Fensterbank unter Holzdeck?

Diskutiere Fensterbank unter Holzdeck? im Fenster/Türen Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, Unsere Terasse soll ein Holzdeck werden, aus der Topographie des Grundstückes bietet es sich an, diese ca. 50-60cm...

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  1. SirSydom

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    Hallo zusammen,


    Unsere Terasse soll ein Holzdeck werden, aus der Topographie des Grundstückes bietet es sich an, diese ca. 50-60cm aufgeständert zu erstellen.
    Die dadurch gute Belüftung soll sich ja auch positiv auf die Haltbarkeit auswirken.

    Der Plan ist das Decke +-0 OKFFB zu erstellen – ja ich weiß, 15cm Schwelle..
    Müsste mir aber jemand erklären, warum da eine Schwelle notwendig ist – schließlich werden alle Niederschläge durch die breiten Fugen des Holzdecks sofort abfließen - wie soll sich das was aufstauen??

    Egal, mir wurde empfohlen die entsprechenden Türen/Festverglasungen ganz normal mit Fensterbrettern auszustatten, die etwas tiefer gesetzt sind, und dann das Holzdeck darüber. Diese 15cm des Holzdecks wären dann frei tragend, eine Abstützung auf dem Fensterbrett gibts nicht.

    Das Details zeigt in etwa die Situation, nur wäre bei mir das Holzdecke tiefer, auch das Fensterbrett, was kein Problem ist da ich sehr hohe Bodeneinstandsprofile habe.

    bodenanschluss3-340x183.gif

    Was haltet ihr davon?
     
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  3. Baumal

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    regen hat die unangenehme eigenschaft, er regnet nicht nur senkrecht.
    spritzwasser, schnee und soweiter gibt es auch noch.
     
  4. #3 Gast036816, 22. März 2016
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    das detail ist eine schnapsidee!
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 22. März 2016
    Ralf Dühlmeyer

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    Richtig ist, dass das vorstehende WDVS abgedeckt werden muss. Mag auch sein, dass der Fugenanteil für die Abführung des Wassers ausreicht. Schnee wird aber liegenbleiben, Wasser zurückspritzen und das ist nicht nur ein Schmutzproblem.

    Lass Dir das Detail sauber planen.
     
  6. #5 Skeptiker, 22. März 2016
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    Als Dein Planer würde ich Dir eine Liste der Normen schreiben, gegen welche diese Ausführung verstößt, welche Folgen dies für Dich haben kann und Dich bitten, mir eine Haftungsfreistellung zu unterschreiben.

    Neben Wasser, welches, dem Gefälle der Auskragungen zum Fenster folgend, dorthin läuft, ist vor allem ungleichmäßig abtauender Schnee gefährlich.
     
  7. mls

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    warum fragst du dann? ;)
     
  8. SirSydom

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    Mein GÜ hats nicht so mit Detailplanung..

    weil ich Regeln grundsätzlich nicht stumpf befolge, sondern idR den Sinn & Zweck zu verstehen versuche, und dann abwäge ob ich sie einhalten sollte oder nicht.

    Ich hätte das Holzdeck auch nicht knirsch an die Tür stoßen lassen, sondern hätte hier schon an eine Fuge von 1cm oder so gedacht. Hier anfallendes Wasser müsste also nach Lieschen Müller genauso wie Schlagregen doch sicher abgeleitet werden.

    Schnee - o.k. Nehmen wir mal an, ich setze das Holzdeck da an, wo normal die Fensterbank sitzt, die Fensterbank dafür 5cm tiefer.
    Wo ist dann der Unterschied zu „normaler“ Fensterbank, denn Schnee bleibt ja auch auf Fensterbänken liegen und taut dort unregelmäßig ab?!
     
  9. Baumal

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    sinn und zweck sollte nun vermutlich klar sein?
     
  10. #9 Ralf Dühlmeyer, 22. März 2016
    Ralf Dühlmeyer

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    Dann muss es eben wer anders machen. Ja, kostet! Gibt aber auch Sicherheit! Und dem GÜ würde ich es zur Freigabe zusenden. :D
     
  11. SirSydom

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    Ja. Was noch nicht klar ist, ist was ich schon gefragt hatte..

     
  12. #11 Gast036816, 22. März 2016
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    dann muss er sich jemanden ins boot nehmen, der das kann! schick ihm eine mängelanzeige, fordere ihn zu einer din-gerechten planung auf, damit du später deine ansprüche geltend machen kannst.

    gibt es noch so ein paar korken in der hausplanung?
     
  13. ThomasMD

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    Ihr mögt ja in vielen Dingen Recht haben, aber das Schneeargument ist von allen das Untauglichste um die ständig wiederholten 15 cm zu begründen.

