Estrichart mit FBH in Keller mit geringer Deckenhöhe - sinnvoll? machbar? Preis?

Diskutiere Estrichart mit FBH in Keller mit geringer Deckenhöhe - sinnvoll? machbar? Preis? im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hallo, in meinem grundsanierten Altbau mit Gewölbekeller (Aussenwände nicht isoliert, Klinkerwände, Natursteinsockel, massive Betonbodenplatte)...

  1. Scolex

    Scolex

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    Hallo,

    in meinem grundsanierten Altbau mit Gewölbekeller (Aussenwände nicht isoliert, Klinkerwände, Natursteinsockel, massive Betonbodenplatte) benötige ich eine neues Heizkonzept. Bisher wird der Keller mit drei großflächigen Heizkörpern (versucht) zu heizen, was aber nicht gelingt. Weitere Heizkörper würden wohl die Gesamtsituation auch nicht entscheidend verbessern und vor allem mehr und mehr unwirtschaftlich machen, da der Gasverbrauch zusätzlich ansteigen würde, bei diesem recht unisolierten Raum.

    Deshalb gibt es wohl nur die Möglichkeit, was durch einen zweiten Heizkreislauf der Gastherme realisierbar wäre.

    Das Hauptproblem ist, dass ich so wenig Aufbauhöhe wie möglich in wirtschaftlichem Rahmen dafür opfern möchte. Welche Estrichart, Aufbau, etc. ist dafür nötig?

    Überlegung 1:
    Fussbodenheizung direkt auf die Betonplatte, mit Schüttung einebnen, Trockenestrich -> 17mm(Heizrohre) + 10-20mm (Schüttung zum Ausgleich von Unebenheiten) + 20mm Trockenestrichplatten. Würde maximal 57mm Aufbau machen.

    Überlegung 2:
    Dämmung, Fussbodenheizung, Schüttung, Trockenestrich -> 20mm (Dämmung), 17mm(Heizrohre) + 10-20mm (Schüttung zum Ausgleich von Unebenheiten) + 20mm Trockenestrichplatten. Würde maximal 77mm Aufbau machen.

    Überlegung 3:
    Dämmung, Fussbodenheizung, Fließestrich -> 20mm (Dämmung), 17mm(Heizrohre) + 30mm (Fließestrichüberlagerung). Würde auch maximal 57mm Aufbau machen.

    Welche Überlegung ist da sinnvoll? Wieviel Estrichüberlagerung würde ich minimal über den Heizrohren benötigen? Gibt es andere sinnvolle Aufbauten/Estricharten?

    Was kostet Trockenestrich bzw. Fließestrich für 70m² ungefähr?

    Als Bodenbelag ist Parkett oder Laminat geplant...

    Danke
     
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  3. #2 Achim Kaiser, 24. September 2012
    Achim Kaiser

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    Problem :
    Keller = Aussenbauteil ...
    Folge :
    Erhöhte Anforderungen an die Dämmung ...

    Mindestanforderungen der Bauteile sind in der EnEV in den Tabellen im Anhang zu finden.

    Unter den Voraussetzungen ist eine norm (aka. fach-) gerechte Lösung nicht darstellbar.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  4. planfix

    planfix Gast

    ein paar grundgedanken:
    früher waren keller für kartoffeln, kohlen, einmachgläser gebaut.
    den heutigen wohnanforderungen sind diese kontruktionen nicht gewachsen.

    sollte dein keller nicht 100%ig trocken sein, würde ich werder trockenestrich noch fliesestriche mit gips empfehlen.
     
  5. Scolex

    Scolex

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    Sondern?

    Der Keller ist leider (noch) nicht zu 100% trocken, das dauert wohl noch ein paar Tage bis dem so ist. Bei der Grundsanierung wurden die Kellerwände so gut wie möglich von außen gegen eindringendes Wasser geschützt mittels Sickerleitung etc.
     
  6. planfix

    planfix Gast

    Zementestrich und nix anderes!
     
  7. H.PF

    H.PF

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    Wenn die von aussen ausgeschachtet waren, sind die dann auch gedämmt worden? Oder nur abgedichtet?
     
  8. Scolex

    Scolex

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    Nur abgedichtet und das nur bis halbe Tiefe, da tiefer nicht möglich war...
     
  9. planfix

    planfix Gast

    wenn du den keller nicht gedämmt hast, bildet sich dort unter umständen (eher sehr wahrscheinlich) kondensat an den außenwänden.

    mal abgesehen davon, dass das jetzt nicht der EnEV entspricht und auch von der Raumhöhendefinition für Wohnräume, tust du dir das nix gutes den keller zu wohnzwecken zu nutzen.

    eine alleinige dämmung des bodens dürfte auch den gasverbrauch nicht so wesentlich senken.

    was soll aus deinem keller werden?

    kann er einfach kalter keller bleiben und du dämmst die decke bzw. den EG fußboden, könntest du deinen gasverbrauch sicherlich senken.
     
