Extrazug für Gastherme wurde nicht geplant!

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  1. Gast348567

    Gast348567 Gast

    Hallo!
    Der Architekt hat behauptet, dass die modernen Gasthermen keinen Extrazug brauchen und hat auch keinen Kamin dafür geplant. Aber als sich herausgestellt hat dass die Gasthermen natürlich Auszugrohre brauchen, wollte uns der Heizungsbauer einen großen Rohr auf die Hausfassade einbauen. Das hat uns umgehauen. So was haben doch fast nur modernisierten Altbauten. Jetzt haben wir die brennende Frage ob auf den Hausplänen (Werkplänen) vom Architekt der Auszugrohr (Kaminstelle) gezeichnet werden musste. Auf unseren Plänen ist nichts angezeichnet. Wie gesagt, wurde vom Architekt behauptet: Thermen brauchen keinen Abzugrohr. Müssen wir jetzt diese Tatsache mit Eisenrohr als üble Notwendigkeit einnehmen? Wie können wir gegen Architekt seine Inkompetenz währen?
    Danke!
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 30. Dezember 2015
    Ralf Dühlmeyer

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    1) Wessen Architekt? Bei Euch doch wohl der des BU. Also für Euch irellevant, was der ist (wenn ers denn überhaupt ist)

    2) Gastherme ja wohl als Gas-Brennwert und die haben ein LAS (Luft-Abgas-System), das keinen Kamin braucht. Das besteht aus zwei ineinander verbauten Rohren, dessen äusseres ca 10 cm Durhcmesser hat.
    Da reicht eine Kenrbohrung durch die Decke(n) und je nach Schorni ggf. eine F 30/60/90 Abkastung drumrum.
    Durchs Dach geht man mit einem passenden Durchgangsziegel!
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Wenn er das so gesagt hat, dann ist das falsch. Auch eine Gasbrennwerttherme benötigt ein Abgassystem, aber das muss nicht zwingend ein Schornstein sein.

    Man kann das LAS entweder außen an der Fassade oder innerhalb des Gebäudes in einem Schacht über Dach führen. Der Platzbedarf ist deutlich geringer als bei einem Schornstein. So ein Schacht kann auch noch nachträglich erstellt werden, aber das macht deutlich mehr Arbeit als wenn man das gleich zu Beginn mit einplant (Bsp. Deckendurchbruch).

    Ich kann Dir jetzt nicht sagen, ob es eine Pflicht gibt, dass das Abgassystem in die Pläne eingezeichnet werden muss. Ich kenne es nur so, dass diese eingezeichnet sind, zumal die Feuerstätte ja auch Bestandteil der Baugenehmigung ist.
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 30. Dezember 2015
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Natürlich gehören die Aussparungen für ein LAS in die Ausführungsplanung hinein. Mehrkosten hingegen - Jain!
    Eine rechteckige Aussparung, die nach Einbau des LAS wieder unter Trennung des Betons vom LAS verschlossen werden muss (der ja anders als Wasser- und Abwasserleitungen keine eigene Dämmung/Isolierung hat), dürfte gleich teuer bis teurer sein als eine 100er oder 125er Kernbohrung!
    Wenn der Baufortschritt jetzt natürlich schon so weit ist, dass dieser Mehrkosten verursacht, dann siehts anders aus.

    Aber wie gesagt - vermutlich Planer des BU!
     
  6. Frau Maier

    Frau Maier

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    Planer des BU und somit Problem des BU.
     
  7. R.B.

    R.B.

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    BU hat das Problem schon gelöst, da tackern wir ein Edelstahl LAS an die Fassade, fertig.
     
  8. Gast348567

    Gast348567 Gast

    Genau, so wollten sie machen, Edelstahlrohr auf die Fassade und fertig! Aber uns hat keiner davon gefragt! Es hieß damals kommt nur ein kurzes röhrchen aus der Wand raus.
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 30. Dezember 2015
    Ralf Dühlmeyer

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    Beantworte doch erstmal die (zum Teil indirekten) Fragen:
    1) Architekt von Euch oder BU bezahlt
    2) Gasbrennwert?
    3) Wieso Wanddurchgang? Aussenwandgeräte sind eine aussterbende Spezies
    4) Welchen Durchmesser sollte denn der VA-Spargel haben?
     
  10. R.B.

    R.B.

