fachentfremdeter (?) Bauingenieur in der Familie - Architekt nötig?

Diskutiere fachentfremdeter (?) Bauingenieur in der Familie - Architekt nötig? im Bauen mit Architekten Forum im Bereich Architektur; In der künftigen Nachbarschaft haben durch die Bank weg alle, die mit Architekt gebaut haben, am Ende genauso teuer bzw. sogar etwas besser...

  1. Liesepetz

    Liesepetz

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    In der künftigen Nachbarschaft haben durch die Bank weg alle, die mit Architekt gebaut haben, am Ende genauso teuer bzw. sogar etwas besser dagestanden als ohne. Daher will ich meine Ideen definitiv nicht einfach einem GU überreichen, und selbst werde ich mich trotz wochenlangen Einlesens nie so tief in die Materie begeben können, dass ich selbst wirklich gut die Vergabe von Einzelgewerken koordinieren könnte.

    Mein Vater hat in den 1970'ern für Haus- und Versorgungstechnik studiert (offiziell Diplom in "Hochbau"). Er ist seit 10 Jahren (freiwillig früh-)berentet und war auch die letzten 20 Jahre seines Berufslebens nur noch in Führungsposition bei einem Energieversorger tätig - kurzum, er ist (meiner Einschätzung nach) nicht auf dem Stand der Dinge. Er ist allerdings wirklich perfektionistisch, wenn er etwas macht, dann richtig. Sein eigenes Haus hat er Anfang der 80' er komplett selbst geplant, baubegleitet, kontrolliert und an vielen Gewerken selbst mitgearbeitet. Das Haus ist heute noch mängelfrei (und das obwohl er wegen günstigeren Angebots entgegen seiner eigentlichen Absichten mit Styropor-Schalungssteinen gebaut hat...) und fast auf KfW70 Niveau.

    Mein Vater hat mir nun für unser Bauvorhaben die Bauleitung angeboten, wofür ich sehr dankbar bin, zumal ich (wie natürlich jeder Bauherr) wirklich sparen muss, v.a. wegen Vorgabe von KfW55 und überraschend höherem Grundstückspreis. Es steht die Frage an, wieviel an "Mehr" er in der Planung sinnvollerweise übernehmen kann. Ich möchte ihn einerseits nicht breitschlagen, sich Ewigkeiten in neue Entwicklungen einarbeiten zu müssen, z.B. hat er schon angedeutet, dass er viele Berechnungen heute "nicht mehr drauf hat" (er hätte auch genug anderes zu tun). Andererseits möchte ich sein Potenzial (= auch mein Sparpotenzial) auch nutzen und nicht Dinge von ihm wegdelegieren, die auch er gut machen könnte.

    In diesem Thread geht es mir nicht darum, wie ich diese Frage einvernehmlich mit meinem Vater kläre, das kriegen wir gut hin und den Familientherapeuten haben wir zur Not auch in der Familie ;-) Auch werden wir uns selbstverständlich darüber unterhalten, wie er selbst seine Möglichkeiten und Kompetenzen einschätzt. Aber ein paar außenstehende Augen sollten dabei unbedingt mitschauen. Mir geht es daher ausschließlich um Folgendes:

    (1) Eure Einschätzungen und Anregungen, was er bei gegebener fachlicher Qualifikation und moderaten Möglichkeiten, sich in Neues einzuarbeiten, übernehmen könnte. Damit meine ich beide Richtungen: Vorschläge, was er tun könnte genau wie Dinge, von denen er die Finger lassen sollte.

    (2) Eure Einschätzungen, wie sich das inhaltlich aufteilen und man es rechtlich-vertraglich gestalten könnte, wenn bei der Planung andere Profis kostenpflichtig herangezogen werden.

    Besten Dank schonmal für die Anregungen !
     
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  3. Thomas B

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    Grundsätzlich ist es natürlich nachvollziehbar vorhandene Ptential zu nutzen. Habe ich einen Autoschrauber zm Vater, rennich ich auch nicht in eine Fremdwerkstatt um meine Reifen wechseln zu lassen.

    Aber genau da fängt es an. Ein Haus ist ja nun doch etwas aufwendiger, als ein Reifen- o. Ölwechsel. Die Materie ist sehr komplex, wird immer komplexer und technische Neuerungen gibt es im 3/4-Takt.

    Insofern sehe ich hier schon ein gewisses Fehlerpotential. Einem Fremden kann man dann immerhin die Hammelbeine langziehen...dem Vater eher nicht ganz so lang.

