Ersatz alter Leitungen wegen Knackgeräuschen

Diskutiere Ersatz alter Leitungen wegen Knackgeräuschen im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Fachleute, seit längerer Zeit nerven uns Knackgeräusche in unserer Heizung. Einige Fakten: Baujahr des Hauses 1965 Erwerb 1998...

  1. helmutw

    helmutw

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    Hallo Fachleute,

    seit längerer Zeit nerven uns Knackgeräusche in unserer Heizung.

    Einige Fakten:

    • Baujahr des Hauses 1965
    • Erwerb 1998
    • Einbau neuer Gasheizkessel 1999 incl. Umwälzpumpe, bis dato vermutlich Schwerkraft-Prinzip.
    • Ursprünglich im KG (2 Räume) und EG alte schwere Guß-Heizkörper,
    • [​IMG]
    • dicke Eisen-Zuleitungsrohre (außen ca. 34 mm)
    • 1999 Ersatz der 2 HK im KG und 1 HK im EG durch neuartige Lamellen-HK.
    • Die alten Guß-HK besitzen nur teilweise Entlüftung, war nach damaliger Auskunft des Fachmanns nicht nötig.
    • Die Vor-und Rücklaufleitungen zu den alten HK verlaufen alle mit geringem Gefälle von der Wand Richtung HK, hängt angeblich mit dem früheren Schwerkraft-Prinzip zusammen .
    • Auf dem Dachboden befand sich bis 1999 ein Ausdehnungsgefäß, dies wurde entfernt, stattdessen befindet sich die beiliegende Konstruktion dort.
    • [​IMG]
    • Das DG ist nicht beheizt, daran wird sich auch nichts ändern.
    • Die Zuleitungen vom KG zum EG und von dort zum DG sind alle im Mauerwerk verlegt
    • Die Knackgeräusche im EG :mauer kommen eindeutig aus Richtung der Konstruktion im DG
    Wir erwägen den Ersatz der alten HK durch neue Lamellen-HK, auf jeden Fall aber eine neue Rohrverlegung vom KG (Kessel) zu den HK im EG, schon allein um die aus einem evtl. auftretenden Leck resultierenden Wasserschäden im Mauerwerk zu minimieren.

    Einige Fragen:

    • Welchen Sinn und Zweck erfüllt die Konstruktion auf dem Dachboden?
    • Führen von ALLEN HK im EG Leitungen dorthin?
    • [​IMG]
    • oder nur von einem HK (dem höchst gelegenen)?
    • [​IMG]
    • Ist es nötig, nach Austausch der HK im EG überhaupt noch Rohre in das DG zu führen, d. h. ist die Konstruktion dort überhaupt noch nötig?:think
    • [​IMG]
    • Hat jemand eine gute nachvollziehbare Beschreibung zum Thema, speziell zum Thema Entlüftung im Zusammenhang mit der Konstruktion im DG, auch eine Buchempfehlung wäre nicht schlecht

    Für jeden Rat dankbar ist :deal

    Helmut Weil
     
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  3. Julius

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    Das war schlicht ein offenes System (die gabs mit Schwerkraftbetrieb, aber auch mit Pumpe).
    Jetzt sieht es mir nach einem Überströmventil aus (die beiden verbundenen Leitungen dürften schlicht der Strang des Hauptvorlaufs und des Hauptrücklaufs sein. Oft hat man dafür die oberen Enden aller Steigstränge wieder zusammengefaßt.
    Außerdem ein automatischer Entlüfter.
    Insgesamt eine ME SEHR sinnreiche Konstruktion (wenn man mal von der fehlenden Wärmedämmung des Abschnitts im DG absieht).

    Dein Vorhaben dürfte an den Geräuschen kaum was ändern. Ich halte es so für unsinnig. Hoher Aufwand und geringer Nutzen.
    Wenn, müßte man das komplette Leitungsnetz ersetzen. Extrem aufwendig und vermutlich überflüssig.

    Der Kern des Problems dürften Temperaturspannungen sein, möglicherweise aufgrund von Absenkbetrieb.
    Wie ist es denn, wenn mit konstanter Vorlauftemperatur gefahren wird?

