Entscheidung Erdwärme- oder Luftwärmepumpe?

Diskutiere Entscheidung Erdwärme- oder Luftwärmepumpe? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; hallo und guten tag, wir wollen neu bauen und stehen nun vor der entscheidung, welche Art von Wärmepumpe wir einbauen (lassen) wollen....

  1. #1 masinchen, 15. März 2011
    masinchen

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    hallo und guten tag,

    wir wollen neu bauen und stehen nun vor der entscheidung, welche Art von Wärmepumpe wir einbauen (lassen) wollen.

    geplant ist:
    bauweise massiv,
    porenbetonsteine,
    2 vollgeschosse,
    dachboden (späterer ausbau möglich),
    vorerst kaltdach,
    ca. 105qm wohnfläche,
    fubo-heizung (in jedem raum)
    4personen-haushalt

    momentan haben wir im jetzigen haus eine erdwärmepumpe mit flächenkollektoren, da das grundstück groß genug ist.

    beim neuen grundstück hätten wir erheblich weniger grundstücksfläche, so dass wir auf tiefenbohrungen zurückgreifen müssten.

    nun haben wir zu unserem hauspreis als anmerkung bekommen, dass wir bei einbau einer luftwärmepumpe einiges einsparen würden.
    das würde in erster linie natürlich erst den anschaffungspreis und den einbau betreffen.

    nun würde mich mal interessieren, ob das nun wirklich eine sinnvolle überlegung ist, die luftwärmepumpe der erdwärmepumpe vorzuziehen, oder ob wir da dann womöglich an der falschen stelle sparen.

    ich danke für jeden hilfreichen und ernstgemeinten rat.
    grüße. = )
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 15. März 2011
    Ralf Dühlmeyer

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    Sorry, aber Porenbeton ist mMn kein Baustoff für WP egal welcher Wärmeentzugsart.
    Schon gar nicht aber für eine Luft-WP.

    Wärmepumpen machen nur mit hohem Dämmwert aller Gebäudehüllteile Sinn!!
     
  4. #3 masinchen, 15. März 2011
    masinchen

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    hallo,
    wir haben aber derzeit ein haus,
    welches aus ytong gebaut ist und wir haben eine erdwärmepumpe.
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 15. März 2011
    Ralf Dühlmeyer

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    Natürlich bekommt man mit einer WP auch ein Pb-Haus warm.
    Aber sinnhaft ist es nicht, weil Pb-MW meist nur mässige Dämmwerte erreicht, wenn nicht über weitere Dämmschichten getunt wird.

    Eine Luft-WP passt dann der Spruch von Markus
    Nur heisst der Tankwart dann Eltversorger
     
  6. Dingo

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    Entscheidungen, die damals für einen Baustoff gesprochen haben,
    können sich doch im Laufe der Zeit, zunehmenden technischen Fortschritt und Erkenntnisgewinn durchaus verändern?
    Ggf. war die Wahl des Baustoffes sogar damals schon falsch?
    Die Erde dreht sich weiter...
     
  7. #6 masinchen, 15. März 2011
    masinchen

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    das heißt also, wir haben zwar eine wärmepumpe, aber dafür auch nen unnötig hohen stromverbrauch?
    dann wohl eher jede art von wärmepumpe ganz weglassen, oder wie?
     
  8. #7 masinchen, 15. März 2011
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    ich muss noch dazusagen, wir wollen zwar jetzt wieder mit ytong bauen,
    haben allerdings jetzt zusätzlich noch eine 80er dämmung davor.
     
  9. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Welchen Hintergrund hat diese Kombination? Eigenbau?
     
  10. R.B.

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    Ich verstehe das Konzept noch nicht so richtig.
    Da soll also ein Haus mit PB gebaut werden, dazu noch ein WDVS. Um jedoch den Dämmstandard beurteilen zu können, bräuchte man mehr Infos.

    LWP würde ich bei geringer Heizlast einsetzen. Aber zuerst einmal sollte geklärt werden, wie groß das Grundstück überhaupt ist, und wieviel freie Fläche für einen Kollektor zur Verfügung steht.

    Bei "nur" 105m2 zu beheizender Fläche, wird die Heizlast wohl irgendwo in der 5kW Klasse liegen, eher noch ein wenig darunter. Das sollte also berechnet werden, denn die Heizlast hat einen erheblichen Einfluß auf die Auswahl des Wärmeerzeugers.

    Dann stellt sich noch die Frage der WW-Erzeugung. Wieviele Personen, wieviele Zapfstellen bzw. was für ein Typ von Zapfstellen usw. usw.

