FBH wieder aktivieren (überhaupt möglich?) oder Heizkörperrohre dämmen oder... ?

Diskutiere FBH wieder aktivieren (überhaupt möglich?) oder Heizkörperrohre dämmen oder... ? im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, wir haben uns ein EFH Baujahr 1995 gekauft. Derzeit sind wir am renovieren und haben eine Menge Dreck im gesamten Haus (wohnen noch...

  1. BauWerk

    BauWerk

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    Hallo,

    wir haben uns ein EFH Baujahr 1995 gekauft. Derzeit sind wir am renovieren und haben eine Menge Dreck im gesamten Haus (wohnen noch nicht drinnen). Dabei sind wir auch über die Heizung gestolpert und wissen nicht so richtig was wir tun sollen, da unserer Meinung nach einige Unstimmigkeiten vorhanden sind... Geheizt wird mit Gasheizung im Keller. Wasserführender Kamin und Solartherme sind auch verbaut. Wände sind aus 18 cm Leichtbeton (Blähton) und 8cm Dämmung mit Putz von außen.

    Im EG und DG wurde beim Bau eine FBH verlegt, im Keller normale Heizkörper. Die damaligen Eigentümer haben nach einigen Jahren die FBH abgeklemmt, da es Ihnen vor allem im DG nicht warm genug wurde. Ihnen wurde damals gesagt die Leitungsquerschnitte der FBH im DG sind zu klein. Ich hab mal nachgemessen: Innendurchmesser 8mm und außen ca. 11,5mm. Im EG wurde dickere Leitungen verwendet: innen 12mm und außen ca. 15mm. Meiner Meinung nach gibt es aber mit der FBH noch ein weiteres Problem: Im gesamten Haus sind die Thermostate ca. 15cm über dem Boden angebracht und nicht wie üblich auf Höhe der Lichtschalter... Messe ich durch die tiefe Position nicht die Strahlungswärme vom Boden und damit nicht wirklich die Raumtemperatur? Kann es also sein das die Regelung der Raumtemp. so gar nicht wirklich funktionieren kann? Über den Abstand der Leitungen im Boden kann leider keine Aussage getroffen werden, da der Estrich schon gegossen war, als die Eigentümer das nächste mal am Bau anwesend waren... Neben Leitungsquerschnitt und Thermostat die 3. Fehlerquelle?

    Im EG und DG wurde komplett auf Wandheizkörper umgestellt. Die Leitungen für das EG verlaufen im Keller unter der Decke mit Isolierung, stört uns dort nicht weiter. Im DG verlaufen die Leitungen (28er Kupferrohr) für Vor- und Rücklauf an den Außenwänden hinter der Sockelleiste von Zimmer zu Zimmer. Was uns daran stört: Die Leitungen sind ungedämmt und die Sockelleisten sehen durch die Größe bescheiden aus.

    Was also machen? FBH im DG und EG wieder in Betrieb nehmen und Thermostate höher setzen und hoffen das Problem behoben ist? Damit würden wir optisch die schönste Lösung erzielen da alle Heizkörper wegfallen... Leitungen liegen natürlich noch im Boden.

    Oder: Heizungsrohre im DG dämmen? Kann man diese evtl in der Wand verlegen (waagerecht schlitzen)? Kniestock ist 80cm. Im DG machen wir grade die Bodenbeläge neu, wäre es ratsam den Estrich aufzuschlitzen und dort die Leitungen zu den Heizkörpern zu verlegen? Den Estrich würden wir dann wieder verschließen. Im EG würde alles so bleiben.

    Oder: Heizkörper im DG lassen (halt irgendwie dämmen) und im EG wieder auf FBH umstellen (Thermostate höher ist klar). Dort liegen ja dickere Leitungen im Boden und war früher laut Aussagen der Eigentümer ausreichend warm.... So wären wenigstens im EG die Heizkörper verschwunden. Im Heizungskeller müssen dann verschiedene Heizkreisläufe hergestellt werden.

    Was meint Ihr? Andere Ideen? Zustimmungen oder Ablehnungen?
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Ich glaube nicht, dass durch ein Verändern der Position der Thermostate das Problem gelöst ist. Vermutlich gibt es hier eher ein hydraulisches Problem mit den dünnen Röhrchen. Die weisen hohe Druckverluste auf, und das muss man berücksichtigen. Werden dann noch Kreise gemischt, dann wird´s erst richtig interessant.