    Ansonsten den betroffenen (Steig-)Strang abschnittweise freilegen und die Zwangspunkte beseitigen.
     
  4. OldBo

    OldBo

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    Moin Helmut,

    wenn die Knackgerüsche wirklich von den beiden Leitungen kommen, dann drehe die Verbindung (Rücklaufverschraubung) der Leitungen zu. Die Verbindung wird nicht gebraucht, denn das sind die alten Sicherheitsvor- und Rücklaufleitungen. Der Überlauf wurde ja schon als Leerrohr für ein Kabel benutzt. Der Be- und Entlüfter ist hoffentlich zugedreht, damit da keine Luft reinzieht. Dann packe eine ordentliche Dämmung auf die Stelle und gut ist es. :shades

    Gruß

    Bruno
     
  5. OldBo

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    PS: Die alten Heizkörper würde ich drinlassen und nur die Heizkurve so weit wie möglich runter regeln.
     
  6. helmutw

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    Danke Bruno,

    das Zudrehen hat aber leider nichts gebracht.
    Zu Deinem 2. Post:
    Ich habe mal die Kennlinie geändert (von 75 grd C Werkseinstellung auf 70 grd C) und werde weiter experimentieren

    Gruß

    Helmut
     
  7. helmutw

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    Hallo Julius

    danke für die Erklärung

    Das Problem tritt aber auch tagsüber auf, meist wenn der Kessel ein- und abschaltet
    Da bin ich echt überfragt, weil ich nicht weiß, wie man das erreichen kann bzw. ob es nicht durch den Mischer ohnehin erreicht wird.
    Da werde ich mich dann mal dranmachen.

    Gruß

    Helmut
     
  8. R.B.

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    Dann kühlt das Wasser im Heizrohr zu sehr ab. Beim Einschalten des Kessels kommt es dann wieder zu einem Aufheizen, Ausdehnen, und schon knackt es.

    Das Wasser mit konstanter Temperatur 24/7 durch das System pumpen wäre jedoch ineffizient.

    Also am besten die Stelle suchen wo sich das Rohr ausdehtn bzw. eingespannt ist und sich durch knacken entspannt. Das ist aber leider die Methode die mit dem meisten "Schmutz" verbunden ist.

    Gruß
    Ralf
     
  9. OldBo

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    Ich hasse Werbungen, die ich nicht genehmigt habe
    Moin Ralf,

    Dein Ratschlag setzt aber einen Mischer voraus. Wenn die Rohre warm und kalt werden, dann ist da kein Mischer drin. Aber ohne Anlagendetails können wir nicht weiterhelfen.

    Gruß

    Bruno
     
  10. R.B.

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    Welcher Ratschlag? Den, die Wand aufzukloppen? :biggthumpup:

    Gruß
    Ralf
     
  11. OldBo

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    Ich hasse Werbungen, die ich nicht genehmigt habe
    Moin Ralf,

    sorry, da hatte ich etwas anderes im Kopf :mauer

    Gruß

    Bruno
     
  12. R.B.

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    Warst schon bei der nächsten Frage die da kommen könnte. :biggthumpup:

    Gruß
    Ralf
     
  13. joegeh

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    Ich hoffe wir müssen nicht operieren:p
     
  14. OldBo

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    Ich hasse Werbungen, die ich nicht genehmigt habe
    Ja, macht euch ruhig lustig. Es ist besser zu schweigen und als Idiot verdächtigt zu werden, als zu reden und dadurch alle Zweifel zu beseitigen :)

    Gruß

    Bruno
     
  15. joegeh

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    da hab ich nix mehr zu verlieren.... ist der Ruf erst ruiniert :smoke


    Gruß Josef
     
  16. helmutw

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    Hallo,

    obwohl ich die senkrechten Rohre vom Heizkessel zum DG freigelegt und dort auch einige "Knackpunkte" beseitigt habe, ist das Geräusch in der Decke immer noch vorhanden. Beim Freilegen bin ich auf ein ca. 15 mm waagrechtes dickes Eisenrohr gestoßen, welches vom Warmwasser-Rohr zum Überströmventil abzeigt und dann durch die Decke Richtung Außenwand verläuft. Das Röhrchen wird beim Feuern des Kessels (logischerweise) so warm wie das Vorlaufrohr. An seinem anderen Ende (Bild links) scheint das Röhrchen mit der Vorlaufleitung zu den HK verbunden zu sein.

