Fehlende Mauerwerksverbinder, was tun ?

Diskutiere Fehlende Mauerwerksverbinder, was tun ? im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo ! Erstmals danke für die vielen ausführlichen Tipps in diesem Forum, die mir als Laie bisher sehr weitergeholfen haben. Leider habe...

  1. Purzelbär

    Purzelbär

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    Hallo !

    Erstmals danke für die vielen ausführlichen Tipps in diesem Forum, die mir als Laie bisher sehr weitergeholfen haben.

    Leider habe ich jetzt auch ein Problem (selbstverschuldet) für das ich dringend Euere Hilfe benötige.

    Daten:
    Neubau Ziegelhaus, bin gerade am Kellergeschoss
    Aussenwände (36,5´er Ziegel) stehen alle, Innenwände ( 24´er Ziegel) bis auf eine Wand auch schon.
    Verband mit Flachstahlanker hergestellt.

    Problem:
    Nachdem ich die erste Steinreihe für die letzte tragende Innenwand angelegt habe, viel mir erst
    auf das ich dafür an der Aussenwand die Flachstahlanker für die Anbindung dieser Innenwand vergessen habe. :eek:

    Mein Baustoffhändler meinte dazu, dass die Wand nicht umfallen würde, einfach an die Übergänge
    ein Gewebe spachteln damit der Putz an den Übergängen nicht reisst.

    Frage an die Experten:
    Was könnte passieren, wenn diese eine Wand nicht mit den Flachstahlankern an der Ausswand verbunden ist
    und was kann ich jetzt noch machen um trotzdem eine Anbindung dieser Innenwand an die Aussenwand zu realisieren.

    Im Voraus vielen Dank
     
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  3. Yilmaz

    Yilmaz

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    Hallo

    Jagen sie Ihre Baustoffhändler in die Wüste.Wen er nur von Baustoffpreise ahnung hat soll er solche vorschläge unterlassen!

    Bei der Außenwand in jede zweite schicht von Innen 12,5 cm tief eine Verzahnung erstellen und die Innenwand jede zweite schicht in die außenwand einbinden und vollflächig vermörteln.Ihre Baustoffhändler hat bestimmt ein sack Unterstopfmörtel dafür.

    Mfg.

    Yilmaz
     
  4. #3 Carden. Mark, 22. Oktober 2006
    Carden. Mark

    Carden. Mark

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    Na ja, ganz Unrecht hat Ihr Händler nicht.
    Umfallen wird die Tatsächlich nicht.

    Im Keller wird auf die Außenwand "nur" Erddruck ausgeübt werden.
    Zug, aus Windsog kann ich hier nicht erkennen.
    Die von Yilmaz erwähnte Stockverzahnung ist eh nicht zulässig.
    Aber bei Ihrem eigenen Bv. interessiert die DIN eh nicht.

    Schlage vor, eine Wandanschlusschiene mit auf das Mauerwerk angepaßten Dübeln anzubringen.
     
  5. Robby

    Robby Bauexpertenforum

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    Das Gewebe

    würde auch in die obere Hälfte des Wandputzes gehören.
     
  6. JDB

    JDB

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    *Einwurf*

    @yilmaz
    Und was is mit einem senkrecht verlaufenden Wandschlitz (100er Fallrohr) in der 17,5er Innenwand, sagen wir mal 25cm vor der Außenwand ?

    Ich kann auch ein Haus "din-gerecht" bauen, ohne dass sich Wände berühren!

    Folgende Punkte sind hier zu klären:

    1.Statische Anforderungen
    Sind 2-seitig gehaltene Wände (oben+unten) ausreichend (DIN 1053)?
    Falls ja, dann muss ich die Wände nicht verbinden.

    2. Einhaltung der konstruktiven Regeln
    Wenn ich Wände verbinde, dann sollte/muss ich es richtig machen, sonst reißt mir ggf. die Anschlussfuge auf.
     
  7. JDB

    JDB

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    Sorry.
    Sehe gerade : Kellergeschoss!

