Fenster in der Dämmebene - wirklich so exotisch?

Diskutiere Fenster in der Dämmebene - wirklich so exotisch? im Fenster/Türen Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich war nun bei mehreren Fensterbauern und Fassadenbauern und habe wegen Fenstermontage in der Dämmebene und auch dem zugehörigen WDVS...

  1. #1 Peter Andre, 4. April 2013
    Peter Andre

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    Hallo,
    ich war nun bei mehreren Fensterbauern und Fassadenbauern und habe wegen Fenstermontage in der Dämmebene und auch dem zugehörigen WDVS angefragt.

    Ich konnte keinen finden, der das schon mal gemacht hat. Alle raten davon ab, die meisten Fensterbauer haben mir von vorne herein gesagt, sie geben mir dann nicht mal ein Angebot ab, wenn ich die Montage vor die Wand will. Weder mit Winkeln, Konsolen noch Holz-Blindstock.

    Auch konnte ich keinen Fassadenbauer finden, der das schon mal gemacht hätte und sich damit im Detail auskennt.

    Ist das wirklich so eine exotische Bauart, wenn man mit 24cm Kalksandstein und 24cm Neopor Vollwärmeschutz bauen möchte? Bei uns in der Gegend sieht man auch nirgends Neubauten mit WDVS, die nehmen so gut wie immer Ytong oder meistens gefüllte Ziegel (T7/T8) oder gleich ganz normale Ziegel in entsprechender Dicke.

    Im Internet findet man sehr viel darüber, dass man meinen könnte, Fenster in der Dämmebene wären eigentlich nichts besonderes mehr.

    Versuchskaninchen will ich auch nicht spielen für jemand, der schon von sich aus sagt, er kennt sich nicht damit aus, aber würde es mir schon einbauen.
     
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  3. githero

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    Also bei uns kannten sich alle Fensterbauer, die auf der Baustelle waren, mit dieser Einbausituation aus und haben sie auch - nach eigener Aussage - mehrfach erfolgreich angewendet. Ganz so exotisch scheint es also nicht zu sein. Mir ist aber auch schon aufgefallen, dass ich bisher noch keine andere Baustelle gesehen habe (bis auf einen Schul-Neubau), wo die Fenster in die Dämmeben gebaut wurden. Das ist in jedem Fall aufwändiger und ich würde niemanden beauftragen, der das nicht schon mal gemacht hat. Unser Archi hatte das allerdings auch detailliert geplant, ich würde diese Planung nicht dem Fensterbauer überlassen. Dann lieber nur mauerwerksbündig die Fenster setzen.
     
  4. #3 Peter Andre, 4. April 2013
    Peter Andre

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    Mauerwerksbündig bei 24cm KS und 24cm WDVS geht ja mal überhaupt nicht.

    Meine Alternativen sind: Ich finde doch noch einen Fensterbauer+Fassadenbauer, der das kann oder ich nehme einen anderen Stein, z.B. T7, obwohl ich lieber KS+WDVS nehmen würde.
     
  5. githero

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    Bei T-7 müsste die Mauer aber nochmal 100 mm stärker werden, um den gleichen U-Wert zu erzielen. Vielleicht alternativ eine bessere WLG-Klasse der Dämmung und damit die Dämmstärke reduzieren. Dann reicht auch ein bündiges einsetzen.
    Wo in Bayern soll denn gebaut werden?
     
  6. #5 Peter Andre, 4. April 2013
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    Wenn ich mein Haus mit Resol oder Pur dämme, dann kann ich locker mal 10.000 Euro mehr nur fürs Material rechnen. Hab mir die Preise schon mal angesehen.
     
  7. kappradl

    kappradl Gast

    Exotisch ist das nicht. Habe ich bei Passivhäusern hier schon gesehen. Die Fenster wurden auf Metallwinkel vor die Maueröffnung gesetzt. Der Anschluss an die Dämmplatten ist dann aber etwas aufwändiger herzustellen.
     
  8. #7 Peter Andre, 4. April 2013
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    Dass es aufwändiger ist, ist mir schon klar. Aber anscheinend beherrscht das halt keiner hier. Was nutzt mir ein Fassadenbauer, wenn er die Fensteranschlüsse nicht fachgerecht abdichten kann und mir dann das Wasser reinläuft?!
     
  9. uban

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    Die Aussen!-Abdichtung am Fenster sollte unabhängig von der Einbausituation sein, da ändert sich nämlich gar nichts für den Fassadenbauer.

    Es ist wohl nur bei euch nicht üblich und ich vermute für die Handwerker gibt es genügend herkömmliche Aufträge so dass hier kein Handlungsbedarf besteht.

    Bei uns in der Gegend (Oberrehin) sieht man das sehr häufig beim Neubau (falls Dämung 20cm und mehr) und sehr selten bei Sanierung (da hier meist nur 10-14cm WDVS draufkommen).
     
  10. #9 Peter Andre, 4. April 2013
    Peter Andre

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    Die Fensterbauer haben gesagt, sie können bei diesem Aufbau nur die innere Abdichtung vornehmen. Die äussere Abdichtung wäre dann Aufgabe des Fassadenbauers, wenn er das WDVS anbringt. Ist das nicht so? Dichtet der Fensterbauer das Fenster komplett gegen das Mauerwerk ab und derjenige, der das WDVS anbringt, muss dann auf nichts mehr Achten in der Hinsicht?
     