    Er sollte besser selber versuchen einzuschätzen ob er sich das zutraut..ich kann da sonst nicht viel zu sagen...
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 10. Januar 2014
    Ralf Dühlmeyer

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    Um mal bei Thomas Beispiel zu bleiben. Vor 30 Jahren bestand Autoelektrik aus Kabeln, Schaltern und Verbrauchern, Elektronik befand sich bestenfalls im Blinkerrelais und im Autoradio.
    Heute kommuniziert das Blinklicht hinten links übers Radio mit dem Motorsteuergerät darüber, ob der Lenkwinkelsensor das Abbiegelicht einschalten soll.
    Wer also Autoelektrik anno 1984 kann, scheitern grandios an heutigen Neuwagen.

    Ähnliches gilt im Baubereich. Luftdichtes Bauen, Blower-Door-Test, Uw-Werte von unter 1,0, und vieles anderes war da so unbekannt wie EIB oder Ethernet.
    Dampfsperren bestanden aus überlappter alukaschierter Kartonage, Rigips wurde z.T. noch genagelt, Mauerwerk wurde mit Mörtel versetzt und nicht geklebt usw usw.

    Wenn der gute Mann sich also nicht ständig auch nach der Pensionierung weitergebildet hat und sich wirklich gut im Bereich EFH-Bau auskennt, ist die Chance groß, dass es entweder Konflikte gibt, weil die Handwerker weiter sind als er oder Pfusch unendeckt bleibt, weil er vor 30 Jahren eben keiner war.
     
  5. Ortwin

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    Genau.
    Und Gipskartonplatte hieß früher Rigips.
     
  6. R.B.

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    Moment mal, zuerst geht´s um Bauleitung, dann um Planung. Ja was jetzt? Oder soll er beides machen?

    Dann kann man wohl davon ausgehen, dass es nicht darum geht Deinem Vater eine ABM zu beschaffen, sondern dass Du damit auch Kosten sparen möchtest.

    Du schreibst von GU, also hast Du ja noch einen Architekten. Ich sehe in der Planung also kein Einsparpotenzial, denn Dein Vater kann und darf diese Planung ja nicht machen. Jetzt könnte man noch über Fachplanung reden, aber auch die erfordert entsprechende Fachkenntnisse (evtl. vorhanden) und man muss auf dem aktuellen Stand sein (Normen, Vorschriften etc.). Das ist nichts in das man sich schnell einarbeiten kann. Bei einem EFH wird das Thema Fachplanung sowieso etwas stiefmütterlich behandelt, sprich der Handwerker kümmert sich darum, dass sein Gewerk fachgerecht ausgeführt wird und auch Planungsarbeiten erledigt werden so weit diese sein Gewerk betreffen (Bsp.:Eli, Heizungsbauer). Was will man da noch sparen?

    Hausbau im Jahr 2014 ist was völlig anderes als in den 70er Jahren. Heute kannst Du keinen Nagel in die Wand schlagen, ohne vorher ein Dutzend Normen zu berücksichtigen.

    So, und damit wären wir schon beim zweiten Bereich, sprich Bauleitung. Ein Bauleiter ist schon wichtig, aber gerade der Bauleiter muss ja die Arbeit der Handwerker koordinieren und überwachen. Wie will man das machen ohne selbst die entsprechenden Fachkenntnisse zu haben und die Spielregeln (Normen etc.) zu kennen? Man kann sich ja nicht wegen jeder Kleinigkeit tagelang in der Uni-Bibliothek einschließen und Normen studieren, bis man da halbwegs den Durchblick hat, steht der Bau schon. Oder man verfügt gleich einen Baustopp bis das geklärt ist, dann wird der Einzugstermin wohl im nächsten Jahrzehnt liegen (sofern die Handwerker dann überhaupt noch kommen). Was das kostet brauche ich wohl nicht zu erklären.

    Also ich bin noch auf der Suche nach dem möglichen Einsparpotenzial. Selbstverständlich kann er sich einbringen, das steht außer Frage, aber wirklich sparen wirst Du dadurch nichts.

    Jetzt könnte man noch darüber nachdenken, ob ihr teilweise Eigenleistungen erbringen könntet. Vielleicht gibt es ja ein Gewerk in dem er sich gut auskennt, dann könntet Ihr unter Anleitung so manche Arbeit selbst erledigen. Ich denke da an so Dinge wie Schlitze fräsen, Leitungen ziehen, FBH verlegen, o.ä. Dafür braucht ihr halt einen Handwerker der bei dieser Arbeitsteilung mitspielt.
    Vielleicht wäre das ein Ansatzpunkt, wobei ich das Einsparpotenzial nur schwer abschätzen kann.

