Feuchte/nasse Wand an Anbau II

Diskutiere Feuchte/nasse Wand an Anbau II im "Bautenschutz" Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, wir haben auch ein Feuchtigkeitsproblem. Wir haben ein Haus Bj. 1955 mit einem Anbau ca. 7x2,50m (Hausflur mit Haustür, Eingang...

  1. lion76

    lion76

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    Hallo zusammen,

    wir haben auch ein Feuchtigkeitsproblem. Wir haben ein Haus Bj. 1955 mit einem Anbau ca. 7x2,50m (Hausflur mit Haustür, Eingang (Treppe) zum Keller, zwei Fenster). Auf dem Anbau ist nur eine Terasse vom Obergeschoss. Der Anbau hat zwar einen kleinen Heizkörper, jedoch heizen wir dort nicht, da a) der Flur nicht unterkellert ist, b) dieser eine hohe Zimmerdecke von 3m hat, c) wir dort auch einen kleinen Lebensmittelschrank haben. Die Tür führt zu unserem Wohnzimmer. Jetzt bei den niedrigen Außentemperaturen sind die beiden Außenwände richtig feucht bzw. schon richtig nass.

    Ich würde gerne wissen,
    a) wovon genau das kommt (vielleicht wenn wir die Wohnzimmertür hin- und wieder öffnen zum rausgehen etc., und die Wärme auf einmal in den Flur geht?)
    b) wie ich das Problem beheben kann.

    Das ganze Haus ist nicht gedämmt. Nur die Fenster 1,1 k-Wert sind relativ neu (auch die im Flur). Wie gesagt, heizen wir im Flur nicht, weil dieser Raum mit den kleinen Heizkörper, hoher Deckenhöhe und ungedämmt kaum warm würde. Die Fenster sind tagsüber meist auf Kippe und abends/nachts geschlossen.

    Bitte Rat.
    Danke vorab.
    lion76
     
  2. Baust

    Baust

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    Wasserdampf kondensiert immer an den kältesten Stellen (zuerst), je nach Sättigung der Raumluft. Da das meist die Fenster sind, wird sich auch hier das Wasser sichtbar niederschlagen. Das ist eigentlich eine gute Sache, denn so wird sichtbar wann spätestens gelüftet werden muss. Bei Ihnen scheint nun die Wand kälter zu sein als die Fenster. Dem zufolge fällt das Kondensat dort an.
    Der Austritt von Kondensat hängt ausschließlich von der Raumtemperatur, der relativen Luftfeuchte und der Oberflächentemperatur ab. Aus diesem „Dreieck“ errechnet sich der Taupunkt.
    Bei einer Raumtemperatur von 20 Grad und einer Raumluftfeuchte von 45% fällt Kondensat an allen Bauteilen die eine Temperatur unterhalb des Taupunkt (7,73 Grad) haben an. Bei einer Raumtemperatur von 15 Grad und der relativen Luftfeuchte von 45% fällt das Kondensat bereits ab 3,12 Grad an.
    Jetzt schätze ich mal, das sich bei den momentanen Außentemperaturen die Fensterlaibungen an den Fenstern über die Sie den ganzen Tag auf Kipp lüften auf 0 Grad abgekühlt haben. Da sollte das Kondensat auf den Bauteilen vereisen.
    Über die Kippfunktion am Fenstern können Sie den Frühlingsduft ins Haus lassen, zum lüften, speziell im Winter sind diese nicht gedacht.
     
  3. #3 jturtle, 19.12.2009
    jturtle

    jturtle

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    richtig lüften

    warme luft nimmt mehr feuchtigkeit auf als kalte luft
    trifft diese warme luft auf einen kalten bereich, fällt die feuchtigkeit aus (warme luft wohnzimmer, trifft auf kalte luft im anbau)
    die gesättigte warme luft muss gegen frische kalte (außen)luft getauscht werden, damit auch diese wieder nach erwärmung feuchtigkeit aufnehmen kann...

    kipplüften ist im winter keine alternative... die luft braucht viel länger um das gesamtvolumen des raumes zu tauschen, zudem hat die luft keine möglichkeit wieder warm zu werden, um eben feuchtigkeit aufzunehmen...
    bei kipplüftung ohne querlüftung, dauert ein luftaustausch ungefähr 24-75 minuten
    stoßlüften ohne querlüftung ca 4-7 minuten

    da ihr relativ neue fenster habt, entfällt der vorhergehende "natürliche" luftaustausch (durch evtle undichtigkeiten usw) d.h. es muss vermehrt gelüftet werden...

    am besten hygrometer anschaffen, der als anhaltspunkt dient wann wieder gelüfet werden muss...

    zudem würde ich wahrscheinlich versuchen dem anbau durch heizen eine gewisse grundwärme zu geben...
     
Thema: Feuchte/nasse Wand an Anbau II
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