    Für mich klingt das alles noch ein bischen unausgereift, und bevor man über den Wärmeerzeuger nachdenkt, müssten erst einmal die Hausaufgaben gemacht werden.

    Gruß
    Ralf
     
  11. magellan

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    Naja, das ist jetzt schon eine sehr verallgemeinernde Antwort.

    Wichtig ist, daß die Vorlauftemperaturen niedrig (d.h. unter 35° bei -12° AT) gehalten werden. Da kann man auch mit schlechterer Dämmung und guter Fussbodenheizung sehr wohl mit WP klarkommen.

    Wichtig sind die üblichen Fragen: wie ist die Heizlast des 100 qm Häuschens, wie sind die Temperaturen so in Dresden etc.

    Tendentiell ist natürlich durchaus zu überlegen, die 10 TEuro Invest für die Erdwärmepumpe eher für Dämmung zu investieren. Bei einer Heizlast von dann noch vielleicht 4 kW, sind mit einer Erdwärmepumpe ggü LWP im Jahr vielleicht noch knapp 100 Euro Einsparung drin.

    Gruß

    magellan
     
  12. #11 Ralf Dühlmeyer, 15. März 2011
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    Nicht wirklich mMn. :D

    Das ist Blödsinn.
    Wieviel Leistung in kWh die Heizanlage bringen muss, hängt nur vom Dämmstandard ab. Je schlechter die Dämmung, um so mehr Wärme muss ins Haus geschafft werden.
    Das bedeutet bei WP aber entweder sehr leistungsstarke Anlagen (groß, teuer in Anschaffung und Unterhalt) oder Zuheizen über Heizstab (teuerteuer)

    Die Vorlauftemperatur muss natürlich bei ganz bescheidenem Dämmstandard höher sein, weil irgendwann Ende mit dem Engerlegen der Heizleitungen ist.
     
  13. magellan

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    Blödsinn ist, eine Leistung in kWh anzugeben. Soviel zum oberlehrerhaften Ton hier.



    Daß bei schlechter Dämmung die benötigte Wärmemenge auch größer ist, ist klar. Diese Wärmmenge gibt es aber auch bei einem anderen Energierzeuger nicht umsonst.Sind wie von mir beschrieben VL Temp unter 35° möglich, dann wird die ErdWP immer noch mit die günstigste Möglichkeit bzgl laufender Kosten sein.

    Daß Dämmung immer Sinn macht ist auch voll meine Meinung, sieht man auch aus dem Rest meines Beitrags. Bei der gesamtheitlichen Bewertung benötigt man einfach mehr Daten, wie auch R.B. richtig angemerkt hat. (Sein Beitrag hatte sich mit meinem überschnitten)

    Gruß

    magellan
     
  14. flo79

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    Meine erste Frage wäre ob euch 105 qm bei 2 Vollgeschossen und 4 Personen nicht zu klein sind? Keller?
     
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  16. masinchen

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    @flo79:
    momentan haben wir auf 1,5geschossen ca. 140qm zu 4. und das ist zu viel wohnfläche.
    im jetzigen haus haben wir auch keinen keller, da ein keller im jetzigen gebiet nicht möglich ist (grundwasserspiegel relativ hoch!) wir kommen gut damit klar, deshalb wollen wir das diesmal auch wieder so machen.

    in welcher hinsicht steht die ausreichende größe der wohnfläche eigentlich zum thema?

    -----

    nun versuche ich mal "hausaufgaben" zu machen:
    das grundstück ist ca. 550qm groß, ca. 130qm davon sind be- bzw. überbaut (wohnhaus, garage, terrasse...), wenn ich unter beachtung der 3m zur grundstücksgrenze und 1m abstand zum gebäude die übrige fläche, die für grünfläche angedacht ist betrachte, komme ich da auf knapp 70qm fläche, in die eventuell auch flächenkollektoren eingebaut werden könnten.
    allerdings liegen unsere kollektormatten beim jetzigen haus auf knapp 80qm.
    damit wären die flächenkollektoren wohl kein thema mehr, oder!?

    kommen wir einer entscheidung damit schon ein wenig näher?
     
  17. flo79

    flo79

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    Hi, wollte nur nochmal nachfragen weils mir halt recht klein vorkam wegen 2 vollgeschossen. Aber wenns für euch passt dann is es ja ok. Das mitm Keller oder ohne is scho ein Punkt da er ka evtl. noch dazugekommen wäre.

    Kannst du nochwas zu den Dämmwerten sagen?
    Wand, Fenster, Bodenplatte, Dach.
    Liegt eine Heizlastberechnung und ein Bodengutachten vor?

    Gruß Flo
     
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