fehlerhafte Attika - wie mache ich es jetzt besser???

Diskutiere fehlerhafte Attika - wie mache ich es jetzt besser??? im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo, unser Haus wurde im Juni 2008 fertig gestellt. Das EG ist etwas größer als das OG und besitzt ein Flachdach (Warmdach, mind. 14 cm...

  1. #1 herzilein2, 13. Januar 2009
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    Hallo,

    unser Haus wurde im Juni 2008 fertig gestellt. Das EG ist etwas größer als das OG und besitzt ein Flachdach (Warmdach, mind. 14 cm Dämmung) mit Attika. Das Haus wurde mit Porenbeton (36,5 cm Ytong PPW2 lambda0,09) errichtet. Ursprünglich war für die Attika auch dieser Stein vorgesehen. Unser Rohbauer machte den Vorschlag die Attika in Kalksandstein auszuführen, da man dann die Verblechung leichter befestigen kann...(an eine Wärmebrücke hat zu diesem Zeitpunkt natürlich keiner gedacht)

    Nun kommt es bei uns an den Deckenecken zu Kondensationserscheinungen (feuchte Ecken). Nach dem ich mich belesen habe, habe ich festgestellt, dass wir durch den Wechsel auf Kalksandstein eine große Wärmebrücke erzeugt haben. Mit einer IR-Kamera habe ich auch ein paar Bider gemacht auf der man deutlich die "warme" Attika sehen kann. Unser Rohbauer ist auch soweit einsichtig, dass das ein Baumangel ist, der abgeändert werden muss.

    Da wir jetzt die Möglichkeit haben den Fehler auszuschalten stellt sich die Frage nach der besten Version. Bisher sehe ich folgende Möglichkeiten:

    - umlaufende Dämmung auf den KS (Steinbreite 25 cm) und dann ein neues Attikablech (vielleicht auf der Außenseite sogar bis runter zum Ringanker ca. 40 cm - dann müsste nicht neu verputzt werden)

    - KS runterbrechen und durch Ytong PPW2 (lambda 0,09 - 25 cm breit) ersetzen und neu verputzen (reicht die Dämmung des Steins aus???)

    - KS runterbrechen und eine Blechattika anbringen und die Deckendämmung nach außen bis zur Attika verlängern (ca. 25 cm)

    Welche Möglichkeit wär die "beste" oder fällt euch noch eine andere Lösung ein?

    Vielen Dank

    herzilein2
     
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  3. Thomas B

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    Wieso "plant" der Rohbauer so etwas?????? Ungeachtet dessen hätte der Rohbauer dies aber wissen müssen, so daß es eben nicht "natürlich ist" daß da keiner dran gedacht hat. Das gehört quasi zum "1 x 1".

    Wie die beste Lösung ist läßt sich ohne genaue Kenntnis der Örtlichkeit nicht sagen (zumindest nicht von mir:think). Letztendlich hat der Rohbauer seinen Mangel ja wohl eingesehen und hat nun die Möglichkeit nachzubessern.

    Normalerweise würde ich jetzt raten, daß er es doch so ausführen mögen, wie es in der Planung vorgesehen war. Da es diese aber augenscheinlich nicht gibt, würde ich den Rohbauer erstmal vorschlagen lassen was er denn zu tun gedenkt und dies dann mit einem Planer (Archi./ Sachverständiger/ Bau.Ing.) besprechen oder einen Planer beauftragen eine taugliche Detaillösung zu erarbeiten, nach der der Rohbauer dann zu arbeiten hat. Ob dies allerdings gegenüber dem Rohbauer durchzusetzen ist, kann aus der Ferne schlecht beurteilt werden.

    Gruß

    Thomas
     
  4. #3 herzilein2, 13. Januar 2009
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    Hallo Thomas,

    es gab eine Planung vom Architekten, wenn auch keine Werkplanung/Detailplanung.
    Ich habe vom Architekten nun auch die Detailplanung (Standard) für die Attika bekommen, diese würde meinem 2. Vorschlag entsprechen (und der ursprünglichen Planung). Da ich mich nun mit mehreren Leuten über das Problem unterhalten habe, ist diese Standardlösung/ausführung aber auch nicht frei von Problemen. So wies mich unser Statiker/ENEV-Berechner darauf hin, dass eine "leichte Attika" aus Ytong (nur eine Steinlage) durch die starke Sonneneinstrahlung sich stärker Ausdehnen könnte als die Decke (und das Mauerwerk darunter) und es zu Rissen zwischen Decke und Attika (dann im Putz sichtbar) kommen könnte.

    Danke für´s Lesen und Antworten
    sagt das
    Herzilein2
     
  5. #4 herzilein2, 17. Januar 2009
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    noch kein Stück weiter/schlauer

    Hallo nochmal,

    vielleicht sollte ich meine Frage noch einmal anders formulieren...

