Existentberehctigung von elastischen Dichtstoffen im Trockenbau?

Diskutiere Existentberehctigung von elastischen Dichtstoffen im Trockenbau? im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich habe mir in den letzten Monaten immer wieder Gedanken gemacht zur Ausführung von Anschlussfugen im Trockenbau, teils auch hier im...

  1. #1 Bolanger, 03.12.2012
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    Hallo,

    ich habe mir in den letzten Monaten immer wieder Gedanken gemacht zur Ausführung von Anschlussfugen im Trockenbau, teils auch hier im Forum Fragen dazu gestellt. Dabei fand sich für eigentlich jedes Detail eine Lösung ohne Acryl. Bei unserem Dachgeschossausbau z.B. ringsum die Beplankung der Dachfläche mit Trennstreifen und Gips.

    Warum und wo wird dann überhaupt noch Acryl verwendet?

    Danke,

    Bolanger
     
  2. #2 Ralf Dühlmeyer, 03.12.2012
    Ralf Dühlmeyer

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    Weils einfacher = billiger ist. Und viele Gipskartonplattenverleger (ich schreibe absichtlich nicht Trockenbauer) es gar nicht anders kennen.
     
  3. #3 Bolanger, 03.12.2012
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    Hallo,

    vielleicht habe ich da falsche Vorstellungen, aber was soll denn an Acryl und Co einfacher sein? Klar, ich darf den Aufwand nicht mit einer mehrfach gespachtelten und geschliffenen Fuge vergleichen. Das Ergebnis einer Acrylfuge ist damit aber auch nicht vergleichbar. Acryl bedeutet reinspritzen und abziehen. Das gleiche geht doch mit Spachtelmasse ganu so einfach und fast genau so schnell, obendrein ist das Material noch günstiger.

    Gruß,

    Bolanger
     
  4. sarkas

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    Das würden wahrscheinlich auch viele mit Uniflott & Co. machen, wenns das denn in der Kartusche gäbe
     
  5. #5 Ralf Dühlmeyer, 03.12.2012
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    Wenn es denn dann noch den Trennstreifen aus der Pampespritze gäbe..... :p

    Denn einfach mit Masse zuschmieren ist :Baumurks:
     
  6. #6 dquadrat, 04.12.2012
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    bewegungsaufnahme des bauteils. sicherlich auch abhängig von der fläche. ich hab das hier schon 2mal angesprochen, jedoch von den dichtmassen-totalverweigerern noch keine erhellende antwort bekommen, wie das mit dem trennstreifen funktionieren soll. als TB-laie würde mich das ernsthaft interessieren.

    und @sarkas, spachtel gibts bereits in der kartusche. find ich persönlich auch recht praktisch :D
     
  7. #7 Ralf Dühlmeyer, 04.12.2012
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    Dann erklär doch erstmal, um welche Bewegungen es Dir in welcher Grössenordnung geht.
     
  8. #8 dquadrat, 04.12.2012
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    bewegung in der dimension der fläche, wenn das verständlich ausgedrückt ist. größenordnung - tja, schwer abzuschätzen, so ganz ohne fachliteratur ;)
     
  9. sarkas

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    "Spachtelmassen" schon - ja, aber mit den Eigenschaften wie Trocknungszeit,
    Schleifbarkeit und "Erhärten" wie es eben gipshaltige Spachtelmassen von Uniflott,
    Ardumur und Konsorten haben, ... des glaub i net.
     
  10. #10 Thomas Traut, 04.12.2012
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    Es gibt auch Kantenprofile mit einem Weich-PVC-Streifen, die etwas "Plattentektonik" aufnehmen können. Ist aber teurer als Acryl...
     
  11. #11 dquadrat, 04.12.2012
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    ich würd sagen analog den handspachtelmassen aus der tube. die find ich von den eigenschaften her ziemlich gut, mal abgesehen vom füllvermögen.
     
  12. sarkas

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    Zustimm!

    Sind ja nicht schlecht - wo sie eingesetzt werden können,
    aber der Vergleich mit gipshaltigen Spachtelmassen funktioniert
    halt ne ganz ;)
     
  13. Peeder

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    Also, ich probiere es mal.
    Zum abdecken der Fugen am Trennstreifen.

    Im Bereich angrenzender Bauteile wirst du auch nicht lange freude daran haben. Auch nicht im bereich GK / GK
    Eine Fuge mit Trennband, und dann zugespachtelt ist m.M. ein Witz .

