Erbbaugrundstück kaufen?

Diskutiere Erbbaugrundstück kaufen? im Baupreise Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo zusammen, da ich mir ein anderes Haus kaufe, welches auf einem 850 m² Erbpachtgrundstück steht, bin ich hin und her gerissen ob ich das...

  1. #1 Bauer1982, 24. Mai 2013
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    Hallo zusammen,

    da ich mir ein anderes Haus kaufe, welches auf einem 850 m² Erbpachtgrundstück steht, bin ich hin und her gerissen
    ob ich das Grundstück für ~37.000 Euro erwerben soll.
    Der Zins beträgt derzeit ~400 Euro und würde sich bei Eigentumswechsel um 100-200 Euro im Jahr erhöhen.
    Also kaufen oder nicht kaufen, dass ist hier die Frage :o)

    Viele Grüße und danke für Eure Unterstützung und Meinungen.

    der Bauer :winken

    PS: Was für Kosten kommen bei Kauf eigentlich noch dazu. Vertrag weiß ich schon....
     
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  3. RHM2012

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    Hallo,

    bei 600€ im Jahr entspricht dies einem Erbpachtzins von ungefähr 1,6%. So billig kommst du nicht an einen Kredit ran. Würde aber 600€ (ca. 3,2% Kreditzins) pro Jahr draufpacken und das Grundstück kaufen. Das Haus ist deins aber das Grundstück nicht. Würde mir persönlich keine gutes Gefühl geben und 50€ pro Monat wert sein.

    Wenn ich deine letzte Frage richtig verstehe!?

    Grunderwerbssteuer in NRW 5% = 1.850€ plus Notar 1,5% = 555€


    Ich weiss nicht welche Kosten bei einem Erbpachtgrundstück und in welcher Höhe anfallen.
     
  4. #3 Bauer1982, 24. Mai 2013
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    Vielen Dank für Deine Antwort.
    Da kommt mir gerade noch eine Frage in den Sinn. Kann man den Kaufpreis eigentlich verhandeln? Schätze die Chancen sind eher mau oder?


    Grüße
     
  5. RHM2012

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    Das kann ich nicht beurteilen...versuchen kann man es natürlich! Vielen Faktoren spielen da eine Rolle.

    Jeder Verkäufer hat da wohl seine Preisvorstellung ob diese sich mit deinen deckt musst du durch ein Gespräch ergründen.

    Gerne
     
  6. #5 Thomas Traut, 24. Mai 2013
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    Die Entscheidung Erbpacht oder kaufen würde ich auch vom Alter abhängig machen. Bei 50+ kann es finanziell sinnvoll sein, lieber bis ans Lebensende Erbpacht zu zahlen. Das kann man ja mal überschlagen.
     
  7. #6 Kriminelle, 25. Mai 2013
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    Wie lang ist denn noch die Laufzeit der Pacht? Läuft sie nämlich aus, kann der Pächter den Pachtzins wirtschaftlich anpassen. Das kann dann auch schnell das 10-fache sein. Dann also lieber kaufen :)
     
  8. #7 Unregistrierter, 25. Mai 2013
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    erbpacht würde ich, sofern es nicht gerade der ultramegadeal für kein geld ist, niemals machen.
    momentan sind die zinsen so gering, dass ein kauf des grundstücks im regelfall nur marginal teurer sein wird.

    ABER: das ist irgendwann bezahlt, erbpacht läuft weiter.

    UND: versuch mal ein haus mit erbpachtgrundstück zu verkaufen.....
     
  9. makro

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    Ich sehe das anders. Wir haben ein Erbaurechtgrundstück, ging nicht anders.

    Hätte ich es kaufen können, dann wären das ca. 50.000 EUR gewesen. Die hätte ich finanzieren müssen.

    Stattdessen zahle ich 1.200 EUR pro Jahr an Pacht und konnte die 50.000 EUR in den Hausbau "stecken". Ich sehe derzeit für mich keinen Unterschied zum "Eigentum", ich zahle bei beiden Varianten!

    Außerdem, den Pachtvertrag werde weder ich, noch meine Kinder, sogar bei den Enkeln wird es knapp in 99 Jahren verlängern o.ä. Von daher mache ich mir da überhaupt keine Gedanken.

    Für mich war das Erbaurecht die günstigste "Grundstücksfinanzierung".
     
  10. neumi87

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    Ist es bei Erbpacht nicht so, dass der Zins alle 3 Jahre angepasst werden kann/darf?
    Das ist eigentlich der Hauptgrund der für mich gegen Erbpacht spricht, selbst wenn der Zins jetzt sehr niedrig ist, in 30-40 Jahren kann das ganz anders aussehen. Und ich kann mir nicht vorstellen dass die Preise sinken werden.
     
  11. #10 Kriminelle, 25. Mai 2013
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    Ich sehe das auch anders und haben ein Erbpachtgrundstück. Zwar nicht so günstig wie @makro, dennoch muss ich für diese Summe keine Zinsen zahlen. 80 Jahre Laufzeit, wir hätten auch keine Wahl zum Kauf gehabt. In 30 Jahren bin ich 75... :P
     
  12. feelfree

    feelfree Gast

    Ob du es jetzt Pacht nennst oder Zinsen ist ja wohl egal.
    Beim Kauf hat man dagegen die Möglichkeit, auch zu tilgen und irgendwann gar keine Zinsen mehr Zahlen zu müssen.
     
