Entzugsenergie [kWh/(ma)] oder Entzugsleistung [W/m] für die Berechnung der Bohrmeter

Diskutiere Entzugsenergie [kWh/(ma)] oder Entzugsleistung [W/m] für die Berechnung der Bohrmeter im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, wir bauen ein KfW55 Zweifamilienhaus mit ca. 370 m² Nutzfläche und einer Wärmepumpe im monovalenten Betrieb. Eine Bohrung über...

  1. Vinzent

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    Hallo zusammen,

    wir bauen ein KfW55 Zweifamilienhaus mit ca. 370 m² Nutzfläche und einer Wärmepumpe im monovalenten Betrieb. Eine Bohrung über 100m ist bei uns wohl ohne höheren Genehmigungskostenaufwand möglich. Platztechnisch würden wir aber gerade mal 2 Bohrungen mit einem Abstand von 6-7 Meter hinbekommen. Daher müssten es auf jeden Fall zwei Bohrungen werden.
    ----------------------------------
    Hier die Werte aus dem EnEV-Nachweis

    Jährlicher Nutzenergiebedarf/Heizwärmebedarf
    Heizung 12.896,01 kWh/(a)
    Warmwasser 4.615,00 kWh/(a)
    Summe 17.511,01 kWh/(a)

    Jährlicher Endenergiebedarf
    Heizung 2.151,37 kWh/(a)
    Warmwasser 1.994,16 kWh/(a)
    Summe 4.145,53 kWh/(a)
    ----------------------------------
    Lt. Geologischem Dienst NRW haben wir folgende Bodenverhältnisse (leider nur bis 100m)

    10-60m Mergelkalkstein (Kreide)
    20m Kalkstein, Mergelstein (Kreide)
    0-10m Sandstein (Kreide)
    10-70m Kalkstein, Kalkmergelstein (Kreide)

    Entzugsleistung [kWh/(ma)] bei 1.800 Betriebsstunden
    40m = 99 [kWh/(ma)]
    60m = 103 [kWh/(ma)]
    80m = 105[kWh/(ma)]
    100m = 106 [kWh/(ma)]

    Entzugsleistung [kWh/(ma)] bei 2.400 Betriebsstunden (mit Warmwasser ist wohl diese Tabelle für uns relevant)
    40m = 109 [kWh/(ma)]
    60m = 113 [kWh/(ma)]
    80m = 115[kWh/(ma)]
    100m = 116 [kWh/(ma)]
    ----------------------------------
    Wärmepumpe, die von dem Heizungsbauer angeboten wurde, scheint etwas unterdimensioniert zu sein.
    Vaillant flexoCOMPACT exclusive VWF 118/4
    Heizleistung 11,2kW
    Leistungsaufnahme 2,5
    Leistungszahl COP(BOW35 n. EN 14511) = 5,0
    Leistungszahl COP(BOW35 n. EN 14511) = 3,2
    https://www.vaillant.at/downloads/bro/waermepumpen-flexotherm-150818-527012.pdf (Seite 36)
    ----------------------------------
    So wie ich es verstehe, muss ich nun von dem Heizwärmebedarf den Endenergiebedarf abziehen um auf den jährlichen Kälteentzug der Erdsonde zu kommen:
    17.511,01 kWh/(a) Heizwärmebedarf
    -4.145,53 kWh/(a) Endenergiebedarf
    = 13.365,48 kWh/(a)
    ----------------------------------
    Wie komme ich nun auf die benötigten Bohrmeter?

    Nach der Entzugsenergie
    13.365,48 kWh/(a) / 116 [kWh/(ma)] = 115,22 Bohrmeter?

    oder

    nach Entzugsleistung (kann der Wert von 116 irgendwie in Entzugsleistung umgerechnet werden?) Hier beispielhaft 50 [W/m]
    13.365,48 kWh/(a) / 50 [kWh/(ma)] = 267,31 Bohrmeter?
    ----------------------------------
    Wie verhält sich die Entzugsleistung zur Entzugsenergie und welcher Wert sollte für die Bohrung genommen werden?

