Erdkabel für Außenbeleuchtung neu verlegen

Diskutiere Erdkabel für Außenbeleuchtung neu verlegen im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo liebes Forum, da ich im Netz nicht genaues geunfen habe, wende ich mich als LAIE an euch. Es geht darum, dass ich in Zukunft auf Strom...

  1. #1 Marseille, 3. Januar 2014
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    Hallo liebes Forum,

    da ich im Netz nicht genaues geunfen habe, wende ich mich als LAIE an euch.
    Es geht darum, dass ich in Zukunft auf Strom im Garten nicht verzichten möchte und unser Elektriker beim unserem EFH auch die Info von uns hat, dass wir Kabel bis nach hinten in den Garten verlegen wollen.
    Jetzt haben wir nur noch ein Lehrrohr übrig und werden dies auf jeden Fall auch für die Klingel vorne am zukünftigen Zaun benutzen. Es bleibt also noch Platz für Erdkabel, die wir reinlegen können.

    Meine Frage: ich möchte nicht mehr als 4 Gartenleuchten (in Reihe) schalten mit starken aber energieeffizienten Leuchtmitteln und einen Filter für einen Gartenteich (als eigenens Kabel).
    Reicht es, wenn ich alle Gartenlaternen an einem Erdkabel mit 3x1,5mm² hänge und den Filter an einem seperaten Erdkabel (auch 3x1,5mm²) ?

    Danke für eure Antworten!

    Marseille
     
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  3. #2 zille1976, 3. Januar 2014
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    Das kommt drauf an. Der Querschnitt des Kabels ist abhängig von der Vorsicherung und nicht von dem, was du hinterher dran anschließt.

    Zusätzlich kommen dann so Sachen wie Entfernungen, Verlegearten, Reduktionsfaktoren usw. ins Spiel.

    Dein Elektriker sollte dir da Auskunft geben können.
     
  4. #3 Marseille, 3. Januar 2014
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    Danke für die Antwort. Hört sich ja doch nicht so einfach an. Mist ;)
     
  5. Julius

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    Ja. Ist so schwierig, daß sogar Zille es falsch dargestellt hat...
     
  6. karo1170

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    In Reihe schalten? Das ist zumindest fuer Gartenleuchten sehr ungewoehnlich. Ueblicherweise schliesst man diese parallel an.

    Entscheidendes Kriterium sind hierbei 2 Dinge: Kabellaenge und benoetigte Anschlussleistung. Mit einem NYY-J 3x1,5qmm und (vorsichtiger) Absicherung von 10A kannst du ca 2300W Leistung bereitstellen. Sind derzeit ungefaehr 100 Strassenleuchten mit LED-Modul. Sollte also selbst fuer grosse Gaerten reichen. Kabellaenge spielt im ueblichen EFH-Grundstueck nur eine untergeordnete Rolle, bis ca 20-25m kann man diese vernachlaessigen. Erst recht bei den zu erwartenten geringen Anschlussleistungen.

    Ich wuerde aber der Einfacheit halber ein Kabel, NYY-J 5x2,5qmm in den Garten verlegen. Dreipoliger Sicherungsautomat B16A und FI rein. Kabel von Leuchtenstandpunkt zu Leuchtenstandpunkt verlegen, Abgang von passenden Leuchtenstandort zum Teich vorsehen. Aufteilung der 3 Phasen in eine Phase Aussenlicht (kann man in der Verteilung auch schaltbar ausfuehren, z.B. Daemmerungsschalter, Zeitschaltuhr, manuell...) eine Phase Filter (evtl Schaltbar ueber Zeitschaltuhr), eine Phase Reserve. Bei der Auswahl der Leuchten wuerde ich auf genuegend Platz im Anschlussraum der Leuchte achten, damit hat man spaeter immer einen definierten Stromzugangspunkt im Garten.
     
