Fenster: Bessere Wärmedämmung - lohnt sich das?

Diskutiere Fenster: Bessere Wärmedämmung - lohnt sich das? im Fenster/Türen Forum im Bereich Neubau; Hallo, in unserem Neubau sollen standardmässig dreifachverglaste Fenster samt zwei mit Argon gefüllten Kammern mit Edelstahlabstandshalter (Uw...

  1. DaFunk

    DaFunk

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    Hallo,

    in unserem Neubau sollen standardmässig dreifachverglaste Fenster samt zwei mit Argon gefüllten Kammern mit Edelstahlabstandshalter (Uw min. 1,0 W/m2K - max. 0,9 W/m2K) verbaut werden.

    Ins Dach sollen Velux Dachflächenfenster (Uw = 1,2) kommen.

    Meine Frage ist nun:
    Wie kann ich übeschlägig berechnen, wieviel Heizenergie man pro Jahr einspart, wenn wir sowohl in die Wände besser gedämmte Fenster (Uw min. 0,9 W/m2K - max. 0,7 W/m2K) als auch ins Dach (Uw = 1,0) einbauen lassen würden?
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Überschlägig kannst Du wie folgt rechnen.

    (1-(Uneu /Ualt))*100 -> Ergibt die Einsparung in %

    oder

    100 * (Ualt-Uneu) -> Ergibt die Einsparung in kWh/m2

    Uneu = der neue U-Wert in W/m2K
    Ualt = der ursprüngliche U-Wert in W/m2K

    Es gibt auch andere Ansätze für eine Schätzung, aber mit den o.g. "Formeln" kommst Du am leichtesten an´s Ziel. Ansonsten musst Du über so Dinge wie Gradtagszahlen rechnen.

    Gruß
    Ralf
     
  4. DaFunk

    DaFunk

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    Danke!

    Gilt diese Formel aufs Jahr?
     
  5. R.B.

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    Ja.

    Sorry, das hatte ich nicht noch einmal geschrieben, weil eingangs ja nach der jährlichen Einsparung gefragt war.

    Wie gesagt, das sind alles Faustformeln, da kommt es auf die zehnte Nachkommastelle sowieso nicht.

    Gruß
    Ralf
     
  6. kappradl

    kappradl Gast

    Ja, solange du die Fenster geschlossen hältst. Aber sie sagt nocht nicht viel aus. Energie verlierst du ja nicht nur durch die Fenster.
    Also sollte man betrachten (1-(Uneu /Ualt))*Calt,
    C ist der prozentuale Anteil der Fenster am Wärmeverlust des Hauses.
     
  7. DaFunk

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    Richtig.

    Ich habe nun vorallem von den Fenster gesprochen, da wir an der sonstigen Dämmung (12 cm Styrodur + 24 cm Ytong 4 / 6) nicht mehr viel ändern wollen (Baufenster/Aussenmasse sind fest und wir wollen nicht innen auf Platz verzichten).
     
  8. #7 ReihenhausMax, 20. Februar 2012
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    Im Dach würde ich es mir überlegen, damit die Fenster am Rand wärmer sind und
    weniger/garnicht innen beschlagen. Kommt insgesamt sicherlich drauf an, wie
    der Fensteranteil ist, wo man fürs gleiche Geld mehr rausholen könnte oder
    ggf. die Scheiben einfach innen noch einen Tick wärmer sind, wenn der Ug Wert kleiner
    ist (unsere 0.5er Gläser im auf Neubauniveau renovierten 68er RMH rechnen sich
    höchstwahrscheinlich nicht).
     
  9. #8 Thomas Traut, 20. Februar 2012
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    Der Energiebedarf müsste sich folgendermaßen abschätzen können:

    Ausgangswerte:
    - Delta U = 1,1 (geplant) - 0,9 (angedacht) = 0,2 W/m²K
    - Innentemperatur 20 °C
    - Jahresmittel 9 °C ---> Delta T = 11 K
    - 260 Heiztage = 6.240 h

    Delta Energiebedarf = 0,2 * 11 * 6.240 / 1000 = 14,3 kWh/m²

    Bei einem Energiepreis von 7 Ct/kWh entspricht das einer Einsparung von 1 €/m².
     
  10. Eumeltier

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    Das ist doch Kokolores - Du mußt doch den Außentemperatur-Mittelwert über Deine Heiztage nehmen, nicht den Jahresmittelwert...

    Wobei mit 260 Heiztage eh ziemlich hoch vorkommen.

    Gruß,
    Martin
     
  11. DaFunk

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    Ich hoffe, das kann man lesen...
     
  12. R.B.

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    Wir können es fast beliebig kompliziert machen. :D

    Rechne mit jährlich 15-20kWh/m2 und alles wird gut.

