enge oder weite Zweckerklärung

Diskutiere enge oder weite Zweckerklärung im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Gute Tag zusammen, wir haben mitlerweile unseren Darlehensvertrag zur Unterschrift vorliegen. Hierbei enthalten ist ein Formblatt der Bank zur...

  1. #1 passkale, 2. Mai 2014
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    Gute Tag zusammen,
    wir haben mitlerweile unseren Darlehensvertrag zur Unterschrift vorliegen.
    Hierbei enthalten ist ein Formblatt der Bank zur Zweckerklärung der Grundschuld.
    Wenn ich das richtig lese, handelt es sich hierbei um eine weite Zweckerklärung.
    Im ersten Moment denke ich, dass dies ungünstig für uns ist? Oder ist das üblich für Grundschulden?
     
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  3. #2 toxicmolotow, 2. Mai 2014
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    Es gibt solche und solche Banken. Es gibt kein üblich oder unüblich.

    Welche Kredite habt Ihr denn noch bei dieser Bank?
     
  4. #3 passkale, 3. Mai 2014
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    Bis jetzt keine. Nur eine Kreditkarte, aber die wird jeden Monat ausgeglichen.
    Kann die Bank dann in Zukunft mal Stress machen, wenn auf dem Giro mal ein Dispo von 1000€ drauf ist? Oder muss der Wert des Hauses schon im angemessenen Verhältnis zur Schuld stehen?
    Also an sich hab ich nicht vor weitere Schulden, unabhängig von dem Haus, zu machen. Aber man weiß ja nie...
     
  5. papeFT

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    Wie es heute ist kann ich Dir nicht sagen, aber früher hat eine Bank nach Möglichkeit aus einer Grundschuld alles abgedeckt, was an Forderungen gegen den betreffenden Grundstückseigentümer bestand und was die Zweckerklärung noch zugelassen hat.
    Vor 50 Jahren war das Bestandteil der Grundschuldbestellungsurkunde, danach wurde es in eine separate Zweckerklärung ausgelagert. Deswegen hat es zu den Zeiten ja noch Hypotheken gegeben und die öffentliche Förderung bestand darauf, dass die erstrangigen Gläubiger durch Hypothek abgesichert wurden, nicht durch Grundschuld! Denn sonst wäre die öffentliche Förderung bei einer Versteigerung vermutlich immer ausgefallen.
     
  6. #5 toxicmolotow, 3. Mai 2014
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    Auch heute will die Bank soviel absichern wie heute, daher weite ZE. Aber mache machen es auf Wunsch auch als enge ZE.

    Wo kein weiterer Kredit, gibts eh keinen Unterschied.

    In der Theorie könnte die Bank das Haus versteigern wenn der Dispo gekündigt und nicht zurück gezahlt wird. Aber das ist a) wohl kaum im Interesse der Bank und b) kaum realistisch dass nur der Dispo gekündigt wird, das Hausdarlehen aber nicht.

    Wenn es den Bach runter geht, dann geht alles bergab...
     
  7. Shanau

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    Aus dem Grund würde ich nie meine Baufi bei der Hausbank machen. Schon allein, damit die baufinanzierende Bank mir nicht auf die Kontobewegungen gucken kann. Aber auch der Zugriff auf die Grundschuld ist kritisch. Die Grundschuld bleibt ja meistens in derselben Höhe bestehen, auch wenn die Kreditschuld schon längst viel niedriger ist. Trotzdem kann bis zur Höhe der Grundschuld zugegriffen werden. Ist vielleicht bei Nachfinanzierungen praktisch, aber sollte sich meiner Meinung nach nie mit dem Girokonto vermengen.
     
  8. #7 toxicmolotow, 3. Mai 2014
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    Selten sowas unwahres gelesen. Wo ist der Unterschied bei einem Kredit mit einer Restschuld von 10TEUR bei einer GS von 20TEUR oder 200TEUR?

    Die Bank kann mit beiden Titeln vollstrecken und eine Zwangsvollstreckung angehen.

    Unterschied gleich 0.

    Und es besteht ein Bereicherungsverbot. Es kann also nur der geforderte Betrag vollstreckt werden. Darüber hinausgehende Beträge stehen dem Eigentümer (oder nachrangigen Gläubigern) zu.
     
  9. papeFT

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    Bereicherungsverbot mag sein. Wenn es eng wird, dann wird jede kleinste Möglichkeit ausgeschöpft. Wieviel Grundstückseigentümer haben jemals nach einer Zwangsversteigerung noch einen Anteil am Erlös gesehen?
    Nach der heutigen Praxis der Banken, ihre Forderungen zu verkaufen und andere zu kaufen, kann kaum noch ein Schuldner sicher sein, dass er in 10Jahren dem gleichen Gläubiger schuldet.
     
  10. #9 toxicmolotow, 3. Mai 2014
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    Aber dennoch reicht auch eine Grundschuld über einen Euro, um das Gleiche zu bewirken. Also weder Vor- noch Nachteil in der beschriebenen Situation.

    Einige, es kommt immer auf den Grad der Beleihung an. Wenn man hoch pokert kann man auch tief fallen. Das sind aber meißt nicht die Banken schuld.

