Estrich zu dünn eingebaut

Diskutiere Estrich zu dünn eingebaut im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Guten Tag! In der vergangenen Woche hat eine Estrich-Firma den Estrich in der Wohnung im Dach-Ausbau meines Hauses eingebaut. Es handelt sich um...

  1. vossi

    vossi Gast

    Guten Tag!
    In der vergangenen Woche hat eine Estrich-Firma den Estrich in der Wohnung im Dach-Ausbau meines Hauses eingebaut. Es handelt sich um einen Zement-Estrich (ZE20), der auf insg. 65 mm Dämmung (Wärme + Trittschall) sowie Fussbodenheizung verlegt wurde, inkl AKS-Matten als Bewehrung. Zunächst hatten wir von 70 mm Estrich gesprochen, dann wäre noch 1 cm für Aufbau (teils Fliesen, teils Laminat) verblieben. Auf "Empfehlung" des Chefs haben wir uns dann auf 65 mm Estrich geeinigt, um 15 mm für den Aufbau nutzen zu können -- damit die schönen Türen nicht gleich abgeschnitten werden müssen...

    Fakt ist jedoch, dass nun nach dem Einbau nicht 1m + 15 mm an den Meterstrichen gemessen wird, sondern 1m + 30 mm !!! Dies bedeutet meiner Meinung nach, dass ich 50 mm Estrich habe, was bei 16 mm Rohren max. 34 mm Rohrüberdeckung ergibt und nicht -- wie lt DIN erforderlich -- 45 mm. Der Estrichleger hat sich noch nicht dazu geäußert.

    Was muss ich nun befürchten? Sind Schäden vorprogammiert? Kann der Estrich-Leger nachbessern? Wenn ja, wie? Eine zweite Schicht Estrich wird sicherlich reißen, eine Epoxydharz-Schicht wird vermutlich die Wärme der FB-Heizung nicht so gut leiten.

    Ist der vollständige Ausbau und das Neu-Einbringen des Estrichs die einzige Möglichkeit? Was mache ich mit der Rechnung? Wie viel darf man in so einem Fall einbehalten, bis nachgebessert wurde? Danke für jeden Hinweis!
     
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  3. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Sie haben

    mit dem Estrichleger die Stärke des einzubauenden Estrichs vereinbart. Die Einhaltung einer bestimmten Höhe in Bezug auf den Meterriss war offenbar nicht vereinbart.

    Die tatsächlich eingebaute Estrichstärke lässt sich durch Messen nach Bohrprobe leicht ermitteln.
     
  4. vossi

    vossi Gast

    Tatsächlich wurde nicht eine bestimmte Dicke vereinabrt, sondern wir haben immer davon gesprochen, dass eine bestimmte Höhe erreicht werden soll (ausgehend vom Meter-Strich). Da die vorhandene Beton-Decke sehr uneben war, war von vornherein klar, dass sich unterschiedliche Stärken ergeben würden. Es sollte aber gewährleistet sein, adss die 45 mm Rohrüberdeckung auch an der höchsten Stelle (=dünnste Estrich-Schicht) eingehalten werden können.
     
  5. Berni

    Berni

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    Tach vossi,

    Sie haben davon immer "gesprochen", daß eine bestimmte Höhe erreicht werden soll. Was Genaues weis man nicht. :(
    Wer hat dem Estrichleger den Meterstrich vorgegeben?
    Ein Meterstrich muß nicht immer auf einem Meter sein.
    Woher wissen Sie jetzt, daß die Rohrüberdeckung nicht doch 45mm an der schwächsten Stelle beträgt? Auch der Estrichleger hat gewissen Spielraum innerhalb der Toleranzen.
    Warum ist die Rohdecke nicht ausgeglichen worden?
    Stellen Sie zuerst einmal mit dem Estrichleger fest, ob die Rohrüberdeckung von 45mm i.M. eingehalten wurde oder nicht. Fordern Sie ihn hierzu schriftlich auf.
    Eine zügige Klärung dürfte auch im Intresse des Estrichlegers liegen, damit er an sein Geld kommt.

