Eternit gefährlich

Diskutiere Eternit gefährlich im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo, wir haben ein altes, aber saniertes Haus gekauft. Angrenzend ist ein Schupper, bei welchem das Dach aus Eternitplatten besteht. Ich habe...

  1. Galopper

    Galopper

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    Hallo,
    wir haben ein altes, aber saniertes Haus gekauft. Angrenzend ist ein Schupper, bei welchem das Dach aus Eternitplatten besteht. Ich habe mich da bei Kauf und Begehung nicht weiter drum gekümmert, jetzt sagte mir ein Bekannter aber, dass das gefährlich wäre (Asbest) und wir das wohl sanieren/entsorgen müssen.
    Stimmt das? Kennt sich jemand aus?
     
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  3. caoz

    caoz

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    Moin,

    nach meinem Kenntnisstand sind diese Platten nur gefährlich, wenn Sie brechen und dadurch kleine Partikel freigesetzt werden. Hier in der Gegend gibt es viele Gartenhäuschen mit Etanitplatten, und die haben imho alle Bestandschutz. Wir haben selber auch asbesthaltige "Ziegel" auf unserem Wohnhaus, auch damit gibt es im Istzustand keine Probleme. Nur beim Entsorgen muss man einiges beachten (gesonderte und gesicherte Verpackung ect.), so das man dies am besten von einem Fachbetrieb machen lassen sollte.

    Gruß
     
  4. gast3

    gast3 Gast

    Im ..

    Prinziep s. Caoz ..

    aber nicht nur brechen, sondern jede mechanische Beanspruchung vermeiden.

    Ausbau und Entsorgung sind durch zugelassene Firmen zu erbringen, wobei letztlich der Bauherr (als Eigentümer) die Verantwortung für die ordnungsgemäße Umsetzung trägt
     
  5. RMartin

    RMartin

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    Richtig, schliesse mich den 'Vorschreibern' hier an; nur um es nochmal ganz klar zu machen:
    Asbesthaltige Materialien (auch schwach gebundene) dürfen nur und wirklich nur von entspr. zertifizierten Firmen (TRGS 519) 'angefaßt' werden. Jedwede Arbeit an Asbest muss zwingend dem staatlichen Amt für Arbeitsschutz angemeldet werden. Wer eigenständig an seinem 'Asbestdach' rumfuhrwerkt; auch Behandlung mit Dampfstrahlen zählt da schon zu; muss mit empfindlichen Strafen rechnen.
    Das muss halt nur klar sein.
     
  6. Lukas

    Lukas

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    Bevor Du hier Vorträge hältst wäre es nicht schlecht, wenn Du Dir über die präzisen Begriffe klar bist.

    Gruß Lukas
     
  7. Proffie

    Proffie

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    Erst mal klären, ob es sich überhaupt um Asbest handelt bevor Panik aufkommt:

    http://www.faserzement.info/faq/home_faq.html

    Das ortliche Entsorgungsunternehmen kann ebenfalls beraten und ist meistens sehr hilfsbereit. (War bei mir jedenfalls so.)
     
  8. #7 Ralf Dühlmeyer, 26. Oktober 2009
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Nun hört doch mal auf, aus fest gebundenem Asbest ein Teufelszeug zu machen.
    Wäre dem so, hätten wir für Generationen von Dachdeckern, Zimmerern, Bodenlegern, Heizungsbauern, KfZ-Mechanikern (ja früher enthielten Bremsbeläge Asbest) und noch zig weiteren wie einst im finstren Mittelalter Sichenhäuser bauen müssen.

    Ich will das Zeug nicht verharmlosen, aber all der Bohei, der darum gemacht wird, dient nur der Geschäftemacherei, Pöstchenbewahrung und dem Beweis der eigenen Wichtigkeit.(Gewerbeaufsicht)

    Und all denen, die da nach Fachfirmen, Bescheinigungen, Arbeitsschutz, ... schreien, rate ich an, sich einmal sachkundig zu machen, wie die asbesthaltigen Materialen deponiert werden.
    :smoke :smoke
     
  9. Proffie

    Proffie

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    Zum Bohei gebe ich dir Recht, aber dein letzter Satz beisst sich irgendwie mit deiner Fussnote....(Ich habe die deponie von asbesthaltige Materialien in der Praxis gesehen und verstehe dein Argument..:)

    @Galopper: Um noch mal auf die wirkliche Frage zurück zu kommen, Nein, man muss nichts entsorgen/Sanieren. Punkt.
    Nur, Wenn mal saniert werden soll, dann bitte vorher klären, ob es sich überhaupt um Asbest handelt und wie und von wem zu entsorgen ist.
     
