Fassade sanieren, Wärmedämmung?

Diskutiere Fassade sanieren, Wärmedämmung? im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich habe hier zu meiner Fassade (Rissbildungen- 4mm Größe) schon mal viel Hilfe bekommen, deshalb hoffe ich auch jetzt nützliche Tipps...

  1. Crispin

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    Hallo,

    ich habe hier zu meiner Fassade (Rissbildungen- 4mm Größe) schon mal viel Hilfe bekommen, deshalb hoffe ich auch jetzt nützliche Tipps zu bekommen.
    unser EFH steht genau 8 Jahre, auf Grund von Schlampereien der ausführenden Firma (Gutachten , Gerichtsentscheidung) sind an unserer Aussenfassade wunderschöne Rissgeometrien zu sehen.

    Aufbau lt. Vertrag: Sakret Aussenputz, einschliges Mauerwerk nach DIN 1053, Porenbeton 36,5mm, Innenputz

    Ursache: z.t. nicht vollflächige Verklebung der Lagerfugen, fehlenden Amierungsgewebe, Deckputz keinesfalls Sakret, sondern 1mm Körnungsmaterial mit Fassadenfarbe versetzt, fehlende wasserabweisende Eigenschaft, Putzdicke 8mm !!!, sehr vereinzelt Putzhohllagen

    Sanierungsvorgabe Gutachter: Entfernung alter Putz, Verpressung der nicht vollflächig verklebten Lager/Stossfugen, Reinigung Putzgrund, Aufbringung neues Putzsystem

    Da nunmehr 8 Jahre vergangen sind, gibt es sicherlich zwischenzeitlich andere Vorgaben hinsichtlich Dämmung. daher würden wir nun gerne auch Dämmung anbringe, wenn wir denn schon mal bei sind. Was würdet Ihr uns da empfehlen? es haben sich bereits einige "Fachformen" angeschaut.5 Firmen = 5 Meinung , geht von muss keine Dämmung bis jede Variation von Stärken.
    Als "Aussenbelag" soll entweder wieder ein Reibeputz 2mm Körnung oder Riemchen aufgebracht werden.
    1. Was würdet Ihr als geeignetes Wärmedämmverbundsystem empfehlen? Natürlich nach erfolgter Risssanierung!
    2. Ist auch eurer Meinung nach eine komplette Entfernung des Putzes notwendig oder würde eine Sanierung im Bereich der Risse genügen und darauf dann neues Putzssystem mit entsprechendem Gewebe (eine Firma sprach von Panzergewebe)

    Würde natürlich ungerne wieder reinfallen und wäre daher für Tipps dankbar. natürlich ist mir klar, dass das alles Ferndiagnosen sind, ohne die Wand wirklich gesehen zu haben.

    Danke!
     
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  3. #2 ReihenhausMax, 24. Juni 2011
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    Wenn Du schon die Vorgabe vom Gutachter hast, scheidet doch eine
    alleinige Sanierung der Risse aus. Vielleicht sieht es in Verbindung mit der
    Dämmung anders aus, aber auch da würde ich mich nicht auf das
    Urteil eines Handwerkers verlassen wollen.
     
  4. Crispin

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    Ja das Urteil des Gutachters habe ich, deshalb bin ich auch der Meinung das alte Zeugs muss runter.:hammer:

    Meine Frage hinsichtlich des Wandaufbaus insbesondere der Stärke der sinnvollen Dämmung ist daher vorrangig.:bau_1:
    Und da gibts eben alles: nach dem Motto 5 Handwerker = 5Meinungen, von a= keine Dämmung erfor
    derlich bis z= dat kann gar nicht dick genug werden, rauf was der Markt nur eben her gibt

    Aber trotzdem Danke für die Antwort!
     
  5. #4 ReihenhausMax, 24. Juni 2011
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    Das Niveau der Dämmung würde ich abgesehen von dem was die EneV eh vorschreibt,
    davon abhängig machen, wie es sonst aussieht und was Du da ggf. mittelfristig noch investieren willst. Kellerdecke gedämmt? Umfang der Dämmung im Dach? Einbaulage der Fenster, ... Der vorhandene Dachüberstand ist sicherlich auch ein Faktor.
     
  6. #5 Hundertwasser, 24. Juni 2011
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    Kommt darauf an wohin du willst. Auf jeden Fall müsste ein WDVS gedübelt werden, egal ob der Putz runter kommt oder nicht. Stand der Technik sind versenkte Dübel um spätere Abzeichnungen zu verhindern und da musst du in der Regel mindestens 8 cm Dämmen damit genug "Fleisch" unter den Dübeln sitzt.
    Möglicherweise wäre ein System mit Schienenbefestigung das Richtige weil hier der Putz normalerweise nicht abgeschlagen werden müsste. Hat sich dazu dein Gutachter mal geäußert? Ein Schienensystem kostet etwas mehr als ein normales WDVS, spart aber die Putzentfernung und -Entsorgung.
     
