Estrich trotz langer Liegezeit zu feucht für Parkett

Diskutiere Estrich trotz langer Liegezeit zu feucht für Parkett im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Guten Tag liebe Forumsgemeinde und Estrichspezialisten, ich wende mich heute das erste Mal mit einem Problem an euch. Mein Mann und ich haben...

  1. #1 dreiSterne, 18. August 2015
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    Guten Tag liebe Forumsgemeinde und Estrichspezialisten,

    ich wende mich heute das erste Mal mit einem Problem an euch.
    Mein Mann und ich haben im Frühjahr diesen Jahres unser Haus in Holzständerbauweise stellen lassen. Es handelt sich um eine eingeschossige, diffusionsoffene Bauweise ohne KWL und Keller mit 110m² Fläche. Ende April wurde der Zementestrich eingebracht. Dieser durfte sich die ersten Tage ganz unbeeinflusst an das Haus gewöhnen. Ab dem vierten Tag wurde mit der Stoßlüftung begonnen. Nach weiteren vier Wochen haben wir das vom Estrichleger geforderte Heizprotokoll der FB-Heizung fahren lassen. Seit dem liegt der Estrich unbeheizt.
    Nun, 16 Wochen nach dem Abkühlen, stellte der Parkettleger bei seiner CM-Messung 2,5% Restfeuchte fest (Es wurden zwei Messungen von zwei unabhängigen Personen an unterschiedlichen Tagen einer Woche mit jeweils eigenem Messgerät vorgenommen). Resultat für uns, wir haben kein Parkett im Haus, da der Parkettleger verständlicher Weise auf die Herstellervorgaben verweist - die besagen maximale Restfeuchte von 1,8%.

    Nun bin ich auf der Suche nach Antworten auf zwei Fragen:
    1. Was könnte die Ursache für die noch sehr hohe Restfeuchte sein?
    2. Was können wir unternehmen um die Restfeuchte zu senken? Da wir leider einziehen mussten, halten sie die offenen Optionen sicherlich in Grenzen.

    Ich freue mich über jeden Gedanken oder Idee zum Thema.

    Freundlich grüßt Yvonne
     
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  3. Jan81

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    Stichwort sind: Funktionsheizen und Belegreifheizen. such mal hier im Forum, dann findest du alle Informationen.
    Bei dir wurde wahrscheinlich nur Funktionsheizen gemacht.
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 18. August 2015
    Ralf Dühlmeyer

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    Zu 1) Keine aktiven Maßnahmen zur Trocknung vorgenommen. (mechn. Bautrocknung, Heizen, Entfeuchten)
    Zu 2) Mechanische Bautrocknung als Ablufttrocknung veranlassen.
     
  5. sarkas

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    Sehr warmes Sommerwetter wie es die letzte Zeit war ist entgegen der landläufigen Meinung kein besonderer Trocknungsbeschleuniger.
    Im Gegenteil, bei so warmen Wetter kann die Luft sogar außerordentlich viel Feuchtigkeit enthalten, die in einem kühlerem Neubau durchaus kondensieren kann.

    Darum --> siehe Ralf
     
  6. #5 dreiSterne, 18. August 2015
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    Vielen Dank für die schnellen Antworten.

    @ Ralf Ich bin zur Zeit hochschwanger und somit zu Hause. Ich kann mich sicher Dank der aktuellen Witterung tagsüber im Garten aufhalten, nur ab und zu ruft dann doch die Natur und ich muss rein um die Toilette zu benutzen. Dazu kommt, dass wir im Haus schlafen und somit auch wieder Feuchtigkeit in die Luft abgeben.

    Ist eine Ablufttrocknung dann effektiv genug?

    Yvonne
     
  7. R.B.

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    Ursache dürfte klar sein, es wurde anscheinend nur das Funktionsheizen durchgeführt. Das Belegreifheizen steht somit noch aus. Ansonsten müsste man sich die Frage stellen, wieder Estrich wieder so viel Feuchtigkeit aufnehmen konnte.

    Folglich müsste man jetzt das Belegreifheizen nachholen. Nachdem das Haus bereits bewohnt wird, wird das mit Sicherheit kein Spaß. Alternativ kann man versuchen den Estrich ohne FBH zu trocknen. Ohne Unterstützung durch einen Trockner wird das aber eine langwierige Angelegenheit, zumal bei den aktuellen Wetterbedingungen.
    Wieviel Zeit steht für die Trocknung zur Verfügung? Nur mit "Lüften" kann es noch Monate dauern bis die Belegreife erreicht ist.
     
  8. #7 Ralf Dühlmeyer, 18. August 2015
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    Gerade Ablufttrockung ist effektiv. Weil eben wie beim Fensterlüften die feuchte Luft nach draussen geblasen wird.

    Fürs Schlafen kann man die Geräte - bei entsprechender Verlängerung der Trocknungszeit - abschalten.
     
  9. #8 Halbwissender, 18. August 2015
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    Korrekt wie es beschrieben wird (Rückfeuchtung und Trocknung) ABER was untergegangen ist, ist der Hinweis aufs Trockenheizen nach dem Funktionsheizen. Danach sollte auch der Bodenbelag aufgebracht werden. Das Trockenheizen sollte durchgeführt werden bis die Restfeuchte erreicht ist.

    Weitere mögliche Ursachen:

    Zusatzmittel im Estrich?
    Wie wurde gemessen? CM steht da... aber wie (Anzahl der Stellen, Probeentnahmenmenge und Tiefe der Materialprobenentnahme).
     
  10. #9 Ralf Dühlmeyer, 18. August 2015
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    Ob ein Heizen zur Trocknungsunterstützng jetzt noch sinnvoll ist oder reine Energieverschwendung, weil mit elektrischer Zulufterwärmung (die deutlich höhere Temperaturen und damit Feuchteaufnahmen ermöglicht) gearbeitet werden soll/muss, möge der Trocknungsunternehmer entscheiden!
     
  11. #10 Halbwissender, 18. August 2015
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    Ich meinte das bezüglich der weiteren Diskussion :bierchen:
     
  12. R.B.

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    Deswegen die Frage nach der zur Verfügung stehenden Zeit. Der Estrich soll ja durchtrocknen und da könnte man ihm mit der FBH schon etwas auf die Sprünge helfen. Wenn dann noch durch einen Trockner die Feuchtigkeit schnell von der Estrichoberfläche abgenommen wird, könnten die fehlenden Zehntel Prozent schnell erreicht sein.
    Steht ausreichend Zeit zur Verfügung dann kann man es auch etwas gelassender angehen. Bis Weihnachten wird er schon trocken sein. ;)
     
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  14. dreiSterne

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    Die zur Verfügung stehende Zeit ist mein größtes Prolem. In sechs bis sieben Wochen soll der Nachwuchs auf die Welt kommen und ich das Baustellenfeeling los sein.
     
  15. R.B.

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    Die Zeit sollte ausreichen um die letzten paar Zehntel zu trocknen.

    Ansonsten halt dem Nachwuchs sagen, dass er sich noch gedulden muss. Ob er darauf hört........ich weiß nicht so recht. ;)
     
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