Feuchtigkeit im Haus?! Dach undicht oder was ist das Problem?!

Diskutiere Feuchtigkeit im Haus?! Dach undicht oder was ist das Problem?! im Holzrahmenbau / Holztafelbau Forum im Bereich Neubau; Hallo Zusammen, Ich benötige Eure HILFE ! Ich stehe jetzt ca. 2 Monate vor der Fertigstellung meines Eigenheims und habe Samstag einen...

  1. #1 Impala65, 23.01.2012
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    Hallo Zusammen,

    Ich benötige Eure HILFE !

    Ich stehe jetzt ca. 2 Monate vor der Fertigstellung meines Eigenheims und habe Samstag einen kleinen Schock bekommen. Alle meine Räume befinden sich im Erdgeschoss, das heißt ich habe komplett ebenerdig gebaut. 3 Räumen habe ich so gebaut, das diese bis in die Dachspitze/First offen sind. Hier musste ich also die Dachschrägen dämmen was ich schon fertig gestellt habe. Darunter dann die diffusionsoffene Dach- und Wandfolie, Lattenkonstruktion und die Rigibsplatten. Wie man das halt so macht. Nun musste ich bei einem Raum noch ein Entlüftungsrohr für den Abfluss legen, das durch die Dachschräge nach draußen geht (Lüfterziegel). Hier musste ich dafür die Glaswolle noch einmal aufschneiden und musste erschreckend feststellen, das die Glaswolle oberhalb komplett nass ist, also direkt unter der Dachfolie.
    Ist das normal, kommt das durch die Feuchtigkeit die aus dem Haus geht? Ich mache mir jetzt natürlich Sorgen ob irgendwas nicht stimmt. Die Heizung läuft natürlich nur auf Sparflamme da ich ja noch nicht drin wohne und das Geld zum Fenster raus werfen will. Habe ich ein Problem oder ist das normal? Muss ich die Fenster auflassen oder oder oder? Ich wäre Euch dankbar wenn Ihr mir sagen könnt, was ich tun muss.

    Gruß
    Impala
     
  2. #2 MoRüBe, 23.01.2012
    MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Du hast ein Problem...

    ... welches das genau ist, kann man nur nach genauer Detailkenntnis und Termin vor Ort lokalisieren. :konfusius
     
  3. #3 Skeptiker, 23.01.2012
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    Wernn der Schichtenaufbau tatsächlich wie von Dir geschrieben mit einer diffusionsoffenen Folie auf der warmen Seite der Dämmung ausgeführt wurde, ist genau dies die Ursache Deines Problems: Es kommt zum Tauwasserausfall in der Dachdämmung. Je nach genauem Aufbau ist dort sehr wahrscheinlich eine Dampsperre oder zumindest eine Dampfbremse erforderlich.
     
  4. #4 MoRüBe, 23.01.2012
    MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Tischär...

    ... so blöd kann doch niemand sein? Oder doch?:o
     
  5. #5 Isolierglas, 23.01.2012
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    Siehe Post 3...

    Ansomnsten: sind alle Anschlüsse sorgfältig ausgeführt und damit dicht?

    Wie ist der genaue Aufbau? (sd-Wert...) der Unterspannbahn, etc...
     
  6. #6 Skeptiker, 23.01.2012
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    'mer weiß es net ... :sleeping
     
  7. #7 Impala65, 23.01.2012
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    Sorry, hatte die Folie falsch beschrieben. Ich dachte die heißt diffusionsoffen da die Feuchtigkeit raus kann aber nicht rein. Hatte wohl was in den falschen Hals gekriegt. Die Folie ist eine "Dampfbremsfolie" (farbe blau).
     
  8. #8 Skeptiker, 23.01.2012
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    Jetzt 'mal "Butter bei die Fische": Wie heißt Deine Folie genau und welchen Sd-Wert hat sie nach Herstellerangabe?
     
  9. #9 Impala65, 24.01.2012
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    Die heisst: Dampfbremsfolie blau SD-Wert>100 4x25m
     
  10. #10 Skeptiker, 24.01.2012
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    Na dann war's ja wirklich nur ein falscher Begriff:biggthumpup: und es sind andere Ursachen zu vermuten: Mangelnde seitliche Andichtung, lokale Beschädigung(en), äußere Undichtigkeit, aber das lässt sich wie schon geschrieben eigentlich nur bei einem Ortstermin vernünftig beantworten.:bau_1:
     
  11. #11 Alfons Fischer, 25.01.2012
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    ...Neubaufeuchte

    Ist es wirklich ein Holzrahmenbau?