    Da gibt's dann noch den den Erddruck zu berücksichtigen.
    Es kann also sein, dass die Außenwand die Querwand benötigt, um den Erddruck abzuleiten.
    Das wird jetzt aber zu komplex.
    Alles weitere zu dem Thema sollte in der Statischen Berechnung stehen.

    Nachtrag:
    Falls es dort nicht explizit ausgewiesen, bzw. erkennbar ist, dann rufen Sie Ihren Tragwerksplaner/Statiker an.
     
  8. Yilmaz

    Yilmaz

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    Naja,Ihr mit eure Theorie,die Außenwand steht schon,das die nicht Umfallen wird ist mir auch klar,es geht wohl auch um die Innentragende wände.
    Von diesen Mauerverbinder halte ich persönlich gar nicht!Jedesmal wen ich die in die hand nehme sage ich mir "so ein mißt muß ich wieder einbauen".
    Die sind aber zugelassen Mark,ob ein lochverzahnung nicht stabiler ist !? :)

    Habe hierbei so meine Bedenken bei Ziegelmauerwerk.

    @JDB

    Es ist alles eine statische sache,wen man das so hinrechnet geht wohl alles(ob es auch ewig hält ist was anderes).
    Hier handelt es sich aber um ein Schadenbehebung.
     
  9. JDB

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    Sortier mal bitte oben neu.
    Ich kann die Satzteile nicht zu einem schlüssigen Satz zusammenbauen.

    Wo ist denn der Schaden ?
    Purzelbär hat vergessen, die Verbinder einzubauen.
    Jetzt will er wissen, wie "schlimm" das ist.
    Meine Antwort(mit Erweiterung) gilt nachwievor.
     
  10. #9 Robby, 22. Oktober 2006
    Zuletzt bearbeitet: 22. Oktober 2006
    Robby

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    @Yilmaz

    Bei der Lochverzahnung wird meist die vollfugigkeit nicht hergestellt, vor allem die 2 cm am Stoß des einbindenden Steines.

    zum Dübeln gibt es Netzdübel mit Epoxi z.B. von Hilti oder Upat. (Deine Lichschächte machst du doch auch so fest oder ;)
     
  11. Yilmaz

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    @JDB
    bei "Schaden" fehlt mir der Richtige ausdruch,oder hätte ich lieber "fehler"
    sagen sollen.
    Die eine frage war
    ich habe Ihm die einfachste möglichkeit genannt.
    oder glaubst du er rennt jetzt zum sein Statiker und holt sich eine nachweis?

    Die zwei agumente die mich Überzeugt haben waren nur
    und
    @Robby

    zauberwort:Quellmörtel :)
     
  12. Robby

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    @Yilmaz

    glaubst du wirklich der Quellmörtel quillt deine Zahnung zu bis sie vollfugig ist ??? Quellmörtel is eher nicht schwindend als quellend ! Und ich glaub auch nicht das jemand ein Kübel anderen Mörtel an der Zahnung anmacht (bitte erzähl mir das nu nicht! ;) )
     
  13. #12 Ralf Dühlmeyer, 23. Oktober 2006
    Ralf Dühlmeyer

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    Das Problem...

    setzt doch schon vorher ein. Die Aussenwand ist fertig. Also müssen die Verzahnungen hergestellt werden. Wie?? Fräsen = Wahnsinn :yikes .
    Stemmen = massive Schäden möglich = no no
    Also kriegst die Löcher gar nicht erst rein.
    Ich halte Mark´s Vorschlag für den einfachsten. (Nach Rückfrage beim Statiker, ob überhaupt eine Verbindung nötig ist!)
    MfG
     
  14. #13 Jürgen Jung, 23. Oktober 2006
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    @ Robby: da kennt jemand seine "Schweine am Gang" :e_smiley_brille02:

    @ Purzelbär: ist die Wand denn zur Aussteifung in der Statik herangezogen worden?

