Estrich Trocknen - wie weiter?

Diskutiere Estrich Trocknen - wie weiter? im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich weiß daß dieses Thema schon des öfteren behandelt wurde, aber im Moment komme ich trotz Suche im Forum nicht weiter: In unserem...

  1. #1 Sascha41, 29. Mai 2008
    Sascha41

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    Hallo,
    ich weiß daß dieses Thema schon des öfteren behandelt wurde, aber im Moment komme ich trotz Suche im Forum nicht weiter:

    In unserem Haus wurde vor Ostern der Zementestrich eingebracht (20.03.2008), das Heizprogramm wurde am 29.4.2008 gestartet. Wir haben im EG Fußbodenheizung, im Obergeschoß Radiatoren.

    Der Fußboden soll mit Linoleum belegt werden, geforderte Restfeuchte < 1,8 .

    Nach 14 Tagen (nach dem Funtkionsheizen) wurde eine erste CM-Messung durch den Bodenleger gemacht, das Ergebnis 2,1 im EG, d.h. zu feucht.

    Eine weitere Woche heizen und Stoßlüften, dann wieder CM-Messung, Ergebnis 2,1 (sowohl im EG, mit Fußbodenheizung und im OG, ohne FBH), d.h. keine Veränderung, immer noch zu feucht.

    Also habe ich mir 2 Hygrometer besorgt, eines draußen, eines drinnen, außerdem 2 Bautrockner (jeweils für EG & OG), und die Heizung auf volle Leistung. Die Bautrockner laufen seit einer Woche, gelüftet habe ich jeweils wenn die Luftfeuchtigkeit draußen geringer war als drinnen, also jeweils in der 2 Tageshälfte. Die Luftfeuchtigkeit drinnen ist von anfänglich 65% auf 40% runtergegangen (mit nicht geeichten Hygrometern).

    Heute (nach einer weiteren Woche) wieder eine CM-Messung durch den Bodenleger: Ergebnis 2,2 (gleicher Wert im EG und OG).

    Wir werden von einer anderen Firma eine CM-Messung vornehmen lassen, aber wenn diese das Ergebnis bestätigt, bin ich ratlos.

    Wie kann effektiv die Restfeuchte im Boden weiter gesenkt werden, so daß der Fussbodenbelag verlegt werden kann? Langsam läuft uns die Zeit davon, und den Belag bei zu hoher Restfeuchte aufzubringen, davon halte ich nichts...

    Außerdem sit lt. Aussage der Architekt / Tischler die Luftfeuchtigkeit drinnen mittlerweile eher zu niedrig, d.h. schlecht für Holzfenster und Trockenbau.

    Der Bodenleger sagt, nur Lüften hilft, das Heizen und Bautrockner sind sinnlos. Von keinem kommen konstruktive Ratschläge, außer lüften und abwarten (aber da hat sich ja in den vergangenen Wochen nichts getan...)

    Vielen Dank und verzweifelte Grüße! Sascha
     
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  3. Uwe!

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    Also das Bautrockner nichts bringen halte ich für Unfug! Wenn es ein ordentlicher ist, zieht der ne Menge Wasser aus der Luft. Und je trockener die Luft, um so mehr Feuchtigkeit kann der Estrich abgeben.

    Zum Lüften: Bei dem momentanen Wetter problematisch! Und bitte nicht blind die relative Feuchte vergleichen! Draußen 50% drinnen 60% => Lüften
    Kann völlig in die Hose gehen! Du musst die Temperatur innen und außen berücksichtigen und für beides die absolute Feuchte berechnen. Nur wenn die außen niedriger ist als innen, macht Lüften Sinn, sonst holst Du Dir zusätzliche Feuchtigkeit ins Haus!

    Trotzdem ist es komisch, das die Feuchte im Estrich sich so gar nciht nach unten bewegt. Ist sichergesetllt, das keinerlei zusätzliche Feuchtigkeit ins Haus kommt? Fenster/Dach alles dicht? Heizung/Wasser/Abwasser alles dicht?
     