    Ich habe in meinem Leben schon eine Menge Schnee kommen und gehen sehen, aber eine Tür oder ein Fenster unter Wasser gesetzt hat noch keiner.
    Solange es draußen kalt genug und das Haus gut gedämmt ist, bleibt er brav liegen. Kommen wir in Richtung Schmelzpunkt, dann taut der Schnee zuerst an der Tür oder am Fenster einen Spalt breit weg und bleibt dann wieder brav liegen ohne jemand was Böses zu tun. Dieser Spalt hat solch geringe Wassermenge freigesetzt, dass sie praktisch nicht zu bemerken ist. Jedenfalls waren die dahinterliegenden Türen immer trocken.

    Wenn nun der Regen waagerecht kommt, macht er mit oder ohne Holzdeck oder aufgeständerten Platten immer dasselbe: Er läuft an der senkrechten Fläche runter und wird, wenn der Sturm stark genug ist, auch unten durchgedrückt, wenn die Dichtung schadhaft ist. Davor schützen auch 15 cm nicht.

    Eine Terrasse auf der das Wasser höher als 15 cm stand habe ich einmal im Bestand erlebt, als bei einem Starkregenereignis das Dach auf die Terrasse entwässerte und der Ablauf mitsamt Notüberlauf wegen Laubverstopfung versagten. Da schützte dann die Aufkantung auch nicht mehr.
     
  14. #13 Frau Maier, 22. März 2016
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    Gehen tut es auf alle Fälle, aber das Detail sollte anders aussehen. Da gibt es z.B. so kleine, flache Ablaufrinnen für den Türbereich, die man vor die Tür setzt. Das Wasser fließt dann auf den Balkon/Terrasse ab. So ist gewährleistet, dass kein Wasser vor der Tür steht und rein läuft. Bei Herstellern solcher Rinnen könnte man Details finden, die was taugen. Damit würde auch der Überhang der Latten verschwinden. Der Rest ist eine Abwägungssache. Natürlich gibt es Spritzwasser, gibt es überall. Fragt sich, wie oft und intensiv man das Haus wartet, neu streicht, welche Oberflächen das sind usw...
     
  15. #14 Ralf Wortmann, 22. März 2016
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    Ah, jetzt habe ich mal geschaut, weshalb du das so kunstvoll umschreibst. Das scheint tatsächlich eine wohl herstellergebundene Produktbezeichnung zu sein.

    @SirSydom: google mal nach dem Begriff, der als "eine großräumige Luftzirkulation der unteren Troposphäre im Gebiet der Tropen und Subtropen im Einflussbereich der Passate" definiert wird und hänge an diesen Begriff das Wort "-rinne" an, dann weißt du, was Frau Maier meint.
     
  16. Kalle88

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    Wie wärs mit Drainrinne?
     
  17. Baumal

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    in zeiten des klimawandels habe ich in Ravensburg, die letzten jahre auch
    weniger schnee gesehen. aber wenn schnee kommt, ist er heftiger für
    dieses "detail" als regen.
     
  18. #17 Ralf Dühlmeyer, 22. März 2016
    Ralf Dühlmeyer

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    Ach Leute - die Rinne ist doch gar kein Thema. Es braucht nicht mal ne Rinne, wenn ich Euer Lordschafts Beschreibung richtig verstehe.
    Es würde ein Rost reichen.
    Aber ob Rinne oder Rost, die werden im Zweifel betreten. Es erfordert also eine lastabtragende Unterkonstruktion, die idealer Weise auch noch verrottungs- und korrosionssicher ist.
    Und dafür hat für Euer Lordschafts Bausituation kein mir bekannter Hersteller ein Standardbauteil im Angebot.

    Womit die Katze wieder ihren Schwanz gefangen hat, auf dem das Schild
    Planung
    klebt!!!

    Entweder den GÜ dazu prügeln (selten zielführend) oder selbst aus dem Quark kommen, jemand beauftragen und die Planung dem GÜ zur Freigabe vorlegen :D.
     
  19. Kalle88

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    Im Erdbereich wird man wohl auch mal davon abweichen können, auf dem Dach sehe das schon anders aus. Dennoch muss man wissen was man tut und das hat Ralf ja schon geschrieben, wenn Rinne dann muss die logischerweise auf einer Tritt sicheren Unterlage gestelzt werden.
     
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  21. Dino15

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    Ein Rost wäre also ok, aber der Holz"rost" aus der Zeichnung nicht? Warum?

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  22. Kalle88

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    Aus was das Rost ist ist doch egal, hauptsache 70% offene Fläche auf das Bauteil gesehen. Wenn Sirsydom die Preise einer vernünftigen Rinne sieht, dann kippt er eh vom Stuhl. So 400 Euro/m Netto ohne Einbau sind relativ schnell erreicht.
     
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