    Man könnte jetzt verschiedene Versuche anstellen, aber ehrlich gesagt glaube ich nicht daran, dass Du hierdurch einen großen Vorteil erzielst. Der Gastherme ist es egal ob sie eine etwas höhere Heizwassertemperatur erzeugen muss.

    Heizrohre würde ich dämmen, aber nicht einfach in die Wand schlitzen. Das Thema Schlitzen von Mauerwerk wurde hier schon ausführlich besprochen.

    Gruß
    Ralf
     
  4. BauWerk

    BauWerk

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    Vielen Dank für die Antwort. Der Gastherme ist es egal, ich würde aber gerne die Heizkörper loswerden oder zumindest die Rohre im DG „verschwinden“ lassen.

    Kann ich denn irgendwie vorher klären ob es am hydraulischen Abgleich lag, das es nicht richtig warm wurde? Vielleicht durch gezielte Fragen an die alten Eigentümer, evtl. können die sich noch erinnern was seinerzeit unternommen wurde... Der hydraulische Abgleich muss vermutlich nicht nur im DG erfolgen sondern im gesamten Haus, oder? Also der Kreislauf für das DG gegenüber den Zuleitungen für EG und Keller muss auch abgeglichen werden, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Ist es denn überhaupt prinzipiell möglich mit diesen dünnen Röhrchen eine funktionierende FBH für das komplette DG zu betreiben? Falls es möglich ist, wäre es dann auch sinnvoll die hohen Druckverluste in kauf zu nehmen?

    Zu Plan 2 die Heizungsrohre im DG zu verstecken: Ok, Wand schlitzen fällt aus berechtigten Gründen aus. Dämmen der bestehenden Rohre würde gehen, macht die Sockelleisten aber noch klobiger als jetzt schon, wäre also nicht meine Vorzugsvariante... Bleibt die Idee die Leitungen im Boden zu verlegen. Was würde der Estrichmacher dazu sagen? Will dieser den Estrich komplett neu machen oder ist es üblich den geschlitzten Leitungskanal mit neuem Estrich zu schließen? Bodenbelag soll Laminat oder Parkett werden.

    Vielen Dank für die Hilfe.
    Gruß
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Man kann auch mit den dünnen Röhrchen eine funktionierende FBH bauen, da gibt es aber Einiges zu beachten. Nachdem die FBH in Deinem Fall ja nicht grundlos deaktiviert wurde, liegt die Vermutung nahe, dass da Einiges nicht beachtet wurde. Nachträglich kann man da so gut wie nichts mehr unternehmen. Man sieht ja noch nicht einmal was da wirklich verbaut wurde.

    So lange man gar keine Infos zur FBH hat, wird eine erneute Inbetriebnahme zu einer langwierigen Angelegenheit, und der Erfolg steht in den Sternen.

    Gehen wir mal davon aus, dass beim Einbau der FBH zumindest die wichtigsten Grundregeln beachtet wurden. Dann könnte man die DG-FBH erneut befüllen, spülen, ein bischen rechnen, und dann versuchen die Anlage hydraulisch abzugleichen. Vermutlich schafft die Heizkreispumpe die Druckverluste nicht, es kann also eine größere notwendig werden. Dann müssen die FBH Kreise im EG vermutlich deutlich gedrosselt werden, und zum Schluß muss man noch beten, dass keine Strömungsgeräusche auftreten.

    Wie gesagt, machbar ist fast alles. Ob´s lohnt, das steht auf einem anderen Blatt.

    Gruß
    Ralf
     
  6. #5 Wasserrenner, 13. Dezember 2012
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    Da du ja jetzt noch nicht drin wohnst und am umbauen bist,würde ich folgendes machen:
    Die komplette FBH spülen,bei so kleinem Durchmesser kann sich schon mal etwas Schlamm festsetzen.
    Dann eine Thermofolie besorgen und dann aufheizen.Beim Aufheizen die Thermofolie auf den Boden legen,so sollte man eigentlich den Abstand der Rohrschlangen erkennen können.
    Mal schauen ob die Wärme ausreicht.
    Bei so kleinem Rohrdurchmesser wäre eine Systemtrennung angebracht.
    Das ist zwar etwas Arbeit,aber das kannst du alles selbst durchführen.
     