    Welche Praxis welcher Banken? Nicht jede Bank verkauft Forderungen und auch noch lange nicht alle Forderungen. Dem kann man aber einfach aus dem Weg gehen, in dem man von der Bank verlangt, die Forderung nicht zu verkaufen. Bei manchen Banken gibts das gratis, bei anderen einen Aufschlag von 0,05 oder vergleichbar.
     
  11. mastehr

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    Was wäre daran schlimm? Durch die Möglichkeit hat die Bank auch ein gutes Mittel, die Bonität und das Eigenkapital VOR Kreditvergabe zu prüfen.
     
  12. #11 passkale, 7. Mai 2014
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    Vielen Dank für die Zahlreichen Antworten. Also durchaus nicht unüblich, dass die Bank so etwas macht.
    Da es sich bei der Bank um "meine" alte Hausbank handelt und meine Frau und ich mitlerweile gemeinsam bei einer anderen Bank sind, liegen bei dieser Bank nur noch ein paar Sparbücher, die Kreditkarte und mein "Taschengeld Giro". Bedeutet für uns also, möglichst darauf achten, dass bei dieser Bank keine weiteren Schulden gemacht werden.
     
  13. Shanau

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    Für die Bank wäre das natürlich nicht schlimm sondern absolut ok. Für den Kunden allerdings nicht unbedingt. Man muß die Hosen ja nicht weiter runterlassen als unbedingt nötig. Bonität läßt sich auch anders prüfen, es werden ja Kontoauszüge und Gehaltsabrechnungen gefordert. Das muß reichen.

    Und ich finde es ist durchaus ein Unterschied, ob mein Haus zwangsversteigert werden kann durch die Bank, wenn ich mein Girokonto überziehe (was ich nicht tue, aber das passiert womöglich dem einen oder andern, zb bei Arbeitslosigkeit) oder ob die Bank eben keinen direkten Zugriff hat.
     
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  15. mastehr

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    Da muss auch die Bank die Verhältnismäßigkeit wahren. Wegen 3000 Euro wird die Bank nicht das Grundstück zwangsversteigern können.
     
  16. Shanau

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    Vielleicht nicht (nicht können oder nicht wollen? rechtlich gesehen könnten sie ja theoretisch schon, oder? Ist eine echte Frage, ich weiß es wirklich nicht). Aber sagen wir der Kreditnehmer bittet darum, wegen kurzer Arbeitslosigkeit 2-3 Raten auszusetzen. Jetzt guckt die Bank aufs Girokonto und sieht: achje, der lebt ja schon seit nem halben Jahr im Dispo. Wie wahrscheinlich ist es, daß die Bank dann mitmacht? Die Bereitschaft, den Kredit zu kündigen steigt da doch eher an. Oder die Bank sieht, daß die letzten paar Monate die Raten nicht durch Einkommen, sondern zb durch private Einzahlungen (zb Auflösen der Sparreserven) gesichert wurden. In beiden Fällen werden Infos gewonnen, die bei Trennung von Kreditbank und Girokontobank nie und nimmer ausgetauscht worden wären.
    Für die Bank praktisch, aber für den Kreditnehmer, der vielleicht nur eine Trockenphase zu überwinden hat, im Zweifelsfall nur nachteilig. Überall wird nach Datenschutz geschrieen, teilweise sogar ein bißchen übertrieben (meine Meinung), aber da soll es nicht problematisch sein? Da hätte man also schon 2 Probleme: Datenschutz und eventuell Zugriff auf die Grundschuld wegen anderer Außenstände.
    Drittens gibts noch einen Effekt, den ich oft bei Bekannten/Verwandten im Versicherungsbereich beobachten konnte: gerade Ältere haben keine Lust andauernd den Versicherer zu wechseln und schließen alles bei einem "Vertreter" ab. Die Beiträge, die sie zahlen, sind dann häufig fast doppelt so hoch wie die Beiträge derer, die jährlich vergleichen und auch wechselbereit sind. Die Treue (oder Faulheit?) wird also herb bestraft anstatt belohnt. Genauso sehe ich das bei Banken: bei einer Bank alles abzuschließen erhöht die Wahrscheinlichkeit, daß die Bank schlechtere Konditionen anbietet, weil sie auf die Faulheit/Bequemlichkeit des Kunden baut. Dieser wird wahrscheinlich auch nicht nach Ende der Zinsbindung zu einem anderen Institut wechseln, das bessere Konditionen anbietet.

    Beispiel: wir haben vor Jahren ein Auto gekauft und zuerst das günstige (5.99%) Angebot der San****** Bank des Autohauses angenommen. Da aber wegen diverser kritischer Berichte nachträglich doch noch bei der Hausbank angefragt. Vor allem gings um Berichte von Problemen mit der Rückgabe des Kfz-Scheins durch die San****** Bank nach Kreditende. Die Hausbank hat uns dann mit offenen Armen aufgenommen, allerdings zu 7,99%. Von wegen gute Konditionen, da wir aber in Eile waren - die Widerrufsfrist lief ab, hatten wir keine Zeit für weitere Vergleiche. Im Nachhinein wirr gelaufen und eindeutig zu lahm reagiert. War halt unser erster Kredit. Strafe bezahlt, Schämecke abgeleistet. Zeigt aber, daß die Hausbank beim treuen Kunden gern auch mal besonders abkassiert.
     
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