Entfernung Sickerschacht Haus

Diskutiere Entfernung Sickerschacht Haus im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Liebe Bauexperten ein Unwissender braucht Hilfe. Ich habe letztes Jahr eine Versickerungsanlage mit Rigolenelementen (Kunststoff), für die...

  1. Joern G

    Joern G

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    Liebe Bauexperten ein Unwissender braucht Hilfe.

    Ich habe letztes Jahr eine Versickerungsanlage mit Rigolenelementen (Kunststoff), für die Dachentwässerung, eingebaut.
    Ich habe ein Haus ohne Keller, welches von eine Wärmepumpe mit Flächenkollektor versorgt wird.
    Vor Planung und Bau habe ich Kontakt mit der Heizungs- und der "Rigolenfirma" aufgenommen und abgefragt ob solch eine in Kombination möglich ist. Antwort jeweils JA.

    Also alles eingebaut Funktion ok bis zum Winter. Nach Wochen der Kälte hat es die Tage geregnet und ich durfte feststellen, dass keine Versickerung mehr stattfindet. Meine Vermutung ist das der Flächenkollektor in der Einbautiefe (1,2m) den Boden "vereist" und somit vorläufig versiegelt hat. Beide Firmen halten sich bis jetzt bedeckt.:mauer

    Nun zu meiner eigentlichen Frage die ich für einen eventuellen Plan B bräuchte.

    Sollte ich eventuell einen "normalen" Sickerschacht brauchen, habe ich ein Platzproblem. Auf der Fläche des Kollektors kann ich keinen einbauen. Wie weit müsste ein Sickerschacht mindestens vom Haus entfernt sein?

    Andere Versickerungsarten sind auch noch in der Überlegung, würde aber gerne zunächst nur über den Sickerschacht etc. reden.

    Gruß Jörn
     
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  3. pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Und wenn man für diesen Fall Plan B in der Tasche hat und das Regenwasser irgenwie den Weg in einen Kanal findet, bevor es gefriert.

    Ist natürlich schwierig für einen Beamten, der immer die Vorschriften im Kopf hat.

    Aber besser als der jetzige Zustand. Und vielleicht wird ein solcher Beamter auch bei seinen Bittstellern etwas freizügiger.
    Ich bin jedenfalls von "blonden" und aroganten .... letztes Jahr um 10.000 Euro erleichtert worden. Die haben meine sachlichen Argumente einfach ignoriert.

    pauline
     
  4. ISYBAU

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    Frau Pauline, was soll der Unsinn, hier Fragesteller zu beleidigen?

    Ein Sickerschacht ist generell die schlechteste aller Lösungen. Auf das Warum gehe ich bei Bedarf ein. Aber versuchen kann man das damit natürlich, wenn die Wasserrechtsbehörde dem zustimmt. Der Abstand vom Gebäude ist abhängig von
    A) den konkreten Untergrundverhältnissen (Schichtung, Durchlässigkeit?)
    B) der Tiefe der Versickerungsebene in Bezug zum Kellerfussboden abhängig.

    Ein konkretes Mindestmass für den Abstand vom Gebäude ist mir aus dem Stegreif nicht bekannt.
    (Für andere Versickerungseinrichtungen gelten mindestens 2m)
     
  5. Joern G

    Joern G

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    Sorry für die späte Rückmeldung.
    Ich habe ein Teil des Bodengutachtens als PDF-Datei angehängt.
    Ich hoffe, dass nun die "Basisdaten" vorläufig komplett sind.

    Gruß, Joern
     
  6. ISYBAU

    ISYBAU

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    Der i.d.R. schlecht durchlässige Schluffhorizont ist als Wasserstauer recht ungünstig für eine Versickerung - zumal in dieser Höhe wohl die Bodenplatte und der Keller liegen dürften.

    Die Durchlässigkeit des Mittel/Feinsandes hängt auch von der Lagerungsdichte ab. Eine Empfehlung für die Versickerung sollte der Bodengutachter abgeben. Möglicherweise ist vorher ein "Versickerungsversuch - Bestimmung der Wasserleitfähigkeit" notwendig.
     
  7. Joern G

    Joern G

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    Vielen Dank für die schnelle Antwort ISYBAU.:)
    Anbei noch ein Teil des Gutachtens.

    Gruß, Jörn
     
  8. Joern G

    Joern G

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    Hatte ich ganz vergessen:sleeping.

    Unser Haus ist ohne Keller.

    Gruß, Jörn

    PS: Bin auch für Alternativvorschläge in Bezug auf die Regenwasserversickerung dankbar.
     
  9. gast3

    gast3 Gast

    Ohne Kf-Wert keine Dimensionierung - und bei uns auch keine Genehmigung - einer wie auch immer gearteten Versickerungsanlage, wobei sich bei deinen Bodenverhältnissen ein Schacht (soweit er bei euch genehmigungsfähig ist) anbietet.