    Sollte der Estrich zu dünn sein und nicht die geforderten Festigkeiten aufweisen, muß er nachbessern. Dieses ist bei fachgerechter Ausführung möglich.
    Die Festigkeiten bei dünnerer Ausführung sind vom Estrichleger nachzuweisen.
    Und ansonsten: warten wirs doch erst mal ab, wie er sich dazu äußert.

    Gruß Berni
     
  6. vossi

    vossi Gast

    Guten Tag! Erst einmal Danke für die Antworten. Folgendes kann ich bezüglich der Anmerkungen noch ergänzen: Der Meterstrich ist von uns vorgegeben worden, es gibt einen "Master"-Meterstrich, nach dem sich auch alle anderen Handwerker (u.a. die Maurer, der Fenster-Monteur bzgl der Balkon-Türen und der Monteur der Stahlzargen) gerichtet haben. Die Meter-Markierung im Schloss der Zargen stimmt auch lt. Schlauchwaage mit dem Meterstrich überein. Auf diesen Meter-Strich hatte ich den Estrich-Leger hingewiesen.
    Lt. Estrich-Leger wäre die Rohbeton-Decke nicht unebener als andere auch. Er hätte keine Schwierigkeiten damit, ein Ausgleich wäre nicht nötig.
    Ausgehend von der gewünschten Isolierung (65 mm) hatten wir errechnet, dass der Estrich an der höchsten Stelle der Rohdecke mindestens 61 mm stark sein muss, um die 45 mm Rohrüberdeckung zu erhalten. Mit ein wenig Toleranz wurde zunächst halt von 70 mm, dann von 65 mm gesprochen, auf die wir uns auch einigten. Aber wie gesagt, ihm war ebenso wie mir klar, dass der Estrich an anderen STellen dicker ausfallen würde. Dies hat er in seiner Preiskalkulation auch berücksichtigt.
    Ich habe dem Estrich-Leger zwischenzeitlich schriftlich meine Bedenken mitgeteilt.
    Auf welche Art und Weise kann die Stärke der Rohrüberdeckung festgestellt werden? Gibt es Messverfahren, die den Estrich "intakt" lassen? ;-) In jedem Fall werde ich nun erstmal abwarten, was er meint.

    Vielen Dank!
    -= vossi =-
     
  7. vossi

    vossi Gast

    Estrichleger gesteht Fehler ein

    Der Estrichleger hat seinen Fehler bei einer Besichtigung der Baustelle und Messung der Meterstriche eingestanden und sich bereit erklärt, eine zusätzliche Schicht aus Fließmörtel bzw. Niveliermasse in einer Dicke von ca. 15 - 20 mm aufzutragen. Dies soll am Freitag gemacht werden. Wir werden sehen, ob das klappt, wie er sich das vorstellt -- aber ich bin froh, dass er den Fehler zugegeben hat!

    Gruß,
    -= vossi =-
     
  8. vossi

    vossi Gast

    Tja, da waren sie wieder, meine Probleme. Zwar hat der Estrichleger im Januar seinen Fehler zugegeben, auf die Nachbesserung warte ich allerdings bis heute. Trotz Fristsetzung per Einschreiben werden vereinbarte Termine nicht eingehalten, nicht einmal vorher abgesagt. Außerdem habe ich inzwischen erfahren, dass die Estrich-Firma bei diversen Händlern Material nur noch gegen Barzahlung erhält. Ich schätze mal, ich habe schlechte Karten...

    Alle Welt sagt, nimm nicht das günstigste Angebot, das kann nix werden. Ich habe nicht das günstigste Angebot sondern eins aus dem "Mittelfeld" gewählt. Reinfallen kann man offensichtlich trotzdem!

