Fakten zum Thema Schall beim Vergleich von Porenbeton und Holzständerwand

Diskutiere Fakten zum Thema Schall beim Vergleich von Porenbeton und Holzständerwand im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo zusammen! Ich habe hier bereits einiges gesucht aber bislang noch keine passende Antwort/Aussage gefunden. Mich interessieren Zahlen,...

  1. shoxxen

    shoxxen

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    Hallo zusammen!

    Ich habe hier bereits einiges gesucht aber bislang noch keine passende Antwort/Aussage gefunden. Mich interessieren Zahlen, Studien und Fakten zum Thema Schall beim Vergleich der beiden Bauweisen "Fertighaus aus Holzständerwerk" und gemauert aus Porenbeton. Folgende Voraussetzungen sollen verglichen werden.

    Fertighaus - Aussenwandaufbau von außen nach innen:
    100mm WDVS mit Putz
    12,5 mm Gipsfaserplatte/Fermacell
    160 mm Rahmenkonstruktion auf getrocknetem, gehobeltem Holz
    160 mm Steinwollen/rockwool zwischen den Ständern
    12,5 mm Gipsfaserplatte/Fermacell
    12,5 mm Gipskarton/Rigips

    Innenwand:
    12,5 mm Gipskarton/Rigips
    12,5 mm Gipsfaserplatte/Fermacell
    100 mm Rahmenkonstruktion auf getrocknetem, gehobeltem Holz
    40 mm Steinwollen/rockwool zwischen den Ständern
    12,5 mm Gipsfaserplatte/Fermacell
    12,5 mm Gipskarton/Rigips

    Im Vergleich dazu:

    Porenbeton Außenwand von außen nach innen:
    100mm WDVS mit Putz
    175 mm Porenbeton H+H
    1,5 cm Innenputz

    Innenwände aus 115mm Porenbeton, beidseitig mit 1,5 cm Innenputz.

    Mich würde nun grundsätzlich interessieren ob, unabhängig von Innentüren o.ä., anhand dieser Angaben irgendwo Zahlen, Daten, Fakten Vorlieben, welche Variante im inneren des Hauses besser vor Schall schütz und somit "Hellhörigkeit" im Rahmen hält.

    Ich freue mich auf eure Kommentare.

    VG
    Shoxxen
     
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  3. Jan81

    Jan81

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    Also bei Porenbeton kommt es auf die Rohdichte an, aber in diesem Fall ist sind die Innenwände bei Fertighaus deutlich besser. Hier du kannst auf die Seite von einem Bekannte Rigips hersteller gehen und da gibt es viele Wandaufbauten mit dB werten und kannst du ungefähr sehen.

    Auch bei Porenbeton gibt es eine Liste mit Wand stärke, Rohdichte und dB wert.

    Man baut auch kein 175 mm Porenbeton und WDVS, ist der größte blödsinn den es gibt.
    Porenbeton mit Dämmung und Klinker, Innenwände aus Kalksandstein ... diese Komibination ist gut. Odern nur 36-40 cm Porenbeton ist auch noch ok, aber Innenwände nicht aus Porenbeton.

    Bei dem Fertighaus (in diesem Fall) sollte eine besserer U-wert rauskommen. Es fehlt hier die Installationsebene, von ca. 5 cmm. Ohne würde ich persönlich nicht machen.
     
  4. Gwenny

    Gwenny

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    Warum nur 40mm?
     
  5. shoxxen

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    Danke für eure Antworten!

    @Jan - könntest Du mir den genannten Link mit den DB-Werten mal per PN senden? Ich bin da bislang noch nicht fündig geworden. Warum ist die Kombination Porenbeton/WDVS nicht sinnvoll? Bin da für jede Erklärung dankbar, zumal das in unserer Region sehr oft gebaut wird!

    @Gwenny - ich habe die Angaben vom Hausanbieter übernommen. Was schlägst Du eher vor? Macht eine Luftschichtin Sachen Schall nicht Sinn?

