Erfahrung mit Regenrückhaltung

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  1. moser7

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    Mahlzeit Kollegen,

    Wir müssen für unser Efh bzw. für unsere befestigte Flächen eine Regenrückhaltung betreiben.
    Es muss ein Volumen von 15 Kubik vorhanden sein und muss gedrosselt mit 0,18l pro sek. in den Kanal geleitet werden.
    Hat jemand Erfahrung mit geeigneten Systemen?
    Anzumerken ist noch, das Grundwasser bei -0,8m vorhanden ist, also der Auftrieb der Einbauten beachtet werden muss.

    Gruss
    Benjamin
     
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  3. moser7

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    Nix?
     
  4. #3 Achim Kaiser, 24. September 2013
    Achim Kaiser

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    15 m³ sind ganz ordentlich ... wie muss denn das bemessen werden.
    Für ein EFH erscheint der Wert kräftig.

    Bei dem max. Grundwasserstand ist Auftriebssicherung Pflichtprogramm.

    Wie tief liegt denn der Kanal ?

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  5. moser7

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    Die Menge richtet sich nach der befestigten Fläche und ist mit dem Entwässerungsplan für das Gebiet festgelegt worden und auch so im Bebauungsplan
    festgeschrieben. Wenn wir mit dem Häuschen sparsam sind, ist eventuell eine Reduzierung auf 12 Kubik möglich.
    Geplant sind derzeit Füllkörperrigolen (Bierträger) mit einer Retentionsdrossel versehen.
    Das Straßenkanalniveau liegt nur ganz minimal unter der geplanten Einbautiefe der Module.
    In der Straße werden mit dem System ca. 68.000 L Regenwasser "eingefangen".

    Für die Module mit der Drossel gibts derzeit eine Kostenschätzung über ca. 6000 EUR ohne Einbau. Für 15 cbm.

    Ich habe jetzt auch keine Tanks etc. gefunden die so groß sind. Nur bis 9200 Liter.

    Gruß
    Benjamin
     
  6. moser7

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    Hab gerade nochmal nachgesehen, der Kanal in der Straße liegt ca. 2mtr. unterhalb der geplanten fertigen Geländehöhe des Grundstücks.
    Die Einbauhöhe der Module wiederum ca. 80cm unterhalb der geplanten fertigen Geländehöhe. Die Leitungslänge zum Kanal in der Straße beträgt ca. 7mtr.

    Gruß
    Benjamin
     
  7. #6 Achim Kaiser, 24. September 2013
    Achim Kaiser

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    Ähmm .... Versickerung bei Grundwasserspiegel 80 cm unter Gelände ?

    Was denn das für ein ... ich sags mal ganz vorsichtig .... Unterfangen ?

    Grundwasser steht bis 80 cm unter Gelände.
    Ab 80 cm fängt die Rigole an ... also ich speichere bei der Vorgabe ganz genau nix .... egal wie große die Fläche ist.

    Zudem muss bei Versickerung das Wasser über ne Reinigungsstufe geführt werden ...
    Die sollte alleine schon 1 m betragen zur Rückhaltung von Oberflächenschadstoffen.

    Irgendwie geht da was überhaupt nicht zusammen oder ich habs noch nicht richtig verstanden was da getrieben werden soll.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  8. ralf9000

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    Mehrere Tanks untereinander verbunden geht ja. Und wegen dem Aufschwimmen bei dem Grundwasserstand müssten die aus Beton und die Tiefe genau berechnet sein.
     
  9. #8 Achim Kaiser, 24. September 2013
    Achim Kaiser

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    Tip :
    Das Merkblatt ATV-DVWK M 153 enthält Handlungsempfehlungen beim Umgang mit Regenwasser ...
    googeln helps

    Unter Regenwasser*rückhaltung* verstehe ich in dem Fall - bei dem möglichen Grundwasserstand - nen leeren, auftriebsgesicherten Pott mit Abwirtschaftseinrichtung und Notüberlauf .... Rigolen laufen bei dem möglichen Grundwasserstand rückwärts voll und dann wird über die Abwirtschaftung eine unzulässige Grundwasserabsenkung betrieben und es ist kein Rückhaltevolumen vorhanden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das der Sinn und Zweck der Maßnahme ist.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  10. moser7

