Erschütterungen im Haus

Diskutiere Erschütterungen im Haus im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo, ich habe ein Haus Bj. 81 mit 6 Wohnungen umgebaut - Neuer Anhydritestrich, neue Wände in den Wohnungen 11,5 cm Ziegel, die Zwischenwand...

  1. #1 susanna34, 30. Oktober 2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 31. Oktober 2014
    susanna34

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    Hallo,
    ich habe ein Haus Bj. 81 mit 6 Wohnungen umgebaut - Neuer Anhydritestrich, neue Wände in den Wohnungen 11,5 cm Ziegel, die Zwischenwand zwischen den Wohnungen 2x 17,5 cm inkl. Dämmung, neue Fenster mit 3-fach Verglasung. Alles mit dem Statiker berechnet - 250 kg pro m² auf den Betondecken. Dach, Außenwände und Keller ist von 1981.

    In einer Wohnung kommt es zu Erschütterungsgeräuschen.
    Heute waren es ca. 30 x Erschütterungsgeräusche welche 15 Sekunden dauerten. Es hört sich an, als ob jemand im darüber liegenden Stockwerk einen Sandsack mit 25 kg - 30 x hintereinander auf den Boden wirft.

    Dieses Geräusch ist am massivsten im 1. OG links. Im EG hat das Kindermädchen kein Erschütterungsgeräusch wahrgenommen, aber ein Geräusch, welches sie zuerst der Spülmaschine zuordnete. Im 2. OG DG hört man diese Erschütterung nicht mehr.

    Ich weiß nicht weiter, es kommt mir persönlich vor wie eine Gasverpuffung. Der Installateur hat die n e u e Heizungsanlage überprüft, er konnte nichts feststellen. Firmenname entfernt Gas-Brennwert mit Solaranlage. Mit dem Statiker habe ich auch nochmals gesprochen, dieser hat mich auf Risse angesprochen, falls statisch gesehen irgendwas nicht Ordnung wäre, nichts zu sehen. Wer hat hier einen fachmännischen Rat.
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Kann man irgendwelche Zusammenhänge zwischen den Erschütterungen und anderen Tätigkeiten im Haus feststellen?
    Hat es in den Wohnungen Heizkörper oder FBH?

    und ganz wichtig: Hört man nur die Geräusche, oder spürt man auch die Erschütterungen.

    Aus der Ferne kann man nur raten. Denkbar wäre beispielsweise, dass die Leitungen zu Heizkörpern irgendwo fest eingeputzt sind, und sich beim Heizen ausdehnen, oder die Heizkörper selbst sind verspannt eingebaut. Dann kann der Temperaturwechsel des Heizwassers dazu führen, dass es zu Schlägen kommt die man durch´s Haus hört. Ein typisches Beispiel wäre nach der Nachtabsenkung. Da sind Heizkörper und Rohre relativ kalt, und sobald die Therme am frühen Morgen mit dem Heizen beginnt und heißes Wasser durch die Rohre fließt, gibt es solche Schläge. Ist die Anlage dann richtig auf Temperatur, dann passiert nichts mehr......bis sich wieder ein Temperaturwechsel einstellt, beispielsweise weil ein Thermostat den Heizkörper sperrt, oder die Therme den Heizvorgang unterbricht.

    Eine weitere Möglichkeit wären Wasserschläge beim Zapfen von Trinkwasser. Das passiert gerne mit diesen einfachen Einhebelmischern. Also mal schauen ob man die Geräusche reproduzieren kann. Im Haus die Einhebelmischer schnell auf, kurz warten, schnell wieder zu. Das nacheinander bei jeder Zapfstelle ausprobieren.

    Gasverpuffung/Fehlzündungen der Gastherme würde man zwar hören, das führt aber kaum zu Erschütterungen. Deswegen meine obige Frage, ob man Erschütterungen auch spürt. Eine falsch eingstellte Gastherme kann schon Geräusche von sich geben. Das lässt sich aber leicht überprüfen, man muss die Therme einfach mal über längere Zeit beobachten, insbesondere den Startvorgang.