    Folgende Fragen
    1. Diente das Röhrchen früher beim Schwerkraftbetrieb zur Verbindung der HK mit dem Ausdehnungsgefäß im DG.
    2. Wenn ja, hat es dann heute bei geschlossenem System überhaupt noch eine Existenzberechnung
    3. Könnte man es dann blind legen, d. h. an den mit X1 und X" oder X3 gekennzeichneten Stellen abschneiden? Mir wäre die Variante X2 sympathischer, denn dann entfielen die Stemmarbeiten bei X3
    4. Hat jemand eine Idee, wie man an der Außenwand das Röhrchen von innen orten kann? Ich denke da an einen Art Metall-Detektor (Kabelsuchgerät dürfte in dieser Tiefe zu stark streuen) oder evtl. Infrarot-Ortung beim Feuern des Kessels
     
  17. helmutw

    helmutw

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    Hallo,
    da war vorhin was schief gegangen, ich werde den Beitrag wieder löschen,

    Neuer Beitrag
    obwohl ich die senkrechten Rohre vom Heizkessel zum DG freigelegt und dort auch einige "Knackpunkte" beseitigt habe, ist das Geräusch in der Decke immer noch vorhanden. Beim Freilegen bin ich auf ein ca. 15 mm waagrechtes dickes Eisenrohr gestoßen, welches vom Warmwasser-Rohr zum Überströmventil abzeigt und dann durch die Decke Richtung Außenwand verläuft. Das Röhrchen wird beim Feuern des Kessels (logischerweise) so warm wie das Vorlaufrohr. An seinem anderen Ende (Bild links) scheint das Röhrchen mit der Vorlaufleitung zu den HK verbunden zu sein.

    [​IMG]
    Folgende Fragen
    • Diente das Röhrchen früher beim Schwerkraftbetrieb zur Verbindung der HK mit dem Ausdehnungsgefäß im DG?

    • Wenn ja, hat es dann heute bei geschlossenem System überhaupt noch eine Existenzberechnung

    • Könnte man es dann blind legen, d. h. an den mit X1 und X" oder X3 gekennzeichneten Stellen abschneiden? Mir wäre die Variante X2 sympathischer, denn dann entfielen die Stemmarbeiten bei X3

    • Hat jemand eine Idee, wie man an der Außenwand das Röhrchen von innen orten kann? Ich denke da an einen Art Metall-Detektor (Kabelsuchgerät dürfte in dieser Tiefe zu stark streuen) oder evtl. Infrarot-Ortung beim Feuern des Kessels

    Schon mal Danke

    Helmut Weil
     
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  19. Schmitt

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    mfG. Schmitt
    Hallo Helmut,

    Diente das Röhrchen früher beim Schwerkraftbetrieb zur Verbindung der HK mit dem Ausdehnungsgefäß im DG?

    Ja.

    Diese Verbindung war die Entlüftung der senkrechten Vorlaufleitung des Steigestranges einer Schwerkraftheizung.

    Wenn ja, hat es dann heute bei geschlossenem System überhaupt noch eine Existenzberechnung.

    Nein.

    Kann ohne Probleme vom Rohrnetz abgetrennt werden.

    Könnte man es dann blind legen, d. h. an den mit X1 und X" oder X3 gekennzeichneten Stellen abschneiden? Mir wäre die Variante X2 sympathischer, denn dann entfielen die Stemmarbeiten bei X3

    Ja.

    Zwischen X2 und X1 abtrennen und ohne Entlüftung die Rohrenden verschließen.

    Damit entfällt auch der nächste Punkt Röhrchen aufsuchen.

    Empfehlung:

    Im DG Vor und Rücklauf voneinander trennen und auch hier ohne Entlüftung verschließen. Da sich beim befüllen der Anlage im oberen Bereich des Steigestranges ein Luftpolster bildet und nicht entweichen kann ist ein einfrieren des Strangendes ausgeschlossen.

    mfG. Schmitt
     
  20. helmutw

    helmutw

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    Das ist doch was :bounce:

    Danke

    Helmut Weil
     
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