Erfahrungen mit Wärmepumpe

Diskutiere Erfahrungen mit Wärmepumpe im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Guten Morgen zusammen, meine Heizung ist kaputt gegangen, jetzt stehe ich vor der Entscheidung ob ich eine neue Gastherme kaufe oder eine...

  1. dalle1984

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    Guten Morgen zusammen,

    meine Heizung ist kaputt gegangen, jetzt stehe ich vor der Entscheidung ob ich eine neue Gastherme kaufe oder
    eine Wärmepumpe, welche die Wärme aus der Luft zieht.
    Da die Gaspreise ständig steigen, würde ich schon gerne unabhängiger von den Stadtwerken werden
    die neue Gastherme läge bei ca. 5000 Euro, die Wärmepumpe bei 10000
    Gibt es Erfahrungswerte ob und wie schnell sich so eine Wärmepumpe rechnet?
    Oder sollte man evtl. lieber ganz die Finger davon lassen, aus welchen Gründen auch immer?
    MFG
     
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  3. saarplaner

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    Au mann, die nächste Frage, die so nicht zu beantworten ist.

    Auch hier fehlen sämtliche (SÄMTLICHE) Angaben um da auch nur den Hauch eines Hinweises geben zu können.

    Wenn es ein ungedämmter Altbau ist ohne Fußbodenheizung, hat sich dein Thema hier aber erledigt, ohne das man da weiter drüber nachdenken muss.
     
  4. #3 Achim Kaiser, 30. Oktober 2013
    Achim Kaiser

    Achim Kaiser

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    LWP nur dann wenn die Betriebsbedingungen passen ... heisst VL-Temperaturen möglichst deutlich unter 45° C.

    Braucht die Anlage höhere Temperaturen, kann man das zwar technisch hinkriegen aber der Stromverbrauch bzw. die damit verbundenen Kosten werden dir nicht gefallen und dem Mehrpreis kannste mit dem Fernglas nachschauen, wie er immer weiter entschwindet .... Return of Invest ... St. Nimmerleinstag solange das Verhältnis der Kosten Gas/Strom in der heutigen Größenordnung verbleibt.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  5. roro

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    Vorab ein paar Fragen

    Welche Heizlast?
    Welche VL-Temperaturen?

    Eine LWP rechnet sich selten (das sage ich obwohl ich selbst eine habe und sehr zufrieden bin), und ist bei falscher Planung oft sehr teuer im Betrieb. Bei einem nachträglichen Einbau in ein bestehendes Haus muss man noch vorsichtiger sein.

    Du kannst selbst rechnen
    1 kWh Gas kostet bei uns 6,91 ct
    1 kWh WP-Strom kostet bei uns 18,20 ct

    18,20/6,91= 2,63 diese JAZ muss die WP erreichen, damit sie vom Betrieb kostengleich zu Gas ist. Das kann oft ein Problem sein.
     
  6. dalle1984

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    es handelt sich um einen ehr mäßig gedämmten Altbau, keine Fußbodenheizung ca. 96 qm.
    uns wurde gesagt, dass wir mit einer 12 KW Gastherme auskommen.
    Fenster kommen bald auch neue rein, leider bekomme ich im Bezug auf die Fenster hier keine brauchbaren Antworten
    da ich nicht aus dem Bereich "Bau" komme bin ich leider i. d. R. an die Infos der Installateure gebunden und dort erzählt einem jeder etwas anderes.
     
  7. ultra79

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    Aber die Strompreise steigen doch auch....
     
  8. saarplaner

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    Also mußt du dir eigenen Sachverstand einkaufen, ganz einfach.
     
  9. #8 Schnabelkerf, 30. Oktober 2013
    Schnabelkerf

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    Die Bedingungen sind für eine (Luft)Wärmepumpe mehr als ungünstig also nimm wieder eine Gasheizung.
     
  10. dalle1984

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    ich suche hier eine unabhängige Meinung von Leuten die sich nicht an mir bereichern wollen
    der eine sagt, dass die Wärmepumpe für mich genau das richtige wäre, andere wiederum sagen, ich soll die Finger davon lassen.
    Da wir hier nicht über 50 Euro sprechen, sondern über größere Investitionen bin ich froh für jede unabhängige Hilfe!
    Hätte ich täglich mit solchen dingen zu tun, würde ich diese Fragen hier nicht stellen
     
  11. saarplaner

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    wenn du jemanden unabhängigen haben möchtest, der dich berät, möchte derjenige aber auch was verdienen. Nämlich an seiner Beratung.

    Beratung kostet nämlich Zeit und damit Geld.

    Ein Teil meiner Arbeit besteht auch aus Beratung. Ich habe zwar ein großes Herz, aber Essen muss auch auf den Tisch.

    Nimm dir einen fähigen Energieberater, der kann dich auch noch bezgl. evtl. Förderungen und Krediten beraten.
     
