EnEV-Nachweis: 26 kWh interne Gewinn pro Tag

Diskutiere EnEV-Nachweis: 26 kWh interne Gewinn pro Tag im EnEV 2002 / 2004 / 2007 / 2009 Forum im Bereich Bauphysik; Ich habe mir endlich mal meinen EnEV-Nachweis genauer angesehen. Unter der Überschrift "interne Gewinne" werden pro Kalendertag 26 kWh angegeben,...

  1. mastehr

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    Ich habe mir endlich mal meinen EnEV-Nachweis genauer angesehen. Unter der Überschrift "interne Gewinne" werden pro Kalendertag 26 kWh angegeben, was mir reichlich viel vorkommt. Mit diesem Punkt können nicht die solaren Gewinne gemeint sein, denn diese werden noch einmal extra aufgeführt. Wo kommen also diese internen Gewinne her?
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Hier werden die Wärmegewinne durch Personen, elektrische Geräte, und Warmwasser berücksichtigt.

    Rechnet man beispielsweise pro Person 100W, dann sind das bei 4 Personen schon 400W. Bei den elektrischen Geräten ist es ähnlich, auch da kann der durchschnittliche Stromverbrauch zu einer erheblichen Verlustleistung führen, die sich in Wärme bemerkbar macht. Nehmen wir mal an 4.000kWh p.a. an Stromverbrauch, dann wären das theoretisch 456W.

    Ich müsste jetzt nachschauen, nach DIN 4108 gab es auch einen pauschalen Ansatz mit 5W/m2. Das müssten die Leute hier die öfter einen EnEV Nachweis rechnen aber besser beantworten können.

    Gruß
    Ralf
     
  4. ultra79

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    Ich steh auf dem Schlauch... was meinst du??
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Na ja, der Ansatz ist, dass der elektrische Strom letztendlich ja in Wärme umgewandelt wird. Teile ich nun die 4.000kWh durch 8.760h (also 1 Jahr), dann komme ich auf die 456W.
     
  6. Zellstoff

    Zellstoff

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    hat mal was vernünftiges gelernt
    456W * 24h * 365d = 4000kWh/a...sagt aber erst mal noch nix über die erzeugte Wärme durch die Halogenlampen aus ;)

    edit: zu langsam..ein Teil der el. Energie wird aber auch in mechanische Energie, nicht nutzbare Wärme (WaMa) etc. umgesetzt.
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Deswegen wird in der EnEV auch mit pauschalen Mittelwerten gerechnet. Das mit den 5W/m2 hatte ich ja schon angedeutet. :)
     
  8. ultra79

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    Mhh - ich hätte anders gerechnet: wenn ich 365 Tage hab und 4000 kWh Strom verbrate, dann sind das "11 kWh pro Tag" (ich weiss das die Einheit sinnlos ist - aber zum Vergleich)... d.h. dann das die fehlenden 15 kWh durch die anwesenden Personen erreicht werden müssen... bei 400W "bei Anwesenheit" müssten das dann ca. 63% "Anwesenheitsquote" sein... wird interessant.

    Dazu kommt das von den 4000 kWh Strom

    1) Gewinne auch anfallen wenn man sie nicht braucht (im Sommer)
    2) Energie das Haus verlässt - z.b. wenn ich das heisse Nudelwasser durch den Ausguss giesse
    3) die Gewinne oft konzentriert anfallen und sich nicht gut im Haus verteilen (Küche, Waschkeller)

    Ich habe gerade mal meinen EnEV nachweis durchgeschaut - da wird auch mit internen verwertbaren Gewinnen gerechnet - aber ich sehe nicht wie die sich ergeben bzw. hab keine exakte Zahl dafür gefunden...
     
  9. Taipan

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    @Zellstoff: Doch: ƞQ,h,elt = 1,0
     
  10. mastehr

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    26 kWh / 24 h = 1083 Watt. Die viel zitierte Durchschnittsfamilie braucht im Jahr 3000 kWh = 342 Watt. Davon gehen aber 82 Watt in den Abluftventilator der Lüftungsanlage, so dass nur noch 260 Watt überbleiben. Die vier Personen sind die Hälfte der Zeit außer Haus, das ergibt dann also 200 Watt. In Summe also 460 Watt. Wo ergaunert man sich dann die fehlenden 623 Watt her?

    Andererseits passt der Ansatz mit den 5 Watt / m² Nutzfläche wunderbar. Die EnEV-Nutzfläche ist aber auch wieder ganz was anderes, als die tatsächliche Wohnfläche. Je mehr ich mich mit der EnEV-Berechnung beschäftige, desto grotesker wird sie für mich.
     
