FBH-Verteiler im Keller?

Diskutiere FBH-Verteiler im Keller? im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, in meiner Baubeschreibung steht "Wärmeverteilung erfolgt über eine Fußbodenheizung (alle Räume) bestehend aus...

  1. #1 Duesseldorfer, 13. November 2013
    Duesseldorfer

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    Hallo zusammen,

    in meiner Baubeschreibung steht "Wärmeverteilung erfolgt über eine Fußbodenheizung (alle Räume) bestehend aus Mehrschichtenverbundrohr. Der Fußbodenheizungsverteiler wird aus Platzgründen zentriert dem Wärmepumpenaufstellplatz (Keller) zugeordnet.". Sprich es stehen keine Verteiler auf den Etagen, sondern alle Rohre für die FBH führen vom Keller in EG,OG,DG.
    Meine Frage wäre: Ist das gängige Praxis, um den Platz für die Verteiler in den einzelnen Etagen zu sparen? Oder handle ich mir damit irgendwelche gravierenden Nachteile ein?

    Lieben Gruß,
    Markus
     
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  3. R.B.

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    Ich finde diese Lösung nicht prickelnd. Für das EG wäre das noch denkbar, aufgrund der Nähe zum Keller bzw. Wärmeerzeuger, aber auch für OG und DG? Da legt man dann dutzendweise Rohre vom Keller in´s DG, die müssen alle noch gedämmt werden usw. Das bedeutet unnötig viel Aufwand. Da ist es sinnvoller im DG einen Verteiler zu setzen, diesen mit einem dickeren Rohr anzufahren, dann hat sich das.

    Je nachdem wie die FBH dimensioniert wird, braucht man für je etwa 10m2 einen eigenen Kreis damit das Rohr nicht zu lang und der Druckverlust nicht zu hoch wird. Dazu dann noch einmal die Strecke in den Keller, da kommen schon einige Meter zusammen. Hat das DG beispielsweise 80m2, dann wären das 8 Kreise mit je 2 Rohren, macht bereits 16 Rohre die in´s DG geführt werden müssen. Das gleiche vielleicht noch im OG, dann gehen 32 Rohre durch´s EG in den Keller + die Rohre für das EG selbst.

    Wenn man so etwas macht, dann riecht das nach Sparauslegung, sprich möglichst wenig Kreise und damit möglichst wenig Rohre. Das wiederum bedeutet höhere Vorlauftemperatur, und das ist gerade bei einer WP keine so gute Idee.

    Gruß
    Ralf
     
  4. ralf9000

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    Und mit der Entlüftung, bist Du alle Luft mal am Ende raus hat und es dann keine Rolle mehr spielt, wirst Du Deine Freude haben. Du solltest für die Etagen über dem Verteiler für jeden Strang eine Entlüftungsmöglichkeit am höchsten Punkt haben. Dann kann man allerdings auch direkt Verteiler hinbauen ...
     
  5. #4 Duesseldorfer, 13. November 2013
    Duesseldorfer

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    Hallo Ralf,

    danke für dein Posting. Dazu noch eine Frage: Kann man bei der Planung des Hauses bzw. der entsprechenden Anlage im Vorhinein die Vorlauftemperatur präzise berechnen und festlegen? Weil dann könnte der BT ja vor Vertragsabschluss angeben, wie viele Kreise verlegt werden und welche Vorlauftemperatur anliegt?

    Gruß,
    Markus
     
  6. Gast340953

    Gast340953 Gast

    Wenn nicht während der Planung, wann dann? Man hat ja dann schon alle Daten für die Heizlastberechnung und den Energiebedarf.
    Ich denke Du kannst das vom Bauträger ändern lassen, es wird allerdings ein Aufpreis fällig werden für die Umplanung.
     
  7. Julius

    Julius

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    Der sich aber lohnt (wenn im Rahmen).
    Wenn nicht im Rahmen, dann BT wechseln (da ist dann mehr im Argen)...

    Wurde der BT-Vertrag schon in Deinem Auftrag rechtlich und baufachlich von Drittem geprüft?
     
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  9. rokker33

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    Hi Duesseldorfer,

    außer meiner Sicht ist das *nicht* gängige Praxis. Ich persönlich würde einen Gutachter oder SV einschalten (paar 100€) -- vielleicht meldet sich hier im Forum ja auch noch ein erfahrener HB.

    Ich würde das Thema sehr ernst nehmen (s.o. SV / Gutachter): egal was die Auswirkungen sein werden, bei der Heizung wirst Du keinen Rückbau hinbekommen. Wenn also etwas nicht paßt, dann wirst Du mit der Lösung leben müssen.

    Mögliche Probleme aus meiner Sicht: schwierigere Bauausführung (s.o.), höhere notwendige Pumpenleistung wegen kleinerer Rohre, Wärmeverluste (s.o.), Probleme beim hydr. Abgleich (?) ...

    P.S. habe bei der Sanitärplanung nicht genau hingeschaut und habe ca. 60m WW Leitung vom Speicher bis zur Zapfstelle in der Küche (in DHH). Das funktioniert nur, wenn die Zirkulationspumpe alle 10 min läuft, im Gast WC dauert es trotzdem noch lange, bis WW kommt. :mauer
     
  10. #8 Achim Kaiser, 18. November 2013
    Achim Kaiser

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    Das ist schon hinzubekommen.

    Das *Problem* mit solcher Anordnung des Verteilers liegt woanders.
    Die Anlage ist äusserst schlecht in Betrieb zu nehmen und die Wahrscheinlichkeit dass einzelne Kreise - bevorzugt im DG - ausfallen ist hoch.

    Das Hauptproblem ist *Luft*.

    Die Fließgeschwindigkeit in den FBH-Rohren ist regelmäßig zu gering um Luftblasen und Perlen über 2 Stockwerke oder ca. 5 m mitzureissen und an den Entlüftungspunkten auszutreiben.
    Kommt es zu Lufteinträgen so sammeln sie sich mit ziemlicher Regelmäßigkeit in dem Heizkreis mit der geringsten Fließgeschwindigkeit und der größen Höhendifferenz.

    Mit schnöder Regelmäßigkeit sind dann die zu treffenden Maßnahmen um die Anlage wieder in Gang zu kriegen von Übel ... vor allem wenn die Anlage noch inhibiert ist. Das braucht man nicht wirklich an der Backe haben wollen.

    Ich baue sowas nicht ... vorher gebe ich den Auftrag zurück bzw. nehme ihn nicht an.
    Zwei Anlagen im Bestand an denen solche Glanzkonstruktionen gebaut wurden reichen mir da vollkommen ....

    Gruß
    Achim Kaiser
     
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