Fehlerhafte Ausführung bei Konterlattung und Schalungsstärke

Diskutiere Fehlerhafte Ausführung bei Konterlattung und Schalungsstärke im Dach Forum im Bereich Neubau; Hab gerade mit dem Angebot für meine Dachdämmung die Info erhalten das bei meinem Dachstuhl angeblich die Konterlattung zu nieder, und das Holz...

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    Hab gerade mit dem Angebot für meine Dachdämmung die Info erhalten das bei meinem Dachstuhl angeblich die Konterlattung zu nieder, und das Holz der Schalung zu dünn ist.

    Es handelt sich um ein Pultdach mit 7,5° und ca 11,5x11 Metern.
    Bisheriger Dachaufbau:
    Dachschalung 18mm
    Diffusionsoffene Bahn
    Nageldichtband
    Konterlattung 5x5cm
    Dachschalung 24mm
    EPDM Folie 1,3mm

    Darunter soll eine Zellulosedämmumg kommen (ca 40cm).


    Da mittlerweile eine EPDM Folie auf dem Dach ist kann man da wohl ohne großem Aufwand nicht mehr allzuviel drann ändern.

    Nicht nur das sich dann die weiteren Arbeiten am Bau alle verschieben würden, auch dem rechtlichen Drumherum würde ich gerne aus dem Weg gehen wenn eine Änderung eventuell sowieso keine bzw nur marginale Auswirkungen hätte.

    Was mich wundert ist das die Angebote anderer Zimmerer zum Teil ähnlich waren.
    (Ich hab nicht das billigste Angebot genommen, und zusätzlich noch Sparren aus KVH geordert, wollte als).

    Die Frage die sich mir nun stellt ist nun ob man das so lassen kann, oder ob man das unbedingt ändern sollte!
     
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    Die Angaben im Posting sind zwar auf die ÖNorm bezogen, aber für mich wären auch Infos interessant wie die Normen diesbezüglich in Deutschland sind!

    Die Gesetze der Physik sind ja überall gleich!
    (Egal auf welcher Seite des nicht mehr vorhandenen Grenzbalkens!)
     
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    Wie hoch würdet ihr bei einem solchen Dach die Hinterlüftung gestalten?

    (Bin ja schon gespannt ob deswegen schlaflose Nächte gerechtfertigt sind!!!)
     
  5. Dachi

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    Ich kenne die ÖNorm nicht. Deshalb kann hier evt. niemand richtige Angaben machen. Selbst mal gockeln bzw. den Angebotsersteller mal Fragen ob Er dies (seine Aussagen) mal belegen kann.
     
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    Also das die Önorm 10cm vorschreibt habe ich schon herausgefunden.
    http://www.eternit.at/download.php?img=uploads/media/lueftungsquerschnitte_04.pdf

    Lt Zimmerei wurde das "immer schon so gemacht".
    Lt Anbieter der Dämmung könnte die Hinterlüftung zu wenig sein, und somit die Feuchtigkeit nicht ausreichend entweichen!

    Wie hoch ist bei euch in Deutschland die vorgeschriebene Hinterlüftung bei solch einem Dach???
     
  7. Dachi

    Dachi

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    Kannste mit unseren Vorgaben nicht vergleichen.
    Querschnitt Traufe: 200cm²/lfdm wobei hier die DIN 4108/3 empfohlen wird.
    Bei der Abluft/Pult wird auf die Traufe verwiesen.
    Konterlatte mind. 24mm.
     
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    Warum nicht?
    In Deutschland wird die Luft unterm Dach ja gleich schnell zirkulieren wie hierzulande!



    Mit der Formel kann ich nicht wirklich was anfangen.
    (Was sind lfdm?)
    bzgl der DIN4108/3 hab ich bei Google zwar einiges gefunden, nur leider nirgends die komplette Din.
     
  9. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Also wir bauen auch nicht nach DIN...

    ... aber bei unseren Schwedenhäusern sinds 35 mm...:konfusius
     
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    Bei welcher Dachneigung und mit welcher Deckung?

    In meinem Fall ist das Dach ja ziemlich flach (7,5°) und durch eine EPDM Folie komplett dicht!
     
  11. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Dachneigung spielt keine Rolle...

    ... ansonsten diffdichter Aufbau.
     
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    Warum spielt deiner Meinung nach die Dachneigung keine Rolle?

    Umso steiler das Dach umso eher bildet sich doch eine Sogwirkung.
    Gerade im Sommer wenn sich die Luft darunter erwärmt müßte die
    Luft doch bei einem Steilen Dach wesendlich besser zirkulieren!
     
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    bzgl unserem Dachstuhl gibts die nächsten Probleme:

    1.) Dadurch das für die Schalung zu dünne Bretter verwendet wurden, die scheinbar noch dazu zu nass waren, bekommen wir durch das Schwinden selbiger vorraussichtlich Probleme beim Einblasen der Zellulose.
    Durchs Schwinden der Bretter haben sich Spalte mit 1-1,5cm gebildet, bei denen jetzt die Gafahr besteht das beim Einblasen die Zellulose nach außen drückt und die (schon zu geringe) Hinterlüftung noch weiter verengt.

    2.) Bei einer Mauerbank hat sich Schimmel gebildet, der sich auf die Sparren ausbreitet.

    3.) Bei einem Sparren wurden wir darauf aufmerksam gemacht das die vielen scharzen Punkte von Holzwürmern stammen.
    Da ich diese jetzt auch auf Fotos vom Aufschlagen gefunden habe waren diese zu diesem Zeitpunkt bereits im Holz, was jetzt die Frage aufwirft ob die da noch drinn sind oder nicht.

