Feuchtigkeit und Schimmel unter den OSB Platten

Diskutiere Feuchtigkeit und Schimmel unter den OSB Platten im Dach Forum im Bereich Neubau; Darstellung des Problems: Neubau. Das Dach ( Kaltdach ) wurde im September 2012 fertiggestellt. Im Dezember 2012 sind wird eingezogen. Aufbau...

  1. dermit

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    Darstellung des Problems:

    Neubau. Das Dach ( Kaltdach ) wurde im September 2012 fertiggestellt. Im Dezember 2012 sind wird eingezogen.
    Aufbau der Decke im OG.

    Rigibs->3cm Dämmung->Dampfsperre->24cmDämmung ->OSB Platten.

    Letzte Woche habe ich zur Kontrolle eine OSB Platten abgenommen. Siehe da Feuchtigkeit unter den OSB Platten und zum Teil Schimmel, ich war schockiert. Also habe ich alle Platten abgenommen. Jede Platte ist feucht und schimmlig.

    Die Dampfsperre habe ich selber angebracht. Es ist unmöglich, dass die Dampfsperre so grossflächig undicht ist. Die meiste Feuchtigkeit ist an den Querbalken gewesen, zwischen der sich die Dämmung befindet. Habe den Bauingenieur gerufen. Er sagt, dass das die Restfeuchtigkeit im Holz und Balken ist. Die kann nicht raus wegen Dampfsperre und OSB. Verständlich für mich. Aber:

    Wer ist nun Schuld???

    Dachdecker:

    Der Aufbau des Daches hat ca. 2 Wochen gedauert. Alle Holzteile lagen zum grössten Teil ungeschützt auf dem Grundstück. OSB Platten waren verdeckt.

    Zuerst wurde die Querbalken angebracht ( ich weiss nicht ob es geregnet hat )
    dann wurden die OSB Platten verschraubt. Dann hat es richtig geregnet!! Die Platten wurden nicht verdeckt, die Kanten sind aufgequilt. Sieht man heute noch ganz deutlich
    Ca. 2 Tage später wurde der Rest gemacht. Ich weiss nicht wie die Teile alle heißen. Habe einen ungedämmten Satteldach ( belüftet). Delta Folie und dann die Ziegel drauf.

    Ist die Reihenfolge falsch? Bei meinem Nachbar läuft die Sache von Aussen nach Innen. Er hat allerdings ein Spitzdach, gedämmt.
    Zuerst der Aufbau für die Ziegel und dann Deltafolie, damit es nicht reinregnet, dann der Rest.

    Was ist, wenn die Querbalken und die OSB Platten nass waren bzw. noch eine Restfeuchtigkeit hatten?
    Ist der Dachdecker dazu verpflichtet alles trocken zu liefern? Oder musste ich die Feuchtigkeit überprüfen?

    Der Bauingenieur sagt natürlich, da kann man nichts machen, weil er sein hintern retten will. Der Schimmel würde auf den Platten wieder verschwinden, wenn alles trocken ist. Ich finde die Sache eckelhaft!! Am liebsten würde ich alles rausschmeißen (100m²), ich weiss nicht wie ich die durch die Dachlucke bekommen soll und die neuen wieder rein.

    Danke im vorraus
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 31. Januar 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    Es gibt hier zig Möglichkeiten, warum dort Feuchte ist. Beginnend mit dem Holz, das naß ankam oder es auf der Baustelle wurde über Baufeuchte, die die nch ausreichend trockenen Hölzer feucht gemacht hat bis hin zu Luftundichtigkeiten.
    Fang mal mit einem Blower-Door-Test an, Deine Künste zu überprüfen. Wenn da wirklich nichts ist (was ich schon mal nicht glaube), dann muss man weiter suchen.
    Kann dauern.
     
  4. #3 Alfons Fischer, 31. Januar 2013
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    ich mache in solchen Fällen gerne von oben auf, bau die Dämmung aus und schau mir die Anschlüsse und Durchdringungen von dort an. Da bekommt man dann schon ein Gefühl für die Qualität der Arbeiten. Mit Blower-Door kann man unterstützen.
    Dann die Innenwände: Oben zu/gedeckelt/Folie drüber gezogen?
    Welche Dampfbremse wurde verarbeitet, Wie war der Bauablauf? Wann wurde Putz und Estrich eingebracht? Wann wurde begonnen, zu heizen?
    Und letztlich Holzfeuchtemessungen unten, mitte, oben.
    Und dann noch ein bisschen Sachverstand zur Beurteilung... :konfusius
     
