Fensterfront (10 m) - bisher Alufenster sollen nun Kunststoff werdem. Fragen hierzu

Diskutiere Fensterfront (10 m) - bisher Alufenster sollen nun Kunststoff werdem. Fragen hierzu im Fenster/Türen Forum im Bereich Neubau; Hallo, sorry für die Überschrift. Besseres viel mir nicht ein:o Wir bauen derzeit unser Haus ein wenig um :-) und nun treten Probleme auf....

  1. #1 andreas33, 9. Januar 2009
    andreas33

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    Hallo,

    sorry für die Überschrift. Besseres viel mir nicht ein:o

    Wir bauen derzeit unser Haus ein wenig um :-) und nun treten Probleme auf.

    Durch den Dachausbau mussten wir ein Flachdach mit Eisenträgern verstärken, da im dortigen Bereich ein höheres Gewicht entstanden ist.
    Nun bekommen wir im 1. OG wahrscheinlich Probleme mit der Fensterfront (Durchbiegung eines Stahlträgers - 10 m - über der Fensterfront).

    Diese ist 10 m lang.

    Hier befinden sich bisher 3 Fenster (Schwing) aus ALU (ca. BJ. 1977)
    (2x 2800 x 1600 mm und 1x 3500 x 1600 mm).
    Öffnen und schließen lassen sich diese Fenster schon länger nicht mehr richtig da die Scharniere wahrscheinlich defekt sind.

    Nun überlegen wir, neue Fenster einzubauen und auf Kunststoff umzuschwenken.

    - Welche Möglichkeiten der Aufteilung haben wir bei der Größe der Fenster?
    Die Fenster sollen so groß wie möglich bleiben.
    Welche Größe ist im Kunststoffbereich noch vertretbar.
    - sind gute Kunststofffenster im Vergleich zu Alu wesentlich günstiger?

    Danke schon mal für Tipps.

    Gruß
    Andreas
     
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  3. #2 Olaf (†), 10. Januar 2009
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    Zuerst...

    ne vorsichtige Frage:
    Wer hat denn den Stahlträger dimensioniert? Ein Statiker? Oder eher auf Verdacht? Wie soll das denn jetzt weitergehen, drauf hoffen, dass die Verformung beendet ist oder wie?

    Ausführbarkeit (1,60 ist die Höhe?) : Ja, mglweise auch in der jetzigen Teilung, hängt vom verwendeten System und dem Können des Fb und seinen Statikkenntnissen ab. Auf jeden Fall wirds ne Sonderkonstruktion, die man nicht aus Tabellen ablesen und zusammenfügen kann. Hier muss geplant und gerechnet werden. Und das kann nicht jeder Fb, musst eventuell ein bisschen suchen
     
  4. aldente

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    Ich denke mal, nur so ein Gedanke, das sich die Fenster nicht mehr öffnen lassen, kann auch an einer Lastabnahme auf selbige gründen, das sie durch Last gestaucht wurden, und sich durch Verklemmung nicht mehr öffnen lassen. Da geb ich Olaf recht, ob denn die Durchbiegung des Stahlträgers beendet ist. Bei damaligen Berechnungsmodellen galt: l/300, das bedeutet eine max, Durchbiegung von 3,3 cm auf 10 m, das ist schon ne Nummer. Wenn dann die Fenster (damals) vor entsprechender Durchbiegung des Träger montiert wurden (wahrscheinlich) dann klemmen die halt (heute).

    Ob ich diese Monsterfront wirklich in Kunststoff ausführen würde, ich denke mal nein. Zumindest die Originalaufteilung ist ausserhalb der Norm (Breite) unserer gängigen Lieferanten. Da seh ich nur Alu oder Holz als Möglichkeit. Technisch sicher lässt sich diese Front nur in einer kleineren (<3m) Aufteilung realisieren, immerhin geht 1/3 Teilung mit zuvor genannten Materialien. Allerdings wird sich nach Ausbau der Fenster möglicherweise eine grössere Durchbiegung des Trägers einstellen, was verlangt, das die neuen Fenster in der Höhe etwas kleiner (>= 2cm) gemessen werden müssen.
    Wie die tatsächliche Situation aussieht/aussehen wird muss vorher gerechnet werden, und ich seh das nicht als Job eines Fb´s an, sondern definitiv des eines Statikers.

    Und ob da Rechnen alleine weiter hilft, das weiss wahrscheinlich keiner. Immerhin haben die 2 aufrechten Alupfosten bisher ein noch weiteres Durchbiegen (bis das Glas birst) verhindert.

    Evt. ein statisch bestimmter Pfosten in die Mitte?
     
  5. andreas33

    andreas33

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    Hallo,

    und vielen Dank für die Info´s.