  11. githero

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    Deshalb brauchst Du ja auch einen Planer, der das alles plant! Mein Fassadenbauer hätte von sich aus auch nicht überall so viel Dichtband gesetzt, wie es der Archi vorgesehen hat. Der Einbau in die Dämmebene ist nun mal kein 08/15. Auch die innere Abdichtung des Fensters ist u.U. komplizierter, je nachdem, wie die Fenster befestigt werden.
    Was sagt denn dein Planer dazu? Oder gibt es gar keinen?
     
  12. #11 Ralf Dühlmeyer, 4. April 2013
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    Wer welche Arbeiten ausführt, ist festzulegen! Nennt sich Schnittstellenkoordination und ist ureigenste Bauherrenaufgabe.
    Kann der Bauherr das nicht (z.B.wg. Laienstatus), muss er sich dafür eines Fachmenschen (vulgo Planer) bedienen!

    Was ich nicht verstehe: Warum soll bei einem WDVS die Fensterebene mit Gewalt in die Dämmebene rutschen? Warum ist AK Fensterrahmen = AK MW ein NoGo?
     
  13. #12 Peter Andre, 4. April 2013
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    Weil ich dann innen nur eine kleine Fensterbank bekomme und aussen eine breite. Schaut optisch unmöglich aus, finde ich. Ich will innen breite Fensterbänke, die ich dann auch nutzen kann und aussen lieber was kleines.


    Das Fenster wäre dann ja im inneren Drittel der Wand befestigt. Das sollte doch auch nicht sein, oder? Isothermenverlauf oder sowas hab ich mal gehört - das Fenster soll in das äussere Drittel oder höchstens mittig angeordnet werden.
     
  14. kappradl

    kappradl Gast

    Wer plant eigentlich das Haus? Du selbst?
     
  15. #14 Peter Andre, 4. April 2013
    Peter Andre

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    Wir sind derzeit noch bei der Eingabeplanung. Aber ich informiere mich immer lieber im Vorraus, damit ich dann schon etwas Ahnung habe, wenn es ans eigemachte geht.
     
  16. Charos

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    Also bei Passivhäusern ist der Einbau vor dem Mauerwerk quasi Standard und rein von der Einbauwärmebrücke her gesehen, auf jeden Fall zu empfehlen.
     
  17. #16 Gast23627, 4. April 2013
    Gast23627

    Gast23627 Gast

    Oh Mann.

    Die Frage von RD

    "Warum ist AK Fensterrahmen = AK MW ein NoGo?"

    hätte ich von einem Architekten nicht erwartet und verwundert mich doch sehr.

    Warum? Das erspare ich mir jetzt weil in diesem Forum und unter Fachleuten schon oft genug diskutiert...

    Grüße
     
  18. SvenW

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    Wir haben 200er Dämmstärke und die Fensterlaibungen sahen schon... Bei uns wurde das durch eine breite Phase im Bereich der Fensterlaibung gelöst, was gut aussieht. Allerdings würde ich beim nächsten Mal die Fenster auch weiter nach vorne setzen. Kann man eigentlich bei einem Einbau vor der Fasade die Fenster von innen wechseln? Der Rahmen wird ja überdämmt und von vorne müßte man die komplette Dämmung abreißen.
     
  19. #18 Gast036816, 4. April 2013
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    Peter Andre - das ist der falsche weg. in der phase bespricht man solch eine idee nicht mit ausführenden firmen. du bist noch zwischen entwurfsphase und baueingabe. lass den architekten ein funktionierendes detail machen mit einer stabilen ausladenden wärmegedämmten zargenkonstruktion. das wird eine sonderkonstruktion, die nicht jeder machen kann. die innere und äußere abdichtung muss der fensterbauer machen. als material solltest du über alu-fenster oder holz nachdenken. stahlprofile könnten auch noch in frage kommen, die sind im wohnhausbau eher unerwünscht. kunststofffenster musst du dir bei weiter ausladung aus dem kopf schlagen. solch eine sonderkonstruktion wird auch nicht preiswert.
     
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  21. #19 Peter Andre, 4. April 2013
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    Ich will ja garnicht ewig weit in die Dämmeben hinein. Direkt ans Mauerwerk und gut ist. Das hab ich schon auf sehr vielen Bildern gesehen. Meistens mit Metallwinkeln befestigt. Hin- und wieder auch mit einem Blindstock aus Holz. Ist das denn wirklich so eine Sonderkonstruktion??? Mich interessiert ja auch, ob die Bedenken der befragten Leute nicht doch begründet sein könnten?

    Warum funktionieren hier keine Kunststoff-Fenster? Das wären eigentlich meine Favoriten gewesen. Es gibt doch stabile Fenster mit Stahlkern? Ist bei denen die Stabilität zu gering oder weshalb sollte man eher Holz- bzw. Stahlfenster nehmen?

    Dass die Sonderkonstruktion nicht zu dem Preis eines normalen Fenstereinbaus zu bekomme ist, ist mir schon klar. Aber mehr als 1000-2000 Euro Aufpreis für ein EFH sollte das doch nicht kosten, oder liege ich da falsch?
     
  22. #20 Gast036816, 4. April 2013
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    lass das von deinem architekten planen, leg mit ihm das einstandsmaß in der dämmung fest, dann wird es durchkonstruiert, der preis ergibt sich dann. die variante mit den stahlwinkel - naja. stabile kunststofffenster????

    wenn es nichts kosten soll, dann bleibst du am besten in mauerwerksnähe.
     
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Fenster in der Dämmebene - wirklich so exotisch?

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