  12. flo79

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    Bei den Bedingungen würde ich wieder eine Gastherme nehmen. Das kleinste Modell des jeweiligen Herstellers dürfte genügen. Dazu noch hydraulischen Abgleich mit machen lassen. Kannst ja mal schreiben was dir für Modell angeboten wurde.

    Gas kannst du genauso wie Strom auch von einem anderen Anbieter beziehen als von deinen Stadtwerken. (wenn es sich rechnet)
     
  13. dalle1984

    dalle1984

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    ok, vielen Dank für die Antwort
    hatte gehofft, dass die Rahmenbedingungen die ich hier angegeben habe ausreichen um eine Tendenz zu bekommen, was sich für mich lohnt und was nicht...
    Trotzdem vielen Dank für die schnellen Antworten
     
  14. ultra79

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    Damit ist alles gesagt - es gibt ein klares "never" - nimm die 5000 EUR Differenz und dämm irgendwas am Haus - die LWP wird sich bei dir nie rechnen...
     
  15. Corinna72

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    An sich bin ich ein Fan von Wärempumpen, aber bei Deinen Rahmenbedingungen (mäßig gedämmtes Haus, keine FBH, Heizlast ca. 12kW und das bei gerade mal 96qm WoFl) dürften die Heizkosten mit LWP sogar höher sein, als mit Gas. Das Problem sind die hohen Vorlauftemeperaturem, die nötig sind, um eine mäßig gedämmtes Haus mit Radiatoren warm zu bekommen. Da kann schon mal 60°C VL Temp an kalten Wintertagen nötig sein und dann sinkt die Arbeitszahl der WP ganz deutlich und das Teil wird ineffizient.
    Mit einer modernen Gasheizung (am besten eine Gas Brennwerttherme) sparst Du sicher auch schon deutlich Verbrauchskosten ein. Bei guter Planung und Installation sollte die Ersparnis mindestens 20% betragen, manchmal sogar 30%.
    Ich habe das selber einmal miterlebt. Da saß ich im Verwaltungsbeirat einer WEG und die Gasheizung war in die JAhre gekommen (20 Jahre alt). Auch da: überall Radiatoren, keine Außendämmung. Wir haben dann mit der Hausverwaltung und einem renommierten Heizungsbauunternehmen zusammen die neue Heizungsanlage geplant (Gas Brennwert), einen hydraulischen Abgleich durchgeführt und anschließend in akribischer Detailarbeit die Einstellungen optimiert. Der Verbrauch ist seitdem sage und schreibe 33% niedriger als zuvor und das über Jahre (war also kein einmaliger Ausreißer).
     
  16. ultra79

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    Hast du - lohnt nicht.
     
  17. flo79

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    Also so ziemlich alle Antworten gehen in Richtung Gastherme, Optimierung der Anlage und der thermischen Hülle. Ich würde da schon eine deutliche Tendenz sehen:shades
     
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  19. roro

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    Und wenn Du von Gas weg willst, dann in Richtung Pellet. Aber dazu wirst Du baulich (Pelletlager, ..) etwas machen müssen.
     
  20. R.B.

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    Die Antworten hast Du bekommen. Bei den genannten Rahmenbedingungen wird sich eine LWP nicht rechnen können. Wenn Du jetzt noch genauer wissen möchtest, wie sie sich nicht rechnet, dann musst Du mehr Details liefern.

    Ein Anhaltspunkt wäre schon einmal die Heizlast. Die kann man behelfsweise aus dem bisherigen Jahresverbrauch abschätzen.
    Dann müsste man wissen, auf welche Temperaturen hin Deine Heizkörper dimensioniert wurden. Vermutlich müsste man hier mit 55/45 rechnen, evtl. könnte man durch verschiedene Maßnahmen diese Temperatur noch etwas senken, aber das wäre wie wenn Du einen Knochenbruch mit einem Pflaster heilen möchtest.

    Dein Wunsch nach Energiekosteneinsparung ist verständlich, man muss aber die Fakten betrachten. Was kostet bei Dir das Gas? Was zahlst Du für den WP-Strom? Bei den genannten Bedingungen wird die LWP eine JAZ unter 3 liefern, da bin ich mir sicher. Du erzielst damit bei den aktuellen Energiepreisen keinen Vorteil, hast aber höhere Investitionskosten. Amortisation? Irgendwann einmal, vielleicht in 100 Jahren, wenn die Maschine bis dahin noch funktioniert.

    Eine weitere Alternative wäre ein Pelletkessel. Hier müsste man dann darüber nachdenken, wo die Pellets gelagert werden könnten. Pellets kosten aktuell um die 270,- €/to und damit bist Du günstiger als Gas oder WP-Strom. Ein Pelletkessel erfordert aber mehr Aufmerksamkeit vom Betreiber (regelmäßige Reinigung).

    Fazit: Wenn´s günstig werden soll, dann bleibe bei Gas. Möchtest Du den Energieträger wechseln, dann denke über Pellets nach. Soll es eine WP werden, dann zuerst mal die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen, und dann überlegen, ob man nicht sinnvollerweise eine Sole-WP oder DV einsetzt.

    Gruß
    Ralf
     
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