Erdungsband im Neubau verloren

Diskutiere Erdungsband im Neubau verloren im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, als die Stromleitungen angeschlossen werden sollten, ist aufgefallen, dass das Erdungsband weg war. Keiner weiß, wo es geblieben ist....

  1. BernieV

    BernieV

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    Hallo,
    als die Stromleitungen angeschlossen werden sollten, ist aufgefallen, dass das Erdungsband weg war. Keiner weiß, wo es geblieben ist. Estrich wurde wieder aufgestemmt, aber da wo es einmal gewesen sein soll, ist nichts mehr. Jetzt wird nach Alternativlösungen gesucht (Bauträger meint Bohrung in Kellerboden (WU-Beton!) und Stab einführen). Mir schwant böses. Bin für Hinweise und Vorschläge sehr dankbar.
     
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  3. Bauwahn

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    Elektrisch gesehen ist der Staberder die richtige Lösung. Wie man den ordentlich abdichtet ist eine andere Sache.

    Thomas

    PS: WU-Beton allein sagt gar nichts aus.
     
  4. BernieV

    BernieV

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    Danke für die Antwort. Ich kann mich aber nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass der Kellerboden aufgestemmt wird. Kann der Erdungsspieß nicht auch im Vorgarten versenkt werden und dann seitlich ins Haus geführt werden? Wie groß sollte so ein Erdungsspieß sein und wie tief müsste er eingeführt werden, damit auch die Funktion als Blitzableiter gegeben ist. Vielen Dank für Hinweise.
     
  5. fuchsi

    fuchsi

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    Hm. Hast Du keine Anschlussfahnen für einen eventuellen Blitzschutz an jedem Hauseck vorsehen lassen ?

    Natürlich kann der Staberder auch im Garten gesetzt werden (Den Bauträger, der die Anschlussfahne für meinen Potentialausgleich vergisst, würde ich den Kellerboden nicht aufmachen lassen).

    Für Blitzschutzanlagen ist ein einziger Staberder wohl nicht geeignet (mind Ableitungen an jedem Hauseck)
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Vorsicht ! Blitzschutz und Potenzialausgleich sind zweierlei Paar Stiefel.

    Ich würde mir auch genau überlegen, warum die schöne WU Bopla aufgestemmt werden soll.
    Augenscheinlich "dicht" muß noch lange nicht bedeuten, daß die Stelle wirklich dicht ist.

    Gruß
    Ralf
     
  7. Jonny

    Jonny

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    Verloren???

    Abgesehen davon das sowas nicht 'verloren' gehen darf, wäre das wiederfinden die beste Lösung.

    Alles andere, wie Staberder oder Ringerder oder ..... , ist abhängig von der Netzform und der Verwendung des Erders (Blitzschutz, Antennenerdung, ..???)

    Upps, lese gerade Blitzableiter!
    Da schaut's böse aus mit Staberder, eher Tiefenerder an jeder Ableitung.
    Muss aber geplant werden -> Blitzschutzbauer!

    Was sagt der Elektriker?

    Grüsse
    Jonny
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Ich denke es geht nicht um den Blitzschutz, sondern um den Potenzialausgleich. Da werden wieder ein paar Begriffe durcheinander gewürfelt.

    Gruß
    Ralf
     
  9. Bauwahn

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    Vielleicht war es auch nie da...
     
  10. Julius

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    Wenn nicht schon das Haus draufstünde, wäre ich für ne neue Bodenplatte...

    Im Ernst:
    Welche Netzform? Welchen Erdungswiderstand darf der Erder höchstens haben? Wie sind bei Euch die Bodenverhältnisse?
     
  11. BuergerX

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    Also für mich liest sich das so das die eiskalt den Fundamenterder vergessen haben ich würde vom Bauträger ein Messprotokol vom Fundamenterder verlangen und auch würde ich wissen wollen von welchem zugelassenem Fachbetrieb die Erdungsanlage gebaut wurde . Eine zeichnung vom Fundamenterder solltest du dir auch geben lassen.........
     
  12. elo22

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    In der Regel machen das die Maurer, die wissen nicht was ein Messgerät ist :)

    Lutz
     
  13. BuergerX

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    die kennen nur dieses Messgerät
     
  14. Bauwahn

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    Na, vielleicht haben sie das auch mit dem Fundamenterder gemacht
     
  15. BernieV

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    Hallo,
    unser Bauträger will die nachträgliche Erdung jetzt so ausführen. Sie haben das Erdungsband in den Boden gelegt, wollen dann eine Schleife durch die Bodenplatte der Garage ziehen und durch einen Stab seitlich ins Haus führen. Reicht das? Besteht nicht auch die Gefahr, dass das Erdungsband im Erdreich durch die Feuchtigkeit etc. mit der Zeit nicht mehr leitet? Danke für Eure Hilfe.
     
  16. Bauwahn

    Bauwahn

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    Eher weniger.
    Aber wegrostet (dann leitet es natürlich auch nicht mehr)
    Es muss ein Band sein, das für Verlegung im Erdreich zugelassen ist.
    z.B. Edelstahl.

    Ich bin mir nicht ganz sicher, ich glaube es es gibt auch stärker verzinkten Bandstahl, der auch im Erdreich verlegt werden darf. Müsstest Du mal bei OBO Bettermann oder so suchen.
     
  17. Julius

    Julius

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    Das hängt von der Bodenbeschaffenheit ab.

    Aber ein Erder, der teils im Erdreich und teils in der BoPla (Garage) liegt, ist großer Müll!
    Der wird ziemlich schnell wegkorrodiert sein...
     
  18. BuergerX

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    Ich hoffe dein Bauträger weiss auch das der Fundamenterder gewisse elektrische Werte bringen muss???
     
  19. Jonny

    Jonny

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    Nur welche?

    Das ist leider nirgends festgelegt, gefordert ist nur ein Fundamenterder (verlegt nach DIN)
    Die 'Nachbesserung' (ich wäre ja für Ringerder) sollte aber dann DIN-Konform sein, also lt. DIN im Erdreich: dauerhaft korrosionsbeständiges Material! (Anmerkung in der DIN: Verzinkter Bandstahl ist nicht dauerhaft korrosionsbeständig)

    Da bleibt nicht mehr viel Materialauswahl.

    Grüsse
    Jonny
     
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  21. Julius

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    Je nach Bodenbeschaffenheit geht auch Kupfer.
    Aber da ist heute ja selbst der Edelstahl schon billiger...
     
  22. #20 Joern Winkler, 7. Juli 2012
    Joern Winkler

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    Tach auch,

    Ein Fundamenterder ist nach DIN 18014 zu verlegen.
    In diesem Fall muss einmal um das Haus mit einem Abstand von 1 m und einer Tiefe von 1 m ein Rundfahrt V4A gelegt werden. Kosten fürs Baggern ca. 30 Euro und V4A 10 Euro der m.
    Der Wiederstandswert des Erders muss unter 1 Ohm liegen. Ein Protokoll mit Fotos ist auszuhändigen. Der Fundamenterder ist ein Teil der Elekroanlage und hat nicht vom Maurer oder dem Gärtner ausgeführt zu werden.

    Gruß Jörn
     
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