  7. Crispin

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    Die Idee ist mir ja sympatisch *g*:bounce:
    Also Das Dach ist wie folgt dedämmt:18cm Wärmedämmung (Mineralwolle zw. den Sparren) , Dampfsperre und dann Gipskarton drauf auf Lattung.
    Dachüberstände betragen im Traufbereich einschließlich Dachrinne ca. 70cm und im Giebelbereich ca. 30cm. Dies wollten wir bewußt etwas größer als normal. Also Platz für Dämmung wäre da und Fensterbänke sollte nicht das Thema sein.

    Unter einem System mit Schiennebefestigung kann ich mir nicht so recht was vorstellen. Haste da evtl. nen preaktischen Beispiel mit nem Link oder so? Meinste wir müssten dennoch eine Risssanierung durchführen oder würde ein "verschließen" reichen?
     
  8. #7 Hundertwasser, 24. Juni 2011
    Zuletzt bearbeitet: 24. Juni 2011
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    Setz dich am besten mit deinem Gutachter in Verbindung und kläre ab, ob der Putz überhaupt saniert/entfernt werden muss wenn ein WDVS aufgeklebt wird. Wenn der Putz nur Risse aufweist und ansonsten hält muss m.E. (aus der Ferne betrachtet) der Putz weder erneuert noch entfernt werden. Dann sollte es genügen, ein WDVS darüber zu kleben und zu verdübeln.

    Bei den Schienensystemen erfolgt die Befestigung über Schienen die im Mauerwerk verdübelt werden. Eine Verklebung aus statischen Gründen ist hier nicht erforderlich, allerdings wird zur Aussteifung der Dämmplatten ein Klebepunkt pro Platte gesetzt. Hier kannst du dir eine Broschüre herunter laden, da ist auch ein Schienensystem beschrieben (System 2).

    Die richtige Dämmstoffstärke solltest du dir aufgrund der aktuellen Anforderungen der ENEV berechnen lassen. aber wegen der Dübel bitte minimum 8 cm. Denke auch an Montagebefestigungen (siehe auch den zweiten Link)
     
  9. Crispin

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    Dankeschöööööööön, der Link war sehr informativ und hat meinen Horizont enorm erweitert.
    Haste ne Ahnung ob man die Stärke des Dämmstoffes auch online berechnen kann?

    Ein Problem zeigt sich mir noch auf und ich wette auch darauf hast Du bestimmt eine gute Antwort.
    Ich habe eine Gelenkarm- Markiese an der Wand. Wie wird die denn nachher befestigt. Muss ich da auf nen speziellen Unterbau achten? Jetzt liegt das Teil ja an der Massiven Wand an, später ja dann am WDVS?

    wünsche schon mal schönes Wochenende......
     
  10. #9 Hundertwasser, 25. Juni 2011
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    Schau mal bei meinem zweiten Link unter "Ergänzungsprodukte". Dort sind sog. Schwerlastkonsolen zu finden. Die sollten das Richtige für dich sein. Die werden aus der Dämmung ausgespart und in der Wand verschraubt, überarmiert und überputzt. Danach kann die Markise in den Konsolen befestigt werden. Beim Hersteller nachfragen, welche Last auf die Befestigungspunkte einwirkt.
     
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  12. Crispin

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    Dankeschöön,
    hast Du dieses Produkt lt. Link - ik glaube ik darf den Namen nicht nennen ne- schon mal praktisch verarbeitet?
    Wir haben den Buntsteinputz dieser Fa. im Innenbereich Flur verarbeitet, und der schaut noch nach 8 Jahren traumhaft aus und war sehr gut zu verarbeiten.

    Ist es generell egal, was ich dann letztlich draufbringe auf das WDVS, Putz oder Klinkerriemchen? Oder benötigen Klinkerriemchen dann wieder spezielle Konstruktionen an WDVS.
     
  13. #11 Hundertwasser, 26. Juni 2011
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    Wenn ich mich nicht in diesem Forum herumtreibe dann berate ich Architekten und Wohnungsbaugesellschaften für jene, nicht genannte Firma.

    Der Aufbau bei Klinkerriemchen ist generell der gleiche. Jedoch werden normalerweise die Dämplatten geklebt, dann gedübelt und hinterher armiert und verputzt. Bei Klinkerriemchen werden die Dämmplatten verklebt, armiert und die Verdübelung erfolgt in die frische Armierung, durchs Gewebe hindurch (Teller leigt außerhalb des Gewebes). Logischerweise können die Dübel dadurch nicht mehr versenkt werden.
     
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