    VG
    shoxxen
     
  6. Jan81

    Jan81

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    Ich müsste auch erst mal suchen. Nur auf der Seite von dem größten Porbenbeton hersteller mit Y gibt es genug Datenblätter. Problem ist halt die unbekannte Rohdichte.

    Warum man Porenbeton und WDVS nicht macht? Porenbeton hat seine Vorteil, aber in Kombination mit WDVS gibt es keine, sondern nur nachteile, dass ist der Grund ;)
    Porenbeton wird oft genommen, weil man damit billig bauen kann. Hier im Norden ist aber Poroton günstiger und wird deswegen genommen.

    Nur es macht keinen Sinn am "Dämm Stein" mit schlechter Wärmespeicher Kapazität und schlechten Schallschutz Werten zu nehmen und dann Dämmung drauf zu packen. Dämmung selber verbessert den Schallschutz so gut wie gar nicht.
    Nimm lieber Poroton mit hoher Rohdichte oder Kalksand stein. Gute Schallschutzwerte und gute Wärmespeicher möglichkeit.
    Dann nimmt man keine 100mm sondern min. 160mm WDVS.

    Wenn du dünne Wänd haben willst, dann bist du bei Holzständerwand besser dran, aber hier fehlt die Installationsebene. Und man müsste sich den Wandaufbau genau anschauen.
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Nein.

    Um was geht es denn? Um eine theoretische Betrachtung? oder soll dann auch noch ein Haus gebaut werden? Welche Anforderungen gibt es, insbesondere hinsichtlich Schallschutz?
     
  8. shoxxen

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    Es geht um eine theoretische Betrachtung bzw. Vergleich.
     
  9. shoxxen

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    Die 175mm Variante hat eine Rohdichteklasse von 0,50 (Nach DIN4109 450 kg/m3)
    Die 115mm Variante hat eine Rohdichteklasse von 0,55 (Nach DIN4109 500 kg/m3)

    VG
    Jan
     
  10. R.B.

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    Die Variante mit PB(4) wird eine Schalldämmmaß im Bereich 43-45dB erreichen. Hier kommt es noch auf das verwendete WDVS (Material) an. Dieses kann frequenzabhängig zu einer Verbesserung oder gar einer Verschlechterung führen. Es macht also einen Unterschied ob EPS, MiWo oder Holzfaserdämmplatten zum Einsatz kommen. Auch die Dicke des WDVS spielt eine Rolle. Unter Idealbedingungen kann man eine Verbesserung von 2-3dB erzielen.

    Die HRB Variante wird inkl. WDVS in der gleichen Größenordnung liegen (typ. um die 46dB). Auch hier hat das verwendete WDVS einen frequenzabhängigen Einfluss. Eine zusätzliche Installationsebene könnte helfen das Schalldämmmaß über die 50dB zu bringen.

    Bei entsprechenden Anforderungen zum Schallschutz müsste man den Wandaufbau detailliert planen, rechnen und evtl. auch noch auf seine Schalldämmeigenschaften hin simulieren. Dann wäre auch mit HRB ein Schalldämmmaß im Bereich 60dB denkbar.
     
  11. shoxxen

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    Die 175mm Variante hat eine Rohdichteklasse von 0,50 (Nach DIN4109 450 kg/m3)
    Die 115mm Variante hat eine Rohdichteklasse von 0,55 (Nach DIN4109 500 kg/m3)

    VG
     
  12. shoxxen

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    Als WDVS kommt bei beiden Varianten EPS Hartschaumdämmung zum Einsatz - Stärke 100mm.
     
  13. shoxxen

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    Als WDVS kommt bei beiden Varianten EPS Hartschaumdämmung zum Einsatz - Stärke 100mm.
     
  14. Jan81

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    Es gibt keinen Grund die Nachrichten zu duplizieren. R.B. hat doch schon geschrieben.
     
  15. shoxxen

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    Sorry!

    Welche Werte können denn für beide Varianten bei den Innenwänden angesetzt werden bzw. wie unterscheiden sich diese bei dem beschriebenen Aufbau ?
     
  16. R.B.

    R.B.