  7. #6 gunther1948, 13. Dezember 2012
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    hallo
    wäre auch mein vorschlag die verteiler im dachgeschoss neu anfahren und eine separate pumpe für das dg einbauen. damit werden die widerstände im eg reduziert und fürs dg kann eine neue pumpenauslegung gemacht werden.

    gruss aus de pfalz
     
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  9. Julius

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    Was soll die Dämmung der Heizrohre im OG bringen?

    Waren die tiefsitzenden Thermostate elektrische oder hydraulische?
     
  10. BauWerk

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    Vielen Dank für die bisherigen Anregungen.

    Nach einem Gespräch mit den vorherigen Eigentümern bin ich mir da nicht mehr so sicher. Die Heizungsfirma ist kurz nach der Fertigstellung des Hauses in die Insolvenz gegangen. Es liegt die Vermutung nahe das bei der Verlegung noch der ein oder andere Euro an Material gespart wurde... In den 2 Jahren (!) bis zur Fertigstellung des Hauses gab es wohl auch 4 Bauleiter. Auf der Baustelle ist wohl einiges schief gelaufen...
    Nachdem das DG nie wirklich warm wurde kam die nächste Heizungsfirma und wohl eine Menge ausprobiert. Hydraulischer Abgleich wurde versucht. Eine stärke Pumpe für den gesamten Kreislauf wurde ebenfalls versuchsweise eingesetzt.

    Das wurde wohl nicht versucht.

    Mein Gefühl als Laie sagt mir, dass sich ungedämmte Rohre an der Außenwand abkühlen und damit in den Heizkörpern ein niedrigeres Energieniveau zur Verfügung steht. Durch die Sockelleiste geht dann die abgegebene Wärme nicht in die Raumluft, sondern durch die Wand nach außen. Ich lass mich da aber gerne eines besseren belehren...

    Sind elektrische (Einzelraumregelung). Ist hier keiner der Meinung das die Regelung nicht vernüpftig funktionieren kann wenn ich die Strahlungswärme vom Fußboden messe, nicht aber die Raumtemperatur?

    Mit der Folie ist eine schöne Idee. Wusste gar nicht das es sowas gibt. Leider wurde bei den Umrüstarbeiten auf Heizkörper die Installation der Fußbodenheizung entfent. Es schauen nur noch die Leerrohre aus aus dem Boden. Ich müsste mir also erst die Verteiler usw besorgen. Und ob es dann wirklich funktioniert steht in den Sternen, wie R.B. schon angemerkt hat.

    Aufgrund eurer Hinweise und Anregungen bin ich mitlerweile soweit die FBH im DG abzuhaken und mich mit den Heizkörpern zufrieden zu geben. Bleibt für mich die Verlegung der Rohre... Am Wochenende habe ich den alten Teppischkleber vom Estrich geschliffen. Bevor da nun eine Ausgleichsmasse drüber kommt, bietet sich das Verlegen der Rohrleitungen im Boden an. Bin mir allerdings nicht sicher welche Verlegung sinnvoller ist:

    1.) die Rohre am Rand des Estrichs an den Außenwänden als Ringleitung zu verlegen. So wäre meiner Meinung nach das Versiegeln des Bodens einfacher möglich, da nur eine „Verbindungsnaht“. Außerdem ist die Verkehrslast am Rand eher gering, sodass die Gefahr von Rissen im Estrich kleiner ist...

    2.) die Rohre vom Verteiler im DG (muss dann noch besorgt werden) sternenförmig in die einzelnen Räume zu legen. Dazu müsste ich den Estrich in einigen Räumen mittig teilen, an anderen Stellen kann ich auch wieder am Rand entlang gehen. Die Gefahr von Rissen ist hierbei größer, da insbesondere der Flur zerhacktstückelt wird...

    Über eine Isolierung der Rohre im/untern Estrich muss ich mir auch gedanken machen, um diesen nicht durch die hohen Vorlauftemp. zu grillen...

    Was meint Ihr?
     
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