Erdwärme bei altem Haus und hohem Energiebedarf

Diskutiere Erdwärme bei altem Haus und hohem Energiebedarf im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Moin Moin, wir interessieren uns für einen Flachdach Bungalow (Bj. 1966) mit nahezu 200qm Wohnfläche. Der Energiebedarf der Vorbesitzer liegt...

  1. Mercy

    Mercy

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    Moin Moin,

    wir interessieren uns für einen Flachdach Bungalow (Bj. 1966) mit nahezu 200qm Wohnfläche. Der Energiebedarf der Vorbesitzer liegt bei jährlich etwa 4.000 Litern Heizöl. Ob ältere Leute (wie die Vorbesitzer) es nun gerne wärmer haben wollte ich bei meiner Betrachtung außen vor lassen und in etwa den Verbrauch zu Grunde legen.

    Insgesamt lässt sich sagen, dass die Wände und vor allem das Dach nicht gut gedämmt sind.

    Wir gedenken die Luftschicht (ca. 4cm) in den Wänden zu verfüllen, so ein Tipp eines Bekannten. Das Dach ist dicht und wurde vor 3 Jahren erst neu gemacht, jedoch nicht gedämmt

    Der Einsatz einer Erdwärmepumpe (nebst Solar-Röhren-Kollektoren für Brauchwasser) käme in Frage. Mein bester Freund hat diese Lösung selbst bei sich in einem ernergieaufwändigen Bauernhaus realisiert und kommt nun mit 50% der Energiekosten hin, Dämmung wurde nicht verbessert - Der Energiebedarf war nahezu identisch. Die Heizung müsste neu in dem Obejkt unserer Begierde, der Kostenvoranschlag liegt vor: 8.000,00 EUR.

    Umweltbewusst ist sicherlich etwas anderes, aber Kosten / Nutzen sind gerade in dieser Thematik ein breites und vor allem theoretisches Feld.

    Mit Hilfe des Freundes (Elektroniker) kämen somit nur Materiakosten zustande. Mein Kumpel hat an diesen Arbeiten sehr viel Freude, auch durch den Verbrauch.

    Ist diese Idee trotz des praktischen Beispiels totaler Quatsch?
     
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  3. Julius

    Julius

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    Wofür soll der 8.000.@-KV sein? Für nen neuen Ölkessel oder für die WP?
    An was für eine WP denkt Ihr dabei überhaupt (Tiefenbohrung, Flächenkollektor, Luft etc.)?

    Beim Dach könnte man evtl. ne Dämmung auf die wasserführende Schicht setzen (Umkehrdach). Das dürfte den höchsten Einspareffekt fürs Geld bringen.

    Allgemein:
    Die Kombination von WP mit Solar ist in aller Regel nicht wirtschaftlich.
     
  4. githero

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    Schau mal bei Haustechnikdialog. Da gibt es einen seeeehr langen Thread zu WP im ungedämmten Altbau.
    Hauptproblem wird sein, dass Du recht hohe Vorlauftemperaturen in Deinem Altbau benötigst (Fußbodenheizung vorhanden?) und damit die WP kaum mit einer Vernünftigen COP zu betreiben ist. Du bewegst Dich dann eher im Bereich der Stromheizung.
    Zunächst solltest Du mal die Heizlast nach Dämmung ermitteln lassen und vielleicht das Vorhaben mit einem TGA-Planer durchsprechen.
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Gab´s noch weitere Wärmeerzeuger?
    Wie wird WW erzeugt?
    Was für Heizflächen? Temperaturen?

    Die Heizlast des Gebäudes wird sich wohl in der 13-15kW Klasse bewegen.

    Das bedeutet im Fall einer Sole-WP mehrere Tiefenbohrungen oder viel freie Grundstücksfläche für einen Kollektor. In der 8T€ Preisregion kriegst Du das nicht hin, selbst wenn Dein "Freund" alles selbst machen würde.

    Bei solchen Dingen solltest Du auch an die Gewährleistung denken, das aber nur so nebenbei.

    Hier sollte man zuerst einmal den WW Bedarf ermitteln. Bei 2 Personen die einmal die Woche unter die Dusche stehen, ist das was ganz anderes als bei einer 6 köpfigen Großfamilie die gerne ausgiebig in der großen Wanne badet.

    Grundsätzlich gilt, dass man möglichst den Energiebedarf reduziert, denn das spart auch in Zukunft. Energiepreise steigen, was gerade die WP Besitzer in BW schmerzhaft zu spüren bekamen.

    Für eine WP kommt ergänzend hinzu, dass die Rahmenbedingungen passen müssen, denn sonst wird die Leistungszahl unterirdisch. Das trifft für JEDE WP zu, egal ob Luft, Sole oder DV. Eine Sole-WP die aufgrund schlechter Rahmenbedingungen nur noch eine JAZ um 3 oder 3,5 liefert, kann mit anderen Wärmeerzeugern nicht mehr mithalten, gerade bei hoher Heizlast und somit hohem Jahresverbrauch.

    Also, bevor man an eine WP denkt, zuerst einmal die Hausaufgaben machen.

    Gruß
    Ralf
     
  6. Mercy

    Mercy

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    Moin Moin,

    wir rechnen mit 20T €. Wir sind noch zu zweit, planen aber in den nächsten Jahren eine Verdopplung in zwei Schritten.

    Die Ölheizung hat zugleich das Brauchwasser erwärmt.

    @Julius: Wegen des Umkehrdachs werde ich mich belesen.
     
  7. Mercy

    Mercy

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    Ich muss noch ergänzen:

    Fussbodenheizung soll in den beiden Bädern nachgerüstet werden. Ansonsten sollen Niedertemperatur-Radiatoren verbaut werden, mein Kumpel hat bei sich solche mit Lüftern verwendet.

    Kann ggf. die Glaskugel ein Ca-Ergebnis zu den Kosten von Julius Vorschlag liefern? Das Aufmass der Dachfläche kann ich anhand einer Rechnung liefern: 14x10,5 und 7,1x4,7
     
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