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    Die PB Variante um die 38dB (abhängig vom Putz, Stärke usw.). Die entsprechende HRB Wand kann deutlich besser werden, etwa 45-48dB. Knackpunkt wird hier die Montage sein, da kann man viel falsch machen was den Schallschutz ruiniert. Bei optimalem Aufbau wäre hier eine Schalldämmmaß > 50dB erreichbar.
     
  17. shoxxen

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    Danke für Deine Angaben. Sind dies Deine Erfahrungswerte als Fachmann oder hast Du diese z.B. berechnet ?
    Welche "Fehlerquellen" sind bei der Montage denn häufig anzutreffen bzw. was sollte man vermeiden ?
     
  18. R.B.

    R.B.

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    Die Werte lassen sich aus Labormessungen und Rechenmodellen ermitteln. Die meisten Hersteller veröffentlichen auch Informationen zum Schallschutz. Schwierig wird es bei einem komplexen Wandaufbau da sich jedes Material etwas anders verhält, und man durch das Aneinanderfügen von Schichten nicht einfach die Schalldämmwerte addieren kann. Wenn man´s genau machen möchte, müsste man jede Kurve (Schalldämmwert über Frequenz aufgetragen) analysieren.

    Da gibt es keine pauschalen Empfehlungen, aber die Verarbeitungsrichtlinien der Hersteller sind schon sinnvoll. Die Thematik ist einfach zu komplex als dass man hier mit ein paar Sätzen Lösungen präsentieren könnte. Als Kunde sollte man einfach den Schallschutz vertraglich vereinbaren, den Rest muss der Profi sicherstellen. Anhand der vertraglichen Vereinbarung lässt sich dann jederzeit Erfolg bzw. Misserfolg ermitteln. Je besser der Schallschutz vereinbart ist um so geringer ist das Risiko dass man später enttäuscht ist. Falls Schalldämmung höchste Priorität hat lohnt es sich auch einen entsprechenden Fachplaner zu beauftragen. Der muss dann die gestellten Hausaufgaben in eine praktikable Lösung umsetzen.
     
  19. shoxxen

    shoxxen

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    Zu weit ins Details gehen möchte ich gar nicht, deine Angaben / Werte haben mir schon sehr geholfen.
    Kann man einen ähnlichen Vergleich auch für die unterschiedlichen Geschossdecken - Holzbalken im Vergleich zur Stahlbetonfertigdecke - anstellen bzw. gibt es hier auch je nach Aufbau Labormessungen / Rechenmodelle ?
     
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  21. R.B.

    R.B.

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    Ja, kann man. Bei Geschossdecken hat aber das Thema Trittschalldämmung einen höheren Stellenwert, während man bei Wänden sich vorwiegend dem Luftschall zuwendet. Zudem spielen bei einer Decke auch so Dinge wie Abmessungen eine wichtige Rolle, da kommen dann noch so Sachen wie Schwingungsnachweis, Eigenresonanzen usw. in´s Spiel, zumindest wenn man´s richtig machen möchte. Das kann bei einer Holzbalkendecke zu "ganz tollen" Ergebnissen führen. In der Praxis werden solche Dinge gerne ignoriert, frei nach dem Motto, der Wohnzimmertisch bewegt sich ja nicht. Wenn dann aber mal ein paar Leute in der Bude darüber durch die Gegend rennen sieht´s plötzlich ganz anders aus.

    Bei einer Betondecke verhält es sich wieder ganz anders. Die lässt sich durch Luftschall kaum beeindrucken, kann aber beim Trittschall die Bewohner in den Wahnsinn treiben. Deswegen gilt es hier den kompletten Bodenaufbau zu analysieren.

    Schallschutz ist halt etwas mehr als nur ein paar dB miteinander zu vergleichen.
     
  22. shoxxen

    shoxxen

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    Es ist ein sehr komplexes Thema, das merke ich schon so ;-)
    Kannst du denn auch hier auf ca. Werte zugreifen, wenn ich Dir hier wie bei den Wänden den entsprechenden Bodenaufbau beider Varianten nennen könnte?
     
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