    Ob am Gebäude selbst durch den Umbau Probleme entstanden sind, das muss der Statiker beantworten. Risse wären schon mal ein Anzeichen, dass hier etwas nicht in Ordnung ist. Da es keine Risse gibt, fällt es schwer hier weiter zu suchen.

    Wurde beim Umbau mit Holz gearbeitet? (Bsp.: Träger o.ä. aus Holz) Wenn dieses beim Einbau nicht richtig getrocknet war, kann es beim Nachtrocknen auch zu Geräuschen kommen.

    Wenn man ganz wild spekulieren möchte, könnten auch Fenster falsch eingebaut sein (Kunststoff, Holz, Alu?), aber das stünde wirklich ganz ganz weit unten auf meiner Liste.
     
  4. susanna34

    susanna34

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    Also das Geräusch ist wie ein Stoß. Eine andere Tätigkeit kann im Haus nicht festgestellt werden, manchmal sind nur in 2 Wohnungen Personen vorhanden. Ich wohne neben an, bei mir ist das Geräusch nicht massiv, es hört sich an, als ob im DG jemand was Schweres fallen lässt. Einmal hat sich es angehört, als ob ein stumpfer Gegenstand an die Kommunwand geschlagen wird.
    Es gibt nur Heizkörper keine FBH.

    Der Elektriker war in der Wohnung und das Geräusch kam - er ist so erschrocken, er dachte hinter ihm ist der Tisch umgefallen.
    Es gibt nun Risse, aber waagerecht unterhalb der abgehängten Decke, der Statiker war schon vor Ort und meint dies sei normal bei einem Umbau.

    Es wurden Stahlträger teilweise über den Fenstern eingebaut, aber nicht aus Holz. Der Dachstuhl ist von 1981 und aus Holz - hier wurde die Decke abgehängt und gedämmt.

    Die Fenster sind auch Holz in Dreifachverglasung, der Fensterbauer baut ausschließlich Fenster seit Jahrzehnten ein.

    Das Geräusch war einmal sehr massiv mit 30 Stößen in 15 Sekunden, dass die neuen Eigentümer Angst bekommen hatten.
    Es tritt tagsüber auf und Nachts 2 Uhr oder 4 Uhr. Teilweise sind die Intervalle zwischen 10-14 Tagen. Ob eine Heizungsleitung solche Stöße verursachen kann.

    Heute habe ich meiner Firma telefoniert, welche Erschütterungen messen kann. Er tippt auf Druckstöße in den Leitungen, laut dem Sanitärplaner verursachen diese nicht solche massiven Geräusche und wenn ja, müsste das Rohr geplatzt sein.
     
  5. baufix 39

    baufix 39

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    Die Ursache dieser Geräusche kommen offensichtlich nach den Beschreibungen
    aus der Konstruktion der Decke im OG in Verbindung mit dem Dachstuhl.
    Wie R.B. schon erwähnt hat sollte man dort mal nachsehen welche Materialien verbaut wurden.

    Um das zu erkunden muss ein Teil der Deckenverkleidung abgebaut werden.
    Die Vermutungen von R.B. das irgendeine Holzkonstruktion nicht richtig verbaut wurde
    kommt den "Geräuschen" schon recht nahe.
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Na ja, das stimmt nicht ganz. Solche Wasserschläge können schon ganz heftig sein, und auch sehr laut, aber die damit verbundenen Erschütterungen halten sich in Grenzen. Das lässt sich aber überprüfen, wie ich oben schon geschrieben habe.

    Bei einer Gastherme könnte man das zeitliche Verhalten mit den Reglereinstellungen vergleichen (Bsp.: 04:00 Uhr wacht die Kiste aus der Absenkung auf o.ä.). Ist die Therme an der Kommunwand befestigt, dann könnte diese die Schläge auch übertragen.

    Der Dachstuhl von 1981 sollte keine Geräusche mehr von sich geben, aber für eine neu eingezogene Decke würde ich meine Hand nicht in´s Feuer legen. Auch wenn gem. Statiker die waagerechten Risse nicht kritisch sind, könnten sie doch ein Anzeichen dafür sein, dass sich da oben etwas "bewegt".
     
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