    Ich würde auch die Variante von Mark Caden bevorzugen, stemmen und schlitzen in einer Aussenwand kann nicht gut sein :wow

    Gruß aus Hannover
     
  15. Robby

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    @Nightwatch

    sooo ähnlich....

    Ich gehe nicht davon aus das durch die Lochzahnung ein Schaden entsteht (weißt ja nicht jede Fehlleistung wird zum Schaden und jeder macht mal Fehler) aber sollte mir jemand erzählen wollen das er die Nachträglich gestemmte Zahnung beim mauern mit Quellmörtel entsprechend DIN 1053 mit 2cm vollfugig ausgefüllt hätte würde ich schon böse und Mark´s Halfenschiene käme später... Denn lange, wachsende Nasen mag ich nicht!
     
  16. Purzelbär

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    Danke für die schnellen Antworten.

    An Yilmaz: Denke schon das die Lösung statisch stabil ist, vergaß aber zu erwähnen das das Aussenmauerwerk wie auch die Innenwände aus Planziegeln bestehen und somit diese Lösung, falls überhaupt möglich, doch arg ausarten würde.

    An Carden Mark: Meine Überlegungen gingen auch in diese Richtung. Wollte die Flachstahlanker von aussen an die Steine mittels Injektionsdüblen befestigen, dachte nur das jeder darüber lacht.

    Wie gesagt besteht mein BV komplett aus Planziegeln, somit dürfte es schwerfallen für eine lot- und waagerechte Anbindung nachträglich eine Lochverzahnung vorzunehmen; würde aber noch gehen da ja bis jetzt nur die erste Steinreihe von dieser Innenwand liegt.

    Thema Erddruck: In diesem Bereich an dem die Innenwand angeschlossen werden soll ist der Eingangsbereich zu einer Einliegerwohnung. Somit besteht hier kein Erddruck.

    Wie kann ich auf dem Plan erkennen ob es sich hier um eine aussteifende Wand handelt. Ich weis nur, dass auf dieser 24´er Innenwand Deckenelemente aufliegen werden.

    Nochmals meine Frage: Was könnte schlimmstenfalls passieren wenn ich die fehlenden Flachstahlanker einfach ignorieren würde ? Würden die Wände wie bei einer Kontinentalplattenverschiebung mit der Zeit langsam auseinanderdriften, sodass ich irgendwann dazwischen durchgehen kann? Oder entsteht schlimmstenfalls "nur" ein Riss ?

    Würde es etwas bringen wenn ich statt Zementmörtel einen Quellmörtel bzw. ein Kunstharzgemisch wie Apo-Flex von PCI verwende ?

    Bin für weitere Vorschläge dankbar, denke ich kann doch nicht der Einzige sein der sowas mal vergisst
     
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  18. Yilmaz

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    @Robby das mit Quellmörtel sollte auch einmalige notlösung sein.Diesen mörtel habe ich bisher nur bei umbauarbeiten genommen.:)
    Wen das ehe Planziegel sind ist das etwas aufwändiger mit der lochverzahnung.

    @Ralf (zum thema fräsen und stemmen)
    ich kann dir mit Fliesenhammer innerhalb von 5 minuten ein durchbruch durch die 36,5er Ziegelmauerwerk erstellen und ohne das es schwingt :) habt mal nicht immer so ein angst :eek:

    @Purzelbär
    Du willst gerne auf irgendeine Verzahnung verzichten deswegen wohl andauern die frage was kann passieren wen...
    ich sage dir nicht was passieren kann,habe mir einmal den mund verbrannt wegen dir...
     
  19. #17 Ralf Dühlmeyer, 23. Oktober 2006
    Ralf Dühlmeyer

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    Dafür kann ich auch ne Bohrkrone nehmen, da schwingts erst recht nicht.
    Aber Du sollst ja eben NICHT durchbrechen!!!!!! Aber einmal zu doll oder falsch angesetzt und der Stein sieht aus, als wär Krümmelmonster vorbeigekommen ;) .
    Die Angst nimmt mir keiner
    @Fragesteller
    Was sagt denn der Statiker zu dem ganzen????
    MfG
     
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