Feuchtigkeit Dachüberstandskasten - WDVS schuld?

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  1. Goldorfe

    Goldorfe

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    Hallo,

    ich wäre für Tipps bezüglich eines Problems mit Feuchtigkeit in einem Bereich des giebelseitigen Dachüberstandskastens (= mit Holzpaneelen verkleideter ca. 30-40 cm breiter Dachüberstand) unseres in 2012 fertiggestellten Neubaus äußerst dankbar. Der Außenwandaufbau besteht aus Porotonziegeln plus WDVS.

    Im Winter bemerkte ich in einem Bereich des Kastens Eiszapfen, im Frühjahr dieses Jahres dann abplatzende Farbe an der Verkleidung. Der Kasten wurde vom Zimmerer im betroffenen Bereich geöffnet und Schimmelablagerungen in Folge von Feuchtigkeit wurden festgestellt. Die Vermutung des Zimmerers ist, dass im betroffenen Bereich irgendwo warme Luft von Innen nach Außen dringt, diese kondensiert und zu Feuchtigkeit im Kasten führe. Diese Feuchtigkeit würde dann durch die Verkleidung nach außen transportiert -- es findet ja aufgrund des geschlossenen Kastens wenig Luftaustausch statt --, so dass in Folge die Farbe der Verkleidung abplatze. Die Farbabplatzungen sind natürlich nur ein kosmetisches Problem, die Feuchtigkeit an sich und der Schimmel hingegen nicht.

    Trockenbauer und Dachdecker wurden bereits konsultiert. Der Trockenbauer ist sich sicher, Dämmung und Dampfsperrfolien ordentlich und "dicht" errichtet zu haben. Der Dachdecker hat indes keine Dachleckage ausmachen können. Im Sommer gab und momentan gibt es keine Feuchtigkeitsprobleme, ein undichtes Dach oder ein undichter Kasten sind daher wahrscheinlich auszuschließen. Jedoch hat der Dachdecker bei seiner Inspektion durch Öffnen der Dachhaut über dem betroffenen Bereich festgestellt, dass die Außenwanddämmung nicht ganz bis zum oberen Abschluss der Porotonziegel mit aufliegender Styrodor-Dämmung / zur Dachhaut verarbeitet wurde. In diesem Bereich ist gar ein wenig Mauerwerk sichtbar. Seiner Ansicht nach sei dies Ursache des Problems. Der Stuckateurmeister, der die Außenwanddämmung (von Brillux) verarbeitet hat, wurde kürzlich ebenfalls konsultiert, bislang jedoch ohne Rückmeldung seinerseits.

    Meine Frage ist: Kann der beschriebene Umstand des WDVS (nicht ganz abschließende Außendämmung) Schuld sein? Oder liegt die Ursache doch eher beim Trockenbauer? Bitte seht zum besseren Verständnis diese Fotos.

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  3. uban

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    Wie ist denn der Aufbau der Wand?

    Die Ursache herauszukriegen halte ich für sehr sehr schwer. Entweder (geringer) Kamineffekt hinter den Dämmplatten, die Feuchtigkeit sollte dabei hoffentlich weniger von unten (Sockel) sondern von der Baufeuchte (z.B. Kleber für Dämmplaten) herrühren.

    Oder es ist eine Undichtkeit von innen, d.h. feuchtwarme Innenluft findet irgendwo einen Weg nach aussen und nach oben. Da reicht ein kleines Loch/Fuge für recht grosse Feuchtigkeitsmengen aus.

    Eventuell abwarten bis es wieder richtig kalt wird und dann an die Ursachensuche gehen.
     
  4. Julius

    Julius

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    Ist das Mauerwerk innen vollflächig verputzt?
     
  5. Goldorfe

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    Vielen Dank zunächst für die Antwort(en)! Der Aufbau der Wand von innen nach außen ist wie folgt: Innenputz (~2-3 cm Stärke) - Porotonziegel (17,5 cm Stärke) - Kleber für die Brillux-Styropordämmung - Brillux Styropordämmung (14 cm Stärke) - Armierungsgewebe - Außenputz.

    Bis zum kalten Winter zu warten wurde vom Zimmerer ebenfalls vorgeschlagen. Nur könnte man dann evtl. wieder den Kasten feucht haben. Wie könnte eine mögliche Ursachensuche aussehen? Angesprochen wurde Thermografie und ein Blower-Door-Test. Macht das Sinn?
     
  6. Goldorfe

    Goldorfe

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    Ich vergaß... ja, das Mauerwerk ist innen vollflächig verputzt, bis auf die Bereiche, die von den ersten innenanliegenden Dachsparren überdeckt sind.
     
  7. H.PF

    H.PF

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    das Mauerwerk ist nicht gedeckelt. Was ist mit Steckdosen, Verteilerdosen etc? Sind die Luftdicht?
     
  8. uban

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    Wenn man es nicht besser weiss muss man hoffen dass BDT und Thermografie einen Hinweis auf die Ursache geben können.
    Nicht dass das grosszügige Ausschäumen von vorhandenen Hohlräumen als Lösung vorgeschlagen wird.
     
  9. Goldorfe

    Goldorfe

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    Danke nochmals für eure Antworten! Sicherlich gibt es an der betroffenen Wand, jedoch im EG und OG Steckdosen/ Verteilerdosen. Aber dürften diese für das Problem ursächlich sein?!

    Dass das Mauerwerk von nicht gedeckelt ist (außer mit dem auf dem Foto zu sehenden blauen Styrodor) korrekt. Ist solch eine Deckelung denn in jedem Falle ratsam? Ich denke, um einen BDT und/ oder Thermografie komme ich nicht herum. Sind denn beide Verfahren zum Herausfinden der Ursache sinnvoll?
     
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  11. Gast036816

    Gast036816 Gast

    das kann mit ursache sein plus die anderen bereits beschriebenen verdachtsmomente. hol dir einen sachverständigen vor ort, der untersucht gezielt und unterbreitet vorschläge zur mängelbeseitigung. dann weisst du auch, wer der verursacher ist/sind. die mängelanzeigen musst du dann schnellstmöglich zustellen.
     
  12. Goldorfe

    Goldorfe

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    Danke nochmals für eure Antworten/ Beiträge. In Kürze ist zunächst ein Ortstermin mit dem Stuckateurmeister und einem Techniker von Brillux anberaumt -- vorgeschlagen von Brillux und nach Nachfrage des Stuckateurmeisters. Ich bin gespannt und werde mich zeitnah rückmelden, wie Brillux
    das an den betroffenen Stellen verarbeitete WDVS bewertet.

    Nichtsdestotrotz beabsichtige ich in jedem Falle einen BDT.
     
Thema: Feuchtigkeit Dachüberstandskasten - WDVS schuld?
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