Feuchte Kellerwand: Sanierputz / Horizontalsperre / Drainage ???

Diskutiere Feuchte Kellerwand: Sanierputz / Horizontalsperre / Drainage ??? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, ich habe vor kurzem ein Haus BJ 1962 gekauft. Hab mir das Haus auch mit einem Gutachter angeschaut, wobei schon eine etwas...

  1. Elefant

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    Hallo zusammen,

    ich habe vor kurzem ein Haus BJ 1962 gekauft. Hab mir das Haus auch mit einem Gutachter angeschaut, wobei schon eine etwas feuchte Stelle im Keller aufgefallen ist. Laut Gutachter war das "überhaupt nicht schlimm" und ich solle doch "einfach etwas Sanierputz draufschmieren".
    Mittlerweile habe ich die Wand vom Putz befreit und es ergibt sich folgendes Bild:
    [​IMG]
    [​IMG]

    Ich habe die Mauer jetzt seit gut 2 Monaten ohne Putz beobachtet (alten Wasserstand mit Bleistift gekennzeichnet). Der Wasserstand ist stellenweise um 2 cm zurückgegangen, blieb dann konstant. In den letzten Tagen war bei uns starkes Regenwetter (1 Woche nur Regen) und der Wasserstand ist wieder auf das alte Niveau (Bleistiftkennzeichnung) gestiegen.

    Ein ziemlich komisches Phänomen trat auf, als der Wasserinstallateur bei mir im Haus war und mir gesagt hat, ich solle doch einfach mal das Wasser vom Waschbecken im EG laufen lassen; hier gab es ein anderes Problem: der Putz an der Wand des Waschbeckens war aufgestanden und wir wollten sehen, ob das Rohr undicht war. Nach ca. einer halben Stunde, in der ich das Wasser laufen habe lassen, stand unten auf der Kellertreppe (siehe Bild vorher) auf zwei Stufen das Wasser. Wasser wieder abgedreht und Kellertreppen abgewischt. Das ganze nochmal probiert mit wieder dem gleichen Ergebnis: Wasser auf den Kellerstufen. Und jetzt kommt das eigenartige: ich habe den Versuch noch einige Male wiederholt, aber es stand nie mehr das Wasser auf der Kellertreppe. Lässt sich nicht mehr herbeiführen, auch wenn ich noch zusätzlich andere Wasserhähne aufdrehe.

    Zur Erläuterung hier mal der Grundriss:
    [​IMG]

    Was die Situation noch besch***** macht ist, dass die ganze Sache unter der Bodenplatt des Anbaus liegt. Aufgraben wird also schwierig.

    Die Regenrinnen laufen in den Kanal. Ich habe durch den Kanal mal eine größere Wassermenge geschüttet (teilweise gefüllte Regentonne), das Wasser wird sauber weggezogen.

    Als nächsten Schritt werde ich mal die Sache mit der Rohrkamera anschauen lassen.
    Jedoch hat mir der Fachmann für Kellersanierung gesagt, dass solche Bruchsteinwände generell einfach "im Dreck" stehen und daher Feuchtigkeit aus dem Boden ziehen. Mein Haus liegt jedoch an einer Hanglage ca. 20 Höhenmeter über einem Fluss, der Luftlinie 200m entfernt ist; ich frag mich daher wo die Feuchtigkeit herkommen soll...

    Tja, alles in allem weiß ich nicht, wie schlimm die Situation ist. Schimmelbildung habe ich keine im Keller und der Keller soll auch nur als Lagerkeller bzw. Waschkeller verwendet werden.

    Wie schätzt ihr die Situation ein?
    Was würdet ihr als nächste Schritte unternehmen?

    Vielen Dank schon mal. :-)
     
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  3. #2 Alfons Fischer, 21. September 2013
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    Baujahr 1962 und "Bruchsteinwände" passt irgendwie nicht zusammen. Oder wäre zumindest äußerst ungewöhnlich. Auf der anderen Seite sieht der ältere Grundriss (Wände d=50cm) auch nicht nach Bj 1962 aus.
    Kamerabefahrung aller (!) irgendwie im Einflussbereich liegenden Rohre (Regenwasser, Abwasser und sonstwas) wäre der erste Schritt.
     
  4. Elefant

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    Hallo Alfons Fischer,

    danke für die Antwort. 1962 wurde der Anbau gemacht (im Plan orange). Die Bruchsteinwände waren damals schon Bestand und sind somit - wie du schon richtig vermutet hast - älter.
     
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