  10. gast3

    gast3 Gast

    Ralf - Bohei ..

    hin oder her - Vorschriften gibt es dennoch.

    Ob du oder ich diese immer nachvollziehen können ist eine Sache ...

    ich für meinen Teil werde allerdings hier nicht dafür plädieren, diese als xxx abzutun (weil das könnte dann auch missverstanden werden)

    aber davon unabhängig hat Proffie natürlich recht: sanieren musst du gar nichts, gilt eben nur, wenn du das Zeug anpacken musst
     
  11. Micro

    Micro

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    Nein.

    Privatpersonen wie der Fragesteller dürfen, zumindestens bei uns in NDS selbstverständlich den Rückbau selber durchführen, auch ohne über einen Sachkundenachweis nach TRGS 519 zu verfügen. Wobei natürlich nach den entsprechenden Vorschriften gehandelt werden sollte, schon im Interesse der eigenen Gesundheit .

    Kostet bei uns auch weniger als Dämmwoll oder Kunststofffenster Entsorgung, um die 30-40€/to. Am Besten kontaktierst Du Deine örtliche Deponie oder Entsorgung. Trenn Dich, solange das noch so günstig und unkompliziert ist.
     
  12. Falko

    Falko

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    Bei uns in SH sieht es genauso aus.
    Als Heimwerker gibt es keine Bestimmungen, für Firmen sehr harte.
    Der örtliche Entsorger bittet um Verpackung in Folie, beim Ab / Rückbau am besten feucht halten, dann gibt es kaum gefährliche Schwebstoffe. Eine Schutzbrille und ein Mundschutz kostet auch nicht die Welt.
     
  13. Bauwahn

    Bauwahn

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    Aus welchem Jahr stammen die Platten denn überhaupt? Asbest enthalten die Platten nämlich schon seit einigen Jahren nicht mehr. Wenn sie aus den 60ern oder 70ern des letzten Jahrhunderst stammen, ist Asbest hingegen recht wahrscheinlich.
     
  14. RMartin

    RMartin

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    Hier mal Auszüge aus TRGS 519 (dies ist eine Richtlinie, die vom Bund rausgegeben wurde; also keine Ländersache):


    3.2 Anzeige
    (1) Der zuständigen Behörde ist der Umgang mit asbesthaltigen Gefahrstoffen unverzüglich, spätestens 14 Tage vor Beginn der Arbeiten, anzuzeigen (§ 37 GefStoffV, Muster siehe Anlage 1 zu dieser TRGS).


    und:
    (7) Abweichend von Absatz 6 Satz 2 ist bei ASI-Arbeiten an Asbestzementflächen bis zu 100 m2 (Arbeiten geringen Umfangs) vor Arbeitsbeginn die jeweilige Angabe von Ort und Zeit der durchzuführenden Arbeiten an die zuständige Behörde erforderlich. Dies gilt nicht für das Entfernen einzelner Asbestzementplatten.

    So, was jetzt einzelne Asbestzementplatten sind....weiß ich auch nicht. Aber sofern es halt mehrere zusammenhängende sind, muss zumindest angemeldet werden.
    Ich revidiere daher meine Aussage von vorgestern; es dürfen nur schwach gebundene von Fachfirmen entsorgt werden; bei asbestzementhaltigen ist dies anders. Es muss jedoch gemäß Absatz 7 verfahren werden.
    Bei uns jedenfalls sind die staatlichen Ämter für Arbeitsschutz hier sehr streng....
    Ob das alles gut und richtig ist, ist ja ein ganz anderer Punkt. Fakt ist, dass dies halt die 'Spielregeln' sind.
     