  7. #6 zille1976, 3. Januar 2014
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    Na nun bin ich aber gespannt :confused:
     
  8. H.PF

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    Der Querschnitt des Kabels ist abhängig von dem was man hinten dranhängt und davon hängt die Sicherung dann ab. Und nicht umgekehrt...
     
  9. #8 zille1976, 4. Januar 2014
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    Der Querschnitt des Kabels hängt immer von der Sicherung ab. Aus dem einfachen Grund, weil die Sicherung den maximal fließenden Strom festlegt. Nicht der im Moment angeschlossene Verbraucher. Beispiel: Durchlauferhitzerstromkreis ausgelegt für maximal einen 27kW Durchlauferhitzer (40A). Es wird aber nur ein 18kW DLE installiert. Wonach richtet sich der Leiterquerschnitt? Verbraucher oder Sicherung?

    Was wird in der DIN 0298 Teil 4 neben dem Strom Iz noch angegeben? Nennströme von Sicherungen oder Leistungsangaben gängiger Verbraucher?

    Würdest du einen Steckdosenstromkreis mit 3x0,75 verdrahten, weil zwar eine 16A Sicherung sitzt, aber an der Steckdose nur ein Radiowecker hängt?

    Natürlich wählt man die Sicherung nach dem zu erwartenden Verbrauch aus. Und danach wählt man die Leitung die zu dieser Sicherung passt. So war es schon immer und so wird es vermutlich auch immer sein.
     
  10. nolu13

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    Ganz Allgemein:
    Für 4 Leuchten mit "geringer" Anschlußleistung und einen Filter für den Gartenteich sollte i.d.R ein 1,5 mm² ausreichen.
    Vielleicht ist aber auch ein 2,5mm² erforderlich.
    Warum ,wurde ja schon angedeutet.











    Davon abgesehen würde ich ein 5-adriges Erdkabel verlegen,um Reserve-Adern für evtl. Erweiterungen zu haben.
     
  11. #10 Rudolf Rakete, 4. Januar 2014
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    Nun ich könnte mir vorstellen, dass Julius meint, dass die Verlegeart, Häufung etc. bekannt ist und dass der Leiterquerschnitt nicht nur von der Vorsicherung abhängt.
     
  12. zille1976

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    Verlegeart und Häufung sind bekannt? Woher?

    Wie sieht denn der Kabelweg von der Verteilung zum Garten aus? Ich konnte dazu keine Informationen finden.
     
  13. Julius

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    Nein, Leute, es ist schon etwas komplexer.
    Denn die Bemessung des Leiterquerschnitts muß MEHREREN Faktoren gerecht werden:

    1) die Leitung muß im Kurzschlußfall ausreichend geschützt sein
    2) die Leitung muß vor Überlast geschützt werden
    3) der Schutz gegen elektrischen Schlag bei indirektem Berühren muß hergestellt werden
    4) ein evtl. genereller Mindestquerschnitt (hier: 1,5mm²) muß eingehalten werden
    5) der jeweils höchstzulässige Spannungsfall ist einzuhalten

    NUR bei 1) besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem Bemessungsstrom des vorgeschaltete Überstromschutzorgans und dem Leiterquerschnitt (unter Berücksichtigung des Leitungstyps).

    Hingegen kann und darf stattdessen (bei ausschließlich fest angeschlossenen GEEIGNETEN Verbrauchern, und Leuchten zählen i.A. darunter) der Überlastschutz sehr wohl auch NUR durch die Auswahl der Verbraucher erzielt werden! Natürlich unter Berücksichtigung von Leitungstyp, Verlegeart, Häufung und Umgebungstemperatur.

    Für 3) ist hier sowieso ein FI einzusetzen (da im Freien), damit für die Absicherung uninteressant.

    Punkt 4) ist schon dadurch erledigt, daß es NYY erst ab 1,5mm² gibt.

    Und 5) kann (ähnlich wie 2) durch die Auswahl der Verbraucher erschlagen werden (ist aber sowieso zumeist nicht sicherheitskritisch).


