Erster Post und einige Fragen

Diskutiere Erster Post und einige Fragen im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo, das ist mein erster Post hier und ich habe auch gleich einige Fragen. Zuerst vorweg: Ich weiß nicht ob der Post hier an der richtigen...

  1. marzipan

    marzipan

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    Hallo,

    das ist mein erster Post hier und ich habe auch gleich einige Fragen. Zuerst vorweg: Ich weiß nicht ob der Post hier an der richtigen Stelle steht. Wenn nicht bitte verschieben, habe aber kein passenden Unterforum gefunden (so etwas wie "Ich hab da mal ne Frage"-Unteforum sollte jedes Forum haben). Oh und eine Rubrik in der sich neu registrierte Benutzer vorstellen macht sich oft auch recht gut.

    Irgendwann kommt man ja mal in das Alter an dem man darüber nachdenkt doch vielleicht mal nicht mehr zu Miete wohnen zu wollen...

    An diesem Punkt befinde ich mich gerade! Allerdings soll es nicht sofort losgehen. Habe durchaus noch 1-2 Jahre zeit (mindestens). Finde es allerdings nicht verkehrt sich schon weit vorab zu informieren um so viel wie möglich richtig zu machen. Was ich zu diesem Zeitpunkt brauche sind allgemeine Ratschläge und Tipps von Menschen die schon einige Schritte weiter sind als ich. Ich habe auch schon ein wenig hier im Forum hier gelesen und finde den Umgangston sowie die geschriebenen Informationen sehr hilfreich und nett.

    Meine Situation:
    Junger Papa, anfang 30, nicht verheiratet, seit 2 Jahren mit dem Studium fertig. Sparen konnte ich noch nichts, da im Moment noch Bafög, Bildungskredit, Auto abbezahlt werden. Sollte in max. 2 Jahren abgeschlossen sein.
    Freundin studiert noch - wird aber ab nächsten Jahr auch arbeiten, so dass vorraussichtlich ab nächstem Jahr 1,5 - 2 Akademikergehälter zur Verfügung stehen.

    Auch steht aufgrund der baldigen Jobsuche von meiner Freundin und wahrscheinlich auch für mich ein Immobilienerwerb kommt daher wohl frühestens in 2 Jahren in Frage.

    Bauen oder Kaufen:
    Im Augenblick bin ich also noch eher so am Idee Sammeln, bzw. Wissen aufbauen. Auch die Frage bauen oder kaufen beschäftigt mich schon eine ganze Weile. Bauen ist wohl ziemlich stressig. Bei Kaufen gibt es wohl auch "die Katze im Sack" oder ein "Monatgshaus".
    Was bei meinen Überlegungen gegen Bauen spricht ist einfach unsere Situation. Ich kann mir noch nicht vorstellen für eine ziemlich lange Zeit (bsp. 20 Jahre) immer an einem Ort zu wohnen. Daher tendiere ich eigentlich eher zum Kaufen. Es wäre wohl zu Schade 1 Jahr lang zu bauen und nach 5 Jahren aus dem Eigenheim wieder auszuziehen.

    Wie es aber beispielsweise mit den Krediten aus?
    Ich kaufe ein Haus mit Laufzeit 15 oder 30 Jahre oder was auch immer. Und möchte vorher aus dem Haus ausziehen. Kann ich es dann trotzdem verkaufen?
    Oder kann das Haus dann vermietet werden und mit den Mieteinnahmen ein weitere Haus gekauft werden wenn wir umziehen sollten?
    Ist so etwas ratsam? Bringt ja schließlich auch einige Risiken mit sich. Mieter zahlt nicht etc.

    Und wie sieht es mit Häusern aus, die mit Förderungen (beispielsweise KFW) gebaut oder gekauft wurden. Muss man die Förderung zurückzahlen wenn man weiterverkauft?

    Ich denke mal weitere Fragen ergeben sich im Laufe der Zeit und/oder aus euren Antworten!

    Mit dem Thema Baufinanzierung habe ich mich bislang eher am Rande befasst. Also ich weiss wie in etwa so etwas abläuft etc. Aber wenn ihr noch Webseiten oder gute Bücher zum Thema empfehlen könnt...
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Wenn ich Deinen Beitrag so lese, dann frage ich mich, ob ein Immobilienerwerb oder ein Hausbau jetzt bereits in Deine Lebensplanung passt. ICH würde sagen, NEIN.

    An Deiner Stelle würde ich in der jetzigen Situation andere Prioritäten setzen. Wie Du schon zu Recht bemerkt hast, geht es zuerst einmal darum die Verbindlichkeiten abzubauen.
    Dann würde ich den Aufbau von Eigenkapital in Angriff nehmen.

    In ein paar Jahren, wenn Eure berufliche und familiäre Zukunft soweit "geplant" ist, würde ich mir Gedanken über eine eigene Immobilie machen. Wie die Situation am Immobilienmarkt bis dahin aussieht, kann niemand vorhersagen. Daher ist es auch unmöglich heute schon zu sagen, "Bau ein eigenes Haus" oder "Kaufe eine Immobilie".