  15. schmuykel

    schmuykel

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    Ich habe letztes Jahr privat ein Asbestdach abgerissen und entsorgt. Das ging dann so:

    Entsorgungsnachweis für Asbest beim Landkreis beschaffen (30 Euro für 2 Tonnen)
    Bei der Deponie spezielle "BigBags" erwerben, je nach Größe zwischen 15 und 30 Euro
    Asbestplatten in die Bags ordentlich verpacken und zur Deponie bringen, Ausweis vorzeigen, Kosten 189 Euro/Tonne.

    Dann kam ein Bagger, der hat die Dinger vom Anhänger gehoben und in einen Container fallen lassen, die BigBags sind aufgerissen, die Platten zerbrochen und es fing mächtig an zu stauben. Gut, dass ich das aus der Ferne beobachten konnte...
     
  16. Julius

    Julius

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    Kommt mir bekannt vor.
    Wie ich schon einmal hier zu schildern die Freude hatte, werden auch auf der hiesigen Deponie die sorgfältig verpackt angelieferten Asbestabfälle mit Schmackes auf einen ungeschützen Haufen im Freien geworfen, daß es nur so staubt...
    Hat offenbar Methode. :mauer

    Aber Hauptsache, Gesetzgeber und Verwaltung können sich mit "böser Gefahrstoff" aufblasen und Bürger sowie Gewerbetreibende drangsalieren und abzocken.
    Der ganze Asbestwahn ist nur noch lächerlich!
     
  17. #16 ReihenhausMax, 27. Oktober 2009
    ReihenhausMax

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    Bei uns landen die zusammen mit den Glaswollsäcken in einem roten, verschließbaren Container. Daß man beides nicht voneinander trennt, finde ich schon etwas komisch
    und zwischen dem Zustand der Glaswollsachen da drin und dem was so auf der
    Webseite des Betreibers steht ist auch ein gewisser Unterschied ... Preis ist der
    gleiche (8 Euro pro privater Anlieferung bis 1 Kubikmeter) wie für anderen Bauschutt.
    Ich selber hab mir zum Glaswollerückbau eine ordentliche Silikonmaske mit Einsetzfilter gekauft.
    Die kann ich auch später mal zum Werkeln nehmen und einen Lösungsmittelfilter einsetzen. Von den Leuten, die früher z.B. Turbinen mit Asbest ausgespritzt haben ist wohl keiner mehr am Leben, aber die haben auch ganz andere Mengen abbekommen. Wie mit anderen toxischen Stoffen würde ich als Chemiker da nicht nicht ungeschützt und planlos mit arbeiten, aber man muß auch nicht vor Erfurcht erstarren.
     
  18. Julius

    Julius

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    Selbst wenn dem so wäre (was nicht zutrifft), läge das überwiegend an deren Alter und nicht etwa am Asbest!

    Vor einem Chemiker, der nicht weiß, daß Asbest völlig ungiftig ist, hätte ich auch keinerlei Ehrfurcht...

    Merke: Kanzerogenität ungleich Toxizität!!!
    oder: Krebserregend ist etwas anderes als giftig.
     
  19. Lukas

    Lukas

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    Grrrr! ;)

    Von schwach gebundenem Asbest spricht man z.B. bei Spritzasbest. Bei z.B. in Zement oder Flexplatten (Bodenbelag) gebundenem Asbest wird von fest gebundem gesprochen. Damit einher gehen auch sehr unterschiedliche Gefährdungsmöglichkeiten und damit auch Anforderungen für den Umgang damit.

    Gruß Lukas
     
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  21. gast3

    gast3 Gast

    Na ...

    kommt. Lasst mal gut sein, hatten wir schon.

    Hat sich halt vertan, vertippt, unklar ausgedrückt ..

    was solls - kommt auch (Betonung liegt dann mal auf auch) bei Ingeniören vor
     
  22. Lukas

    Lukas

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    Nee Helge,

    genau da "komm" ich nicht, weil das der Panikmache Vorschub leistet und ich schon mal wirkungslos drauf hingewiesen habe.

    Gruß Lukas
     
Thema: Eternit gefährlich
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