    Gruß,
    -= vossi =-
     
  9. #8 Estrichleger, 24. März 2006
    Estrichleger

    Estrichleger Gast

    Schönen guten Tag,
    ich komme selber aus der Estrichlegerzunft und möchte, auch wenn der Fehler hier bereits passiert ist, versuchen zu helfen.
    Es gibt eine einfache Methode, die Estrichdicke schadensfrei zu messen. Dazu nimmt man eine Fugenkelle (ca. 17 cm lang, 15mm breit und 1mm dick) und sticht diese hinter den Randstreifen an der Wand bis auf die Rohdecke runter. Man kann dann leicht die Gesamtdicke messen und muß davon nur noch die (bekannte) Dicke der Dämmschicht abziehen, um die Estrichdicke zu erhalten. Zumnidest an den Rändern lässt sich so die Dicke sicher feststellen. Da die Wände normalerweise über die ganze Fläche "verteilt" sind, kann man auf die Dicke in der Fläche zurück schliessen.
    Man kann so einfach feststellen, ob der Estrich ausreichend dick und somit tragfähig ist. Wenn das gegeben ist, muß man sich fragen, ob die Korrektur der Höhenlage erforderlich ist oder nicht.
    Dazu muß man wissen, daß dicke Spachtelungen sehr teuer sind (wenn man sie bezahlen) muß.
    Es steht wohl außer frage, dass du darauf ein Anrecht hättest, was aber nichts bringt, wenn man sein Recht nicht durch setzen kann.
     
  10. #9 Estrichleger, 24. März 2006
    Estrichleger

    Estrichleger Gast

    Man darf es ja nicht sagen aber wir haben selber schon Estrich verlegt, die eine Dicke von nur 35mm über den Heizleitungen hatten (Fußbodenheizung) und da ist nichts passiert. Das ist auch nicht nur einmal vorgekommen.
    Entscheidend ist, dass die Estrichquaöität stimmt - nur dann kann das funktionieren.
    Wenn der Estrich jetzt schon über 2 Monate schadensfrei liegt (trotz Handwerkerverkehr), wenn sich also z.B. keine Risse gebildet haben, wird das wohl auch weiterhin funktionieren.
    Die meisten Schäden treten während er Bauphase schon auf, vor allem nach dem Anheizen.
    Da zeigt der Estrich, was er abkann und dann ist es auch egal, was in der Norm geschrieben steht.
    Deren Verfasser haben letztlich auch nur aus der Praxis Schlüsse gezogen und haben über lange Zeiträume Beobachtungen gemacht, die man dann als allgemeinverbindlich erkärt hat.
     
  11. Berni

    Berni

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    Tach Estrichleger,

    lehnst Du dich da nicht ein bischen weit aus dem Fenster?

    Fakt ist, der Estrichleger hat zugegeben, daß der Estrich zu dünn eingebaut wurde.
    Zitat vossi:
    Über die Qualität des Estrichs wissen wir nichts. Hier könnte es sich zusätzlich auch um nicht so gute Qualität handeln.
    Es ist auch in keiner Weise erwähnt, daß der Estrichleger durch Zugabe von Zusätzen oder höhere Bindemittelzugabe die Festigkeit gesteigert hat.
    Selbst ein Estrich der Festigkeitsklasse ZE 30 (F5) ist mit 30 mm Stärke über Rohr nicht ausreichend.

    Ein Zementestrich durchschnittlicher Qualität erfüllt die Biegezugfestigkeit von 2,5 N/mm², welche im Wohnungsbau als Verkehrslast als ausreichend gilt.
    Dieser Wert müßte auch bei einer Bestätigungsprüfung erreicht werden. Und dies auch bei einer Estrichstärke von 45mm.

    Die Leute, die die DIN erstellt haben, sind schon praxisbezogen ans Werk gegangen.
    Zitat Estrichleger:
    Die geforderte Estrichstärke von 45mm über Heizrohr ist eine Mindeststärke.
    Größere Nutzlasten oder dickere Dämmschichten erfordern dickere Estriche.

    Baustellenverkehr oder Belastung durch Aufheizen sind in keiner Weise Prüfkriterien für die spätere Gebrauchsfähigkeit des Estrichs.

