Fassadenvariationen

Diskutiere Fassadenvariationen im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Servus miteinander, ich bin Student und habe zurzeit die Aufgabe, eine Fassade für eine Halle (Schreinerei) zu entwerfen. Spezifikationen:...

  1. Makaroni

    Makaroni

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    Servus miteinander,
    ich bin Student und habe zurzeit die Aufgabe, eine Fassade für eine Halle (Schreinerei) zu entwerfen.
    Spezifikationen:
    25x15m, lichte Höhe 5m, Primärtragwerk ist ein Fachwerk über 15m (blödsinning, aber Teil der Aufgabenstellung), Höhe bis Sekundärtragwerk 6,25m
    Holzbauweise, Abstand der Stützen zueinander 5m, Abstand der Sekundärtragwerksbalken zueinander 1,25m.

    Fassade soll der ENEV2014 entsprechen und eine hinterlüftete vorgehängte Fassade sein.

    Die äußere Fassadenschicht soll Holz sein.

    Nun zum Dämmmaterial und den Innenwänden.

    Eine Variation ist Mineralwolle, Hersteller etc hab ich schon.
    Hierzu eine Frage:
    Kann man für die Dämmschicht ohne größere Probleme das Tragwerk als Montagegrund verwenden oder bekommt man da Probleme mit Versteifungen/Wärmebrücken etc?

    Als zweite Variation hätte ich an Holzwolleleichtbauplatten gedacht. Welche Hersteller würden sich hierfür anbieten, bzw eignen sich HWLs für eine VHF? Heraklith wurde mir hier als Marktführer genannt, allerdings habe ich da nur Stahlkassetten-Dämplatten gefunden.


    Und als letzte Frage:
    Was würde sich für die Innenwand eignen?

    Das ganze soll für eine Schreinerei sein, also sollten die Wände kleinere Stöße aushalten.
    Bisher hab ich an Rigipsplatten oder 3-Schichtplatten gedacht.
    Hier stellt sich wieder die Frage nach dem Hersteller.
    Falls sich diese nicht anbieten, was gibt es für Alternativen?

    Sind ne ganze Menge Fragen, ich hoffe ihr könnt mir hier ein wenig weiterhelfen.

    Vielen Dank schon mal im Voraus.

    PS: Ich habe nicht vor, hier eine perfekte Lösung für die Abgabe abzuholen, sondern nur ein paar Infos bezüglich Materialien und Dingen die zu beachten sind. Profis fragen halte ich für eine durchaus legitime Art der Recherche.
     
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  3. Kalle88

    Kalle88

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    Deckelschalung auf Kreuzlattung, Holzweichfaser aufs Tragwerk, innen mit Holzwolle ausflocken, OSB und Gips. Beim Gips die 3 Flankenhaftung vermeiden und die OSB als Dampfsperre verwenden. Zur Statik, da gibt es qualifiziertere Meinungen.

    Edit sagt: Sollten die Leitungen versteckt sein Installationsschicht berücksichtigen.
     
  4. Friedl1953

    Friedl1953

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    Ist den HRB die Aufgabenstellung? Hier wäre Holzmassivbau prädestiniert.
     
  5. Makaroni

    Makaroni

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    Vielen Dank schonmal.

    Da ich mit den Begriffen noch nicht so ganz vertraut bin, um sicherzugehen:
    Holzfassade, darunter die Kreuzlattung für die Hinterlüftung, dann die HWF am Tragwerk befestigen, den Zwischenraum mit Holzwolle füllen, und als Innenwand dann OSB mit Gipsverkleidung?

    Installationsschicht muss nicht berücksichtigt werden, das Ganze ist eher als Anschauung gedacht (Fenster, Türen, Auskragung vom Fachwerk für den Witterungsschutz können vernachlässigt werden).

    Teil 1 der Aufgabe war es, ein Tragwerk für die Halle zu bauen, weniger um eine sinnvolle Konstruktion zu machen, sondern um unter Beweis zu stellen, dass wir in den Vorlesungen aufgepasst haben und das ganze anwenden können. Daher auch die Anforderung, trotz der eher kleinen stützenfreien Breite von ca. 10m ein Fachwerk einzusetzen.
     