    Gruß
    Ralf
     
  7. Liesepetz

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    zwei Motivationen schließen sich gegenseitig nicht aus. Klar geht es auch ums Kosten sparen, aber es macht ihm auch ein Spaß. Das Angebot kam von ihm selbst.

    Das ist Teil der Frage. Er bot sich für die Bauleitung an, könnte aber auch an der Planung beteiligt sein. Er hat Bauzeichner gelernt, danach Bauingenieur studiert. Er hat ja auch sein Haus komplett geplant.

    Noch nicht, weil die Überlegung bestand, dass mein Vater teilweise Architektenleistungen übernimmt, was er *grundstätzlich* (Einschränkungen durch aktuelle Entwicklungen) kann und schon getan hat (s.o.). Meine Überlegung war - und deshalb dieser Thread - die Arbeit zwischen Architekten und meinem Vater (natürlich kooperierend) aufzuteilen, und mit Forumshilfe Gedanken zu machen, wie das gehen könnte.

    Können - einverstanden, soweit es wesentliche technische Neuerungen betrifft;
    Dürfen - Hat er bis auf die Statik doch bei seinem Haus auch gemacht.

    Allen Antworten entnehme ich und akzeptiere, dass er sowohl bei Planung als auch bei Bauleitung nur bedingt geeignet ist, weil sich viele Dinge in den letzten 3 Jahrzehnten verändert haben. Aber Einlesen in korrekte Ausführung dessen, was heute Standard ist, wird in vertretbarem Umfang (= nur vorher festgelegte Arbeiten / Gewerke) wird auch hier machbar sein, denke ich, zumindest was Bauleitung betrifft?

    Klar, dass er sich nicht komplett auf den aktuellen Stand bringen kann. Da aber grundsätzliches Fachwissen und Verständnis der Zusammenhänge gegeben ist, wäre meine Frage: In welchem Bereich denkt ihr lohnt es sich am ehesten, sich nochmal einzuarbeiten? Sein Studienschwerpunkt war Haus- und Versorgungstechnik, er hat lange Zeit im Bereich Wasser- und Gasversorgung gearbeitet.

    also kommt hier wieder die gleiche Frage wie oben: Wo lohnt es sich denn am meisten, sich nochmal einzuarbeiten, wenn man es sinnigerweise nur auf bestimmte Bereiche begrenzt?

    Hier könnte man auch mit dem Architekten die Arbeit zumindest teilweise aufteilen, er könnte sich Dinge erklären lassen und überwachen und präsent sein, so dass er Architekt weniger da sein muss etc. - so meine Vorstellung :-)

    danke für den Hinweis, das hatten wir allerdings sowieso vor (Bodenbeläge, alles was noch über den Putz kommt an den Wänden, Sanitärobjekte einbauen). Wir haben noch einen Elektriker im Freundeskreis, der helfen würde (allerdings kein Meister, ich glaube so einer ist für die Abnahme nötig?).
    Ich wäre schon sehr froh, wenn diesbezüglich rohbaunachgeordneter Gewerke grobe Hausnummern über das Einsparpotenzial gäbe, unterstellt wir bekommen Material zu nicht nennenswert teureren Preisen als dies bei Handwerkern der Fall wäre.
     
  8. Rosmarin

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    An eine Einsparung durch Herausnahme von Leistungen beim Architekten und Übertragung an Deinen Vater glaube ich nicht, den minimalen Einsparmöglichkeiten stehen erhebliche Reibungsverluste und unklare Zuständigkeiten und Verantwortlichkeit gegenüber, lohnt nicht.
    ABER: Wenn ich jemanden hätte mit technischem Hintergrundwissen, Freude an der Sache, Managementfähigkeiten und Denkvermögen, dann würde ich denjenigen möglichst rund um die Uhr auf die Baustelle stellen. 4 Augen (des Bauleiters und Deines Vaters) sehen einfach mehr, jemand der den Überblick hat, im richtigen Moment die richtigen Fragen stellt, der mitdenkt und den großen Plan im Kopf hat, der Fragen dann beantworten kann, wenn sie auftreten (oder sie sich zumindest bis zum nächsten Besuch des Bauleiters merken kann und dann auch stellt und dafür sorgt, dass auch danach gehandelt wird) und der dadurch Fehler verhindert, bevor sie gemacht werden, das ist echt was wert und spart Stress und Ärger.
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 10. Januar 2014
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    Ganz ehrlich? Egal!

