EPS wurde feucht eingebaut, wie feucht?

Diskutiere EPS wurde feucht eingebaut, wie feucht? im Dach Forum im Bereich Neubau; Bei der Herstellung eines Flachdachs wurde EPS bei andauerndem Regen im Winter als Gefälledämmung eingebaut. Auf die Mangelanzeige schreibt der...

  1. Skeptiker

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    Bei der Herstellung eines Flachdachs wurde EPS bei andauerndem Regen im Winter als Gefälledämmung eingebaut. Auf die Mangelanzeige schreibt der Dachdecker frei zusammengefasst: "Das war nicht viel, das macht nichts. Außerdem wird der Rest im Sommer ausdiffundieren!"

    Gibt es eine Fachregel, welche den Einbau von feuchtem EPS verbietet? Ich habe noch keine gefunden. Ich habe aber auch noch nie eine gesucht, weil es für mich selbstverständlich ist, dass bei Regen mit EPS nicht gearbeitet wird.

    Gibt es eine baustellengeeignete und zerstörungsarme Messmethode, um ausschließen zu können dass eine kritische Menge Wasser mit eingebaut wurde?

    Den rechnerischen Nachweis mit angenommenen Mengen zu führen, wäre auch noch ein Weg, aber auch dann muss die vorhandene Feuchtemenge natürlich erstmal festgestellt werden.
     
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  3. Kalle88

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    Gab es eine Dampfdruckausgleichsschicht? Wenn nein, dann ist der weitere Ablauf irrelevant, da mangelhaft.
     
  4. Elopant

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    Wie wurde das EPS denn befestigt? Falls der Aufbau geklebt wurde, vertragen die Kleber meistens keine Feuchtigkeit, bzw. nicht viel. Es gibt ein Verfahren, dort wird die Dichtigkeit der Dachfläche gemessen, das müsste hier eigentlich auch anwendbar sein. Das funktioniert zerstörungsfrei. Aber ich weiß nicht, ob hier auch die Menge an Feuchtigkeit bestimmt werden kann, das müsste man mal anfragen.
     
  5. Kalle88

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    Mir fallen jetzt auf die Schnelle; Strom-Impuls-Ortung mit Ringleitung, mit Röntgenstrahlen oder akustisch ein. Aber mal ganz ehrlich, der Aufwand ist doch größer und kostet mehr als wenn man mehrere Proben entnimmt untersuchen lässt.

    Ist das Flachdach einsehbar oder warum dürfen da keine "Flicken" drauf sein?

    Wie Elopant schon sagte können einige Kleber das nicht ab, wenn hier nur über den Kleber die Sturmsicherung erfolgte, dann fliegt dir wenn es dumm läuft das Dach weg. Fehlt die Dampfdruckschicht (Bitumen) dann müsste der Unternehmer eh eine/ mehrere Beprobungen machen. Wie sonst will er das Fehlen jener Schicht rechtfertigen? Die ist ja gerade deshalb über WD anzuordnen, außer es nachweisbar dokumentiert dass es keine schadhafte Feuchtigkeit gibt. Könnte lustig werden ohne Untersuchung....

    Sollte es noch mal richtig kalt werden könntest du ja auch über eine Wärmebildkamera gehen. Wasser müsste sich ja auf die Eigenschaft entsprechend auswirken. Kannst natürlich auch warten bis zum Hochsommer und sehen ob sich Blasen bilden.... Das war maximal ironisch :D
     
  6. #5 Gast036816, 27. Januar 2016
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    das reicht nicht, um einen mangel zu entkräften.

    schau dir einmal das datenblatt und die verarbeitungsrichtlinien des herstellers an.
     
  7. Neutal

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    Den Nachweis über die Feuchtigkeit zu erbringen wird schwer. Die von Kalle aufgezeigten Methoden sind zu Leckortung gedacht und bei der Strom Impuls Messung muß die Dachfläche eh befeuchtet werden.
    Je nach art des Klebers ist etwas Feuchtigkeit auch nicht so schlimm. Viele Kleber funktionieren sogar besser, wenn sie etwas Feuchtigkeit abbekommen.
    Wenn ich nicht sicher bin wieviel Feuchtigkeit eingedrungen ist, dann kann ich im Abnahmeprotokoll einen entsprechenden Vermerk machen.
     
  8. Kalle88

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    Regen und Winter sind schon mal die ungünstigsten Bedingungen um eine Flachdachdämmung zu verlegen - dazu noch anhaltender Dauerregen, in welcher Form auch immer, ist einfach Schrott.