    Zum anderen ist bekannt, daß Estriche mit Gitterbewährung den Estrich im Querschnitt meistens schwächen, da in diesen dünnen Stärken nicht in 2 Schichten gearbeitet wird, also die untere Zone des Estrichs eine sehr schlechte Verdichtung aufweist.

    Weiter sind hier Folgehandwerker zu berücksichtigen. Diese müßten vor Belagsverlegung hier auch Ihre Bedenken äußern.
    Der Schaden, zu dem es meiner Meinung nach hier kommen wird, addiert sich.

    Selbst wenn in nächster Zeit zunächst kein Schaden entstehen sollte, die Lebensdauer dieses dünnschichtigen Estrichs ist wesentlich geringer anzusetzen.
    Bei dünnschichtigen Estrichen ist die Beanspruchung bei Belastung gerade auf Dämmschichten auf Durchbiegung wesentlich größer.

    Ich kann vossi nur raten, den Estrich geeignet zu verstärken. Auch wenn er dabei nochmal den Geldbeutel zücken muß.

    Gruß Berni
     
  12. toho69

    toho69

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    Leider plagt mich dass gleiche Problem.

    Wir sanieren unser Eigenheim. Dazu wurde Anfang der Woche ein Estrich eingebaut.
    Auch wir entschieden uns nicht für das billigste Angebot. (18 Euro/qm)
    Vorgegeben waren im EG eine Holzbalkendecke, darauf 44 mm V 100 mit Konterlattung darunter. Darauf 25 mm Systemplatte und ein 17er Rohr. das aus ist durch eine tragende Wand in der Mitte geteilt. der Rohfußboden dereinen Hälfte liegt zwischen 5 bis 35 mm unter dem Niveau der anderen.
    Die Niveauunterschiede sollten angegelichen werden. Dazu wurde in dem Bereich mit 35 mm Niveauunterschied unter der Systemplatte noch eine 20 mm PU-Estrichplate eingebracht.

    Im Angebot der Estrichfirma wurde uns eine Gesamtstärke des Estrich von 55 mm angeboten. Dabei sollte ein ZE 20 Estrich mit Faserbewehrung eingebracht werden.
    Durch uns wurde nun per Mail zu Bedenken gegeben, ob die 55 mm ausreichen seien und brachten 60 mm ins Spiel.

    Letzendlich sollten also die 60 mm eingebaut werden, davon ausgehend sollte der noch verbleibenden Niveau unterschied angeglichen werden. Nur das Bad sollte nicht angegelichen werden, da sonst die Abflüsse verschlossen werden würden. Daher sollte hier an der Badtür eine kleine Stufe von 15 bis 20 mm entstehen. Bis zu 10 mm Mehrbedarf waren im Preis enthalten. Darüber hinaus mussten je angefangene 5 mm zusätlich bezahlt werden ( 50 cent)

    Am Montag erschien dann zunächst der Chef. Dieser erklärte uns seine Leute könnte heute nicht. Dafür käme eine Estrichtruppe die schön seit längerem mit seiner Firma zusammenarbeit. Er habe auch volliges Vetrauen in diese Truppe. Nun gegen 09.00 Uhr erschien die türkische Estrichtruppe. Zunächst war ersteinmal die Estrichmaschine defekt. Mittels meines Werkzeuges wurde diese dan in Gang gesetzt. Nachdem der Chef weg war, waren auch die Arbeiter erst mal weg. Nachdem sie wieder da waren, erklärte mir der Vorarbeiter, dass Material währe nicht geliefert. Er habe neues Material bestellt. Dieses kam dann um 13.30 Uhr.

    Anschließend ging es dann doch sehr schnell. Nach gut 3 Stunden waren die 65 qm eingebracht und geglättet. Um eine Stufe zum Bad zu vermeiden, bot mir der Vorarbeiter an, den estrich dort auf das Niveau des Bades herunterzuziehen. Unter der Voraussetzung, das die Mindeststeärke eingehalten werden würde, stimmte ich zu.
    In drei Wochen wolle man dann die Fugen harzen und klammern.