  6. Gast036816

    Gast036816 Gast

    Kalle - eine werkstatt innen doch nicht mit gipsbauplatten. für eine werkstatt ist das material zu empfindlich.

    @ Makaroni - konstruiert dein prof. noch im raster 1,25 m?
     
  7. Kalle88

    Kalle88

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    Will ich jetzt nicht bestreiten, aber da muss du schon echt nen Dösskopp seien, da ein Schaden hin zubekommen. Ist bei uns in der Werkstatt auch und bis dato steht noch alles ;) Was würdest du denn nehmen? Gipsfaser?
     
  8. Makaroni

    Makaroni

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    Wir konnten uns entscheiden zwischen 1m Raster und 1,25, fürs Tragwerk mussten wir 3 Entwürfe abgeben. Allerdings wurde gesagt dass 125mm das normale Holzbauraster ist.

    Zur HWF noch eine Frage:
    Welche Hersteller kämen dafür in Frage?
     
  9. Kalle88

    Kalle88

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    Gutex, Steico und Schneider - um mal alle bekannten zu nennen. Ist hier aber nicht gern gesehen ;) Also wirds da nicht lange stehen.
     
  10. Makaroni

    Makaroni

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    So lang ichs seh. Vielen Dank. :)
     
  11. Kalle88

    Kalle88

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    Evtl. noch paar Akzente setzen, für die Holzfassade. So ne Fassade in der Länge wirkt leicht erschlagend...
     
  12. Makaroni

    Makaroni

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    Für die Fassade war geplant, 4 verschiedene Holzsorten in unterschiedlichen Helligkeitstönen herzunehmen (oder 1-2 Sorten in verschieden hellen Lasuren).
    Da ja auch Architekten mitbewerten, die gerne interpretieren, sozusagen "um die Vielfältigkeit des Betriebs darzustellen". ^^
    fassadenmuster.jpg
     
  13. Kalle88

    Kalle88

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    Dann kannst auch gleich die Fassade mit Meteon machen... aber is ja nicht Aufgabe :D

    Gut, da fehlt mir wohl die "architektonische Ader" um sowas schön zu finden... Würde eher unterschiedliche Verlegearten/ Metrialarten mit einander kombinieren. Anstatt eine durchgehende Fläche in unterschiedlichen Farbtönen.

    Im übrigen sind Lasuren für den Popo. Wenn dann nimm unterschiedliche Öle, die ziehen wesentlich tiefer ein.
     
  14. Friedl1953

    Friedl1953

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    Nachdem mir die Aufgabenstellung immer noch nicht ganz bewußt ist mal frei von der Seele.
    - 15 m breit 25 m lang
    - 3 Fachwerkgebinde mit eingegabelten Pfosten (Fachwerk ist nicht blöd, gibt eine lockere Ansicht , sind eben keine 3 Holzklumpen).
    - die Außenwände rundum aus BSP
    - keine Aussteifungen, Sekundärträger usw sondern über die 3 Fachwerkbinder und die bieden Giebelwände BSP legen (musst natürlich bei der Montage Hilfsverbände machen)
    - Innen alle Holzflächen Industriesicht, Elektro in einer Produktionshalle grundsätzlich Aufputz
    - Bei fachgerechter Verarbeitung ist die Halle dann luftdicht, die Holzflächen können über Abbrand gerechnet werden, die Brandschützer freuts (Brandschutzgutachten)
    - Dann Wände und Dach nach dem geforderten Wärmeschutz mit Doppelstegträger beplanken, darauf eine Holzweichfaserplatte als Windschutz im im Dach als Unterdeckung.
    - dann alles komplett ausblasen
    - aufs Dach Konterlette, Latte und Dacheindeckung nach Wahl
    - Wände Latte, Latte, Latte je nach der Fassadenverkleidung
    - als Fassade (Kalle bitte sei mir nicht böse) finde ich Boden/Deckel Schalung ein bisschen hausbacken und ausgelutscht. Da würde ich das etwas spannend z.B. mit waagrechter Rautenschalung im Wechsel mit Platten (Kerto, Dreischicht, Trespa, Eternit, Schindeln:wow) was auch immer machen.