    Ich würde, sollte ich mich überhaupt auf so ein Gemenge einlassen, dafür keinen Abschlag gewähren, sondern einen Aufschlag nehmen, wenn ich das Risiko habe, mich ständig mit einem (nicht falsch verstehen) vorgestrigen Fachwissen herumschlagen zu müssen und dann auch noch die Haftung zu haben.

    Aber vor lauter Sparpotential (das ich wie oben gesagt nicht sehe) wartest Du eigentlkich nur auf eine(n), die/der sagt - mach man, wird schon hinhauen.


    Eher geht das in Richtung "Nein danke".
     
  10. Liesepetz

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    Danke für die Metapher, ich werde sie in abgemilderter Form verwenden, um mit ihm die Grenzen seiner Hilfe und die Notwendigkeit der Einarbeitung in ausgewählte aktuelle Details zu besprechen :-)

    Letzteres hoffe ich (je nachdem, für welche Form der Arbeitsteilung wir uns am Ende entscheiden) durch Hinzuziehen von up-to-date-Experten in noch zu klärendem Umfang zu verhindern. Aber ich kann meinen Vater abgesehen von fachlichen Details gut einschätzen hinsichtlich seiner Stärken und Schwächen, und aufgrund vieler Erzählungen vom Bau und seinen Erfahrungen mit den verschiedenen Handwerken versichern, dass etwas, dass vor 30 Jahren noch nicht als Pfusch oder gar als normgerecht galt, bereits dort von ihm als unzureichend angesehen und anders angeordnet wurde. Sein grundsätzliches Alles-Verstehen-Wollen und Durchdenken von Details wird sicher auch heute noch nützlich sein.

    Vielleicht gerade deshalb nehme ich den davor stehenden Hinweis dankend an. Er könnte womöglich tatsächlich Handwerker aufhalten, weil er glaubt es besser zu wissen ;-) Dem kann man aber durch entsprechende Gespräche im Vorfeld und Abstimmung mit zusätzlich herangezogenem Architekten oder Bausachverständigen sicher gut entgegenwirken.
     
  11. Baumal

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    das sehe ich auch so.
    und bei diesem undurchsichtigen gemenge würde ich auch einen aufschlag
    nehmen, eher dankend ablehnen.

    denn machen wir uns nix vor, dein vater wird auch ohne beauftragung
    täglich auf der baustelle sein, und die handwerker schalu machen.
     
  12. Liesepetz

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    @Rosmarin: Danke, das ist unter den bisherigen und auch künftig (sicher allermeistens zurecht, bitte nicht falsch verstehen) entmutigenden Rückmeldungen hier etwas, dass trotz (wenn alles gut geht) nicht bezifferbaren, vielleicht nur minimalsten monetären Vorteilen doch den Wert einer solchen Hilfe vor Augen führt und ein Stück ermutigt.
     
  13. Thomas B

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    Bedeutet dann aber für den Architekten einen ganz erheblichen Mehraufwand, weil der in Würde gealterten Kollegen erst eine Art Fort- u. weiterbldung geben müßte...so aufgerüstet geht es dann strammen Schrittes zur Baustelle...die Hälfte vergessen...etwas falsch verstanden...oder auch falsch erklärt bekommen. Eine treffliche Quelle der Fehlermaximierung. ich würde niemals (auch nicht gegen Aufgeld) so viel Zeit investieren und dann in ein Haftungsrisiko schlittern, das nicht mal ansatzweise überschaubar ist...sorry...No!
     
  14. Liesepetz

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    @Ralf Dühlmeier:
    das "Zitat" ("ich höre Euch...") kam nie aus meiner Feder. Selbstverständlich hofft jeder, der Sparideen hat, hier den Segen dafür zu erhalten. Und ich bin überzeugt, dass das auch in wenigen Fällen funktioniert. Ich bin aber gern bereit, Warnungen anzunehmen. Ich habe ja auch viel vor-gelesen und mich selbst über einige gewundert, die sich auf Teufel komm raus nicht von ihrem Weg abbringen lassen wollten. Dazu möchte ich nicht gehören. Aber bitte gestatte mir, nach Differenzierungsmöglichkeiten zu suchen, wenn pauschal von etwas abgeraten wird. Ich möchte hier einfach auch nicht voreilig aufgeben, und doch noch vorhandene, auch nur gewisse beschränkte Teile betreffende Möglichkeiten aufspüren können. Der Grundtenor ist aber angekommen und wird berücksichtigt.