    Nach zwei Tagen, nachdem ich die Schalung an der Haustür entfernte um diese schließen zu können, stellte ich fest, dass der Estrich an der dünnsten Stelle dort nur 45 mm stark war. Er hätte dort eigendlich ausgehend vom Niveau in der Küche (60 mm) 65 mm stark sein müssen. Selbst bei den ursprünglich angebotenen 55 mm hätten es dort noch 60 mm sein müssen. Noch einen Tag später schon ich dann in der Küche zwischen Wand und Estrich ein dünnes Blech bis auf dem Rohfußboden und ermittelte damit die Estrichstärke am Rand. Bereits hier, am Beginn der Einbringung betrug die Dicke nur 50 mm an einigen Stellen nur 48 mm.

    Ich rief also gleich den Chef an und schilderte ihm die Situation. Nachdem er erst garn nicht verstehen wollte, gab er verschiedenen Erklärungen ab. Unter anderem könne die Stärke des Estriches nicht am Rand ermittelt werden, da dort das Schüsseln auftrete. Die bestehende Rohrüberdeckung von 28 mm seien bei seinem Estrich mit Kunsstoffbewehrung ausreichen. Nun dachte ich immer beim Schüsseln wurde der Estrich am Rand eher nach oben als nach Unten gehen, also am Rand stärker als in der Mitte sein. Nach langem hin und her war er nun bereit zum Harzen mit auf der Baustelle zu erscheinen und man wolle uns nicht hängen lassen.

    Ich befüchte aber, dasss ich eher auf meinen Mängeln sitzen bleibe. Ist ja auch schon bezahlt.

    Nun endlich meine Fragen:

    Wie hoch muss die Rohrüberdeckung bei diesem estrich mindestens sein.
    Ist eine Nachbesserung möglich und wie würde diese ausgeführt werde.
    Wie schon angemerkt wurde: Recht haben ist die eine Sache...... Ich würde diese Arbeiten aber auf alle Fälle durchführen.

    Thomas
     
  13. Berni

    Berni

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    Tach Thomas,
    einige Sachen in Deinem Beitrag kann ich so nicht nachvollziehen.
    Der Preis: 18€ für 6cm CT-F4.
    Warum Abflußrohre im Bad nicht verlängert.
    Es muß Dir klar gewesen sein beim Vorschlag des Kolonnenschiebers, -(wenn Höhe vom Bad, keine Stufe)- der Estrich in den übrigen Bereichen auch um 15-20mm schwächer wird.
    Was soll da jetzt verharzt werden.
    Und schon bezahlt.
    Ob und wie da eine Sanierung möglich ist, muß vor Ort entschieden werden.
    45mm Rohrüberdeckung ist bei Fußbodenheizung bei CT-F4 (ZE-20) das Minimum.
    Und da gehören Bewegungsfugen eingebaut, und keine Schnittfugen, welche verharzt werden.
    Aber die Frage der Gewährleistung dürfte sich in Deinem Fall sowieso erledigt haben.

    Frohe Ostergrüße Berni
     
  14. toho69

    toho69

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    Tach Berni.