    Zwei Schreinereien in Holzbauweise, die eine komplett in BSP, die andere gemischt aus HRB, BSP und BSH und übrigens auch mit Fachwerkträger siehst Du da:

    http://www.wir-leben-haus.de/images/news/die holzschmiede.pdf
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/e...r-vereinen-handwerk-und-hightech/7329232.html

    Falls interessant könnte ich noch welche recherchieren.

    Aber ob das mit Deiner Aufgabenstellung übereinstimmt :bef1007:
     
  15. Gast036816

    Gast036816 Gast

    zum raster: für mich ist das 1.250 mm raster antiquiert. das 1.200 mm raster ist wesentlich flexibler. vor allem im ausbau.

    zum material: warum sollte man beim holzbau auf der innenseite das material wechseln? wenn auch noch bei einem holzverarbeitetenden betrieb.

    ich habe einige werkstätten mit gipsbauplatten innen gesehen. die meisten ecken und kanten sahen grauenhaft aus nach kleinsten stoßbelastungen.
     
  16. Friedl1953

    Friedl1953

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    Das finde ich jetzt spannend, habe in meiner Fertighauszeit dazu gerade gegenteilige Erfahrungen gemacht. Sogar die Liefermaße von Holzfaserdämmunen sind auf 1,25 ausgelegt. Oder Holzplatten, die nordischen und US Maße Breitenmaße, die eher darauf ausgelegt sind, sind hier fast komplett vom Markt verschwunden. Führt aber hier wohl zu weit das auszudiskutieren.

    Einer der Gründe warum hier für mich nur Massivholzbau in Frage käme. Bevorzugt Brettsperrholz, oder auch Brettschichtholz (gibt ein paar Gründe die dagegen sprechen), oder Brettstapel (gibt aber noch ein paar zusätzliche Gründ die dagegen sprechen).
     
  17. Gast036816

    Gast036816 Gast

    wann war denn deine fertighauszeit?
     
  18. mls

    mls Bauexpertenforum

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    aus was willst du denn 1,20 rastern?
    das ist, spätestens wenn´s an kosten und bauzeiten geht, genauso
    "sinnvoll" wie unreflektierter brettsperrholzeinsatz.

    nebenbei: es kann gute gründe geben, primär über die längere
    richtung zu spannen - zb mögl. erweiterungen oder besondere
    anforderungen aus sekundärtragwerk oder aus oberlichten (wg
    himmelsrichtung) oder grosser, traufseitiger toröffnung (ich
    meine nicht 5m-tore..)

    gehört zur statischen aufgabenstellung auch die aussteifung?
    welcher prof? ;)
     
  19. Friedl1953

    Friedl1953

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    @ rolf - eben!! Anfang 1,25, einer unserer Konzerntöchter baute auf 1,2 auf und das wurde verworfen, dann 81fünf (die gibt es heute noch) das Raster 81fünf ist heute kein Thema mehr, jetzt wieder 1,2 und deshalb spannend. Würde mich interessieren wo genau die Argumente liegen um hinzu zu lernen.

    @mls wie unreflektierter brettsperrholzeinsatz

    Ich kenne Deine Einstellung und finde es schon spannend wie du mit einem Schlagwort das nieder machst.
     
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  21. Gast036816

    Gast036816 Gast

    wer kommt denn auf das 815-er raster? da bekommt man/frau gerade mal die wc-türen der bundesbahn rein!

    mls - bei der kleinen kiste hier lohnt das rastern eigentlich nicht. die wenigen elemente, die man vorfertigen kann, sind auch noch individual beherrschbar.
     
  22. mls

    mls Bauexpertenforum

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    doch. das lohnt.
    1m20 ist kein raster, das is ne krankheit.
    1m25 .. naja. schon besser, aber das licht scheint ab 2m50,
    erst recht bei 5m.
    die vorteile beginnen bereits im kleinteiligen hausbau, bei
    grossen (dach- oder) wandflächen hat der markt die frage
    beantwortet.

    @friedl: den hinweis auf unreflektierten brettsperrholzeinsatz
    (u.a.) kannst du bei erfordernis jederzeit haben.
     
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