  10. Scolex

    Scolex

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    Hallo,

    danke erst einmal für die ganzen Informationen.
    Nun es ist so, dass ich schlichtweg einen weiteren Raum brauche welches als Büro genutzt werden soll. Daran führt eigentlich auch kein Weg daran vorbei und oben anbauen geht aus Platz- und Genehmigungsgründen einfach nicht.

    Der EG Fußboden wurde natürlich bei der Grundsanierung mit ca. 5cm gedämmt nach EnEV Vorschriften.

    Gasverbrauch sparen ist wahrscheinlich sehr unrealistisch, im Preinzip sollte es mit einer FBH hauptsächlich wirtschaftlicher werden als mit den Heizkörpern.

    Der Raum wird im Hochwinter nicht kälter als 11°C und im Hochsomer nicht wärmer als 17°C...

    Kondensat, also ein Schwitzen der Wände" kommt schon mal vor, würde mich ehrlich gesagt aber auch nicht so stören. Mir ist allerdings schon klar dass dies Schimmelbildung fördert.

    Werd mir weiterhin noch GEdanken machen. Irgendwie muss das umgesetzt werden.
     
  11. #10 Ralf Dühlmeyer, 25. September 2012
    Ralf Dühlmeyer

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    Jetzt HK, die keine Lösung sind, zukünftig soll FBH das Problem lösen = :mega_lol:
    Warum sollte eine FBH mehr Leistung schaffen als 3 HK? Wg. der grösseren Fläche? Dafür sind die Vorlauf-Temperaturen aber ganz andere, nämlich deutlich niedriger!
    Ich würde eher sagen, es wird noch weniger Heizleistung in Deinem Keller ankommen!
    Wenn es hier nur um EINEN Raum geht, dann hast Du genau 1 von 6 Raumflächen, die keine Wärme wegführt - die Decke!

    Alle anderen Flächen sind ungedämmt - dagegen kannst Du nicht mal mit einem Lagerfeuer anstinken!
     
  12. R.B.

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    Muss es unbedingt eine FBH sein?
    Wie wird der Rest des Gebäudes beheizt?
    Welche Leistung haben die bisherigen Heizkörper?
    Welche Raumtemperatur soll erreicht werden? Heizlast?

    Falls die Geräuschentwicklung keine Rolle spielt, könnte man darüber nachdenken, die vorhandenen HK durch Gebläsekonvektoren zu ersetzen. Das lässt sich vermutlich einfacher realisieren als mit aller Gewalt irgendeine FBH Konstruktion zu realisieren. Was machbar ist, dazu müsste man jetzt die vorhandene Installation kennen. Aus der Ferne ist das nicht zu beurteilen.

    Wird die Luftfeuchtigkeit ein Thema, dann würde ich über eine aktive Entfeuchtung nachdenken. Das alles kostet zwar Energie, hilft aber Schäden zu vermeiden.

    Ein Energiesparpotenzial durch die FBH sehe ich nicht. Aber das kann man anhand der bisherigen Infos nur schwer einschätzen.

    Gruß
    Ralf
     
  13. planfix

    planfix Gast

    diese idee hatte ich auch schon, wollte bloß erst warten, was du zur nutzung schreibst.
     
  14. Scolex

    Scolex

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    Ok danke mal für all die ausführlichen Beiträge.
    Werde mich nach Alternativen schlau machen...

    MfG
     
  15. R.B.

    R.B.

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    Du könntest auch Rückfragen beantworten. ;)

    Gruß
    Ralf
     
  16. gunther1948

    gunther1948

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    Bisher wird der Keller mit drei großflächigen Heizkörpern (versucht) zu heizen, was aber nicht gelingt. s. #1

    hallo
    dann wird das mit fussbodenheizung erst recht nix. ausser du willst auf glühenden kohlen laufen.
    evtl. wandheizung kann mit höheren vorlauftemperaturen gefahren werden.

    gruss aus de pfalz
     
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  18. R.B.

    R.B.

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    Wobei eine Wandheizung bei nahezu ungedämmten Kellerwänden sicherlich interessant werden könnte. ;)

    Gruß
    Ralf
     
  19. gunther1948

    gunther1948

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    hallo
    ralf ich sag ja nicht , dass er die wände nicht dämmen soll.
    aber ne fb mit 30-35° oberflächentemperatur naja wer´s heiß liebt.

    gruss aus de pfalz
     
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