Feuchter Keller

Diskutiere Feuchter Keller im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo Alle zusammen, durch Zufall bin ich auf dieses Forum gestoßen, und hoffe, dass ich hier Hilfe finde?! Wir haben vor Jahren ein altes...

  1. Olli74

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    Hallo Alle zusammen,

    durch Zufall bin ich auf dieses Forum gestoßen, und hoffe, dass ich hier Hilfe finde?!
    Wir haben vor Jahren ein altes Haus (Baujahr 54) gekauft; und haben im Keller einige Stellen die recht feucht sind!
    Diese feuchten Stellen befinden sich im Bereich Bodenplatte/Wand. Bei dem Ganzen handelt es sich um ein Streifenfundament!
    Außerdem ist der Bodenbereich um den Gasanschlusses sehr feucht; schon fast nass.
    Vor einigen Tagen hatten wir eine Firma XX da, die uns ein Angebot für eine Injektion gemacht hat!
    Puh, doch eine ganz schön teure Angelegenheit!
    Jetzt hatte ich überlegt, die Stellen von außen aufzumachen und von außen abzudichten!
    Zum einen ist es im Bereich eines Fallrohres (dies scheint nicht mehr so ganz dicht); die anderen Stellen sind von unserem Parkplatz gut erreichbar!
    Jetzt habe ich hier im Forum sehr viel gelesen, dass man so etwas besser nicht selber machen sollte, wegen Grundbruch!
    Wobei wir wohl nicht tiefer als 1,20m graben müssten?!
    Mal von der Stelle mit dem Fallrohr abgesehen, wäre es wohl auf einer Länge von ca. 5m, bei einer Frontlänge des Hauses von ca 8m!
    Wer kann mir denn hier ev.weiterhelfen?
    Soll ich mich an einen Statiker wenden, an einen Bauingenieur, oder kann ich ohne Bedenken diesen Bereich aufgraben um den Bereich von außen abzudichten?!
    Ich habe mal ein paar Fotos gemacht, damit das Problem auch erkennbar ist!

    Über Hilfe bzw. Tipps wäre ich sehr dankbar!

    Grüße

    Olli
     

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  3. PlanA

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    Unbedingt an einen Statiker wenden, auf keinen Fall den Keller auf 5m freilegen.
     
  4. Olli74

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    Auf wieviel Meter wäre es denn in etwa "ungefährlich" den Keller frei zu legen?
    Frage auch wegen dem Bereich umdas Fallrohr!
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 28. März 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    Wenn Du den Keller "anfasst", dann kannst Du nicht nur einen Teilbereich machen. Bzw. kann man schon, es ist aber mehr oder weniger sinnfrei.

    Entweder hat die Abdichtung wirklich nur im Bereich des Fallrohrs versagt, dann kann sie EVTL. auch nur lokal repariert werden, wobei Dir keiner eine Garantie auf die Anschlüsse geben wird!
    Das fällt unter "Nicht DIN-konform, aber Kirche bleibt im Dorf"

    Oder die alte Abdichtung ist großflächig marode, dann verschiebst Du das Problem mit einer Teilsanierung nur um X m. Und auch dabei wird Dir keiner eine Garantie auf die Übergänge zum Altbestand geben!

    Also entweder wirklich nur sehr lokal oder alles.

    Das Thema Grundbruch ist ein beachtenswertes.

    Wenn ich das auf den Bildern richtig sehe, kommt der Krams aus der Fuge Wand-Estrich raus. Dann hat eine Wandinjektion eh nur begrenzten Sinn, weil sie in der Regel die Fuge Wand-Bodenplatte nicht dauerhaft schliesst, die aber oft die grösste Schwachstelle ist.
    Die bekommst Du nur über Aussenabdichtung oder Injektion ins Erdreich (soweit sinnvoll) dicht.
     
  6. Olli74

    Olli74

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    Die Firma XX die bei uns zur Begutachtung war, sprach zum einen von der Wandinjektion und einer Injektion in die Bodenplatte im Wandbereich um die Bodenplatte in dem Bereich zu verschließen.
    Was die Injektion angeht bin ich allerdings etwas skeptisch. Vor allem steht das Haus seit `54 und hatte immer einige etwas feuchte Bereiche.
    Macht es jetzt, nach all den Jahren, Sinn diesen mit der Injektionsmethode zu verschließen? Ich finde, es steht in keinem Verhältnis, wenn ich von außen an die besagten Stellen komme, und es abdichten kann.

    Ich muss noch erklären, dass es sich umzwei verschiedene Bereiche handelt.
    In einem Keller habe ich an der Stelle wo außen das Fallrohr sitzt das Problem von Feuchtigkeit; in zwei anderen, wo von außen die Anschlüsse ins Haus führen das weitere Problem von Feuchtigkeit.
    Ich denke, ich werde hier wirklich mal einen Statiker bezüglich des freilegens zu Rate ziehen.
    Wenn ich von dem das Ok bekomme, kann ich immer noch selbstständig Hand anlegen, bzw.mir ein Angebot machen lassen.
    Es soll ja schließlich noch ein paar Jahre halten!

    Werbung ist hier bestimmt, so wie in anderen Foren auch, bestimmt untersagt?!
    Aber hat denn jemand in Hannover schon Erfahrung mit einer Firma oder Person gemacht?
    Ich wäre dankbar um jede Hilfe.
    Gerne auch als PN, wenn nichts dagegen spricht.
     
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  8. tanzbaer

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    Ich würde erstmal das Thema mit den Wasserleitungen angehen, im Sinne von klären ob die noch in Ordnung sind. Bei meinem Haus (unwesentlich jünger) waren in einigen Leitungen bereits Wurzeln drin und in der Nachbarschaft gibt es auch das ein oder andere Rohr was nach 50 Jahren nicht mehr so will. Verlegt wurden bei uns Tonrohre, allerdings nicht mit Gummi in der Muffe, das ist eher so ein bröseliger Kit der mit der Zeit wohl undicht wird.

    Wenn nach 55 da keiner was dran gemacht hat, dann hast Du im Keller vermutlich Mauerwerk, aussen Zementputz und der ist schwarz gestrichen worden. Je nach Gegebenheiten aussen reicht das um den Keller als Keller trocken zu halten. Wenn aber bei Dir ein Fallrohr zusitzt und das ganze Wasser am Fallrohr direkt an die Wand oder den Wandfuß geht, dann kann das das alte Gemäuer meist nicht mehr ab. Deshalb, vor dem Abdichten erstmal dafür sorgen dass nicht unnötig Wasser hinkommt.
     
  9. Teeflu

    Teeflu

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    Die Problematik mit dem Grundbuch und dem Statiker erschließt sich mir nicht eindeutig - vielleicht kann da noch jemand was zu sagen.

    Die Injektion an sich ist eine Vertikalsperre - bedeutet, das Wasser von unten in das Mauerwerk eindrigende Wasser wir daran gehindert, weiter nach oben zu steigen. Wenn oberhalb der Vertikalsperre noch Wasser gegen die Mauer drückt, ist diese quasi nutzlos. Daher sollte von Außen sowieso abgedichtet werden, egal ob jetzt eine Vertikalsperre gesetzt wird oder nicht.

    Alternativ könnten die Mauern auch von Innen abgedichtet und eine Vertikalsperre im Deckenbereich eingebracht werden. So kann das Wasser in der Mauer nicht verdunsten und es lagern sich keine Salze ab. Mit einem kaputten Fallrohr wäre das aber auch nicht meine erste Wahl!
     
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