    Wie war denn der Bauablauf? Also wann kam Innenputz, Estrich, wann wurde die Heizung in Betrieb genommen/Aufheizprogramm der Fußbodenheizung?
    Wie wurden die Anschlüsse an Innenwände ausgeführt?
    Wie ist der weitere Dachaufbau nach oben?
     
  12. #12 Impala65, 25.01.2012
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    Ja es ist ein Holzrahmenbau.

    Ablauf:
    Baustart: 07.2010
    Innenputz: keiner, ist ja Holzrahmenbau. Also alles Trockenbau (Rigibs).
    Estrich: 10.2011
    Heizung: 10.2011 (Inbetriebnahme 2 Wochen nach Estrich)
    Überall Fußbodenheizung, Aufheizprotokoll durchlaufen
    Anschlüsse Innenwände: was ist gemeint mit „Ausführung“ und welche Anschlüsse? Leitungen oder Elektro?
    Dachaufbau: Haus ist komplett ebenerdig, 3 Räume sind bis in den First offen.
    Die Decke ist bei den normalen Räumen mit Glaswolle gedämmt. Bei den 3 „offenen“ Räumen sind die Dachschrägen gedämmt. Aufbau von innen nach außen: Rigibs, Unterkonstruktion, Dampfbremsfolie, Glaswolle zwischen den Sparren, Dachunterspannbahn und die Ziegeln.

    Reicht das an Infos ?!
     
  13. Hfrik

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    Nö. Suche mal im Forum nach dem Thema "Kondenswasser" und Innenwände", da z.B. durch die Innenwände (Ritzen, Elektroinstallation, etc...) warme Luft in die Dämmschicht ziehen kann. (Kann auch in die Aussenwand gehen, wenn dort nicht Luftdicht gearbeitet wurde, etc.)
    Ebenso das thema Übergang Dampfsperre - Wände, mit dem Thema Abreissen durch Bautelbewegung und vieles anderes mehr. Das ganze Thema Durchdringungen (Rohre, Balken, elektrische Leitungen...)
    Ein unendlicher Themenbereich bei dem man hier Wochenlang lesen kann, und einem beim Lesen so diverse Kronleuchter aufgehen.
     
  14. #14 MoRüBe, 25.01.2012
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    MoRüBe Gast

    allein hier...


    ... gibts in den Übergängen schon eine mögliche Fehlerquote von 98 %:konfusius

    Deswegen: Es hilft nur eine Ortsbesichtigung
     
  15. #15 Impala65, 26.01.2012
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    Sorry aber das müsst Ihr mir erklären. Mal angenommen ich habe das Haus nicht perfekt zu 100% luftdicht abgeklebt (was bestimmt so sein wird), was hat das damit zu tun ob sich oberhalb der Glaswolle die Feuchtigkeit sammelt?
    Ich bin kein Profi aber es interessiert mich einfach. Ich hätte jetzt gesagt, das es an der Restfeuchte im Haus liegt. Und da die Heizung bei mir auf sparflamme läuft, die Ziegeln bei dem Wetter immer naß sind,
    die Feuchtigkeit keine Chance hat komplett nach außen weg zu gehen.
    Was meine Innenwände angeht: die haben keinen direkten Anschluss zur Außenwand. Stehen sozusagen als Raumtrenner für sich als eigenes geschlossenes Wandelement.
     
  16. Hfrik

    Hfrik

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    Das ist ganz einfach. Ist es nicht 100% dicht, zieht kontinuierlich und in erstaunlich grosser Menge feuchte Luft (jeder Bewohner produziert auch später etliche Liter Wasserdampf je Tag (-> schwitzen, kochen, Wäsche trocknen, Boden feucht aufwischen, Duschen + Abtrocknen, Planzen, ....)) in die Dämmung. In der Dämmung ist es deutlich kälter, und der überwiegende Teil dieser Feuchtigkeit fällt dann in der Dämmung als Wasser aus - und schon ist das Wasser in der Dämmung da. Daher ist 100% dicht durchaus das zu erreichende Ziel (auch wenns meist nicht vollständig klappt).
    Es kann natürlich theoretisch auch sein, dass das Wasser aus der anderen Richtung kommt, aber das ist relativ gesehen seltener (ohne Kenntnis der Vor-ort-Bedingungen)
     
  17. #17 MoRüBe, 26.01.2012
    MoRüBe

    MoRüBe Gast

    au man...