  4. #3 herrmann, 29. Mai 2008
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    Eine Frage obenauf, Restfeuchte von 2,2 heißt, in eurem Fußboden ist ein Feuchtegehalt von 2,2%, also 2,2 % eures Bodens ist Wasser?

    Was soll passieren wenn Du denn Boden drauflegst? Aufquellen wird er bestimmt nicht.

    Ich würde starten mit dem verlegen.
     
  5. #4 Sascha41, 29. Mai 2008
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    Hallo,

    lt. Aussage der Experten (Bodenleger / Architekt) sollte man bei Linoleum das nicht machen, weil sich dann Blasen bilden würden.

    Viele Grüße, Sascha
     
  6. ilis

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    Nach eingehender betriebswirtschaftlicher Analyse der Problematik reden die beiden allerdings Blödsinn und haben wahrscheinlich nur keinen Bock, bei dem schönen Wetter in deiner Hütte rumzuhängen. Also mal ordentlich A*schtritte verteilen, damit das faule Gesindel endlich mal die Muskeln spielen läßt. Notfalls holst du dir noch zusätzlichen Sachverstand in Form eines Baumarkt-Lagerfacharbeiters an Bord. Der wird denen schon zeigen wo der Hammer hängt!
     
  7. Robby

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    Na hoffentlich wird der "Ironiemodus" verstanden!
     
  8. #7 Sascha41, 29. Mai 2008
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    :cry
     
  9. #8 Sascha41, 29. Mai 2008
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    Bezüglich rel. und abs. Feuchte: ich hab hier ein Mollier-Diagramm dabei, damit hab ich dann entsprechend umgerechnet.

    Dicht sein sollte auch alles im Haus, besonders viel Feuchtigkeit haben die Bautrockner auch nicht rausgeholt (pro Tag ca. 4 Liter je Trockner), waren von BOELS ausgeliehen, war am einfachsten für mich zu organisieren.

    Habt ihr noch andere Ideen / Hinweise?

    Herzliche Grüße, Sascha
     
  10. #9 herrmann, 29. Mai 2008
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    Ne!

    Nur: Lass anfangen!
     
  11. Robby

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    WArum?

    Wenn die Restfeuchte nicht erreicht ist hat der Bodenleger ein Problem und meldet richtigerweise Bedenken an.

    Sollte der AG dies nicht einsehen wollen kann er den AN ja von der Gewärleistung befreien!
     
  12. Sascha41

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    Versteh ich ja alles, bloß wie bekomme ich die Restfeuchte nach unten??? Seit Wochen geht es diese nicht runter...

    Viele Grüße, Sascha
     
  13. Robby

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    mir kommen die 4 Liter des Entfeuchters merkwürdig vor...
     
  14. Uwe!

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    /Beginn Halbwissen/
    irgendwelche Sinterschichten oder ähnliches, die beim CAF das Trocknen verzögern, gibt's bei ZE nicht, oder?

    War die Dämmung vielleicht nciht sauber verklebt und es ist viel Wasser unter die Dämmung gelaufen, von wo es jetzt nur langsam weg trocknet???
    /Halbwissen Ende/
     
  15. Robby

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    Doch es kann sich bei zu nassem Estrich Zementleim an der Oberfläche ablagern. Vor allem bei maschinellem glätten...

    Da soll gar kein Wasser hin ;)
     
  16. Uwe!

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    Lösung wäre abschleifen? Wie zu erkennen?

    Das es da nicht hin soll, ist mir klar, die Frage ist, ob es trotzdem dort ist.
     
  17. Bauwahn

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    Dann hätte er nicht nur ein Trocknungsproblem, sondern auch ein Wärme- und vor allem Schalldämmproblem. Denn dann wäre auch dort nicht nur Wasser sondern auch Zementleim.
     