  13. makro

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    In meinem Fall, würde ich bei 2% Zinsen und 1% Tilgung 125,- EUR monatlich zahlen, nach 55 Jahren wäre dann abbezahlt und ich 96 Jahre alt!
    Bei 3% Tilgung wären es 208 EUR und in 25 Jahren Schluss, dann bin ich 66! Das klingt natürlich besser, aber ich habe 25 Jahre ja auch 100 EUR mehr pro Monat gezahlt, das sind immerhin 30.000 EUR. Diese 30.000 EUR angelegt würden bei 1,6 % Zinsen (monatlich 100,- EUR) ca. 7.000 EUR Zinsen bringen.

    Das heißt, der eine kann sagen "Mein Grundstück", der andere hat 37.000 EUR! Bezahlt haben beide das gleiche. Interessant wird es dann wenn eben dieses Grundstück verkauft werden soll....

    Natürlich ist mir klar das in 10 - 20 - 30 Jahren die Zinssituation nicht bekannt ist, weder für Darlehen noch für Sparzinsen. Auch die Anpassung der Pacht ist nicht 100%ig vorherzusehen.

    Ich denke das für und wieder hängt vom Einzelfall ab und lässt sich pauschal nicht beantworten.
     
  14. #13 Kriminelle, 25. Mai 2013
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    Natürlich ist es egal, wie man es nennt.
    Aber was willst Du nicht alles tilgen? (Manche sprechen hier vom Tilgen, als wenn sie die Kohle jedes Jahr ins Füllhorn geschossen bekommen. Letztendlich spricht man, "man könnte", hat das Geld dann aber doch nicht auf der Kante.)
    Ich tilge dafür das Haus mehr und schneller ab, und wenn ich mit 70 meinen Obulus Erbpacht bezahle, kümmert es mich auch nicht. Schliesslich kann ich kein Geld mit ins Grab nehmen.
    Mein Grundstück würde über 100.000 kosten, das Geld muss ich nicht aufnehmen, habe folglich einen guten Zins bekommen!
     
  15. Piet

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    Es ist eine ähnliche Frage wie:"Soll ich ein Háus kaufen oder lieber Mieten". Pauschal nicht zu beantworten. Das größte Problem bei der Erbpacht ist, dass ein Verkauf (besonders wenn die Erbpacht schon viele Jahre läuft) einen deutlich geringeren Preis erzielt. Wenn einen das nicht stört, z.B. weil man sicher ist dort nie ausziehen zu wollen/müssen und keine Erben hat und sich den Grundstückskauf vom Mund absparen müßte, kann es eine sinnvolle Lösung sein. Aber wer kann schon sicher sein, nicht mal in ein teures Pflegeheim umziehen zu müssen und dann auf das Geld angewiesen zu sein?
     
  16. Markul

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    Ich würde nie ein Erbpachtgrundstück kaufen. Noch gar nicht mal nur aus finanziellen Überlegungen heraus. Sonder einfach psychologisch. Das Grundstück gehört mir nicht.....
    Bei einer Finanzhierung gehört es zwar mir auch erstmal nicht, sondern wohl 25 Jahre lang der Bank.... Aber dann irgenwann auch mal mir.
     
  17. #16 Skeptiker, 27. Mai 2013
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    Und wie macht sich das bemerkbar?

    Wenn Du dann noch lebst! :shades Und wenn nicht, hättest Du's als Eigentum mitnehmen können?
     
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  19. #17 Skeptiker, 27. Mai 2013
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    Wenn man die bei manchen bestehende psychologische Hürde nicht hat, ist das oft so. Einschränkungen gibt es effektiv nicht. Die Anpassungsmöglichkeit des Pachtzinses ist von den kornkreten vertraglichen Regelungen abhängig und oft an Preisindices gekoppelt. Das Vorkaufsrecht des Pachtgebers für das Haus sehe ich eher als Vorteil, schafft es doch einen definitiven 2. Interessenten für jeden Käufer. :e_smiley_brille02:

    Die Frage des TE war ja, ob er kaufen soll. Und da hat Thoams Traut schon das wichtigste geschrieben.
     
  20. mseppo

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    Na ob das hilft? Bei unserer Suche nach einem Haus tauchten auch einige wenige solche Angebote auf. Allen war gemeinsam, dass sie sehr gut ausgestattet und deutlich günstiger als vergleichbare Objekte waren. Sie waren schon ohne weitere Beschreibung des "Pferdefußes" am Preis erkennbar, wie sonst nur Häuser ohne Keller.

    Wie schon gesagt, wenn man emotionslos herangeht und bis zum Lebensende darin lebt und wenn das "danach" egal ist, kann es günstiger sein (muss aber nicht, wenn man Sondertilgungen einbringen kann). Spätestens beim Verkauf geht die Rechnung aber schon nicht mehr auf, weil es die Zahl potentieller Käufer drastisch einschränkt und für den Rest eine gute Basis für Preisreduktionen darstellt. Wie oben schon geschrieben: Die Angebotspreise waren schon teilweise absurd niedrig für die Häuser, die ich da gesehen habe...

    Ich persönlich würde nur kaufen.
     
Thema: Erbbaugrundstück kaufen?
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