  5. Neutal

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    Das häufig angeführte Argument der Holzfeuchte ist für mich immer schwer zu begreifen. Klar, früher durfte einfach Schnittholz verwendet werden. Heute aber darf die Holzfeuchte beim Einbau max. 20% betragen und fast jeder arbeitet doch schon mit getrockneten Konstruktionshölzern. Woher also diese Mengen an Feuchtigkeit? Holz das draußen gelagert wird, sollte immer abgedeckt sein. Selbst wenn es mal einen Schauer abbekommt, reicht dies nicht um die Holzfeuchte stark nach oben zu treiben.
    Nahezu jeder Hersteller von Dampfbremsfolien macht schon darauf aufmerksam wann diese Folien am besten verabeitet werden. Der Feuchteeintrag im Haus ist nach den Rohbauarbeiten enorm und nicht zu unterschätzen. Feuchtigkeit findet viele Wege. Zu schnell alles zu verschließen ist oftmals ein Fehler. Auch wird häufig die eigene Leistung deutlich überschätzt. Nicht alles was perfekt aussieht ist auch dicht. Bei einer Unterdruckprüfung im Haus würden sie staunen wo noch überall luftige stellen zu finden sind.
    Hauptgrund: Zu schnell gebaut, zu wenig gelüftet. Die Empfehlungen, gerade im Winter, die von den Herstellern ausgegeben werden müssen eingehalten werden. Eine vernünftige Belüftung des Spitzbodens hat auch noch nicht geschadet
     
  6. dermit

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    Wie gesagt, es kann sein, dass die Dampfbremse undicht ist aber!!!

    Die Folie habe ich z.B. in den Kinderzimmern an einem Stück an die Decke befestigt ca. 15m² , d.h. es kann nur an den Randbereichen theoretisch undicht sein, wie schafft es die Feuchtigkeit in die Mitte zu gelangen zumal alle 60cm ein Querbalken kommt?

    Ich habe eine Firma in Dortmund angerufen, die auf Blower Door spezialisiert ist. Ich wollte eine Unterdruckmessung mit Leckagesuche machen lassen, die Antwort war: " Ist schon zu spät, wenn das Haus komplett fertig ist, man wird nichts finden"

    Der Bauingenieur hat nun folgendes Vorgeschlagen.

    Alles trocknen lassen, dann Delta Folie drauf, dann Unter bzw. Überlattung, dann die OSB Platten drauf. An den Rändern ca.10cm frei lassen zur Unterlüftung.
    Zu meiner Frage: Warum haben wir das nicht gleich so gemacht?
    Antwort: Braucht man eigentlich nicht

    Blablabla


    Man muss echt zweimal im Leben bauen! Das erste mal beim Kollegen, um zu sehen was man alles falsch macht und dann das eigene Haus
     
  7. #6 Gast360547, 31. Januar 2013
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    Moin,

    Och Flocke, da hab ich ne einfache Erklärung für ;-)
    selbst und gerade wenn KVH trocken eingebaut und abgedeckt wurde, hat es eine Feuchtigkeit von so umme 6% oder so. Bevor der Krmepel dann in der Bauphase eingepackt wird, kommt Putz, Estrich etc.. Je mehr sich die dunkle Jahreszeit nähert, desto eher wird auffm Bau mit Strahlern gearbeitet, die eine recht große Hitzeentwicklung mitsichbringen. Eingebrachtes Wasser wird erwärmt und ändert den Aggregatzustand in Gasform. Diese Feuchtigkeit saugt das nicht eingepackte KVH begierig auf. Und dann das Fatale: nunmehr wird raumsties die DS angeordnet und oben die OSB. Bedingt durch den Umstand, dass die Restfeuchte in der ganzen Hütte stetig abnimmt, versucht das KVH seinerseits die aufgenommene Feuchtigkeit ebenfalls wieder abzugeben, um zu der Ausgelichsfeuchte zu gelangen. Das gelingt aber nur insoweit, als dass diese Feuchtigkeit in die WD gelangt und dann an der OSB erneut als Tauwasser ausfällt.

    KVH hilft also bei einem fehlerhaft geplanten Bauablauf überhaupt nichts und kann ins Gegenteil umschlagen.

    Grüße

    si
     
  8. 1973rd

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    Du meintest wohl 16%
     
  9. Neutal

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    @Stefan: Ich habe mal Mesungen der Holzfeuchte mit den Teflonspitzen gemacht nachdem das Holz etwas draußengelegen hatte und konnte keine wirkliche erhöhung der Holzfeuchte messen. Klar an der Oberfläche war alles feucht, aber innen nicht.
    Wie sich die Baufeuchte im allgemeinen auswirkt habe ich noch nicht nachgemessen. Bei Holzhäusern ist das auch nicht so dramatisch.
     
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  11. #9 ralph12345, 1. Februar 2013
    ralph12345

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    Ist doch egal, woher das kommt. Man wird eh nicht umhinkommen, alles zu machen, um alle möglichen Fehler auszuschliessen.
    OSB runter, Dämmung raus, trocknen lassen und ggf. ersetzten, dabei auch das Holz trocknen lassen und nebenbei mal in der Folie auf Leckagesuche gehen.
    Ist denn an der Unterkante der OSB Platten an den Schimmelspuren sowas wie eine Luftstromrichtung abzulesen oder ist das gleichmässig grossflächig?
    Fotos?

    Und wie wurde die im Sockelbereich unten angeschlossen? Wurde die über die Innenwände geführt oder daran angeklebt? Durchdringungen vom Schornstein und Entlüftungen gut abgeklebt? Wir reden von Luft, die sich da ihren Weg sucht, der reicht ein kleines Löchlein von einer Schraube, die da durchpiekt.
     
  12. Neutal

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    Eben nicht. Durch Bauteile und Baustoffe eingebrachte Feuchte verzieht sich wieder. Feuchtigkeit durch konvektionsströme wird den Zustand langfristig noch verschlimmern.
     
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