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    ... es sollen dort die Abläufe der befestigten Flächen angeschlossen werden.
    Das Regenwasser das vom Dach die Rinne runterströmt soll nicht direkt in den Kanal geleitet werden sondern mit max. 0,18l / sek. dort eingeleitet werden.
    Am Ende der Garagenauffahrt wird z.B. auch eine Ablaufrinne installiert, die speist auch in die Rückhaltung.
    Dafür muss es gepuffert werden und mit der Retentionsdrossel kontrolliert in den Kanal geleitet werden.
    Ziel ist es , das das Baugebiet oder eben dessen befestigte Flächen nicht mehr Regenwasser in die Kanalisation abgeben als wenn es garnicht da wäre. :konfusius

    Die Teile werden auch eher in der Fläche verteilt.
    So sieht das dann aus:
    http://download.messe-muenchen.de/media_pub/mediacenter/eprb2/image_upload/bau2013/26183657/1358154368.jpg

    Wobei wir mit einer Lage auskommen müssten.

    Gruß
    Benjamin
     
  11. Achim Kaiser

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    Ich weiss wie ne Rigole aussieht ...
    Dann les mal das Arbeitsblatt ....
    Wieso wird da dann ein *dichter* und kein versickerungsfähiger Belag eingesetzt ?

    Eine direkte Einleitung in eine Rigole ohne Reinigungsstufe ist da *nicht zulässig* !

    Haste mal den genauen Text aus der Baugenehmigung bzw. des Bebauungsplans ?

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  12. Wookie81

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    Was dir alle versuchen zu sagen:

    Eine Rigole ist ein diffusionsoffenes Bauteil (sprich Wasser kann rein und raus). Wenn du jetzt die Rigolen als Rückhaltevolumen verwendest, ist das grundsätzlich mal möglich (rechtlich denke ich spricht da auch nichts dagegen, aber keine Ahnung), es wird sogar ein Teil des Wassers darin versickern. Wenn du dauerhaft auf diese Versickerung Wert legst, solltest du einen Feinfilter vorschalten, sonst reicht ein Grobfilter, damit deine Rigole nicht irgendwann voll Laub ist.

    ABER: Die Rigole kann nur Wasser aufnehmen, wenn du sie über den Grundwasserspiegel einbaust (und imho musst du das rechtlich auch), sonst steht da ja - insb. wenns lange regnet - schon das Grundwasser drinnen.

    Deshalb: Tank oder Tankverbund nehmen, gegen Auftrieb sichern und evt. mit Pumpe / Überlauf in den Kanal entleeren. Es gibt z. B. von Graf oder Rewatec solche Tanks. Ich glaube Rewatec hat so große Tanks, bei beiden sind die Teile aber aus Kunststoff und keine Ahnung ob man die überhaupt gegen Auftrieb sichern kann? Erfahrungen hab ich mit keiner der Firmen ...

    Gruß
    Wk
     
  13. #12 hadeka, 24. September 2013
    Zuletzt bearbeitet: 24. September 2013
    hadeka

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    Wahrscheinlich ist nicht Rigole gemeint, sondern einfach Behälter, Tank oder Puffer. Jedenfalls muss sowohl der Kanal, wo das Wasser langsam hin soll, als auch
    dieser Behälter wasserdicht sein, da sonst das Grundwasser mit dort rein läuft. Wurde vielleicht nur der falsche Begriff verwendet?

    Edit: seh grad, das hat schon wer erkannt

    Gruß
    Roland
     
  14. Achim Kaiser

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    Nein, siehe das gepostetes Bild

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  15. moser7

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    So, es gibt zwei Verwendungsvarianten für die Kästen. Einmal mit Vlies ummantelt, da kann natürlich Oberflächenwasser auch gefiltert rein. Und einmal als Rigole mit Folie dichtgemacht.
    In meinem Angebot sind Filter und Schlamm/Sandfalle mit drin, das ganze muss man sauberhalten.
    Im Bebauungsplan steht folgendes:

    Regenrückhaltung_Bbplan.jpg

    Generell müssen diese Dinger natürlich oberhalb des GW-Spiegels eingebaut werden, klar. Bei Vlies laufen die sonst voll und bei Folie poppt der Garten hoch. :wow

    Hier die Einbauanleitung für das angebotene System:

    http://www.rehau.com/linkableblob/DE_de/21176/data/RAUSIKKO_Box_Einbauanleitung-data.pdf

    zum Vorfluter hin kommt dann noch eine Drossel die auch zugänglich sein muss mit der dementsprechend eingestellten Durchflussmenge.