    Einen zukünftigen Termin mit meinem Zimmermeister gibts es zwar bereits, aber mich würde im Vorfeld schonmal interessieren was ihr dazu sagt, bzw welche Lösungsmöglichkeiten sich anbieten würden.

    Als Anhaltspunkt für die Fotos: Die Sparren sind 8/24
     
  14. pauline10

    pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Also ich war vor einigen Wochen in Graubünden auf 2000m. Dort herscht monatelang Schnee, aber auch Sonnenschein.
    Die Konterlattung kann durchaus 10 cm gahabt haben. Der Schnee taute nicht und es gab keine Eisbildung (Eisschanze) an der Traufe.

    Wenn also im entsprechenden Klima gebaut wird, sollten es schon 10 cm sein. In Oberbayern kenne ich Zinkbleche oder verzinkte Stahlbleche an der Traufe. Weil man bei Sonneschein den Eispanzer mit dem Pickel entfernt.

    Da sind 10 cm Konterlattung und ein wartungsarmes Dach eigentlich besser.

    Aber es ist eine Frage des örtlichen Klimas und nicht ob D oder Ö.

    pauline
     
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    Das bei 2000 Metern etwas anders gebaut wird könnte unter anderem an Begebenheiten wie auf dem angehängten Bild liegen. ;)

    Unser Bau liegt um die 200m und ist daher damit nicht vergleichbar.

    Bei der notwendigen Hinterlüftung beziehe ich mich eher auf die ÖNorm B7215 auf die ich hingewiesen wurde.
    http://www.eternit.at/download.php?img=uploads/media/lueftungsquerschnitte_04.pdf
    (Bei 10-15m und unter 10° sinds lt. Tabelle 10cm)
    Mit Bezug auf diese will mir keiner die Garantie dafür geben das die Dämmung auf Dauer nicht feucht wird.
     
  16. Anfauglir

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    Die am Sparren zu sehenden dunkel verfärbten Löcher stammen von einem Nutzholzborkenkäfer (z.B. Xyloterus lineatus).
    Die Gänge werden komplett vom Weibchen gefressen und mit einem "Ambrosiapilz" infiziert. Nach der Eiablage kümmert sich das Weibchen um die Düngung dieser Pilzkulturen, die Entfernung anderer Pilze, z.T. sogar um die Regulierung der Luftfeuchte.
    Die Larven ernähren sich von dem gezüchteten Pilz, dieser verfärbt sich mit der Zeit dunkelblau bis schwarz.

    Jegliches Zerstörungswerk wird also von der Mutter vollbracht, trockenes Holz wird nicht befallen, noch lebende Tiere fliegen entweder aus oder sterben wärend der Trocknung.

    Die Tragfähigkeitsminderung ist im Bauwesen nicht von Interesse.

    Lösungsvorschlag vergessen: Erfreue dich an diesem Beispiel der Symbiose.
     
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    Danke für die Info @ Anfauglir!

    Lt deiner Aussage ist als nicht davon auszugehen das da drinn noch was lebt, was sich weiter ausbreiten könnte, bzw sich die Tierchen an anderen Teilen zu schaffen machen!

    Am meisten bin ich ja darauf gespannt was wir bzgl der Hinterlüftung für eine Lösung finden werden.
    Fest steht das sie (zumindest in Ö) nicht den aktuellen Regeln der Technik entspricht, und ich keine Lust habe in einigen Jahren dann alles nochmal neu zu machen!

    Leider habe ich hier ja bisher ziemlich wenige Infos dazu bekommen wie ihr bei solchen Dächern die Hinterlüftung dimensionieren würdet!
     
  18. jetter

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    Dat löppt
    mind. 10cm Lüftungshöhe
    Zu- / Abluftluft >200cm²/m Taufe bzw First
    Ö-Norm gibt 300 cm²/m Qurerschnitt für Luftöffnungen vor bei Dachneigungen <10° mit 10m Sparrenlänge

    Die Firma ist hier ihrer Pflicht zur Bedenkenanmeldung wohl zu Recht nachgekommen.
     
  19. Anfauglir

    Anfauglir

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    Nö, im KVH wurde alles bei der Trocknung getötet, wenn sie nicht schon vorher ausgeflogen waren.
    Und bei trockenem Fichte-KVH ist auch das Risiko eines Neubefalls durch holzzerstörende Insekten sehr gering.
     
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    Hatten gestern den Termin mit unserem Zimmerer.

    Bzgl den Löchern kamen die passenden Aussagen zu Anfauglir´s posting.
    Bzgl der Hinterlüftung wird das ganze jetzt nocheinmal durchgerechnet.

    Einen Punkt bei dem ich auf eure Erfahrung mit solchen Fällen hoffe ist der vermeindliche Schimmel auf der Mauerbank. (Das letzte Bild in Posting #12)
    Lt Zimmerer handelt es sich dabei um Rostflecken, die auf Holz so aussehen.
    An dieser Stelle wurde ein Maueranker abgeflext.
    Die Späne vom Flexen sollen, wenn sie danach feucht werden (es hat vor dem zuschalen des Daches etwas geregnet) auf dem Holz solche grauen Flecken auslösen.

    Ich als Metaller kannte Rost bisher eigentlich eher rötlich, und wäre daher dankbar für eure diebezüglichen Erfahrungen!
     
  22. Anfauglir

    Anfauglir

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    Eingebrannte Metallspäne sehen meiner Meinung nach etwas anders aus, vor allem die Verteilung passt nicht. Können auch Flecken von Mörtelwasser, oder ..., oder eben auch Schimmel sein. Wichtig ist, dass es jetzt trocken ist und bleibt.

    Nachtrag: Oder es hat einer auf der Schwelle Metall geschnitten bevor sie verbaut wurde.
     
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