    Aus dieser Erklärung werde ich nicht wirklich schlau.
    http://www.effiziente-waermepumpe.ch/wiki/Dimensionierung_Erdwärmesonden

    Vielen Dank im Voraus
     
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  3. R.B.

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    Denkfehler, zuerst mal eine Heizlastermittlung nach EN12831 organisieren, dann kann man rechnen.
    Die Zahlen aus der EnEV taugen bestenfalls für eine grobe Abschätzung.

    Ist die Heizlast bekannt dann kann man den Wärmeerzeuger dimensionieren. Ist der Wärmeerzeuger festgelegt, dann kann man sich um die Sonden kümmern. Alles andere ist Zahlenschieberei ohne großen Nährwert.

    Eine Sondentiefe > 100m erfordert ein aufwendigeres Genehmigungsverfahren, das sollte klar sein.
     
  4. Lexmaul

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    Würde ich pauschal nicht sagen - Bergbauamt wurde informiert (60 Euro) und halt die Kommune (100 Euro) - das war es schon mit den Genehmigungen ;). Also bei 140 m Bohrtiefe...
     
  5. Vinzent

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    Lt. Aussage des zuständigen MA, würde eine tiefere Bohrung nicht mehr Genehmigungskosten verursachen.
    Eine Heizlastberechnung nach EN12831 gibt’s noch nicht, ich möchte nur generell abschätzen ob wir mit 2 Bohrungen hinkommen und wie dies berechnet werden muss mit [kWh/(ma)] oder [W/m]. Bzw. den Rechenweg verstehen.
     
  6. R.B.

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    Wenn die Tiefe keine Rolle spielt, dann reichen 2 Bohrungen sicherlich. Notfalls geht´s halt in 200m Tiefe oder was weiß ich.

    Ohne Heizlast macht das aber alles keinen Sinn.
     
  7. R.B.

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    Cool, bei uns kriegst Du dafür keine Genehmigung, und das erfährst Du dann nach x Anträgen (oder wenn Du jemanden kennst der das schon durch hat. ;)
     
  8. Lexmaul

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    Ja, war auch überrascht - und hab daher auch nur eine tiefe Bohrung genommen.
     
  9. R.B.

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    Wenn´s von der Hydraulik passt dann ist das eine Alternative.
     
  10. Vinzent

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    Hallo R.B., warum versteifst du dich nur so auf die Heizlast. Ich möchte ja nur wissen, ob diese Berechnung rein rechnerisch

    13.365,48 kWh/(a) / 116 [kWh/(ma)] = 115,22 Bohrmeter

    richtig wäre oder ob mit [W/m] gerechnet werden soll und wo der Unterschied liegt. Weitere Kommentare zur fehlenden Heizlast nach EN12831 sind nicht notwendig.
     
  11. R.B.

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    Mathematisch korrekt, aber die Rechnung ist falsch, allein schon weil die Datenbasis falsch ist. Du kennst die notwendige Energiemenge die Du entziehen musst ja gar nicht.
     
  12. Vinzent

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    Danke für die Antwort.
     
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  14. #12 Vinzent, 5. Oktober 2015
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 6. Oktober 2015
    Vinzent

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    Weiß jemand, ob diese Seite etwas taugt? Denn ich bin mir nicht sicher, ob ich den Heizungsbauer vorab für eine Heizlastermittlung nach EN12831 begeistern kann. Die Preise scheinen ok zu sein.
     
  15. R.B.

    R.B.

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    Eine Bewertung von Firmen und Produkten gibt es hier im Forum nicht, Nutzungsbedingungen beachten.

    Die Berechnungen nach EN12831 sind normiert, es wäre somit egal, ob diese von Firma X oder Firma Y gemacht werden. Wichtig sind die Daten die man zur Verfügung stellen kann. Man sollte so Dinge wie Raumtemperaturen vorgeben, aber auch klar kommunizieren wenn beispielsweise im Fall von FBH Berechnungen auf irgendeinen Faktor hin optimiert werden soll. Dann kann an sich nichts mehr schief gehen, von einer Firma die solche Leistungen anbietet erwarte ich, dass sie mit ihrer software umgehen kann.
     
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