Erstes Vorfühlen beim GU - Fragen zum "eigenen" Architekten.

Diskutiere Erstes Vorfühlen beim GU - Fragen zum "eigenen" Architekten. im Bauen mit Architekten Forum im Bereich Architektur; Moin, nachdem in uns mittlerweile die Überzeugung gewachsen ist, unser Bauvorhaben nächstes Jahr mit einem Architekten zu verwirklichen, sind...

  1. #1 Doubtfire, 05.05.2015
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    Moin,

    nachdem in uns mittlerweile die Überzeugung gewachsen ist, unser Bauvorhaben nächstes Jahr mit einem Architekten zu verwirklichen, sind wir jetzt dabei die verschiedenen Möglichkeiten zur Kooperation auszuloten. Dafür besuchen meine Frau und ich heute Abend einen Dübelholzhersteller in Oberstadion, der zumindest in unserer Region über ein ausgezeichnetes Renommee verfügt. Wir werden uns allgemein einen Vortrag über die verwendete Haustechnik und Zukunft des Unternehmens anhören, Finanzierungsmöglichkeiten und aktuelle Förderprogramme erläutert kriegen, die Werkshalle in der das Dübelholz produziert wird besichtigen und wohl auch eines der - gerade im Bau befindlichen - Passivhäuser anschauen. Im Anschluss ist dann wohl das obligatorische "Meet & Greet" beim Feierabendbier /-sekt angesagt.

    Dafür hätte ich gerne von Euch erfahren, welche Fragen denn aus eurer Sicht wichtig sind.

    Was ist für euch als Architekt (und mich als Bauherr) von Bedeutung um eine Zusammenarbeit mit dem Unternehmen in Erwägung zu ziehen? Vielleicht Einschränkungen bei den Leistungsphasen, die der GU aus der Hand geben würde, wenn wir einen eigenen Archi beauftragen, ein möglicher Preisnachlass, da schließlich Aufgaben und Leistungen wegfallen oder ob es das Produkt auch ohne den Hersteller gibt, sprich ob man den Archi auch für die LP 1 - 9 beauftragen kann und er für uns das Material bei ihm einkauft.

    Mache ich mich mit solchen Fragen zum Affen, weil der GU natürlich Interesse daran hat sein Wunschlos-Glücklich-Paket anzubieten oder ist mein Interesse an den Antworten legitim?
     
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  3. #2 Doubtfire, 05.05.2015
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    Und zurück.
    War eine nette Veranstaltung, mit rund 60 Leuten aber fürchterlich überlaufen. Die Werksbesichtigung fanden wir auch interessant, aber viel bei rum gekommen ist nicht. Es wurden in erster Linie die Vorzüge des Produktes erläutert ohne jedoch allzu sehr ins Detail zu gehen, was zugegeben bei dem Pulk an Menschen auch schwierig gewesen wäre.

    Wie ich aber raus bekommen habe, wird nicht nur das schlüsselfertige Massivholzhaus verkauft sondern auch das reine Holzprodukt. Ich konnte mir die Zusammensetzung der Wand abfotografieren.

    Von innen nach außen:
    - Gipsbauplatte 12,5mm
    - Dübelholzwand 100 mm
    - OSB-Platte 12mm
    - Dämmung 200mm (Cellulose)
    - Putzträgerplatte Weichfaser 50mm
    - Putz 8mm

    Was ist davon zu halten?
     
  4. mls

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    die osb finde ich in diesem kontext "clever" - ich hatte
    schon sparbrötchen, die darauf verzichten wollten.
    die konstruktion unter der hwf wird nicht genannt, die
    hwf ist mit 50mm eher dünner als üblich - mag je nach
    unterkonstruktion funktionieren.
    installationsebene fehlt - muss man mögen.
    für das gesamttragwerk inkl. aller anschlüsse würde
    mich die stat. berechnung interessieren, aber oft
    sind tapeten wichtiger ;)
     
  5. #4 Doubtfire, 06.05.2015
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    Um bei der Gelegenheit mal kurz etwas anderes zu fragen. Inwieweit muss ein am Bauvorhaben beteiligter TWP eigentlich verfügbar sein? Ich rede jetzt vom Anfahrtsweg zur Baustelle, oder genügt es dem TWP einen "guten Draht" zum Architekten zu haben, damit Einzelheiten zum Bauvorhaben telefonisch besprochen werden oder geht so etwas im Optimalfall nur bei Tee und Keksen?
     
  6. mls

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    wenn du tee durch kaffee ersetzen könntest? :D

    ich hab grad e. baustelle mit einem weit überdurchschnittlich
    guten rohbauer - trotzdem muss ich verhältnismässig oft
    auf die baustelle kommen - ist halt sehr objektspezifisch und
    das war vorher klar.

    in dem topic "hölzerner forenbau" kam das thema "entfernung"
    auch auf - anscheinend hat´s aber geklappt. jeder beteiligte
    war fähig, telefon und email zu nutzen. zumal unter planern
    ist das weitestgehend normal.

    im holzbau ist mein planungsgrundsatz, dass die konstruktion
    mitsamt dach und notabdichtung in 5 tagen stehen soll (was
    dann schon mal zu 5 tagen "urlaub" im bergischen land oder
    auf der alb führt) und das dann alle wesentlichen punkte des
    bauwerks zugänglich sein müssen.
    das ist so aus verschiedenen gründen nicht mehrheitsfähig,
    aber deswegen muss ich nicht dem diktat der masse folgen ;)
     
  7. #6 Doubtfire, 06.05.2015
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    Ich frage bloß deswegen, weil Ostbayern und Ulm ja doch ein kleines Stückchen auseinander liegen um mal ebenso so ins Auto zu springen. Aber schön, wenn die Entfernung erst einmal kein Ausschlusskriterium ist. :)
     
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