    Beim GK kommt die Feuchteausdehnung mehr zum tragen als die thermische.
    Diese kann bis zu 0,3 mm / m betragen. Das würde bei einer angespachtelten Fuge ausreichen, um ( einerseits unterliegt die Fuge auch der Quellung ) einen Riss zu erzeugen. ( Schwundrisse , Haarrisse )

    Richtige Risse entstehen erst bei grösseren Bewegungen, oft liegt die Ursache an der Unterkonstruktion oder an den unterschiedlichen Ausdehnungen zweier materialien. Beispiel GK und OSB / Span .

    aber das nutzt doch auch nix, diese sind für ganz andere Zwecke gedacht, als Fugen an Decken/Wände zu schließen.

    Ich aber, da es ja Kartuschen für Uni und Co gibt, anrühren, einfüllen und spritzen !

    Plattentektonik ist fast gleich null , und Plastik hässlich. Bei grösseren Längen an Decken und Wände sind Dehnfugen vorgeschieben , und die gehen auch ohne Plastik .

    Es funktioniert halt nicht, wenn ich die Fuge, die ich mit den Trennstreifen geschaffen habe, mit Spachtel wieder auffülle.

    Entweder ich lasse diese Fuge so wie sie ist, oder .......

    man könnte ja die Tapete drüberkleben :think

    Zusammengefasst

    Alle angrenzenden Bauteile sind zu trennen, als " bewegungen " kommen haupsächlich Quellen und Schwinden in Frage,
    bei OSB und Co die unterschiedlichen längstausdehnungen bei Feuchte und Temperaturzunahme, und bei ernsthaften Bewegungen ( z.B. Durchbiegungen)
    hält weder Acryl , noch Binden, Glasvlies und Co das Gebäude zusammen.

    Peeder
     
  14. sarkas

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    Du hast den "Gäg" net verstanden ... :lock

    Kartusche kaufen, in Pistole einsetzen und abdrücken. Wie das allmächtige Acryl halt ...
     
  15. #15 Thomas Traut, 04.12.2012
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    Das fast ist das Problem. Fast kein Riss ist eben doch einer. Und das "hässlich" empfinde ich nicht so. Auf dem Foto ist ein Dehnfugenprofil in den X-eln verarbeitet:

    Den Anhang 33187 betrachten

    Was ist daran hässlich?
     
  16. Peeder

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    ohne Waffelschein ??:motz

    @ Thomas , es geht auch ohne das Profil. hässlich ist, wenn mit der Zeit das PVC unansehlich wird.



    Peeder
     
  17. #17 Gast943916, 05.12.2012
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    das hast du sehr schön gesagt (geschrieben)....
     
  18. #18 dquadrat, 06.12.2012
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    diese profile sind in der tat nicht so der brüller. schon allein beim anarbeiten mit spachtel oder vlies verliert man, bei den profilen die ich kenne, federn. ist auf so fotos halt nicht zu sehen. dann lieber nen ehrlichen riss :D

    peeder, du sprichst nur, das ist schwer rauszulesen, von rissen in xeln, oder? was ist mit rissen in der fläche? thats whats all about, mMn. und da ist man als maler halt etwas sensibilisiert, wenns mal wieder heißt, der maler, die sau, hat die grundierung vergessen, anders ist der riss nicht zu erklären.

    nicht das ich falsch verstanden werde, in der praxis sehe ich das eher entspannt. ich kenn da aber auch andere, wie meinen ex-chef bspw. da durften die TB schonmal die anschlußfugen wieder auf mehrere mm aufweiten. das muß(te) ja durch irgendeine norm gedeckelt sein?
     
  19. #19 Bolanger, 07.12.2012
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    Hallo,

    also wenn die Feuchteausdehnung von Gipskarton bis zu 0,3 mm/m betragen kann, dann frage ich mich tatsächlich, ob man dem nicht Rechnung tragen müsste.

    Ein einfaches Beispiel aus unserem Bau, welches sich ähnlich in vielen anderen Häusern finden wird: Die Beplankung der Dachschräge. Ein Zimmer von uns hat 5 m Dachschräge. Nun bin ich bewusst zurückhaltend mit der Ausdehung und nehme nur 1 mm/m an. Das wären dann 5 mm Ausdehnung. Wo soll die denn aufgenommen/ausgeglichen werden, wenn man die Fugen zum Giebel und der Trennwand mit Trennstreifen starr ausspachtelt?

    Gruß,

    Bolanger
     
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Existentberehctigung von elastischen Dichtstoffen im Trockenbau?

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