Feuchtigkeit Holzbalkendecke

Diskutiere Feuchtigkeit Holzbalkendecke im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo liebe Community, mein Bruder zieht in einem altes Haus (ca. 1950?) mit Holzbalkendecken (gefüllt mit Lehm, Stroh, dreck...) Diese öffnen...

  1. BiBoBa

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    Hallo liebe Community,

    mein Bruder zieht in einem altes Haus (ca. 1950?) mit Holzbalkendecken (gefüllt mit Lehm, Stroh, dreck...) Diese öffnen wir gerade um Balken usw. zu kontrollieren. Nun machen wir uns schonmal gedanken um den neuen Boden. Die Dielen sehen schlimm aus und sind krum, sie sollen also nicht mehr rein. Der neue Boden soll gerade, günstig und leicht zu entfernen sein (falls man doch nochmal in die Decke muss). Momentan sieht der Plan so aus: Auf die Balken ca. 30mm starke OSB Platten schrauben (Feder&Nut, Klasse 3 oder 4). Darauf spezielle Trittschalldämmung, darauf Teppich,PVC und oder Vinyl.
    Nun die Fragen dazu:

    1. In der Kombinaton OSB + PVC wird der Boden ja Dampfdicht. Gibt es dort Probleme in der Deckenkonstruktion wegen Feuchtigkeit? Luftfeuchtigkeit vom Zimmer darunter könnte in die Decke steigen und "steckt dort fest" weil sie nicht mehr nach oben weg kann.

    2. Sollte man die Decke der Küche (EG) ebenfalls Dampfdicht ausführen, so käme kein übermäßiger Dampf in die Konstruktion?!

    3. Die Balken sind natürlich nicht gerade, wie gleicht man sie am besten aus, das die OSB Platten recht gerade aufliegen?

    Grüße
     
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  3. R.B.

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    Wie soll der Raum oberhalb dieser Geschossdecke genutzt werden?
    Ist dieser Raum sonst noch gedämmt (Dahdämmung)?

    Du schreibst, dass der neue Boden "leicht zu entfernen" sein soll, aber gleichzeitig wird ein Aufbau gemacht, der diesem Ziel völlig widerspricht. (OSB, Trittschall, Oberbelag). Der Sinn dahinter ist mir nicht klar, deswegen die Rückfragen.

    zu 1. Prinzipiell liegst Du richtig
    zu 2. Auch da liegst Du richtig, obwohl eine Dampfsperre raumseits sehr wahrscheinlich entbehrlich ist.
    zu 3. Dafür baut man eine Unterkonstruktion, zum Nivellieren und damit man entsprechend kürzere Abstände zwischen den Auflageflächen hat.

    Nebenbei bemerkt,. 30mm OSB + Nutzung, da hoffe ich mal, dass das statisch geklärt wurde.
     
  4. #3 gunther1948, 20. November 2015
    gunther1948

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    hallo
    mit den 30mm osb-platten wirste keine unebenheiten ausgleichen konnen dafür wird das aber knarzen beim darüberlaufen.
    was soll das für eine spezielle trittschalldämmung sein auf die teppich, pvc, vinyl direkt verleget/geklebt wird?
    was verträgt denn die decke an ausbaulasten?
    nutzung unter und über der decke? wenn die nutzung gleich ist warum dann dampf.????

    gruss aus de pfalz
     
  5. BiBoBa

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    @ R.B. Die oberste Geschossdecke (zum Dach hin) soll gedämmt werden. Die Zimmer sollen normal genutzt werden, keine ungewöhnlichen Lasten. Ist denn 30mm OSB (auch verleimt und verschraubt) schwächer als die alten dünneren Dielen? Das mit dem "leicht zu entfernen" ist natürlich relativ, wir wollten jedoch nicht irgendeine Masse als Boden gießen. Für Vorschläge bin ich natürlich offen.

    @gunther Die Trittschalldämmung habe ich mal beim stöbern im Netz gefunden. In wie weit sie sich von anderen unterscheidet weiß ich nicht. Die Belastbarkeit der Decke kenne ich nicht aber sie wird normal genutzt. Meine Frage gilt allgemein für mehrere Zimmer.
     
  6. R.B.

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    Gibt es über dieser Geschossdecke noch einmal eine Geschossdecke? oder reden wir vom DG oder Spitzboden oder.....?

    Was bedeutet denn das schon wieder? Wie sie genutzt wird ist zweitrangig, wie man sie nutzen darf, das ist die Frage. So eine Balkendecke kann man doch nicht beliebig belasten, vielleicht war sie für die bisherige Last schon grenzwertig oder gar nicht ausgelegt, und jetzt packst Du noch mehr drauf, dann kannst Du Dir sicherlich vorstellen (oder nicht) was dann passiert. Deswegen hatte ich oben ja geschrieben, dass ich davon ausgehe, dass das statisch geklärt ist. Wenn nicht, dann solltest Du das nachholen.