    Das sollte jedem Meister/ Unternehmer bewusst sein, dass man die Arbeit dort einstellt oder eine Abschottung vornimmt. EPS wird zwar in Hallen gelagert und hat daher eh schon Feuchtigkeit inne (Ausgleichsfeuchte) wir wollen uns aber mal nichts vor machen, dass die Industrie die "Ruhezeiten" bis zur Auslieferung einhält. Meinen Arsch, meine Kohle und das Risiko würde ich nicht darauf verwetten wollen und am Ende Sang und Klanglos unter zu gehen.

    Bei Winter ist auch fragwürdig in wie weit der Kleber abbindet... Bei 90% Luftfeuchte und 5-6 Grad Außentemperatur ist der Abbindeprozess doch kaum gegeben, bez. dauert eine halbe Ewigkeit... Ich erinnere mal an Kyrill und das ein oder andere Flachdach was es zerlegt hat.

    Am Ende heißt es dann wieder Flachdächer taugen nichts....
     
  9. Skeptiker

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    Ja, gab es und gibt es auch immer noch.
     
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    Es wurde geklebt, Kleberdatenblatt werde ich mir anschauen. Das Verfahren würde mich interessieren, wenn sich damit beim Bauen eingeschlossene Feuchte festgestellt werden kann. Zerstörungsfreiheit ist mir inzwischen fast egal.
     
  11. Skeptiker

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    Untersuchen lassen ist teuer, am liebsten ist mir alles was sich direkt und vor Ort kontrollierbar mit einfachen Mitteln messen lässt, sonst wird es nämlich teuer. Alles andere auf der Baustelle - bis auf den Schallschutz - kann ich im Hochbau (nicht bei der TGA) bisher selbst messen. Darren kann ich dass EPS natürlich selbst, habe ich aber eigentlich keinen Bock drauf, weile zu lange dauert.

    Nein, es wird in den kritischen Bereichen mechanisch gesichert.
     
  12. Skeptiker

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    welchen Herstellers?
     
  13. Skeptiker

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    Den Kleber habe ich schon aus anderem Grund auf der Liste, ich will sowieso einen Haftzugnachweis haben. Den kann man ja dann gleich an der Stelle machen, wo nachweislich bei Regen verlegt und gedichtet wurde. Warum das unbedingt an dem Tag gemacht werden musste und weshalb bei beginnendem Regen nicht abgebrochen wurde, ist auch noch sein Thema, aber das interessiert mich jetzt nicht.
     
  14. Gast036816

    Gast036816 Gast

    eps!
     
  15. Skeptiker

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    Zwischenstand: Es gab einige kurz interessant erscheinende Hinweise per PN, die sich aber mittlerweile als nicht weiterführend herausgestellt haben. Zu einem längeren "Expertengespräch" kam so auch noch. Das Ergebnis der weiteren Bearbeitung werde ich - wenn ich es nicht vergesse - voraussichtlich in der 2. Februarhälfte hier kurz vorstellen können.
     
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  17. Neutal

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    Ich denke zur Feststellung der eventuell eingeschlossenen Feuchte wirst Du um eine Bautelöffnung nicht herumkommen. Letzlich ist der Aufwand hierfür ja auch überschaubar und man kann mit normaler Meßtechnik, vernünftiges Feuchtemeßgerät mit verschiedenen Elektroden, auch die Feuchtigkeit messen und eventuellen Modergeruch auch wahrnehmen.
    Unsere Dachdecker haben schon die Nase gerümpft als ich sie gefragt hatte. Auf jeden Fall ein Grenzwertiger Vorgang. Die Verklebung mit PU Klebern braucht jedenfalls etwas Wasser, bei anderen sieht es schlechter aus
     
  18. Kalle88

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    Ich stelle jetzt mal die "steile" These auf, dass der PU-Kleber - welche Typenbezeichnung auch immer - nicht viel für mich mit der Windsogsicherung zu tun hat. In wie vielen Fällen schafft man denn wirklich die "Laborbedingungen" in denen die Auszugswerte dokumentiert werden? Mal ist es zu heiß, die Luftfeuchte zu trocken oder zu feucht. Dann gibt es Kleber die bis -5 Grad verarbeitbar sind, nur wat hilft mir das, wenn ich nur bis 5 Grad Abdichtungen ausführen darf? Wie klebe ich die Dampfdurckausgleichsschicht auf die WD wenn die Temp. zum aktivieren der spezial Bitumenklebemischung nicht ausreicht? Auf EPS mit der Flamme gehen? Dann sintert mir das Zeug ja gleich weg.

    Es ist ja nicht so weit weg geholt, dass Windsog eine viel größere Bedeutung bekommen wird. Mal von der Topografie und der Windzonen abgesehen kann sich ja dennoch eine "exponierte" Lage einstellen. Ob die Klebetechnik mit PU-Kleber die Zukunft sein wird? Vielleicht tue ich den Klebern jetzt auch unrecht aber für mich ist das nicht viel mehr als Ausgleich von Unebenheiten, damit am Ende eine plane Oberfläche entsteht.
     
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