    Ja. Ist eine Frage der Vertragsgestaltung ob hier zusätzliche Kosten auf Euch zukommen.

    Auch das ist möglich. Einige Risiken, wie Mietausfall, hast Du selbst schon erkannt. Man sollte auch bedenken, daß ein Immobilienverkauf auch einen Verlust bescheren kann.

    Es wäre auch schade wenn man ein Haus kauft und nach einigen Jahren wieder ausziehen soll (muss).

    Fazit:
    Ich würde mir an Deiner Stelle im Moment noch keine Gedanken über Details machen. Das kommt später. Jetzt gilt es zuerst eine Basis zu schaffen. Dann fällt später Vieles leichter.

    Gruß
    Ralf
     
  4. #3 Westfalenland, 8. September 2008
    Westfalenland

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    und wenn ihr tatsächlich bauen oder kaufen wollt: NICHT bausparen, obwohl die meisten Sparkassenberater euch dahin lotsen wollen. Die Vorteile von früher: hauptsächlich der niedrige Darlehenszinssatz sind heute nicht mehr gegeben. Jeder bekommt heute gute Konditionen - insbesondere ohne vorher jahrelang zu einem niedrigen Guthabenszinssatz in sein Bausparen eingezahlt zu haben...
     
  5. marzipan

    marzipan

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    Danke für eure Antworten.

    Das mit der Lebensplanung ist ein guter Einwand. Es gibt eigentlich auch nur ein Szenario in dem ich möglichst bald kaufen/bauen wollen würde. Und zwar dann wenn wir beide in unserer jetzigen Stadt Leipzig einen Job finden. Dann würden wir wohl noch definitiv einige Jahre hierbleiben und es könnte sich lohnen.

    Bei einem Orts und Berufswechseln muss man natürlich erst einmal abwarten ob die neue Umgebung gefällt, die Jobs längerfristig sicher sind und natürlich auch Spass machen. Im Falle eines Umzuges wird es wohl vermutlich noch etwas länger dauern.

    Zum Thema Bausparvertrag:
    An einen Bausparvertrag hatte ich sowieso nicht gedacht. Sehe gerade einige Personen im Bekanntenkreis, die sich sehr darüber ärgern, dass der Bausparer nicht zum gewünschten Termin frei wird. Dann muss das freiwerdene Geld erst teuer "zwischenfinanziert" werden. Das bringt Ärger, Schlechte Laune und es macht auch nicht jede Bank mit.

    Werde aber trotzdem soweit erst einmal "am Ball bleiben" weil mich das Thema interessiert und es ist ja auch kein verlorenes Wissen, wenn es mir später einmal nützen wird.

    So wie ich es sehe geht es hier im Forum hauptsächlich um Häuser. Sind auch einige dabei, die Eigentumswohnungen finanzieren oder finanziert haben?

    Mein Steuerberater meine mal dass sich die Vermietung einer Wohnung besser macht als selbst in einer eigenen Wohnung zu sitzen. Wobei ich den Gedanken etwas komisch finde eine Immobilie zu kaufen und zu vermieten und selbst zur Miete zu wohnen!
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Auch das mag´s geben, aber in Deiner aktuellen Lebenssituation dürften Steuersparmodelle wohl die geringste Priorität haben.

    Das mit dem BSV würde ich gerne einschränken. Es gibt Konstellationen wo ein BSV passt, aber diese sind sehr selten. In den meisten Fällen gibt es bessere Lösungen.

    Information ist alles. :28:

    Eine Eigentumswohnung ist bei uns im ländlichen Bereich eher exotisch. In Heidelberg, Frankfurt oder Stuttgart mag dies anders aussehen. Da ist es oftmals die einzige Möglichkeit zu noch finanzierbaren Kosten an "Wohneigentum" zu gelangen.

    Bei einer Immobilie immer auch an den worst case, sprich Veräusserung denken. Erfahrungsgemäß ist es oft unmöglich eine teure Wohnung (oder Haus) zu verkaufen. Der Interessentenkreis wird mit steigendem Preis immer kleiner. Da kann es von Vorteil sein, wenn man eine finanzierbare Eigentumswohnung besitzt anstatt einer Millionen-Villa.