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    Moment mal, dann wurde das Thema schon einmal besprochen? Könnte es da auch Missverständnisse gegeben haben?

    Wie gesagt, das LAS an der Fassade ist nicht zwingend erforderlich, man kann es auch in einem Schacht im Haus führen. Die Frage ist nun, ob die Firma so einen Schacht ohne Mehrkosten erstellt.
    Problematisch könnte sein, dass wenn es keine Vereinbarung dazu gibt, dass dann die Firma irgendeine Variante auswählen kann, und das wird wohl die Variante sein, die für sie am einfachsten umsetzbar ist.
     
  11. ThomasMD

    ThomasMD

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    Zum Beispiel diese:
    [​IMG]
    Bei Frost immer schön durchheizen, dann passiert auch nichts.[emoji1]

    Gruß
    Thomas
     
  12. #11 Ralf Dühlmeyer, 30. Dezember 2015
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    @ Thomas

    Aussenwandgeräte oder Brennwert?
     
  13. am1003

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    Im Neubau ist nur noch Brennwert erlaubt.

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  14. Gast348567

    Gast348567 Gast

    Architekt gehöhrt zu der Baufirma, das ist einer der beiden aus dennen die Firma besteht. Archirekt und er ist gleichzeitig Bauleiter. Wir haben das Haus schlüsselfertig zum festen Preis gekauft, Architektenleistungen inklusive.
    Sollten Gasbrennwerttherme bekommen. In der Baubeschreibung steht: Die Luft/Abgasführung des raumluftunabhängigen Brennwertgerätes erfolgt als konzentrische Luft-/Abgasführung über Dach.
    Aber der Architekt hat behauptet wir brauchen nichts, und jtzt heißt es wir bekommen so ein hässliche 7 m hohe Rohr auf die Fassede geknallt.
     
  15. #14 Brombeerdone, 30. Dezember 2015
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    Man kann ja auch das Abgas der Therme durch den Schornstein jagen und Verbrennungsluft separat durch eine Wandöffnung ansaugen, ohne dass ein Rohr über das Dach geführt werden muss.

    Es gibt zig Möglichkeiten, wie man so etwas lösen kann.....
     
  16. Gast348567

    Gast348567 Gast

    Unser Schornstein ist einzügig und ist für Schwedenoffen vorgesehen. Ausserdem räumlich befindet sich weit weg entfernt von der Gasbrennwerttherme. Dann hätte man durch ganzes Haus rohr ziehen müssen.
    Aber danke schön für die Ideen.
     
  17. AndreR

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    Und wie sieht es mit einem Außenwandanscluss aus? Bis 11kw ist dies ja erlaubt (wenn kein Fenster in der Nähe ist)
     
  18. #17 Brombeerdone, 30. Dezember 2015
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    Nein, ist es nicht (mehr).
     
  19. #18 Ralf Dühlmeyer, 31. Dezember 2015
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Das der Planer auch noch Cheffe ist, ist irrelevant! Er ist nicht von Euch beauftragt, von daher gibts da nix zu holen!

    Und - wenn ichs richtig verstanden habe - hat nicht der Planer, sondern der Sanilöter den Fassadenspargel vorgeschlagen! Entweder ist das nette Herr mit dem Einbruch und dem Vandalismus oder ein anderer mit Aussenständen, der so ein saftiges Aufpreis-Paket für den innen verlaufenden LAS vorbereitet!
     
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  21. R.B.

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    Das sagt nichts darüber aus, ob das LAS im Gebäude oder an der Fassade hoch geführt wird. In beiden Fällen wird es ja über Dach geführt.
    Wenn das so in der Beschreibung steht, dann hat die Firma freie Wahl, sofern es keine weiteren vertraglichen Vereinbarungen gibt.

    Die Vermutung, dass hier ein Aufpreis-Paket vorbereitet wird, ist nicht von der Hand zu weisen.
     
  22. Thomas B

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    Wo hängt denn die Gastherme im Augenblick (bzw. soll diese hängen)???

    Ich sehe i.A. nicht, dass man das LAS einfach durch die Innenräume führen kann. Ich meine: ich sehe es wirklich nicht, da ich den Grundriss nicht kenne. Technisch natürlich auch nachträglich (-> Kernbohrung in Decke) machbar...kein Thema. Aber wie verträgt sich die Abgasführung mit dem Grundriss im OG???
     
Thema:

Extrazug für Gastherme wurde nicht geplant!

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