    Unabhängig davon "kostet" die Entsorgung 1 to etwa 300.00, also ein komplettes WDWS mit 120m2 Fläche weniger als die Entsorgung eines Autos.

    Auch jeder Teppichboden, Fernseher und Vibrator verursacht Entsorgungskosten - jedoch im Gegensatz zu WDVS bereits nach kurzer Nutzung.

    Nochwas.
    Gewerblich habe ich ab 1975 innerhalb etwa 30 Jahren mehrere hundert Häuser im Kreis KA gedämmt und ich kenne keinen einzigen derartiger Schäden aber ich kenne Schuttberge an Technikschrott und viele Autofriedhöfe.

    Gruss- nixx für ungut.
     
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