    Der erste Teil Deiner Antwort war schon konstruktiver. Das ist ein wertvoller Hinweis für mich, welche Implikationen meine Vorstellungen haben, wenn ich damit einen Architekten aufsuche.
    Was erspart Dir denn als Architekt Arbeit und mir Kosten, dass ein grundsätzlich fachkundiger, aber nicht mehr auf dem neuesten Stand stehender Bauingenieur tun kann, bevor er Dich aufsucht?
     
  15. Liesepetz

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    @Thomas B:
    danke, geht in Ralfs Richtung aus Architektensicht. Wir könnte man denn so etwas ein wenig produktiver gestalten? z.B.: alles wird gemacht, wie es der Architekt sagt, er passt auf, und wenn er den Eindruck hat, dagegen wird verstoßen, wird der Architekt informiert? Also so,wie von Rosmarin vorgeschlagen, das zusätzliche Paar Augen? Hieße im Endeffekt kein Einsparpotenzial, aber größere Sicherheit da mehr Kontrolle.
     
  16. Liesepetz

    Liesepetz

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    das ist gut möglich, ich weiß nur noch nicht ob ich ein "leider" oder ein "hoffentlich" davor setzen soll...
     
  17. Liesepetz

    Liesepetz

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    ... die Frage an alle Architekten hier, ...

    ... nicht nur an Ralf:

    Was die Einbindung in der Planungsphase betrifft, könnte ja eine gründliche Vorbereitung auch Geld sparen, wenn sie den Architekten entlastet: Was erspart Euch als Architekten Arbeit und mir Kosten, dass ein grundsätzlich fachkundiger, aber nicht mehr auf dem neuesten Stand stehender Bauingenieur im Vorfeld der Beauftragung tun kann?
     
  18. R.B.

    R.B.

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    Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass ein Architekt da mitspielt. Was hätte er davon? Nichts, ganz im Gegenteil, das produziert Mehraufwand den er nicht bezahlt bekommt.

    Wir leben im Jahr 2014 und nicht mehr in den 70ern des letzten Jahrhunderts.

    Es schadet ja nichts wenn jemand auf der Baustelle ist der ein bisschen Ahnung hat. Aber ich glaube nicht an ein wesentliches Einsparpotenzial in Euro.
    Man muss zudem aufpassen, dass diese Anwesenheit nicht in ständige Diskussionen mit den Handwerkern ausufert, denn die kriegen sonst bis Abends nichts geschafft.
    d.h. so eine "Bauleitung" kann auch schnell zu einem Bremser mutieren, der den ganzen Verkehr aufhält.

    Gruß
    Ralf
     
  19. #18 Ralf Dühlmeyer, 10. Januar 2014
    Ralf Dühlmeyer

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    Es gibt eigentlich nur zwei Varianten

    Entweder, der Arcghitekt wird als "Stempelaugust" gebraucht, soll also eine komplett fertige Planung "nur" unterschreiben.
    Oder er macht alles, da ist höchstens ein bissel Choaching vorher möglich, das aber nicht honorarmindernde Auswirkungen hat!
     
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  21. ManfredH

    ManfredH Gast

    Genau.
    Und was willst du uns damit nun sagen?

    Aber überspitzt gefragt: Was nutzt denn die grundsätzliche Fachkunde, wenn sie nicht auf neuestem Stand ist?

    Wende diese Frage doch mal selbst auf das oben angeführte Beispiel von Autoelektrik an...

    Und es ist ja nicht nur ein bisschen, sondern unglaublich viel und komplex, was sich in der Zeit seit dem Berufsausstieg deines Vaters an technischen Entwicklungen und Zusammenhängen und einerseits und daraus resultierenden Vorschriften und rechtlichen Anforderungen etc. verändert und erweitert hat.
     
  22. Gast036816

    Gast036816 Gast

    da müsste ich einen nagel im kopp haben, wenn ich mich auf solch einen unfug einlassen würde. einer kann nur das sagen haben auf der baustelle. entweder du findest einen bauleiter, der den job macht oder dein vater macht das. dazwischen ist alles andere sträflicher leichtsinn für den, der den hut auf hat. was meinst du, was die berufshaftpflichtversicherung vom bauleiter dazu sagt: versicherungsschutz ist vielleicht futsch!
     
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