Entwässerungsplanung Haus Hanglage

Diskutiere Entwässerungsplanung Haus Hanglage im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo liebe Forengemeinde, wir haben den Rohbau unseres Hauses (alles Eigenleistung) abgeschlossen und nun kümmere ich mich um die Entwässerung /...

  1. NCNeo

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    Hallo liebe Forengemeinde,

    wir haben den Rohbau unseres Hauses (alles Eigenleistung) abgeschlossen und nun kümmere ich mich um die Entwässerung / Drainage und erhoffe mir etwas Hilfe von euch, da wir das ja zum ersten mal machen.

    Die Fakten:

    - laut Baugrundgutachten ist eine Abdichtung nach Zitat Grundbodenbüro: "DIN 18533-1, W1.2-E oder W2.1-E. Das entspricht der bisherigen Abdichtung gegen aufstauendes Sickerwasser" durchzuführen
    - Haus steht am Hang und wird auf 6 Meter Höhe mit Erde angeschüttet

    Geplant habe ich aktuell folgendes:

    - Auf die Aussendämmung Noppenfolie
    - vor die Noppenfolie wollte ich Flies legen damit es die Noppen nicht zuschlämmt
    - 3 Drainageleitungen auf unterschiedlichen Höhen am Hang (einmal auf Höhe Bodenplatte, welche dann auch einmal komplett ums Haus geht, da vorn der Eingang auf Höhe BP ist, dann bei 3m Tiefe und bei knapp 40cm Tiefe)
    - Drainageleitungen in Frostschutz (davon hab ich noch einiges übrig) eingehüllt und mit Flies umwickelt, Abstand zum Haus 50cm
    - Revisionsschächte an allen Kreuzungen

    Die Fragen:

    - was sollte ich anders / besser machen?
    - ich habe nun viel gelesen, dass man das gelbe Drainagerohr am Haus nicht nehmen darf und mich gefragt wieso? Im Internet habe ich als einziges gefunden, dass die Drainageleistung nicht so hoch ist und es schwieriger ist das gefällte herzustellen? Was gibt es sonst noch für Unterschiede?
     

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  2. #2 VollNormal, 17.09.2022
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    Wieso willst du drainieren? Du dichtest doch dem Lastfall entsprechend ab. Und wohin würdest du ableiten wollen?

    Zu was?
     
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  3. #3 NCNeo, 17.09.2022
    Zuletzt bearbeitet: 17.09.2022
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    Ja wir haben entsprechend dem Lastfall abgedichtet mit Remmers Mb2k (sogar mehr als gefordert), aber ich wollte hier gern einerseits für einen schnellen Abtransport des Wassers sorgen und für eine gewisse „Belüftung“.
    Außerdem hatte mein Kopf bis jetzt angenommen, dass bei solchen Hanglagen eine Drainage auszuführen ist. Dem ist wohl nicht so…
    Bei der Ableitung hätte ich die Wahl ob Zisterne oder Abwasser.

    Mit dem Unterschied meinte ich den Unterschied vom gelben Drainage Rohr zu den roten/orangen DIN Rohren die man für die Hausentwässerung nimmt.
     
  4. #4 seaway, 18.09.2022
    Zuletzt bearbeitet: 20.09.2022
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    Alter Falter, ein Drainagen gewusel. Anhand der Beschreibung und der unvollständigen Informationslage.
    +1 für VollNormal
    Für Dainagen gibts nur noch selten sinnvolle Anwendungen und sind aus der Zeit: "Ham wa schon immer so gemacht".

    Haste schon ein Konzept wie du dieses Kunststück warten, reinigen, kontrollieren und in einigen Jahren austauschen kannst?
    Wenn die Drainage mal nicht mehr funktioniert, und das wird sie, müsste ich mir ja dann gedanken ums Haus machen?
    Am Rande: Was wird / ist das bitte für eine Baugrube?

    Kenne kein Bauteil welches so oft versagt.
    Ableitung Zisterne?? Wohin wenn voll?
    Abwasser i.d.R. verboten. (gibt Ausnahmegenehmigungen, muss man aber erst mal bekommen).

    Drainage ob gelb oder orange beides mist.

    Sowas sollte ein Fachmann planen!!
     
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  5. NCNeo

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    Ja der Fachmann hat in der Anfangszeit viel geplant für uns, da ich einen Bausachverständigen habe. Aber die Erfahrung, nach dem 95% durch meinen Vater und mich in Eigenleistung erbracht wurden, hat gezeigt, dass die Lösungen aus vielen Internetberichten/Foren und meinem sehr kompetenten Bauhändler meist auch die Norm-Lösungen des Sachverständigen sind. Daher freue ich mich immer über Anregungen.