    Ist für ein Flachdach (Warmdach) eines Hauses aus Porenbeton eine Attika aus Porenbeton die beste Lösung?

    Ciao Herzilein2
     
  6. DerPiti

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    ich kenne das nur so das die attika komplett gedämmt wird das ist das doch egal was da für ein stein drunter ist...

    oder täusche ich mich da jetzt..
     
  7. chris99

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    Genau so ist es!
     
  8. #7 Andreas 88, 18. Januar 2009
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    Hi, für dein Architekt oder Statiker, die bessere Lösung wäre ein Isokorb z.B. Schöck Typ F, so gut sollte ein Architekt oder Statiker sich auskennen ( obwohl manche von den Herren das Gegenteil behaupten ). Selbst wenn dein Rohbauer die Attika mit Ytong gemauert hätte wäre der Schaden da, weil der Stein nichts dämmt, wenn er von drei Seiten kalt ist. Für mich ist es eindeutig ein Planungsfehler, egal ob aus der Ferne oder nicht.
     
  9. scs1967

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    Jetzt darf ich mich auch mal laienhaft einklinken: Ist das mit der Attikaausbildung ein grundsätzliches Problem, d.h. auch bei einem Bau mit Poroton (oberste Geschossdecke( Stahlbeton) und darauf die Poroton-Attika?). Muss man hierbei auch mit "Iso-Körben" arbeiten?
    Danke!
     
  10. #9 herzilein2, 21. Januar 2009
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    Hallo,

    vielen Dank für Eure Antworten. Ich dachte schon meine Anfrage geht unter, aber scheinbar funktioniert die Benachrichtigung bei neuen Beiträgen nicht korrekt...

    Ok, eine komplette Dämmung der Attika leuchtet mir ein.

    Warum aber eine Porenbetonattika aus PPW2 (mit lambda 0,09) nicht dämmen soll, wenn der Stein von drei Seiten kalt ist erschließt sich mir nicht. Als Wand und auch als Ecke (2Seiten) funktioniert es ja sehr gut. Natürlich wäre dann die Dämmung geringer als bei der 36,5er Wand weil ja der Weg durch die "Dämmung kürzer wäre (im Extremfall 14 cm an der Dachinnenseite über der Dachdämmung). Von daher wäre dann nach wie vor an der Deckenecke der kälteste Punkt im Raum, jedoch dieser "unbestimmt" wärmer...

    An der kompletten Dämmung der Attika würde mich etwas das überstehen der Dämmung stören. Aber wenn das die beste Lösung ist muss es halt so gemacht werden.

    Was haltet Ihr den von einer Attika aus Foamglas (lambda 0,04) - wäre sowas auch denkbar?

    Vielen Dank fürs Lesen


    Ciao Herzilein2
     
  11. herzilein2

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    Hallo nochmal,

    habe gerade mit jemanden von Foamglas gesprochen. Eine komplette Attika ist nicht möglich, da man die Abdeckung nicht ordentlich befestigen kann. Es wäre möglich eine 11cm dicke Foamglaslage in den unteren Bereich der Attika zu bringen und dann z.B. KS aufzumauern. Damit hätte man dann im Minimum 11cm 0,04 lambda statt 14cm 0,09 lambda.

    Vielleicht wäre das ja auch eine brauchbare Alternative.

    Ciao sagt
    das
    Herzilein2
     
  12. herzilein2

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    Nachtrag

    lambda Foamglas (Perinsul) ist 0,05 und nicht 0,04 wie von mir geschrieben. Eventuell auch nur den Ytong und auf der Innenseite oberhalb der Deckendämmung etwas nachdämmen...

    Ciao Herzilein2
     
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  14. DerPiti

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    ich beschreibe mal wie wir das immer machen da steht auch nix über..
    von der Dach seite dämmen wir meist mit 80er Styrodur diese wird befestigt mit ganz normalen dämmungs dübeln. die Fassaden seite macht der Maler oder wer auch immer diese wird bis oben hin geputzt. Und obendrauf legen wir eine 60er Styrodur dämmung und dadrauf wird dann eine OSB platte gedübelt mit langen dübeln bis in die Attika.
    Dann wird die Attika ganznormal bis vorne hin zur fassade eingeklebt, blech drauf fertig.
     
  15. herzilein2

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    Hallo Piti,

    vielen Dank für deine Erläuterung. So richtig habe ich die "Fassadenseite" jedoch nicht verstanden.

    Momentan würde ich es so verstehen, dass die Fassadendämmung bis zur Attikaoberkante hochgezogen wird. dass würde bei uns aber nicht gehen, da wir keine Fassadendämmung haben (durch 36,5er Ytong mit 0,09 lambda haben wir auch so Kfw 40 erreicht - eine zusätzliche Dämmung ist da also nicht notwendig gewesen). Wir hätten dann also eine umlaufende "Wulst" , die ich eigentlich vermeiden wollte.

    Danke fürs Antworten

    Grüße vom

    Herzilein2
     
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