    Gruß
    Ralf
     
  7. eileen

    eileen

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    *fingerheb* Haben wir, vor 5 Jahren. Momentan fangen wir mit dem Hausbau an, die Wohnung soll dann verkauft werden (geht das schief, haben wir die Mietvariante durchgerechnet, wird gehen, wenn auch bei Weitem nicht so komfortabel wie im Falle des Verkaufs). Die Kredite dürfen gekündigt werden, eine Vorfälligkeitsentschädigung wird sich (falls überhaupt, das sehen wir dann nächsten Sommer) in einem ziemlich kleinen Rahmen bewegen.
    Wichtig bei einer Wohnung ist a) vorhandene Nachfrage (wenn richtigsum zig Objekte angeboten werden, wirds schwierig, sie später loszuwerden); b) gute Lage - Öffis, Einkaufsmöglichkeiten, Grün drumrum c) nicht zu große und nicht zu kleine Wohnfläche, im ersten Fall wird sie schnell zu teuer, wenn der Preis der Wohnung schon mit Häusern konkurriert, wollen die Leute doch eher ein Häuschen, im zweiten Fall ist die Nachfrage zu gernig; d) gute Wärmedämmung und insgesamt niedrige Nebenkosten; e) gute Eigentümergemeinschaft und dann natürlich f) Ausstattung.

    Ans Steuernsparen würde ich in deiner Situation im Moment weniger denken, eher ans Vermögen aufbauen.

    Viele Grüße
    eileen
     
  8. #7 derengelfrank, 8. September 2008
    derengelfrank

    derengelfrank

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    Ja, so habe ich "angefangen". Als dann Nachwuchs kam, haben wir ein Haus gefunden, das sonst keiner wollte :)
    Eileen hat schon einige Punkte angesprochen; Am besten ist eine kleinere Wohnungseigentümergemeinschaft (weniger Probleme bei Entscheidungsfindungen).
    Außerdem sollte man sich die Bücher ansehen (Jahresabrechnungen, Versammlungsprotokolle, Rückstellungen etc).
    Allerdings ist zu Beachten, daß sich das Ganze beim Verkauf auch lohnen sollte (in M meist problemlos; Ich habe durch den Verkauf meiner alten Eigentumswohnung soviel rausgeschlagen, daß ich für 5 Jahre praktisch umsonst gewohnt habe)

    Euch sollten nach Abzug aller Wohnkosten ca. 1200 EUR netto verbleiben, den Rest kannst Du für eine Finanzierung in Betracht ziehen.
    In Leipzig finde ich im Bereich bis 150TEUR auf Anhieb ca. 40 Angebote bis BJ 2007 (Einfamilien/Doppelhäuser).
    Bei Vollfinanzierung liegst Du dann je nach Tilgung im Bereich von ca. 800-1000 EUR bei 15 Jahre Zinsbindung;
     
  9. pauline10

    pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Hallo,

    auch Steuerberater reden gelegentlich Stuß. Oder er hatte den Kunden im Blick und dachte an steuerlich gewagte Konstruktionen, die nur er noch durchblicken kann und sich damit unentberlich macht.

    Ansonsten gibt es dazu wohl gute Literatur. Finanztest und die FAZ am Freitag oder Samstag mit den Beiträgen von Volker Loomann.

    Das kann man hier nicht alles in einem Forum besprechen. Insbesondere nicht die Probleme der Trennung.

    Gruß
    pauline
     
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  11. marzipan

    marzipan

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    @Pauline:
    Ich werde mich einfach nochmal mit meinen Steuerberater unterhalten und nochmal nachfragen wie das gemeint war. aber habe schon öfters sprüche gehört in richtung "Der clevere Investor wohnt selbst zur Miete".

    Finanztest kann ich bei meinen Eltern lesen, soweit ich mich erinnere war aber das Thema Bau und Immobilie immer nur ein Teilbereich!

    Artikel auf faz.net kann man leider nur gegen Geld einsehen. Schade eigentlich :(

    @derengelfrank:
    Ja in Leipzig gibt es definitiv preislich attraktiven Wohnraum! Die Frage ist ob ich noch länger hier weile, wird sich jedoch in den nächsten 6 Monaten herausstellen:)
    Und ich glaube für eine "Zwischenlösung" als erstmal mit einer eigenen Wohnung anzufangen würde ich keine 150K investieren. Ist hier wohl auch gar nicht nötig.

    Mal sehen wie es weitergeht. Weitere allgemeine Tipps, auch gerne Buch oder Internetempfehlungen sind weiter willkommen!
     
  12. pauline10

    pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!

    Hallo,

    also ich vermute das war ein cleverer Verkäufer, der einen dummen Investor suchte.

    Die eigenen Miete ist steuerlich Privatvergnügen. Ob es noch Abschreibungen und ähnliche Hilfen für die eigen Wohnung gibt??? Mieteinahmen sind in jedem Fall zu versteuern.
    Wohne ich in der eigene Hütte habe ich wenig Kontakt mit dem FA.

    Wohne ich zur Miete und habe eine Wohnung vermietet, zahle ich Steuern plus Miete!!! kann aber die gezahlte Miete wohl nicht beim FA gegen die Mietaeinahmen aufrechnen.

    Und ich zahle vermutlich noch den Steuerberater. Für wen ist das wohl ein Geschäft???

    Die FAZ gibt es am Kiosk oder als Abo. Sie ist aber ein echter Zeitfresser, so viel nützliches steht da drinn.

    Gruß

    pauline
     
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