    Bei der genannten Leuchtenbestückung (sofern das gewöhnliche Gartenleuchten sind, also im Bereich einiger hundert Watt, keine Tiefstrahler von je 1kW oder so) und Längen im Bereich einiger Dutzend Meter sind 2) und 5) erfüllt.
    3) wird anderweitig erledigt, 4) ist sowieso erfüllt.

    Bleibt 1), der Kurzschlußschutz.
    Und dann rechne mal aus, wie hoch man einen Wechselstromkreis von 1,5mm²Cu absichern darf, damit der Kurzschlußschutz gegeben ist! Da wirst Du WEIT über 16A landen...

    Wichtiger Sicherheitshinweis:
    Dies gilt NICHT für Stromkreise, welche (auch, gewöhnliche) Steckdosen enthalten!!!

    Denn dort sind die Verbraucher nicht vorherbestimmt.

    Man sieht, es gibt gewisse Unterschiede zwischen "Kochrezepten" des Installateurs, mit denen man in der Praxis fest immer richtig (im Sinne von: auf der sicheren Seite) liegt, und dem exakten Berechnen einer Auslegung, wo es z.B. auch um Wirtschaftlichkeitskriterien (hier: Kupfereinsatz) geht!
     
  14. karo1170

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    Du schreibst doch selbst, das der Stromkreis fuer den maximal zu erwartenden Strom des Verbrauchers ausgelegt wird. Danach richtet sich die Auswahl der Zuleitung unter Beruecksichtigung der Verlegeart. Und danach wird der Leitungsschutz (Sicherung oder LSS) fuer die ausgewaehlte Zuleitung dimensioniert.


    Es gibt Mindestquerschnitte, die bei der festen Verlegung von Kabeln und Leitungen einzuhalten sind.

    In deinem Beispiel kann man aber die Zuleitung als kleinstmoeglichen Querschnitt auslegen, also 3x1,5qmm und danach die passende Absicherung (z.B B10A oder B13A) waehlen. Also wieder die Reihenfolge einhalten: Verbraucher --> Zuleitung --> Absicherung.
     
  15. the motz

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    Immer wieder herrlich, wenn fachfremde glauben, über den bösen Strom diskutieren zu wollen....
    Herrlich!

    :popcorn:
     
  16. zille1976

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    Nein, nein und nochmals nein.

    Die Leistung des Verbrauchers gibt vor, welche Sicherung zum Einsatz kommt. Anhand der Sicherung wird unter Berücksichtigung der Verlegeart, Länge und der Korrekturfaktoren der notwendige Querschnitt der Leitung festgelegt.

    Und nicht anders herum.
     
  17. nolu13

    nolu13

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    :bef1003:
    Und da der TE selbstredend Laie ist ,sollte man ihn hier nicht noch weiter mit" Fachbeiträgen" verunsichern.
    Sonst kommt so mancher(Laie) vielleicht auf die Idee ,das hier erworbene "Fachwissen" in die Tat umzusetzen.

    Denn schließlich hat er ja einen Eli vor Ort.
    Der wird es schon richten!
     
  18. #17 Rudolf Rakete, 5. Januar 2014
    Rudolf Rakete

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    nichts anderes hatte ich geschrieben:

     
  19. Ludolf

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    Wohl wahr, aber im vorliegenden Fall völlig irrelevant.
    Die zulässige Strombelastbarkeit von 1,5mm² ist je nach Verlegeart zwischen 14 und 23A anzunehmen.

    Und wenn man es mit den Kurzschlussschutz ernst meint, dann beachtet man auch die maximal zulässigen Leitungslängen (Spannungsfall...)
     
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  21. #19 Rudolf Rakete, 5. Januar 2014
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    Ähhh Ludolf, das hatte Julius auch erwähnt. Siehe Punkt 5 seiner ausführlichen Antwort.
     
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