    :fleen
     
  18. #18 Impala65, 26.01.2012
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    Ja das kann ich nachvollziehen. Aber zu den 100% luftdicht: ich wage mal zu behaupten das es kaum jemand schafft 100% zu erreichen. Es sein denn die Bauform ist extrem einfach, was bei mir nicht der Fall ist.

    Dazu nochmal ne Frage: nach meinem Wissensstand kleben wir die Häuser noch nicht seit 100derten von Jahren luftdicht ab. Das heißt also, das alle etwas älteren Häuser ja ein riesen Problem haben da deren Feuchtigkeit im Haus komplett in die Dämmung einzieht. Sorry aber das versteh ich nicht ganz. Bin dann wohl von allen Seiten falsch informiert worden. Denn mir wurde gesagt das es luftdicht sein muss, damit einerseits die Be- und entlüftungsanlage vernünftig funktioniert und um andererseits so wenig Ernergie wie möglich zu verlieren.
    Diese Feuchtigkeitssache von innen nach aussen bis auf Restfeuchte im Bau ist mir so nicht geläufig.
     
  19. Hfrik

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    Ganz einfach: ältere Häuser sind nicht Dampfdicht, aber eben auch nicht Lufdicht.
    Wenn laufend trockene Luft von Aussen in das Gebäude zieht (und klassischer Weise mit Feuchtigkeit angereichert über den Ofen und den Kamin wieder abzieht, der Ofen produziert hier einen permanenten Unterdruck im Gebäude, der es wenigstens erschwert, dass Innenluft in die Bauteile strömt), diese trockene Luft sorgt dafür, dass die absolute Luftfeuchtigkeit in den alten Gebäuden nicht so hoch werden kann (die Relative Luftfeuchte bei Zimmertemperatur ist dann ganz im Keller, und beim Abkühlen in der Wand / Dämmung bleibt es meist auch unter 100% rel. Luftfeuchte).
    Womit sich das Problem nicht stellt.
    Hat man jedoch wie heute höhere (und damit i.d.R. angenehmere) Luftfeuchten bei Zimmertemperatur im Gebäude, geringe, weil nur notwendige Luftwechselraten, ggf. noch mit Feuchterückgewinnung, etc, folgt eben, dass die Luftdichtheit gegeben sein muss, weil eben sonst die Dämmung nass wird.
    Das hat man in der Wissenschaft auch nicht sofort gesehen, sondern kam erst 10-20 Jahre nach dem man in den 70'ern und 80'ern mit dem Dämmen angefangen hat.
    Einerseits duch Bauschäden, andererseits, weil man festsellen konnte, das ungewollte Konvektion viel stärker zu Wärmeverlusten beiträgt als gedacht.
    Dementsprechend gehen die Anforderungen an die Luft- und Dampfdichtheit, sowie an die exakte Planung der beiden Punkte kontinuierlich nach oben.
    Lies Dich einfach hier durchs Forum, die Massnahmen zur Behebung gehen bis zum Abbau des kompleten Dachstuhls.
    Ich denke unter der Rubrik Baumurks in Wort und bild gibts auch Beispiele was passiert, wenn man undichtheiten längere Zeiten ignoriert. Da kann man dann veritable Speisepilze in der Bausubstanz züchten.
     
  20. #20 MoRüBe, 26.01.2012
    MoRüBe

    MoRüBe Gast

    noch einfacher...

    ... :winken

    die Übergänge von einer normalen Decke zur Kathedraldecke sind nicht einfach. Da haben selbst gestande Zimmerer/Trockenbauer Probleme mit. Es sei denn, jemand weiß was er tut und b) es hat sich mal jemand vorher Gedanken zu diesem Problem gemacht, der weiß, was in der Praxis los ist (also keine Theorie-Spinner). Luftdichtigkeit ist kein Hexenwerk, wenn man weiß was man macht. Bei den Ausbauformen, so wie beschrieben, da gibts unzählige Möglichkeiten, von der Wärmebrücke über Tauwasser und und und.

    All dieses wäre nicht sooo schlimm, hätte der Verbrecher, der Dir die Hütte vertickert hat, Wert auf eine KWL gelegt, dann hättste das Problem vermutlich auch nicht. (Natürlich vorausgesetzt, da sind nicht noch mehr erhebliche Klopse in Deiner Bauweise).

    Wie gesagt, hier hilft nur noch ein Ortstermin um dann zu sehen, was man abreißen darf :Brille
     
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