  18. Sascha41

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    Es wurde nicht maschinell geglättet, und zumindest mit dem bloßen Laien-Auge sieht die Oberfläche für mich normal aus.

    Viele Grüße, Sascha
     
  19. Sascha41

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    Hallo,

    zum aktuellen Stand:
    am Freitag habe ich 2 "kühlschrankgroße" Bautrockner (86 Liter) aufgestellt, und zusätzlich noch diverse Ventilatoren zur Umwälzung der Luft und zum direkten Belüften des Estrich aufgestellt. Die Heizung auf volle Leistung, im Haus sind 38 Grad, zum Glück unterstützen die Solarkollektoren kräftig bei dem schönen Wetter.
    Jetzt kam nochmal ziemlich Feuchtigkeit bei den Bautrockner, so ca. insgesamt 60 Liter in 24 Stunden. Die Luftfeuchtigkeit im Haus war zwischen 30-40% . Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit draußen bei dem schwülen Wetter habe ich Fenster und Türen geschlossen gehalten. Heute ist eine CM-Messung durch eine zweite Firma vorgenommen wurden, im EG liegen wir jetzt bei 1,76 und im OG bei 1,1 - also kann der Boden belegt werden :bounce:. Allerdings kann ich kam glauben, daß die Feuchtigkeit in 4 Tagen im OG von 2,2 auf 1,1 runtergegangen ist. Ich nehme an, daß die Bodenlegerfirma trotzdem nochmal eine CM-Messung vornehmen wird, welche hoffentlich das Ergebnis bestätigt.

    Viele Grüße, Sascha
     
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  21. Jom0815

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    Die Bauphysik und die CM-Messgeräte der Bodenleger sind schon zwei komische, manchmal widersprüchliche Dinge.:)

    Spontan geantwortet: die Messung der 2ten Fa. ist unrichtig, wenn es denn ein CM-Wert ist und tatsächlich der gesamte Estrichquerschnitt erfaßt wurde. Die 1,1 CM% liegen deutlich unter dem Haushaltsfeuchtewert eines ZE.

    Wichtig für optimale Trocknungsvorgänge sind Innenraumtemperaturen (ca. 20°C) und die relative Luftfeuchtigkeit (ca. 60%). Ohne Wärmezufuhr (Elektroheizer -> der bringt kein zusätzliches Wasser ins Spiel) macht der Einsatz eines Lufttrockners nicht viel Sinn, da die von der Luft aufnehmbare Wassermenge von der Lufttemperaturhöhe abhängig ist. Ein Luftaustausch mit außen macht nur Sinn, wenn die dortige Luftfeuchtigkeit und Temperatur niedriger sind.

    Bei den beschriebenen Abläufen könnte es noch ewig dauern bis zum Erreichen der Belagsrestfeuchte.

    Im Extremfall könnte bei zu hoher Wärme- und/oder Oberflächenluftzufuhr der "Diffusionsfaden" (das sind die kleinen Kapillare, durch die das Wasser aus dem Estrich austritt) gerissen sein. Hier hilft nur: alles ausmachen und ein paar Tage stehen lassen.
    Die Wassermenge im Trocknerbehälter sagt im übrigen nichts über den Estrichwasseranteil aus, da die Luft "entfeuchtet" wird und Wasserdampf aus dem gesamten Gebäude nachströmt (diffundiert).

    Also: der "Fachfirma" vertrauen und hoffen, daß nichts passiert. :p
     
  22. Sascha41

    Sascha41

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    Vielen Dank für den Beitrag. Warum Elektroheizer habe ich nicht verstanden, welche Heizung bringt zusätzliches Wasser ins Spiel? Unsere Fussbodenheizung bzw. die Radiatoren doch nicht, hier handelt es sich doch hoffentlich um ein geschlossenes System, oder habe ich da etwas falsch verstanden?

    Viele Grüße, Sascha
     
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