    Ein paar weitere Informationen wollte ich Euch noch angeben:

    @Olaf
    - der Stahlträger ist schon von Anfang an eingebaut (ca. 1977). Die Fensterrahmen sind punktuell am Träger angeschweißt.
    Zwischen Rahmen und Träger ist derzeit noch etwas Luft von ca. 5 mm
    - Laut heutigem Statiker ist eine maximale Durchbiegung von ca. 1,8 cm möglich.
    Abschließend muß noch die Dachterrasse angelegt werden. Dies können wir aber erst durchführen, wenn wir uns mit der Fensterfront im Klaren sind.
    (Dachterrase Gewicht: ca. 1,5 Tonnen zusätzlich - Steinbelag)

    @aldente
    Zitat"Und ob da Rechnen alleine weiter hilft, das weiss wahrscheinlich keiner. Immerhin haben die 2 aufrechten Alupfosten bisher ein noch weiteres Durchbiegen (bis das Glas birst) verhindert

    - leider wird die Fensterfronst nur durch 1 Stahlposten abgestützt (zwischen 1. und 2. Fenster). Zwischen Fenster 2 und 3 existiert nur eine Aluverkleidung ohne große stützende Aufgaben
    - Statiker und Prüfstatiker wollen keinen weiteren Pfosten einbauen, da Sie die Beschaffenheit des Fußbodens/Decke zum EG nicht kennen und genau in diesem Bereich auch noch ein "Monsterfenster existiert ( 4m x 1,6 m - Holz)

    Wir überlegen nun folgendes:

    - jedes Fensterelemt halbieren und je 2 Schwingfenster einbauen (ges. also 6 Fenster)
    somit würde eine möglichst große Fensterfront erhalten bleiben.
    - Die Fensterbefestigung würde geändert und nicht mehr statisch mit dem Stahlträger verbunden sein (laut einem Fensterbauer gibt es hier Möglichkeiten, allerdings war dies wieder ein Alufenster und die Aufteileung - je 3 Fenster pro Element).

    Sieht mir zusehr nach Schießscharte aus :-)

    Denke ich werde morgen mal wieder mit dem Architekten sprechen und der soll sich nun drum kümmern. Sind zwar wieder Zusatzkosten aber vielleicht hilft´s ja.

    Gruß und einen sonnigen Sonntag
    Andreas
     
  6. andreas33

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    Ach ja. Die Kosten für diese Aufteilung (3 Fenster/Element = 9 Stück) Dreh/Kipp liegen in ALU bei ca. 10.000 Euro.

    Man kann sicherlich keine genaue Aussagen treffen aber kann man dies mit Kunststoff in der von mir vorgeschlagenen Version evtl. unterbieten?:D

    Vielen Dank noch einmal.
     
  7. andreas33

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    Und noch eine Frage:
    Die Fenster sind ja nun schon von ca. 1977. Sind die Fenster nicht schon alleine aus diesem Grund reif für einen Austausch?

    Andreas
     
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  9. aldente

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    Gehen wir mal auf die Frage ein, ob die Fenster austauschwürdig sind. Das kann man idR. klar mit ja beantworten, Alu Bj 77 ist eher nicht termisch entkoppelt, und die Iso-Werte der Verglasung sind meilenweit von heutigen Standard entfernt.
    Ich kann das nicht von hier beurteilen, ich hab selber einen WiGa Bj. 78, da ist das Profil aber schon thermisch entkoppelt.

    Ob die Anlage preiswerter mit KS zu realisieren wäre , hängt von zu kalkulierenden Faktoren ab. Bei der doppelten Anzahl der Elemente gegenüber einer Alufront kann man das nicht pauschal beantworten, ansonsten ist KS als Elementwert ohne Montage etwa 20% preiswerter.

    Du sagtest, das Du schon einen Pfosten in der Mitte hast, das war im ersten Post nicht genannt worden. Dadurch minimiert sich natürlich der Wert der Durchbiegung bei einem 2-Feldträger dramatisch, und halbiert sich zumindest bei 2 einzelnen Einfeldträgern, kommt auf die Ausführung des/der Träger an, ist hier aber eher senkundär.

    Jedenfalls minimiert der Pfosten den "Vorsichtigkeitsabzug" in der Höhe für die Fensterbestellung.

    Um die Kosten zu senken, und noch mehr Licht einfallen zu lassen, würde ich mir überlegen, diese Front in Festverglasung zu bauen, zumal Du die lezten 20 Jahre eh nicht lüften konntest, evt. auch nicht musstest (Lüftungsalterenative)?
     
  10. andreas33

    andreas33

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    Ich denke auch das die Fenster austauschwürdig sind. Zumal eine Scheibe im Sommer etwas undurchsichtig ist.

    Der jetzige Pfosten liegt leider nicht in der Mitte der Fensterfront. Aufgeteilt ist diese wie folgt:
    1. Fenster 3500 x 1600 mm
    dann Pfosten
    2. Fenster 2800 x 1600 mm
    dann Aluverblendung (ohne große tragende Wirkung)
    3. Fenster 2800 x 1600 mm

    Die Fenster lassen sich schon noch öffnen und schließen. Allerdings hakt es gewaltig und man muß schon etwas kraft aufwenden (je nach Temperatur). Leider kann man die Fenster wohl nicht großartig nachstellen um dieses Manko zu beheben.

    Eine Festverglasung (ohne öffnen) kommt eher nicht in Frage. Die Lage der Fenster befindet sich im 1. OG und macht das Putzen von außen daher etwas schwierig.

    Na mal schaun. Werd in den nächsten Tagen mal ein paar Fensterbauer auf die Baustelle bemühen :-)

    Gruß
    Andreas
     
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