Fertighaus Bauhjahr 1971, was ist zu beachten? Lohnt es sich?

Diskutiere Fertighaus Bauhjahr 1971, was ist zu beachten? Lohnt es sich? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo, ich bin bei der Suche nach Informationen auf diese Seite gestoßen und würde Euch gerne ein paar Fragen stellen. Da wir derzeit auf...

  1. #1 interessierter, 3. Januar 2014
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    Hallo,

    ich bin bei der Suche nach Informationen auf diese Seite gestoßen und würde Euch gerne ein paar Fragen stellen.

    Da wir derzeit auf der Suche nach einem Häuschen sind, bin ich vor kurzem auf ein interessantes Objekt gestossen.

    Ein Fertighaus aus dem Jahre 1971.
    Auf einem Grundrissplan steht etwas von "Stern-Fertighaus KOMET 110".
    Kann von Euch evtl. jemand sagen um was für eine Firma es sich dort handelt? Ich habe leider nix gefunden.

    Wie sieht es denn mit gefährlichen Stoffen aus, die evtl. in so Fertighäusern benutzt wurden.

    Die Aussenwände sind "nur" 16cm dick. Reicht das aus, oder ist es dort dann sehr hellhörig?

    2006 kam eine neue Heizung rein.
    2008 wurden die Fenster erneuert.

    Das Dach muss wohl saniert werden. Es ist ein Flachdach.

    Könnt Ihr mir sagen auf was bei so einem Fertighaus auch noch geachtet werden sollte. Oder sollte man dort allgemein die Finger weg lassen?

    Vielen Dank schon mal
     
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  3. #2 Gast036816, 3. Januar 2014
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    frag doch erst einmal, welche hausunterlagen der besitzer überhaupt hat. das hilft meistens erst viel weiter.
     
  4. #3 interessierter, 3. Januar 2014
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    Hallo,

    habe ich schon angefragt. Bisher noch keine Informationen erhalten.

    Kannst Du zu den anderen Sachen evtl. trotzem schon was sagen?
     
  5. Kalle88

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    Wie Rolf schon geschrieben hat sind Planunterlagen schon mal wichtig um überhaupt bestimmen zu können was möglich ist. Auch hier kann das Forum nicht das Ergebnis erzielen was sie sich wohl wünschen. Das muss man vor Ort mehr oder weniger begutachten. Denn auch die beste Dokumentation am Bau hat Lücken.

    Pauschal zu sagen das mal von älteren Bauten die Finger lassen soll ist quatsch! Solange die Bausubstanz passt und die Grundrisse zu eigenem Empfinden passen oder allgemein das eigene Konzept darin verwirklicht werden kann. Dann muss es nicht immer ein Neubau sein. Dieser Sache wird man sich hier aber nicht im Forum annehmen können. Das geht nur mit Ihnen direkt am Objekt oder in der Planung.
     
  6. Julius

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    Bei einem Fertighaus dieses Baujahrs kann es jedoch sein, daß ein Komplettabbruch samt Neubau die billigste Sanierung darstellt. Muß aber nicht.
     
  7. #6 Friedl1953, 3. Januar 2014
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    Sicherlich gibt es noch mehr mögliche Stoffe wie Kalle gesagt hat, z.B. Lindan aus öligen Holzschutzmitteln oder Formaldehyd aus Spanplatten die aber genauso im Möbelbau eingesetzt wurden..
    Allerdings muss ich bei den genannten Stoffen etwas korrigierend eingreifen.
    PAK - Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe findest Du wohl eher kaum zumindest nicht fertighausspezifisch. Allerdings ist PAK überall vorhanden, (z.B. auch im Zigarettenrauch).
    Asbest - Eher weniger in der Raumluft messbar. Der notwedige Spritzasbest wurde in der Fertighausindustrie niemals eingebaut. Asbest wurde in Form von Asbestzement in Wellen für die Dacheindeckung und in ebenen Tafeln als Putzträger eingebaut. Da Du ein Flachdach hast kommen die Wellen nicht in Frage. Sollte der Putzträger aus Asbestzement bestehen geht keine Gefahlr von ihm aus wenn Du ihn in Ruhe lässt. Bearbeitung, Entfernung nur durch Spezialfirmen.
    KMF - Künstliche Mineralfasern, möglich aber in jedem anderen Haus aus der Zeit das gleiche Thema.
    PCB - Polychlorierte Biphenyle mit Sicherheit nicht. Bestandteil hauptsächlich bei Kondensatoren aus dieser Zeit. Leider verwechseln dies die meißten Menschen mit PCP - Pentachlorphenol als Bestandteil von öligen Holzschutzmitteln. Kann gut sein.
    Benzylalkohol - Würde ich mir keine Gedanken machen kommt auch in sehr vielen nicht bauspezifischen Stoffen vor und ist sogar als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen.
    VOC - volatile organic compounds oder auf deutsch "flüchtige organische Verbindungen". Ist keine Schadstoff sondern ein Oberbegriff für alle möglichen Verbindungen die flüchtig sind.
    Aber ich möchte auch expliziet festhalten, fertighausspezifische Schadstoffe gibt es nicht. Jedes Produkt das damals in der Fertighausindustrie zum Einsatz kam gibt es in anderen Produkten auch. Vielleicht kann es sein, dass der eine oder andere Schadstoff gehäufter auftreten kann.

    Wärmeschutz entspricht sicher nicht den heutigen Anforderungen wobei ich bi der Dämmung der Dachdeke eher als bei der Wand ansetzen würde. Zu dieser Zeit kann es sein, dass hier gerade mal eine 60 mm Mineralwollmatte verarbeitet wurde. Problematischer ist das Thema Luft- und Winddichtigkeit. Dieses Thema war 1970 eigentlich unbekannt. Allerdings hat das auch einen Vorteil, bauphysikalische Schäden sind da genauso unbekannt weil der Wind alles geregelt hat. Deshalb hier besondere Vorsicht wenn Du in dieses System eingreifst. Das ist nichts für DIY. Hier muss exakt geplant und ausgeführt werden.

    Dachte bisher, dass ich alle Fertighausanbieter auch aus diesen Jahren kenne, aber Stern - Fertighaus nicht. Kann es Streif sein, hört sich zumindest ähnlich an. Mach dich mals schlau und poste nochmals.

    Ansonsten kann ich mich nur Kalles letztem Absatz anschließen.
     
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