Fenster "schwitzen" sehr stark bei einem 3,5 Jahre altem Haus

Diskutiere Fenster "schwitzen" sehr stark bei einem 3,5 Jahre altem Haus im Fenster/Türen Forum im Bereich Neubau; Hallo Bauexperten, wir wohnen schon seit 3,5 Jahren in unserer schönen Doppelhaushälfte. Jeden Winter gibt es aber das gleiche Problem: die...

  1. epsillon

    epsillon

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    Hallo Bauexperten,

    wir wohnen schon seit 3,5 Jahren in unserer schönen Doppelhaushälfte.
    Jeden Winter gibt es aber das gleiche Problem: die Fenster sind sehr nass und das Wasser läuft schon fast in Strömen auf die Böden. Kann das normal sein?

    Zunächst hieß es von der Baufirma, dass es normal sei, weil ja die Baufeuchte weg muss. Dann hieß es, dass es normal sei, weil das Haus ja sehr dicht sei und man regelmäßig lüften müsse.

    Wir haben zwar morgnes manchmal bis ca. 60% Luftfeuchte (besonders wenn Wäsche im Haus getrocknet werden muss). Diese sinkt aber nach dem Lüften sofort. Wir lüften fast täglich in dem wir gegenüberliegende Fenster/Türen voll aufreissen für ein paar Minuten.

    Neulich war ein anderer Fensterbauer da, der einen Versicherungsschaden reparieren soll. Er meinte, dass es nicht normal sei und dass womöglich ein Baumangel vorliege. Interessanterweise haben die Nachbarn (Doppelhaus von einem Bauträger gebaut) nicht das Problem mit Schwitzwasser.

    Was kann das sein? Was kann ich noch machen? In den Ecken der Fensterscheiben bildet sich schon schwarzer Schimmel und ich will nicht dass sich dieser ausbreitet und die Kinder davon krank werden.

    Grüße,
    epsillon
     
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  3. mastehr

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    Das ist zu wenig.
     
  4. H.PF

    H.PF

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    Lüfte mal 2 mal am Tag komplett durch. Mindestens...

    Sieht sehr nach einem Lüftungsfehler aus wenn du nur 1 mal am Tag lüftest...
     
  5. kehd

    kehd

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    Als wir unser Haus übernommen haben, kam jemand vom Bauträger mit einer Kiste Wein und einem Hygrometer vorbei. Wir haben dann noch ein paar Hygrometer gekauft (die für 12€ beim großen C) und haben jetzt in jedem Zimmer und im Keller eins. Wir lüften mindestens einmal am Tag. Wenn ein Hygrometer mehr als 60% anzeigen sollte natürlich öfter. Über 60% haben wir aber höchstens mal im Sommer.
    Bei nur 60% rel. Feuchte sollte die Fenster aber höchstens erst unter -5°C beschlagen. Sonst stimmt mit den Scheiben etwas nicht.
    Beschlagen denn in allen Räumen die Fenster?
     
  6. driver55

    driver55

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    Er schreibt ja, "fast täglich"! Also gibt's auch Tage ohne zu lüften. :(
    2-3 Mal u. alles ist/wird gut.

    Mobil gesendet...
     
  7. #6 Gast036816, 14. März 2014
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    teste einmal die dichtigkeit der fenster. kannst du mit einem räucherstäbchen selber machen. einfach den fensterrahmen, flügelrahmen und die fuge zwischen rahmen und flügel im geringen abstand abfahren. steigt der rauch senkrecht ungestört hoch ist es dicht. zeigen sich verwirbelungen, dann ist etwas undicht.
     
  8. mastehr

    mastehr

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    Falls vorhanden: Beim Test der Dichtigkeit die Abluft-Dunstabzugshaube auf höchster Stufe laufen lassen und alle Fenster und Türen geschlossen halten.
     
  9. #8 wasweissich, 14. März 2014
    wasweissich

    wasweissich Gast

    ..... und dann ab und zu mal lüften reicht nicht wirklich .
     
  10. ultra79

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    Das ist logisch - allerdings steigt sie dann auch wieder an. Man kann erst einige Zeit nach dem man die Fenster wieder geschlossen hat den Effekt des lüftens bewerten - wenn du das Fenster aufmachst geht es natürlich sofort um 10 oder 20%-Punkte runter....
     
  11. #10 Friedl1953, 15. März 2014
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    Erstmal sind 60 % Luftfeuchtigkeit zu viel. Idealerweiße sollten es zwischen 40 und 50 % sein.
    Innere Oberflächentemperatur bei -15 Grad 2-Scheiben Wärmedämmglas etwa 15 Grad, 3-Scheiben Wärmedämmglas etwa 17 Grad.
    Taupunkt bei 20 Grad Innentemperatur und 60 % relative Luftfeuchtigkeit 12 Grad, bei 80 % 16,4 Grad.

    Frage 1, es ist nicht nur die relative Luftfeuchtigkeit interessant sondern auch die Raumtemperatur.
    Frage 2, welches Glas ist eingebaut um zu beurteilen welche Oberflächentemperatur auf der Scheibe vorhanden ist.