    Gruß
    Ralf
     
  13. DaFunk

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    jo, über deine pi mal daumen-formel bin ich auch auf 20kWh/m2 gekommen.
     
  14. #13 Thomas Traut, 20. Februar 2012
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    Da haste Recht. Ich habe mal aus Eigeninteresse Potsdam herausgegriffen. Da müssten so um die 6 - 7 °C für 9 Monate außer Juni - August rauskommen. Beim Ansatz 6,5 °C kommen 16,8 kWh raus, also bei 7 Ct 1,18 €/m²a.

    Langjähriges Mittel für Potsdam 267 Tage. Da kann ja jetzt jeder seine Klimadaten einsetzen. Oder einfach die 15 - 20 kWh von Ralf.
     
  15. Eumeltier

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    Aber ist das mit den Heiztagen nicht auch Blödsinn?

    Wohne ich in einer Papierhütte, muß ich schon bei 17 Grad heizen. Wohne ich im "normalen" Haus, heize ich ab 14 Grad. Beim Niedrigenergiehaus dann ab 8 Grad und beim Passivhaus schalte ich meine Notheizung bei -10 Grad ein...?

    Bzw. andersherum, man müßte in die Betrachtung mit einbeziehen, welche Grundheizung im Haus eh schon stattfindet durch Menschen, Kochen und andere (Elektro-)Geräte...
     
  16. #15 ReihenhausMax, 20. Februar 2012
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    Wenn Du bei Ages die Heizgrenztemperatur angibst, ändern sich auch die Heiztage,
    aber für die Zwecke hier kann man das wohl ignorieren. Die Energiepreisentwicklung
    kennt ja auch keiner so genau.
     
  17. #16 Thomas Traut, 20. Februar 2012
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    Nein, wenn nur die Fenster betrachtet werden. Die Energieverluste durch die Fenster werden nur durch den U-Wert definiert. Jetzt kannst Du es noch kompliziert machen und die solaren Gewinne mit einrechnen. Da dürften in der Regel die Unterschiede noch geringer werden. Schließlich hat eine Einfachverglasung (siehe Gewächshaus) die größten Gewinne.

    Die Effekte durch Wärmespeicherung und Amplitudendämpfung betreffen eher Wände, Decken, Fußböden.
     
  18. Eumeltier

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    Ja, im Prinzip hast Du recht, ich meine aber was anderes.

    Wenn mein Haus bei 10 Grad einen Wärmebedarf von 1KW hat, 2KW Wärme aber "in Grundlast" erzeugt werden, dann bringt es mir gar nichts, wenn ich jetzt bessere Fenster hätte und der Wärmebedarf nur bei 0.75KW liegen würde.

    Somit ändert sich doch auch die Anzahl der "effektiven Heiztage", oder nicht?

    Sicherlich ist der Wärmeverlust durch die Fenster vorhanden, aber die "Abfallenergie" ist ja sowieso da.

    Gruß,
    Martin
     
  19. R.B.

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    Leistung und Energie nicht verwechseln. Was meinst Du mit "Grundlast"? Wenn unter den genannten Bedingungen der Wärmeerzeuger 2kW (Leistung) liefert, dann würde er takten und über die Zeit (ein/aus) dafür sorgen, dass in einer Stunde nur 1kWh an Wärme produziert wird. Wäre der Wärmebedarf nur 0,75kW, dann wäre er über eine längere Zeit aus, so dass in der Stunde nur 0,75kWh erzeugt werden.

    Im zweiten Fall würde er also 0,25kWh einsparen weil er diese erst gar nicht erzeugen muss.

    Wer´s ganz genau wissen will, der müsste jetzt über die Art des Wärmeerzeugers nachdenken, und schauen ob und wie sich der Wirkungsgrad während des Taktens verhält. Wie wir wissen (oder auch nicht) hat beispielsweise ein Ölkessel während des Startvorgangs einen schlechteren Wirkungsgrad (bis sich die Verbrennung stabilisiert hat etc.). Je mehr Takte, um so mehr Phasen mit schlechtem Wirkungsgrad.
    Aber dann sind wir schon bei der 2. Nachkommstelle am Optimieren.

    Gruß
    Ralf
     
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  21. Hfrik

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    Naja, rechne das mal wirklich genau. WEnn deine sowiso anfallende Grundlast grösser ist als der Wärmebedarf, hast Du ein Nullenergiehaus, und könntest die Heizung verschrotten. Dafür muss aber schon alles ganz ganz optmal gedämmt sein und die Wärmerückgewinnung bei der Lüftung mus sehr sehr gut sein, und die Lufdichtheit sowiso allererste Sahne.
     
  22. R.B.

    R.B.

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    Was verstehst Du unter "Grundlast"?

    Gruß
    Ralf
     
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