    Also die Rohre kommen aus der Wand. Die Höhe ist also vorgegeben (Standklosett, also Ablauf vom Fertigfußboden 180 mm). Die Estrichstärke im Bad sollte 60 mm (bzw nach dem 1. Angebot 55 mm) betragen. Die Stärke des Fußbodens mit Systemplatte von 25 mm und Fliese insgesamt 100 mm. Die Rohfßsböden des Bades, des Flures und des Wohnzimmers liegen unter dem Neveau der Küche. Das Wohnzimmer liegt 35 mm, der Flur 5-20 mm, das Bad 20 mm tiefer. Flur und Wohnzimmer sollten auf das Niveau der Küche angepasst werden. Im Wohnzimmer wurde dazu unter der Systemplatte noch zusätzlich eine 20 mm Estrichplatte verlegt.
    Der Estrich im Flur hätte also zwischen 65 und 80 mm stark sein müssen, um auf das Niveau der Küche zu kommen. Da wie gesagt durch die Wandeinläufe im Bad die Höhe des Estriches auf 60 mm begrenzt wird, sollte im Bereich der Tür vom Flur zum Bad eine kleine Stufe die Estrichstärke von eigentlich dort 80 mm auf 60 mm herabsetzen oder laut Vorschlag des Vorarbeiter halt angeglichen werden. Dem Angleichen stimmte ich zu, natürlich nur unter der Voraussetzung, dass die Mindeststärke an keiner Stelle unterschritten werden sollte.
    Aber bereits am Ausgangspunkt in der Küche beträgt die Estrichstärke nur 50 mm.

    Für die 65 qm wurden 1225 Euro bezahlt. Natürlich nicht schwarz, sondern inkl.Märchensteuer.

    Wie könnte ich den nun mal rein theoretisch meinen Fußboden retten. (Ausgleichmasse?) Der Chef der Firma will ja sich die Arbeit nochmals ansehen.

    Danke
    Thomas
     
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  16. Berni

    Berni

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    Tach Thomas,

    die Estrich-Mindeststärke in Bad u. Küche war von Anfang an mit 60mm zu schwach vorgesehen. Aber davon mal abgesehen.
    Ohne die Kannte von 20mm zum Bad war es theoretisch gar nicht möglich, zumindest im Flur die Mindeststärke des Estrichs einzuhalten.
    Ich kenne die Strecke (Entfernung) vom Bad über Flur zum Wohnzimmer und zur Küche nicht, er hätte den Estrich auf diesen Strecken um 2cm steigen lassen müssen. Dies ist wohl unterblieben.

    Einen nicht ausreichend tragfähigen Estrich kann man durch Verbundmaßnahmen verstärken. Dies wäre theoretisch mit Verbundestrich mit Epoxydharzhaftbrücke oder mit geeigneten fließfähigen Spachtelmassen möglich.
    Ein Nachweis der Tragfähigkeit einer solchen Maßnahme ist allerdings sehr aufwändig, ansonsten Sonderkonstruktion, bei der der Bauherr immer ein Risiko mitträgt.

    Eine andere Möglichkeit besteht durch verlegen von Trockenestrichelementen.

    Was letztendlich machbar ist, kann nur vor Ort entschieden werden. Ich hätte da so meine Probleme mit dieser Estrichfirma, daß Vertrauen wär gleich Null.

    Und das Thema Fugen ist ja wohl auch noch nicht abgehakt. So eine "Leistung" ist bei einer Sanierung immer im Gesamten zu betrachten.

    Gruß Berni
     
  17. #15 Estrichmeister, 1. Mai 2006
    Estrichmeister

    Estrichmeister Gast

    Richtig ist:
    Die Rohüberdeckung beträgt min. 45mm, sollte diese Reduziert werden ist insbesondere Nachzuweisen, das der Estrich nicht nur die Biegezugfestigkeit eines 45mm Estrichs erfüllt, sondern sich auch bei einer im Prüfverfahren festgelegten Belastung um nicht mehr als 0,15mm durchbiegt und hier liegt das Problem fast aller dünnschichtigen Heizestriche.
    Bewehrungen, egal ob AKS-Matten, Glas- PP- oder Stahlfasern verbessern die Estricheigenschaften nur unwesentlich und dienen nur dem Zweck einer DIN nachzukommen die es manchen Estrichlegern ermöglicht einen kaputten Grundpreis aufzubessern.
    Bitte liebe Bauherrn, beauftragt doch nicht anhand des Preises, egal wie hoch oder niedrig, sondern anhand der Betriebsqualität, hier geht nichts über Meisterbetriebe die keine Nachunternehmer beauftragen.
     
Thema: Estrich zu dünn eingebaut
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