  11. mastehr

    mastehr

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    Bei werden zunächst die Gewinne (intern + solar) berechnet und anschließend der Ausnutzungsgrad angegeben. Die interne Gewinne berechnen sich (bei mir) tatsächlich einfach nach 5 Watt / m² Nutzfläche.
     
  12. ultra79

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    Diese Diskussion hatte ich neulich auch bzgl. abzuführender Wärme aus einem Serverraum.

    Meine Aussage "was an Strom reingeht wird Wärme"

    Gegenargument: "Aber die Lüfter bewegen die Luft und wandeln so elektrische Energie in mechanische Energie um"

    Aber: Wenn die bewegten Luftteilchen die Wand (oder sonstwas treffen) wird es wieder Wärme

    So ist es bei der Waschmaschine auch.

    Das einzige was man beachten muss sind die Stellen wo Energie das System "Haus" verlässt - also das warme Abwasser der Waschmaschine, der Abluftstrom der KWL etc...
     
  13. ultra79

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    Ohje ohje - das ist ja wirklich sehr pauschal... aber gut - die EnEV soll ja nur Vergleichbarkeit schaffen...

    Mit 5W/m² und der Annahme das das alles elektrisch sein soll müsste ich dem EVU 11000 kWh bezahlen... wow!
     
  14. R.B.

    R.B.

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    Man wird hier nie alle theoretischen Möglichkeiten erfassen können. Deswegen wird ja auch mit der Pauschale gerechnet, das ist hinreichend genau.

    Gerade weil die Nutzung nicht vorhersehbar ist, werden interne Gewinne bei der Heizlastermittlung nicht angesetzt. Die Heizung soll ja auch funktionieren wenn niemand zuhause ist und kocht. ;)

    Gruß
    Ralf
     
  15. mastehr

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    Und vergiss bitte nicht die Nutzfläche, auf die sich hier bezogen wird als A = V *0,32 zu berechnen. Das Volumen ist das Volume, dass von der äußeren Hülle begrenzt wird.
     
  16. R.B.

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    Deswegen oben mein Bezug zu den 4.000kWh el. p.a. Die 5W/m2 enthalten ja noch mehr als die el. Energie. Bei 4 Personen kommt da auch was zusammen, selbst wenn sie nicht den ganzen Tag zuhause sind, und wenn man beispielsweise den WW Bedarf in einem EFH unter die Lupe nimmt, dann landet ein erheblicher Teil dieser Energie ja auch als Wärme in den Räumen.

    Gruß
    Ralf
     
  17. ultra79

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    Okay - das klingt plausibel...
     
  18. Julius

    Julius

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    Viele Wege führen nach London, oder wie war das noch gleich...?

    Ganz im Gegenteil: Die Ansatz UND die Einheit sind vollkommen korrekt! Lob!!! :biggthumpup:

    Es kommt ja z.B. noch der Anteil aus dem warmen Trinkwasser hinzu.

    Stimmt. Ist aber für diese Betrachtung egal. Wird ja mit konstantem Mittelwert gerechnet. Relevant wäre nur ein jahreszeitlich stark schwankender Eintrag.

    Stimmt. Allerdings läßt es bis zur Grundleitung noch einen Teil seiner Wärme im Haus.

    Tipp für die Hausfrau (beiderlei Geschlechts), um in der Heizperiode diese Energie zweitzunutzen:
    Beim Abgießen Stöpsel rein und das Kochwasser bis zur Abkühlung im Becken belassen.
    Einfach, aber wirkungsvoll!


    Ach, das verteilt sich dann dadurch, daß die Heizung eben nur unterschiedlich "aufstocken" muß.
     
  19. Zellstoff

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    bei der WaMa dachte ich tatsächlich an das warme Abwasser das nach draussen geht
    Aber ich gebe zu, ich hatte auch den Denkfehler..und das als Ing...peinlich..
    Taipan hats ja schon auf den Punkt gebracht...Danke
    Die Energie für die el. Rolläden, Kreissäge, Bohrmaschine in der Garage/im, Aussenlicht etc. sprich alles im Freien sollte wohl aber trotzdem nicht dazu gehören.
     
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  21. ultra79

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    Jo - aber irgendwo wird es dann Erbsenzählerei ;-)

    Und Denkfehler passieren... kommt vor...
     
  22. Julius

    Julius

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    Ganz richtig!
    Nur ist das (Bewegung und Licht) einerseits kein bedeutender Anteil.
    Zudem kommen Haushalte, die all das nennenswert betreiben, in den seltensten Fällen mit den politisch geschönten 4000kWh/a (auf den Vierpersonenhaushalt) aus...

    Und nicht vergessen, den Energieanteil abzuziehen, den man im Akku des Schmarrfons täglich aus den Haus trägt. :e_smiley_brille02:
     
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