    Wenn das "Wohnräume" werden sollen, dann wäre auch zu klären, ob man dort überhaupt Wohnräume unterbringen darf. Es versteht sich von selbst, dass dann das Dach gedämmt wird. Beheizen ist auch ein Thema, und wenn beide Etagen gleich genutzt werden, dann ist Dampfsperre kein Thema mehr. Oder es bleibt als obere Geschossdecke die Grenze der thermischen Hülle, dann muss mit entsprechenden Temperatudifferenzen zwischen den Etagen gerechnet werden, dann sieht die Betrachtung wieder anders aus.

    Fragen über Fragen.
     
  7. BiBoBa

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    Also erstmal zum Aufbau: Es gibt ein Erdgeschoss, dann gehts hoch zum ersten Stock. Der erste Stock hat natürlich auch eine Decke über der sich der Dachboden befindet. Ein ganz normales Haus. Die Dämmung soll in die Decke vom ersten Stock also auch der Boden vom Dachgeschoss, welches übrigens nicht genutzt wird!

    Nun zur Belastung: Der erste Stock wird seit über 60 Jahren aktiv genutzt, sollten die damaligen Planungen einigermaßen sauber durchgeführt worden sein, sollte dieser auch der zukünftigen Belastung standhalten. Daher meine wiederholte Aussage "normal genutzt", es ist weder ein Wasserbett geplant noch eine 3hl Badewanne. Die zusätzliche Belastung durch die OSB Platten sollte nicht zu schlimm sein, dafür weichen schließlich auch die alten Dielen.

    Irgendwie scheinen wir aneinander vorbeizureden, was wohl auch daran liegt, dass ich nicht aller Fachbegriffe mächtig bin.
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Also reden wir über die oberste Geschossdecke, also die Trennung von OG und unbeheiztem DG. Das DG soll als Lagerraum genutzt werden.
    oder wurde die Decke zwischen EG und OG auch als Holzbalkendecke ausgeführt, und wir diskutieren über diese Decke? Dann hätten wir im EG und OG ja jeweils beheizte Wohnräume, und dazwischen die Trennung durch die Geschossdecke. Dein zweiter Absatz würde eher für diese Decke sprechen.

    Für die Decke zwischen EG und OG brauchst Du keine Dampfsperre. Für die Decke zwischen OG und DG müsste man die unterschiedlichen Temperatur- und Feuchteverhältnisse betrachten, hier wäre dann, falls erforderlich, raumseits (OG) eine Dampfsperre anzubringen. Nach oben in´s DG diffusionsoffen bleiben.
     
  9. BiBoBa

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    Richtig, DG ungenutzt und ungeheizt. Die OSB Aktion soll in der Decke/Boden EG/OG stattfinden. Also brauche ich dort keine Feuchtigkeit in der Decke zu befürchten..
    Bezogen sich deine Bedenken bezüglich der Tragfähigkeit auf den Boden des DG(will ich ja garnicht nutzen) oder generell auf das Gewicht der OSB Platten?
     
  10. R.B.

    R.B.

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    Primär auf das DG, denn die dortige Balkenlage ist selten für eine höherwertige Nutzung dimensioniert.

    Wenn es um die Decke zwischen EG und OG geht, dann kann man wohl davon ausgehen, dass diese Balkendecke schon immer dafür gedacht war, dass das OG als Wohnraum genutzt wird. Welche Veränderungen es bei der Dimensionierung solcher Balkendecken in den letzten Jahrzehnten ergeben haben, das müsste ein Statiker beantworten. Unabhängig davon sollte man aber so Dinge wie Schalldämmung nicht auf die leichte Schulter nehmen. Die Ansprüche heute sind deutlich höher. Ich möchte nicht in einem Haus leben in dem Dir die Kaffeetasse aus der Hand fällt, nur weil sich im Geschoss darüber jemand im Bett umdreht.
     
  11. gunther1948

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    hallo
    sehr gute erfahrungen hab ich da mit der holz/beton verbundbauweise gemacht. ganz speziell bei sanierungen wo höhendifferenzen ausgeglichen werden müssen.

    gruss aus de pfalz
     
  12. Skeptiker

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  14. gunther1948

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    hallo
    jeep auch mit denen und mit einer denkmalgeschützten decke auf der unterseite.

    gruss aus de pfalz
     
  15. Skeptiker

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