    Alles klar? :shades

    War das früher doch alles einfach...

    Gruß
    Benjamin
     
  16. moser7

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    Der Flächenbedarf wird hier sichtbar. Die Dinger werden in der Fläche verteilt:

    Spartenplan_09_13.jpg

    Wegen den Mindestabständen rechne ich gerade.

    Die eigentliche Frage war aber ob es Alternativen gibt.
    Da der GW-Stand so hoch ist aber nicht, sehe ich das richtig?

    Gruß
    Benjamin
     
  17. Achim Kaiser

    Achim Kaiser

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    Aus deiner Anleitung :

    Das sind lauter ähm .... suboptimale .... Voraussetzungen.

    Alles andere wird aber sicherlich deutlich teurer.
    Gekoppelte Betonbehälter lassen sich aufschwemmsicher verankern ...
    aber das ist dann ne ganz andere Größenordnung und die Höhe wird vom Kanal begrenzt.

    Gruß
    Achim Kaiser

    P.S:
    Auch bei Rehau heisst es Rigolen- oder Speichersystem.
    Rigole assoziiert Versickerung ... deswegen das Missverständnis.
     
  18. moser7

    moser7

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    So,
    ja, es ist sehr knapp mit dem System.
    GW steht auf 602 m.
    Beim verschweissten System muss kein Mindestabstand eingehalten werden. Da der GW-Stand zu einer Zeit gemessen wurde als viele Niederschläge und Schneeschmelze
    vorgeherrscht haben lassen wir dann nochmal 50cm Abstand dazu. Das sollte reichen.
    Sind 602,5m
    Die Dinger sind mit Folie 67cm hoch. Somit 603,17cm
    Im Gartenbereich bis 7,5 to. befahrbar reicht 50cm Überdeckung.
    Sind 603,67.
    OKFFB wird auf 604,20 kommen. Reicht also knapp.

    Ich habe gerade erfahren, es wird ein geschlossenes System in Dichtung eingeschweißt und wird auch so am Stück geliefert werden können in der Größe.
    Dazu muss es einen nachgelagerten Schacht geben mit so einer Drossel:

    http://www.3ptechnik.com/index.php?article_id=96&clang=0&model=4000320

    Die wird jährlich durch die Kanzlerin inspiziert, damit auch ja alles passt. :shades

    Gruß
    Benjamin
     
  19. Achim Kaiser

    Achim Kaiser

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    Da hats doch noch etwas Spielraum ...
    Was hat der Geländeverlauf mit OK FFB zu tun ?
    Das geplante Gelände kann einiges tiefer liegen ...

    Gruß
    Achim Kaiser
     
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  21. moser7

    moser7

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    Ja, ist noch etwas Luft.
    Ich wollte eigentlich nur mir selbst vorrechnen das es mit dem System klappen müsste.
    Anders siehts aus wenn wg. breiterem Haus die Dinger z.B. Vor die Garage müssten, für 40 Tonner müsste die Überdeckung mehr sein, da würds nicht klappen.
    Oder Sicherungsposten während der Bauarbeiten aufstellen! :motz

    Gruß
    Benjamin
     
  22. Manfred Abt

    Manfred Abt

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    Hallo Benjamin,

    auch wenn dir hier Gegenwind entgegenschlägt, du bist nicht auf dem falschen Weg.

    Gockel mal nach GeoProtect

    und 6.000 Euro würde ich für eine Drossel nicht ausgeben.
    dann lieber ein paar hundert Euro für jemanden, der mir eine einfache, wartungsfreie Rohrdrossel berechnet und die der Behörde verkauft.
     
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