    Würdest du gar keine Drainage planen? Falls doch, wie?
    Damit man die Situation vor Ort versteht habe ich mal ein Bild angehaengt. Das Gebäude steht auf einer Seite frei, auf der anderen 6 Meter im Hang.
     

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  6. seaway

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    Ich würde versuchen ohne Problembauteile (in meinen Augen Drainagen) klar zu kommen. Technisch heute möglich.
    Planen würde ich sowas (6m Hang!! Bitte nicht unterschätzen hoffe der Statiker hat’s beachtet und ihr habt keine ungesicherte Baugrube) niemals aus der Ferne im Internet. Dazu wird auch wenig von mir kommen. Das ist den Kollegen vor Ort mit Zugriff auf Vermessung, Bodengutachten, Geologie und Hydrologie mit entsprechender Versicherung und vor allem Erfahrung vorbehalten.
     
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  7. #7 Dachs Doedel, 20.09.2022
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    In der Drainage-Norm, die DIN 4095, sind Regelfälle beschrieben, die aber bei einer Anschüttung von 6 Metern nicht angewandt werden können. Den Wunsch nach einer Drainage kann ich bei der Situation schon nachvollziehen, auch wenn ich persönlich auch nicht viel davon halte in den meisten Fällen. Aber wenn, dann muss die Drainage in diesem Fall bemessen werden (geht nicht in Eigenleistung oder mit dem Obi Mitarbeiter - sorry) und bei einer Tiefe von 6 Metern reichen die kleinen DN 300 Kontrollschächtchen meiner Meinung nach auch nicht aus, da würde ich an jeder Ecke schon einen 1000er Schacht mit Steigbügel setzen, damit man wirklich mal mit Geräten reinkommt, wenn was ist. Die Anordnung der Drainagen auf mehreren Etagen macht so keinen Sinn, dann lieber zwei parallele Stränge (falls laut Bemessung erforderlich) ganz unten. Sehr abenteuerlicher Bau ehrlich gesagt, wenn man bedenkt, dass es DIY ist.
     
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  8. #8 hanghaus2000, 20.09.2022
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    Ist das was in der Erde steckt wu Beton?
     
  9. NCNeo

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    danke für deine Informationen und Hilfe. Das hat mir gut weitergeholfen.
    Ich bin inzwischen auch weiter und habe nochmal mit meinem Geologen gesprochen.
    Wenn wir nach DIN Dämmen, meinte er auch, dass hier keine Drainage nötig ist. Mein Bausachverständiger wird das auch nochmal prüfen, aber ich denke, dass wir in dem Falle Abstand von der Drainage nehmen. "Oben" am Haus entsteht ohnehin ein 2 Meter breiter Streifen aus Gehwegpflaster, sodass unmittelbar an der Wand kein Niederschlag direkt im Boden versickert oder nur wenig.

    Ich schreibe gern mal, wie es final dann aussieht. Ahja: Dieses Haus in DIY ist schon ordentlich. :) Aber wir haben zum Glück viel Zeit und machen alles in Ruhe. Bis jetzt auch ohne Vorkommnisse in der Rohbauphase. Wobei ich gestehen muss, dass die Rohbauphase für mich das Anfordernste und Schwierigste war. Schalung erstellen, Deckenplatten mit dem Kran legen (das erste mal per Funk einweisen war schon spannend :D), Decken und Säulen gießen etc.
    Den Innenausbau empfinde ich als einfacher im Vergleich zum Rohbau.

    @hanghaus2000

    An meinen Anfängen der Planung wurde mir von meinem Statiker von einer weißen Wanne abgeraten, wenn wir es DIY machen wollen. Er meinte, dass man das schon gemacht haben muss, damit es auch passt. Inzwischen ärgere ich mich etwas, dass ich nicht in WU ausgeführt habe und zusätzlich noch nach Norm gedichtet habe. Aber hinterher ist man oft klüger (wobei auch in diesem Falle ärmer)
     
  10. Hercule

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    So viel mehr kostet WU auch nicht.
    Und auch bei der Dränage würde ich überlegen ob man villeicht nicht doch eine Runde ums Haus macht. Die Kosten bei Eigenleistung halten sich in Grenzen und im schlimmsten Fall hat man halt ein paar € mehr investiert.
     
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