    Gruß

    Helge
     
  10. ISYBAU

    ISYBAU

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    Um dem Baulaien die Verwirrung zu ersparen:

    Der kf-Wert wird auch mit den Begriffen "Durchlässigkeitsbeiwert, Durchlässigkeitskoeffizient, Wasserleitfähigkeit, Wasserdurchlässigkeit" umschrieben.

    Es ist auch möglich, aus der Bodenart den kf-Wert abzuschätzen.

    Zu deutsch: Ihr Bodengutachter müsste aus den bereits vorliegenden Untersuchungen auch den kf-Wert ableiten und eingrenzen können.
     
  11. gast3

    gast3 Gast

    Ist richtig ..

    man kann den Wasserdurchlässigkeitsbeiwert abschätzen, aber wer, der noch bei Verstand ist, wird auf einer Schätzung eine Anlage dimensionieren -

    entweder diese wird unwirtschaftlich, oder es geht füchterlich in die Bux.

    Und unter Berücksichtigung, dass die Untersuchung / Bestimmung wrklich nicht die Welt kostet - wer es nicht beauftragt oder auch die Schätzung durchführt - selber Schuld.


    Gruß

    Helge
     
  12. ISYBAU

    ISYBAU

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    Gar keine Frage! Ich persönlich würde stets auch einen Versickerungsversuch bevorzugen. Dieser wurde ja auch aufgezeigt.

    Aber wenn man den gesunden Menschenverstand einschaltet und fair ist, dann sollte man - besonders ohne konkrete Ortskenntnisse - nicht einseitiges vorschlagen.

    Der eingeschaltete Bodengutachter hat möglicherweise bereits sehr gute Kenntnisse zu den Eigenschaften der in diesem Gebiet anstehenden Gesteine und Böden.

    Und wir Fachleute wissen sicher, dass Messungen der Versickerungsfähigkeit im Boden genauso schnell im Bereich einer Zehnerpotenz schwanken können wie Tabellenwerte für Bodenarten von der konkreten Situation abweichen.

    http://www.arbeitshilfen-abwasser.de/HTML/kapitel/A5-6OpenEndTest.html

    http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/umweltatlas/d10610.htm
     
  13. gast3

    gast3 Gast

    Mensch,

    du hast schon wieder recht :winken

    Stimmt, aber
    ich bin dennoch der Meinung, dass ein BG, der auf Schätzungen (mögen sie noch so fundiert sein) eine Anlage dimensioniert im Zweifelsfall echt die A-Karte hat (von der Wirtschaftlichkeit mal ganz abgesehen - man verdient kein Geld, dafür, dass einem Richter und Versicherung nachher erzählen, dass bei grober Fahrlässigkeit ...).

    Ist doch genauso, wenn jemand sich mal das Bodengutachten des Nachbarn ausleiht :Baumurks

    Gruß


    Helge
     
  14. alex2008

    alex2008

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    reicht ein Gutachten pro Neubaugebiet nicht?
    :shades
     
  15. ISYBAU

    ISYBAU

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    Kann sein, muss aber nicht. Der Untergrund kann sehr variabel sein, je nachdem ...

    Wenn dann aber etwas nicht funktioniert (siehe Einsturz in Köln, oder weniger dramatisch Risse im Gebäude, nicht funktionierende Versickerung) dann wird ein schuldiger gesucht. Das ist dann nicht der Boden, sondern der nette Bodengutachter der auf sich auf asudrücklichen Wunsch des Bauherrn zu einer vielleicht richtigen Aussage für einen Händedruck hat hinreisen lassen. Der Wunsch zum Sparen kommt verständlicherweise vom Bauherrn - das Risiko müssen dann manchmal die tragen, die gutgemeint zum Sparen beigetragen haben.

    Schlaue Sprüche (ist doch kein Problem, haben wir doch noch nie gebraucht) hat man genau so schnell am Hals wie eine Haftung.
     
  16. gast3

    gast3 Gast

    :28:
     
  17. Joern G

    Joern G

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    Zunächst einmal vielen Dank für die eifrige Diskussion, jedoch bin ich was die Ausgangsfrage betrifft nicht wirklich schlauer geworden.:(

    Deshalb nochmal:
    bei Verwendung eines Sickerschachtes: wie weit muss dieser mindestens entfernt sein, damit keine Schäden durch die Versickerung entstehen können?
    Mein Haus hat keinen Keller. Nachbar hat ein unterkellertes Haus.

    Gruß, Jörn :)
     
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  19. gast3

    gast3 Gast

    Na ..

    woran es wohl liegen mag, dass du noch nicht schlauer bist ..

    weil die Angaben die für eine abschließende Beurteilung nötig sind nicht vorliegen.


    Und warum du deinen Bodengutachter nicht fragst, weißt nur du allein ...


    Gruß

    Helge
     
  20. Joern G

    Joern G

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    Dies ist Schritt Nr. 2.
    Jetzt will ich mir Grundlageninformationen von euch Fachleuten einholen, um diese in den folgenden Gesprächen (Bodengutachter, Baufirmen, etc.) mit einfließen lassen zu können.

    Hoffe meine Intention ist jetzt klarer.:28:

    Gruß, Jörn
     
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