    Erst dann kann man sagen ab wann es zu Tauwasserausfall auf der Scheibe kommt.

    Definitiv ist das Lüftungsverhalten nicht ausreichend, totzdem dürfte es im Allgemeinen nicht zu Tauwasserausfall an den Scheiben kommen wenn ein modernes Glas verbaut wurde und die Fenster ordentlich gefertigt und eingebaut sind.

    Ich vermute stark, dass es zwischen Scheibe und Rahmen, oder Stockrahmen und Wandanschluss zu einem Kaltlufteinfall kommen.
     
  12. Gast23627

    Gast23627 Gast

    Macht es nicht zu kompliziert

    Das es sich hier um ein gemäß der Beschreibung des TE falsches Lüftungsverhalten handelt ist nun doch jedem (und hoffentlich auch dem TE) "aufgegangen".

    Jetzt aber noch zu zitierten Möglichkeiten "dürfte" und "vermute" zu beschreiben halte ich von verdammt weit her geholt.

    Oder muss ich es drastischer beschreiben?

    Gruß
     
  13. Baumal

    Baumal

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    wegen meiner gerne.:biggthumpup:
     
  14. #13 Friedl1953, 15. März 2014
    Friedl1953

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    Josef, Du darst es gerne auch drastischer formulieren.
    Falsches Lüftungsverhalten dient halt zwischenzeitlich zur Generalabsolution für jegliches Tauwasserproblem. Gerade die Vermieter hüpfen supergerne auf diesen Zug auf.
    Eine genauere Untersuchung der Fenster auf Luftdichtigkeit macht schon Sinn.
     
  15. ThomasMD

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    Du und auch rolf aib, Ihr könnt mir gern erklären, wie eine Undichtigkeit am Rahmen zu mehr Kondensat auf den Scheiben führen soll. Ich lerne gern dazu.
    Bisher hat meine berufliche Vermieterpraxis allerdings zu 99% nur auf unsachgemäßes Nutzerverhalten schließen lassen. Das eine Prozent sind dann mal defekte Thermoverglasungen im Einzelfall. Diese lassen sich leicht feststellen und werden von uns anstandslos getauscht.

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  16. ultra79

    ultra79

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    Am Rahmen strömt Kaltluft ein und macht damit die Dämmwirkung zunichte. Damit kühlt das Bauteil aus und dei Oberflächentemperatur fällt unter den Taupunkt.

    Friedl hat es ja schön ausgerechnet das es eigentlich kein Kondensat geben sollte. Nun kann es sein das durch einen Defekt die OF-Temperatur niedriger ist als sie sein sollte.
     
  17. ThomasMD

    ThomasMD

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    Auch diese Fälle kenne ich. Dann dürfte aber das Kondensat eng begrenzt an der Undichtigkeit ausfallen und nicht 10 cm weiter um die Ecke an der Scheibe.

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  18. driver55

    driver55

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    Vielleicht ist mal ein Fenster davon betroffen; aber doch nicht viele/alle!

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  19. #18 Friedl1953, 15. März 2014
    Friedl1953

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    Gebe zu ist alles Glaskugel.
    Oberflächentemperatur der Scheibe unbekannt.
    Raumtemperatur unbekannt.
    Relative Luftfeuchte im Extremfall unbekannt.
    Ist halt Physik 1. Semester.
    Eine der Möglichkeiten, außer Lüftungsverhalten, Kaltlufteinfall!!!
    Ich habe bei verschiedenen "Blower Door" Tests mit erschrecken feststellen müssen, wie undicht, gerade bei Kunststofffenstern, Glasleisten sein können.
    Deshalb wehre ich mich ein bisschen alles nur auf Lüftungsverhalten zurückzuführen. Auch Kaltlufteinfall kann eine Möglichkeit sein.:bef1007::bef1007:
     
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  21. #19 Gast036816, 15. März 2014
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    habe es auch schon im ganzen haus gehabt, ausnahme treppenhaus - war fest verglast. alle beweglichen fenster + fenstertüren hatten zu klein bemessene dichtungsprofile zwischen flügel und festrahmen, zusätzlich hatten einige festrahmenprofile einen leichten bogen - 1,0 bis 1,5 mm. bei -19/-20° C aussentemperatur waren einige flügelrahmen fest gefroren, da die eisbildung an den dichtung reichlich war. alle rahmen waren mit kondensat beschlagen. der fensterbauer hatte dann während der gewährleistung alle dichtungsprofile getauscht und größere profile eingebaut. seit dem gibt es keine probleme mehr.
     
  22. ThomasMD

    ThomasMD

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    Ok, wenns die Rahmen sind, stimme ich Dir zu.
    Sinds die Scheiben, ist es regelmäßig Lüftungs- und Heizverhalten und nur imEinzelfall eine defekte Verglasung. D'accord?



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Fenster "schwitzen" sehr stark bei einem 3,5 Jahre altem Haus

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